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Intro

Ich verfolge den Markt für soziale Business Netzwerke bereits seit 2010. Seit dem hat sich einiges getan. Marktführer im deutschsprachigen Raum sind seitdem (immer noch) LinkedIn und sein deutschsprachiger Pendant XING aus Hamburg. Zeit, mal den Vergleich zu aktualisieren.

LinkedIn und XING im Vergleich

Ich habe mal die wichtigsten Parameter gegenübergestellt.

Mitglieder

Für einen Nutzer ist am Wichtigsten: Wen kann ich erreichen, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand in einem Businessnetzwerk angemeldet ist. Hier haben XING und LinkedIn aktuell ungefähr Gleichstand: Im deutschsprachigen Bereich sind jeweils 13 Millionen Nutzer angemeldet (XING siehe hier, Seite 48), LinkedIn eigene Erhebung über den AdManager von LinkedIn:

LinkedIn Nutzer 2019 DACH Deutschland Schweiz Österreich

Allerdings sei hinzugefügt, dass nach aktuelleren Berichten XING bereits bei 15 Millionen Mitgliedern wäre.

Unterschied ist hingegen in der Verteilung zu finden: Wer Ansprechpartner im Senior Management oder auch in großen Konzernen allgemein sucht, wird eher bei LinkedIn fündig. Bei XING ist daher eher die Schicht der Freelancer, Coaches, Trainern und allgemein Freiberuflern zu finden.

Preis

Unterschiede bei den Kosten für XING und LinkedIn sind vor allem in der Freemium Varianten der beiden Anbieter zu finden: Während XING die Freemiumvariante mehr und mehr „kastriert“ hat, um die Nutzer zu einer kostenpflichtigen zu animieren, kann man die LinkedIn Versionen (sowohl Desktop, als auch Mobile) auch als Basismitglied sehr gut verwenden.

LinkedIn XING Preisvergleich 2019

Bei LinkedIn kostet die günstigste Premiumvariante 10 € im Monat, was 2,05 € über dem Angebot von XING liegt. Die Premiumvariante „Essential“ für 10 € ist allerdings nur von einer IP aus Deutschland erreichbar, nicht aus der Schweiz oder Österreich.

Allerdings ist bei XING mit Zusatzkosten zu rechnen, zum Beispiel, wenn man alle Funktionen von Gruppen oder Unternehmensprofilen nutzen möchte, die bei LinkedIn generell kostenfrei sind.

Nutzung

Bei der Nutzung hat LinkedIn XING mittlerweile überholt. XING ist im Alexaranking mittlerweile auf Platz 94 angekommen bei den in Deutschland am meisten genutzten Seiten.

Ein Grund hierfür wird die mobile Nutzung sein. Zwar hat XING dort deutlich aufgeholt, allerdings ist die Qualität der LinkedIn App deutlich höher:

LinkedIn XING Appstore Vergleich 2019

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Letztens wurde ich von Wolfgang Merkel auf ein paar interessante Seiten aufmerksam gemacht: Die LinkedIn Unternehmensseiten werden renoviert und etwas dem heutigen Style von LinkedIn angepasst. Mal einen Blick darauf geworfen.

Unternehmensseiten angeschaut

Was auffällt, ist dass Design dem gesamtheitlichen Look anpasst, so wie man es auch schon bei dem sich gerade im Launch befindlichen Events gesehen hat.

Die Interaktion mit den Followern und Nutzern soll verbessert werden. Die Hashtagsystematik weitet sich auf die LinkedIn Unternehmensseiten weiter aus.

Neue LinkedIn Unternehmensseite

  1. Was ins Auge springt: Die Unternehmensseiten haben jetzt einen direkten Absprungpunkt zur Webseite. Eine gute Neuigkeit.
  2. Die Navigation ist nun auf der linken Seite. Gut wäre für den deutschsprachigen Raum, auch „Impressum“ reinzuschreiben, was aber bei der internationalen Ausrichtung wahrscheinlich nicht passieren wird. Interessant wäre „Life“, da ich noch keine Ahnung habe, was sich dahinter verbergen wird.
  3. Die zentrale Timeline, wo Neuigkeiten platziert wird. Auch die Möglichkeit, wichtige Artikel zu pinnen, bleibt erhalten.
  4. Communities: Genau genommen eine Hashtag Sammlung. Aber analog den Events eine wichtige Schaltzentrale für die Kommunikation.

Was auch analog den Events ist: Die Multikanalintegration wird weiter gefördert. So können Admins nicht nur über die normale Desktopvariante von LinkedIn arbeiten, sondern auch direkt über mobile Devices arbeiten. Es ist iOS und Android angekündigt (scheinbar unterstützt LinkedIn nur noch diese beiden Oberflächen).

Was kosten die LinkedIn Unternehmensseiten?

Was ganz wichtig ist: Ich habe keine Indizien dafür gefunden, dass die Unternehmensseiten generell etwas kosten, noch dass irgendwelche Bestandteile bepreist werden. Was scheinbar beim alten bleibt, ist, dass die LinkedIn Career Pages Geld kosten.

Mehr Infos zu den neuen LinkedIn Unternehmensseiten

Den Beitrag dazu findet ihr im LinkedIn Blog hier, etwas mehr Futter bei Marketingland und bei Adweek (nochmals Danke an Wolfgang für die Links).

Zum Schluss noch ein Video von LinkedIn zu dem Thema, wo man schon etwas sehen und erahnen kann:

 

Intro

Das man das Profil bei LinkedIn um verschiedene Bereiche anreichern kann, ist ja schon länger so. Es gibt, gerade für Freiberufler und Selbstständige interessant, Möglichkeiten, Projekte und auch Zertifikate anzeigen zu lassen. Für dieses Klientel spannend, da „ich bin seit 12 Jahren Freiberufler“ nicht unbedingt eine qualitative Aussage beinhaltet. Jetzt habe ich eine spannende Mail von der Scrumalliance bekommen.

Badges am Beispiel der Scrumalliance

Ich bekam von der Scrumalliance folgende Mail:

Congratulations! You are awarded the digital badge, Certified Scrum Product Owner® (CSPO®), from Scrum Alliance®. Your badge can be shared electronically with others via email or social media in order to demonstrate your achievement. To view your Digital Badge, click http://bcert.me/stsokfgpi.

Add your credential to LinkedIn profile now! You may be prompted to sign in to LinkedIn. You will be automatically asked to submit the following details to add your badge:

Wenn man der Mail folgt, bekommt man eine dezidierte Anleitung, wie man den Badge seinen Profil zuordnet:

Ad Certification Badge at LinkedIn

Folgt man den Anweisungen, so bekommt man in seinen Profil dieses unter seinen „Qualifikationen und Auszeichnungen“ angezeigt:

Qualifikationen und Auszeichnungen auf LinkedIn

Leider habe ich keine vollzählige Übersicht entdeckt, welche Organisationen die Badges unterstützen. Von der Scrumalliance habe ich auch nur dadurch erfahren, da ich ja selber Mitglied und zertifizierter CSPO bin.

Insgesamt lohnt es sich, den Bereich „Qualifikationen und Auszeichnungen“ sich mal wieder näher anzuschauen. Hier kann man

  • Veröffentlichung
  • Zertifizierung
  • Patent
  • Kurs
  • Auszeichnung/Preis
  • Prüfungsergebnisse
  • Sprache
  • Organisation

angeben. Wie eingangs bereits beschrieben, gerade für Freiberufler, Selbständige und Freelancer eine gute Möglichkeit, auf sich und seine Vitae aufmerksam zu machen. Oft kann oder darf man seine Auftraggeber nicht benennen, was man über die Projekte umgehen kann. Aber auch Veröffentlichungen machen durchaus Sinn, wenn man Bücher, Artikel oder auch eine Dissertation verlinken kann, alles, was man direkt aufrufen könnte. Wann haben Sie das letzte Mal nachgeschaut?

Intro

Bereits vor ein paar Wochen habe ich einen Artikel zu den in Planung befindlichen „Events“ bei LinkedIn geschrieben. Jetzt wurde ein Artikel von Ashu Dubey publiziert, der einige Details preis gibt. Insbesondere ist nun auch die Hilfe zu dem Thema veröffentlicht, wo man schon einiges daraus erkennen kann. Allerdings nur auf Englisch und leider noch nicht auf Deutsch.

Details zu den LinkedIn Events

Gerade über die Hilfe wird bereits jetzt deutlich, wie es funktioniert. So kann man das Event direkt einladen, es bewerben, Kontakte einladen, darüber kommunizieren und auch eine eigenständige Timeline hat das Event.

Die zu bearbeitenden Details sind, nach bekannten Muster, sind

  • Name of event
  • Date and time
  • Location
  • Event hashtag
  • Event description
  • Industry
  • External URL

[Man erkennt an der englischen Sprache, dass ich das nur aus der Hilfe entnommen habe]

Besonders spannend finde ich, dass von vornherein ein eigenes Hashtag für das Event kreiert wird: Vereinfacht das die Kommunikation in den sozialen Netzen, neben LinkedIn natürlich Twitter ganz vorneweg.

Screenshots über die Anlage oder dem Managen von Events habe ich in der Hilfe nicht entdecken können, sehr wohl aber ein kleines Video, dass die Anlage eines Events via Handy demonstriert.

 

Was das nachfolgende Video zeigt, ist, dass LinkedIn weiterhin die „Mobile First“ Strategie verfolgt: So sind Handys nicht ein ungeliebter zu pflegender Kanal, sondern neue Funktionen werden direkt für die mobilen Versionen optimiert. Das ergibt auch Sinn: Was auf einem Handy funktioniert, ist auf dem Desktop immer praktikabel (im schlimmsten Fall, der 1:1 Implementierung halt was für Grobmotoriker). Dabei werden der Hilfe nach die beiden Hauptbetriebssysteme im Handybereich, iOS und Android, unterstützt.

Wo kann ich es ausprobieren?

Leider noch gar nicht. Zumindest habe ich es über mehrere Profile und mehreren Sprachen keinen Zugang zu der Funktion bekommen, diese scheint noch nicht ausgerollt zu sein. Gern publiziert LinkedIn solche Funktionen auch im Silent Release: Sie sind dann einfach irgendwann da.

Im Post, das ich eingangs verlinkt habe, war die Sprache davon, dass es gerade mit ausgewählten Teilnehmern pilotiert wird.

Intro

LinkedIn nutzt viele Features. manche werden mit der Zeit wieder abgestellt, um den Fokus auf die Hauptaktivitäten zu lenken. Bei manchen Sachen gut, manche werden schmerzlich vermisst. Ich denke an die InMaps, die einem die eigene Vernetzung clusterte. Dieses war ein großartiges Tool, was dann in der Versenkung verschwand. Ein anderes Tool, was viele missen, gerade im Vergleich zu XING, sind die Events. Jetzt gibt es Hoffnung, dass diese wiederkommen.

Events are back

Die Tage ereilte mich ein Post, in dem die Messe Electronica in einem Event beworben wurde. Moment mal….. ein Event? Wurde das Tool nicht abgeschaltet? Leider standen Events seit Jahren nicht mehr zur Verfügung. Früher (also so um 2011) waren diese ein Bestandteil der englischen Oberfläche von LinkedIn. Dann wurden sie, wohl wegen mangelnder Nutzung, abgeschaltet. Jetzt kann man wieder einzelne Events wiederfinden, wie zum Beispiel dieses von der electronica 2018. Das sieht dann aktuell so aus:

LinkedIn Events

Leider konnte ich kaum was in Erfahrung bringen. Das Tool scheint noch im Alphastadium zu sein. Somit nur das, was man direkt auch sehen kann:

  1. Im Header befindet sich ein Bereich mit den allgemeinen Angaben, Ort, Datum, Name etc., was man so erwartet.
  2. Man kann sich direkt für das Event registrieren. Man muss sich registrieren, um die Teilnehmer zu sehen. Der Button führt auf eine externe Seite, die dann mit den LinkedIn Mitgliedern abgeglichen wird (reines Drücken des Buttons führt noch nicht zur Teilnahme).
  3. Man kann auch dem Event nur Folgen, also die bei LinkedIn übliche Möglichkeit jemanden oder etwas zu Folgen ist auch hier implementiert.
  4. Es gibt auch eine Timeline für das Event. Beiträge dort erscheinen auch in der normalen Timeline, zum Beispiel, wenn jemand zu dem Event etwas beiträgt oder kommentiert

Mehr konnte ich erstmal nicht in Erfahrung bringen. Weder die deutschsprachige, noch die englischsprachige Hilfe hatte bereits Fragmente davon enthalten. Und was mich vor allem wunderte, dass auch in der Blogosphäre (vor allem die Englische) nichts zu finden war: Hier wird LinkedIn mit Argusaugen überwacht und viele Features werden dort kommentiert, während hier noch ruhig ist. Ich werde das Thema auf jeden Fall weiter beobachten.

Intro

Gerade mal vor zwei Wochen habe ich einen Artikel über den Umbau in den Gruppen geschrieben. Hier habe ich bedauert, dass die Gruppen sehr beschnitten wurden und die Sichtbarkeit sehr beschränkt. Wie so häufig kommen die Details jetzt sukzessiv. Es hat sich einiges getan, und vor allem Moderatoren werden ein paar Nacharbeiten sehr begrüßen.

Was ist geschehen

Auf die aktuellsten Neuerungen bin ich erst durch einen Beitrag von Mark Williams („MrLinkedIn“) aufmerksam geworden, von daher lieben Dank und Grüße an Friederike Gonzalez Schmitz, die mich darauf aufmerksam gemacht hat.

Vereinfachung für Moderatoren

Die wichtigste Neuerung für Moderatoren kam bereits wenige Tage, nachdem Relaunch publiziert wurde: So wurde ja der Direktsprung zur Freigabe von neuen Mitgliedern abgeschaltet und man musste über die Gruppe zur Mitgliederverwaltung navigieren. Etwas umständlich. Das ist zwar prinzipiell so geblieben, jedoch wird unter Mitteilungen ein Posting gesetzt, dass eine neue Anfrage besteht und man kann über Link direkt dorthin navigieren, was die Sache stark vereinfacht:

LinkedIn Gruppenmitglieder bestätigen

Direktes Posten

Man kann jetzt direkt aus der Timeline heraus direkt in eine Gruppe posten:

Direktes Posten in Gruppen bei LinkedIn

Das hilft, wenn man schnell einen kleinen Gedanken posten möchte. Früher konnte man nur zwischen a) öffentlich b) öffentlich und Twitter und c) Kontakte auswählen. Jetzt kann man auch direkt eine Gruppe ansprechen. Allerdings, wer es ausprobieren möchte: Es sind ein paar Minuten Zeitversatz aktuell da.

Das funktioniert auch einwandfrei mit visuellem Content, also Fotos und Videos.

Sichtbarkeit der Gruppen verbessert

Die Gruppen sind ja bereits vor ein paar Jahren unter „Apps“ verklappt worden und nicht jedem sofort ersichtlich. Jetzt bekamen die Gruppen einen kleinen Kasten spendiert, direkt auf der Startseite:

LinkedIn Gruppen von der Startseite erreichbar

Leider kann man diese noch nicht sortieren (wünschenswert wäre, dass gerade die eigenen schnell erreichbar wären). Aber immerhin, damit ist den Gruppen durch eine schnelle Erreichbarkeit eine (wieder) bessere Sichtbarkeit gegeben.

Extra

Ich freue mich, dass die Gruppen dadurch wieder gewinnen. Mal schauen, was uns LinkedIn noch für Verbesserungen bietet.

Intro

Ich habe ja schon häufiger über die Gruppen bei LinkedIn geschrieben. Diese sind ja unter den „Apps“ versteckt und nicht so prominent platziert, wie bei anderen, sozialen Netzwerken. Jetzt gibt es ein paar Neuerungen, die vor allem auch die Moderatoren betreffen.

LinkedIn Gruppen

Bei LinkedIn gibt es 1.861.825 Gruppen. Also sollte für jeden was die sein. Differenziert wird zwischen Standardgruppen und nicht öffentlichen Gruppen. Der Unterschied ist hier erklärt. Was hat sich geändert?

Neue Mitglieder? Gucken!

Vorher wurde in der Gruppenübersicht Anfragen zum Gruppenbeitritt und Moderationsaufträge angezeigt. Jetzt muss man manuell seine Gruppen anschauen und unter Verwaltung explizit nach Gruppenanfragen schauen.

LinkedIn Gruppenverwaltung

Sortierung

Die Übersicht der Gruppen ist nicht mehr konfigurierbar: Die Sortierung erfolgt „irgendwie“. Auch die eigenen werden nicht oben angezeigt. In Zusammenhang zu der davor beschriebenen Änderung schwierig für Moderatoren.

Newsletter

Newsletter (oder: Ankündigungen wie sie bei LinkedIn genannt wurden) sind entfallen. Stattdessen wird auf die Auszugsmail gesetzt, die LinkedIn auf Wunsch jedes Mitglieds täglich, wöchentlich oder monatlich erstellen kann.

Rechtekonzept

Das Rechtekonzept wurde reduziert: Es gibt nur noch den Administrator (in der Regel der Gründer eine Gruppe), und Moderatoren.

Moderation

Es gab ja vorher die Möglichkeit, einzelne Personen auf „Moderation“ zu stellen oder Einstellungen, dass zum Beispiel Mitglieder in den ersten drei Tagen nach Eintritt in die Gruppe was posteten, moderiert werden können oder mussten. Solche Features sind gestrichen worden. Scheinbar soll der Crossposting Algorithmus jetzt alles allein verrichten. Zumindest kann man als Administrator oder Moderator einzelne Postings noch manuell löschen.

Extro

Wer mehr darüber erfahren möchte, sei der Blog von LinkedIn ans Herz gelegt. Insgesamt sind die Änderungen nicht unbedingt von Vorteil, gerade Moderatoren wird hier der Umgang mit den Gruppen erschwert. Gerade in den Gruppenverwaltungen nach zu schauen, ob Beitrittsanfragen gekommen sind, ist leider etwas mühselig.

Allerdings sollen etliche Funktionen nach einiger Zeit wiederkommen.