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LinkedIn Official LogoLinkedIn bietet eine Karrierebörse mit den dazugehörigen Stellenanzeigen. Letzte Woche habe ich die Details der Stellensuche näher ausgeführt. Aber die Stellenanzeigen bieten sowohl für Einstellende, als auch für die Suchende noch nette Features, die man bei anderen Anbietern weniger kennt. Neben der Möglichkeit, sich direkt über LinkedIn zu bewerben, ist hier die Analyse der Bewerbungen zu nennen: Als zahlenverliebte Entwickler gibt es das Feature, dass ab zehn Bewerbern hierzu Statistiken ausgegeben werden.

Stellenangebote

Die Stellenangebote haben alle ein einheitliches Design.

Stellenangebote 1

 

Unter dem Kopf ist zum Beispiel ein Link, der die Unternehmensinformationen, wie man sie aus dem Unternehmensprofil kennt, anzeigt. Darunter finden Sie einen Benchmark, der auf Grundlage Ihres Profils eine Aussage über die Übereinstimmungen zur Anzeige gibt und wie sie im Vergleich zu den anderen Bewerbern abschneiden. Unter dem Menüpunkt “Erhalten Sie mehr Einblicke” kommt die anonymisierte Analyse der bisherigen Bewerber:

Stellenangebote bei LinkedIn

Hier können Sie erkennen,

  • Wann die Bewerbungen eingegangen sind
  • Die Karrierestufen der Bewerber
  • Die Top Kenntnisse und den
  • Ausbildungsstand

der Bewerber auf diese Position.

Was sagen diese noch aus?

Diese Angaben können für alle Beteiligten nützlich sein, sowohl für die Stellenanbieter, als auch die Stellensuchenden.

Für Bewerber…

Die Bewerber können hier sich selber abschätzen. Zum einen können sie erkennen, wie beliebt eine Position ist und wie viele Bewerber mit welchen Qualifikationen sich bereits beworben haben. Dieses ermöglicht eine wesentlich bessere Selbsteinschätzung als man nur mit dem Bauch. Zum anderen kann es auch als Erinnerung dienen, sein Profil zu optimieren.

…und Stellenanbieter

Diese Funktionen haben aber meines Erachtens den besseren Nutzen für Stellenanbieter. Zwar bietet LinkedIn schon länger Statistiken für Stellenanzeigen an, hier kann man aber Unterschiede direkt ableiten.

Ein A/B Test wird dadurch ganz einfach: Dieselbe Stellenanzeige, nur um Nuancen verändert, kann Erkenntnisse darüber bringen, ob der Zeitpunkt des Postens Unterschiede bei den Ergebnissen bringt oder verschiedene Formulierungen.

Extro

LinkedIn hat viele statistische Funktionen. Oft muss man nur wissen, wo man suchen muss.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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LinkedIn Official LogoLinkedIn ist als Karrierenetzwerk bekannt. Das führt auch dazu, dass mehr und mehr Stellenanzeigen dort geschaltet werden. Wenn man auf Jobsuche ist, so ist LinkedIn ein durchaus hilfreiches Instrument. Und auch wer keinen LinkedIn Account besitzt (und aus welchen Gründen auch immer keinen anlegen möchte), kann auch die Jobs ohne Anmeldung durchsuchen. Interessant wird es erst mit der erweiterten Suche.

So suche ich Jobs

Ob in der Reihe befindet sich der Eintrag “Stellenmarkt“. Der führt zu den Stellenanzeigen. Personen, die keinen LinkedIn Account haben, müssen unten nach “Stellenmarkt” auf der Startseite von LinkedIn schauen.

LinkedIn StellensucheFolgt man den Link, so gelangt man zur Schnellsuche. Dieses ist ein Freitextfeld alá Google, wo man die Suchparameter eingibt. Hier kann man zum Beispiel “Bank Hannover” oder “Accounting Energieversorger” als Suchbegriffe direkt eingeben:

Stellenanzeigen SchnellsucheZusätzlich bietet auch die Schnellsuche bereits Eingrenzungsfunktionen nach Land, Postleitzahl, Branche und Tätigkeitsbereich an. Die Postleitzahl ist voreingestellt: Will man Bundesweit suchen, so kann man diese einfach löschen.

Ich nutze allerdings immer lieber die erweiterte Suche. Diese lässt sich über einen kleinen Umweg erreichen: Einfach das Suchfeld leer lassen und auf “Suche” drücken. Dann erscheint ein Suchergebnis (durchaus schon auf das Profil des Suchenden abgestimmt):

Stellenanzeigen Erweitert

Jetzt kann man seine Suche nach Belieben eingrenzen. Der Klassiker wäre, den Ort zu spezifizieren. Voreingestellt ist die eigene Postleitzahl. Hier kann man jede, beliebige (gültige) Postleitzahl eintragen und einen Radius von wahlweise 15, 40, 55, 80, 120 oder 160 km eingeben. Wenn man bundesweit suchen möchte, so einfach die voreingestellte Postleitzahl entfernen. Auch das Land ist voreingestellt. Hierbei handelt es sich um ein Pflichtfeld: Suche in Deutschland und Schweiz gleichzeitig ist nicht möglich. Zusätzlich kann man noch die Suchparameter nach dem Unternehmen und der Beziehung dorthin, Standort des Unternehmens, Veröffentlichungszeitraum, Tätigkeitsbereich, Branche und Berufserfahrung verwenden.

War man mit einer Such so weit zufrieden, kann man die Suche auch speichern:

Stellenanzeigen SuchergebnisEine weitere Option ist es, die Suchergebnisse nach verschiedenen Kriterien zu sortieren. Interessant ist dieses vorrangig, wenn man eine Suche hat, die mehrere hundert Stellen als Ergebnis ausgibt.

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Noch kommt LinkedIn nicht gegen klassische Börsen wie Stepstone oder Monsters an. Allerdings gibt es schon mehr Anzeigen (ohne Praktika) als der deutsche Pendant XING. Die Auswertung nach Beziehungen ist allerdings ein Vorteil gegenüber den klassischen Stellenbörsen.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

Update

Der Bug ist behoben

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Im Moment scheint LinkedIn mit der deutschsprachigen Oberfläche ein Problem mit der Anzeige von Stellenanzeigen zu haben: Wenn man auf “Stellenmarkt” geht und entweder sich Jobs suchen lässt oder auch die vorgeschlagenen Jobs sich anzeigen lassen möchte, so kommt man auf die Startseite. Auch die direkte Anzeige mittels der “jobID” (So heißt im LinkedIn Jargon die Nummer der Stellenanzeige) führt auf direkten Wege zur Startseite von LinkedIn. Ich konnte dieses Verhalten von LinkedIn sowohl auf dem Internet Explorer 11, einem aktuellem Firefox und auf Safari reproduzieren.

Workaround

Wer trotzdem dringend auf den Stellenmarkt schauen möchte, der sollte einfach auf die englische Oberfläche von LinkedIn wechseln:

Sprache ändern LinkedInWas ich ausprobiert habe, waren englisch, spanisch und niederländisch. Mit den drei Sprachen gab es keine Probleme bei der Anzeige der Stellen (und verzeiht bitte, dass ich keine Muße fand, noch mehr auszuprobieren).

Wenn man sich mit der Sprache nicht so sicher ist, die Navigation ist meines Erachtens immer identisch: Ihr findet den Stellenmarkt in allen Sprachen (zumindest die, die ich beherrsche, wenn es auf Koreanisch anders ist, so steinigt mich bitte nicht) an derselben Stelle, wie mit der deutschsprachigen Oberfläche:

Jobs in verschiedenen SprachenMan kann damit also weiterhin durch die Stellenanzeigen navigieren. Wenn man eine weitere Sprache beherrscht, klappt das einwandfrei. Nicht komfortabel (Ich bevorzuge auch die deutschsprachige Oberfläche), aber funktional. Die vorgeschlagenen Stellenanzeigen funktionieren auch in der anderen Sprache einwandfrei, man muss sich dort nicht auf Stellenanzeigen in London oder Barcelona einstellen.

Extro

Ich hoffe, dass der Bug schnell behoben ist. Schon mal vorab: Ich dokumentiere ja die absoluten Stellenanzeigen (ohne Praktika) im DACH Raum und vergleiche diese mit dem deutschen Anbieter XING. Da sieht es aktuell so aus:

Stellenanzeigen Summe ohne Praktika 19032014Interessant ist, dass es zwischen den Feiertagen bei XING steil bergauf und bei LinkedIn bergab ging. Ansonsten ist die Entwicklung schön synchron. Allerdings kommen beide noch nicht gegen die klassischen Stellenbörsen wie Stepstone oder Monsters an, wie Eva Zils regelmäßig berichtet. Aber zu dem Vergleich in naher Zukunft etwas mehr.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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Die Tage habe ich mir das Buch “Mythos Fachkräftemangel” von Martin Gaedt zu Gemüte geführt. Ich bin ja selber kein Personaler (eher das Gegenteil), so dass ich die Einblicke sehr spannend fand. Meine Eindrücke…

Das Buch…

WILEY VCH WEINHEIM GERMANYSelber hat 240 Seiten und ist im Wiley Verlag erschienen. In verschiedenen Kapiteln werden die “Problemzonen” des Arbeitsmarktes beschrieben: Teilnehmer sind hier die Fachkräfte an sich, die Unternehmen und natürlich die Agentur. Der Agentur ist (als größter Einzelteilnehmer auf dem Arbeitsmarkt) besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Bei dem Buch wird die Hälfte des Buches der Beschreibung des Status Quo unseres Arbeitsmarktes gewidmet. Die andere Hälfte beleuchtet Möglichkeiten, wie man dem Mangel entgegentreten könnte.

Dabei wird immer wieder auf das Phänomen des menschlichen Miteinanders eingegangen: Bei Arbeitskräften handelt es sich zuerst mal um Menschen, die auch als solche behandelt werden wollen. Anschaulich beschreibt Martin Gaedt selber Masterstudenten akquiriert: Dabei kommt eigentlich vorrangig gesunder Menschenverstand und Zeit zum Tragen: Damit lassen sich auch heute hervorragende Ergebnisse erzielen. Was er tut, nennt sich neudeutsch “Sourcing”: Er sucht aktiv nach Teilnehmern und macht sich die Mühe, deren Profile zu studieren.

…lesenswert

Das Buch fällt durch seine teilweise extreme Einstellung auf. Trotzdem: Durch die Extrema werden Verantwortliche auf die Missstände hingewiesen und mögliche, realistische Lösungsstrategien karikiert.

Für alle Personalverantwortlichen aus meiner Sicht eine gute Anleitung zur Selbstreflexion. Wer die heutigen Prozesse, gerade bei Konzernen oder Unternehmensberatungen, gesehen hat, weiß, dass es im Bereich der “Menschlichkeit” noch Potential gibt. Aufmerksam bin ich auf das Buch über einen Artikel in der Huffington Post geworden. Mit meiner Empfehlung scheine ich auch nicht allein zu sein: Auch Lars Hahn, Helge Weinberg, Ina Ferber, Svenja Hofert oder Jochen Mai in der Karrierebibel sind derselben Meinung. Ein Buch was stark polarisiert, was aber auf Grund der jetzigen Situation auch notwendig ist. Für alle, die die Aufmachung etwas zu reißerisch wirkt, möchte ich zum Schluss noch mal Ina Ferber zitieren:

ICH BIN WIDER WILLEN BEGEISTERT: BUCHEMPFEHLUNG „MYTHOS FACHKRÄFTEMANGEL“


Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;


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Bereits zu Beginn des Jahres hatte ich die auf XING und LinkedIn öffentlich zugänglichen Stellenanzeigen gesammelt und verglichen. Zwar werden die Businessnetzwerke eher dazu genutzt, passive Kandidaten zu identifizieren und anzusprechen, aber diese Vorgehensweise ist schlecht messbar. Stellenanzeigen hingegen kann man direkt vergleichen. Kritik hatte ich im Frühjahr dafür einstecken müssen, dass ich Praktika nicht direkt ausgewiesen hatte. Daher ist in der Gesamtentwicklung die Summe ohne Praktika ausgewiesen und in den Ländervergleichen die Gesamtsumme und Praktika einzeln. Damit kann jeder die Zahlen selber beurteilen.

Die Zahlen

Insgesamt folgen nun sieben Grafiken, die das Duell der Businessnetzwerke auf Grundlage der aktuell angebotenen Stellenanzeigen quantifizieren.

Entwicklung (DACH Gesamt)

Sicherlich am interessantesten ist auf Metaebene die Gesamtentwicklung. Diese habe ich seit Januar immer wieder gemessen:

Stellenanzeigen Entwicklung in der DACH Region bis November 2013Hier konnte LinkedIn im Frühjahr und Sommer einen Vorsprung von nahezu 2.000 Stellen ohne Praktika aufbauen und seitdem relativ konstant halten.

Stellen aktuell in Deutschland

Im Folgenden das Angebot nur in Deutschland:

Stellenanzeigen Deutschland November 2013

Stellen aktuell in Österreich

Im Folgenden das Angebot nur in Österreich:

Stellenanzeigen Österreich November 2013

Hier kommt XING dem amerikanischen Konkurrenten am nächsten.

Stellen aktuell in der Schweiz

Im Folgenden das Angebot nur in Schweiz:

Stellenanzeigen Schweiz November 2013

Größten Branchen im Vergleich

Interessant dürfte für einige Leser sein, ob es Unterschiede bei den Branchen gibt. Diese Auswertung ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, da die Branchen bei XING und LinkedIn nicht identisch sind. Wer in der Automobilbranche oder im Maschinenbau etwas sucht, hat bei LinkedIn eine größere Auswahl:

Größten Branchen nach Stellenanzeigen in DE November 2013

Die größten Anbieter im Vergleich

Wer sind die größten Anbieter von Stellenanzeigen auf XING und LinkedIn?

Größte Anbieter nach Stellenanzeigen in DE November 2013

Regionale Unterschiede

Die Unterschiede hatte ich im Frühjahr bereits ausgearbeitet: Während Hamburg und Berlin xinglastig sind, sind alle anderen Städte eher auf LinkedIn vertreten. Hier die Übersicht der wichtigsten Regionen:

Stellenanzeigen Regionen Deutschland November 2013

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Auch bei den Stellenanzeigen zeigt sich, dass LinkedIn eher bei Konzernen dominant ist. XING will seinen Umsatz bis 2016 verdoppeln. Bei den Stellenanzeigen sehe ich das jedoch nicht kommen.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;


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LinkedIn Official LogoZertifizierungen sind allgegenwärtig, ob bei mir im Projektmanagement oder auch im Social Media Umfeld. Jetzt bietet LinkedIn eine Zertifizierung für Recruiter und Personaler an: Hier können Personen aus diesem Umfeld Ihre Befähigung im Umgang mit Sozialen Netzen und LinkedIn im Besonderen nachweisen.

So sieht es aus

Die Vorbereitungen zu der Zertifizierung erfolgen vorranging online über Webinare und Badge LinkedIn Recruiter ProfessionalSelbsttrainings. Einen ersten Überblick erhält man über das Handbuch, dass als PDF von LinkedIn zur Verfügung gestellt wird. Nach einer Prüfung, die nicht online, sondern an bestimmten Orten abgelegt wird, darf man ein Logo (“Badge“) von LinkedIn tragen. Die Zertifizierung richtet sich an Personen, die den LinkedIn Recruiter nutzen. Zusätzlich wird empfohlen, dass die Person bereits ein bis zwei Jahre Erfahrung im Umfeld des Recruitings haben sollte. Die Bereiche, die über die Zertifizierung abgedeckt werden, sind in fünf Kategorien aufgegliedert: Suche, Kandidatenansprache, Talent Pipeline, Job Offerten und ein Bereich zur Effizienzsteigerung (Wie taggen, Vorlagen oder Projektverwaltung).

Administratives

Die Zertifizierung wird erst auf englisch, innerhalb von 2014 auch auf deutsch angeboten. Die Prüfung erfolgt an bestimmten Orten:

  • Deutschland: Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Hamburg, Köln, München, Potsdam, Stuttgart
  • Österreich: Wien
  • Schweiz: Basel, Bern, Genf, Wettingen, Zürich

Die ersten 500 Anmeldungen werden kostenfrei zertifiziert, wie teuer es danch wird, kann ich noch nicht sagen.

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Zertifizierungen sind immer ein “Wenn und Aber” und bieten oftmals eine sehr emotionale Diskussionsgrundlage. Tatsächlich gilt: Wer eine solche Zertifizierung hinter sich gebracht hat, muss mit den Begriffen und Grundlagen vertraut sein. Aber es gilt auch: Eine Zertifizierung ist kein Garant für gute Arbeit. Das gilt für Projektmanagement, wie auch für Recruiting. Das Zusammenspiel zu vieler Faktoren haben Einfluss auf die Qualität der Arbeit, nicht zu letzt auch der Einfluss weicher Faktoren. Wird ein Recruiter  als unsympathisch oder herablassend wargenommen, werden die Ergebnisse ander ausfallen als bei eine sympathischen, einfühlsamen Menschen. Gerade für Freiberufler oder Freelancer sind solche Schulterklappen bares Geld wert: Können diese damit die Aueinandersetzung mit dem Themengebiet auch nachweisen.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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Facebook LogoWer die Überschrift bereits kennt, ich hatte diese 2011 bereits verwendet. Die Geschichte um Jobs und Facebook macht die Wichtigkeit des Rebloggens deutlich: Eigentlich kann man die Artikel zyklisch wieder aufwärmen.

Anzeichen und Entwicklung

Facebook SkillsAm 08.09.publizierte Mashable einen Artikel, wo “Professional Skills” auf den Profilen in Facebook nun eingebbar seien. Auslöser war, dass das Feld “Professional Skills” im Menü für Profil bearbeiten auftauchte. In Deutschland findet man ein Feld “berufliche Kenntnisse”. Am Folgetag nahm sich T3N der Meldung an und überschrieb den Artikel mit “Facebook attackiert LinkedIn und Xing: Soziales Netzwerk testet neue Karriere-Funktion“. Damit nahm die Meldung auch in den unsrigen Breiten ihren Lauf.

Derzeitige Stand….

Neben dem Feld hat Facebook zur Zeit in diesem Feld zu bieten: Die letztes Jahr gestartete App “Social Jobs” hat nach wie vor technische Hindernisse: So wird “Germany” in West Wheatfield, PA lokalisiert und “Deutschland” ist ganz unbekannt:

Social Jobs Germany
Eine andere Zahl erzeugt dafür Aufmerksamkeit: Bis jetzt seien 2,3 Millionen Anzeigen gelistet. Und das wäre in etwa die gleiche Anzahl, die LinkedIn zu bieten hätte. Allerdings muss man wissen, dass die Jobs von vier Portalen dort aggregiert werden. Im Zweifel ist die gleiche Stellenanzeige viermal geschaltet. Auch ist noch BranchOut gelistet, ein Anbieter, der sich aus dem Jobmarkt zurückgezogen hat (und nun sein Glück als Chat Client versucht).

Allerdings ist eine App noch keine saubere Lösung, eine richtige Integration wäre der richtige Weg. Logisch wäre der Schritt, da Werbeeinnahmen nicht unendlich skalierbar sind.

und andere Hindernisse

Auf der anderen Seite: Werden alle Nutzer das annehmen? Wollen, gerade Führungskräfte, dort gefunden werden? Ichdenke, weniger. Und ohne aktive Ansprachen entfällt der Reiz für ein weiteres Netzwerk: Post & Pray geht woanders auch ganz gut. Gerade in den deutschsprachigen Gefilden ist der Hang zu einem Karrierenetzwerk unausgeprägt.

Extro

Ich bin nach wie vor skeptisch. Auf der anderen Seite hat gerade Facebook riesige Entwicklerkapazitäten. Mal schauen, vielleicht kann ich in einem Jahr einen ähnlichen Artikel schreiben.
Stephan Koß/Google+

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LinkedIn Official LogoGemäß der Gesetzmäßigkeit, dass Inhalte sich besser verbreiten als reine Werbebotschaften, gibt es eine Studie von LinkedIn. Diese wurde von der Bitkom durchgeführt. In der Vergangenheit gab es schon Studien zur Wechselaffinität der Deutschen und zu Recruiting Trends. Diesmal ging es über die Migration von Fach- und Führungskräften nach Deutschland.

Ergebnisse

Die Studie ist mit 35 Seiten und über 20 Grafiken recht umfangreich gestaltet. Wer sie in Gänze lesen möchte, kann diese bei LinkedIn finden. Einige Grafiken habe ich hier aufgeführt (Alle Rechte liegen bei LinkedIn und der Bitkom und sind nicht von mir). Sie beleuchten ausführlich, wie Unternehmen mit dem zunehmenden Fach- und Führungskräftemangel durch Recruiting im Ausland reagieren. Ich habe mal vier interessante Grafiken herausgepickt, die für sich allein schon aussagekräftig sind.

Der deutsche Markt – Ausgangslage

Wie beurteilen Sie aus Sicht Ihres Unternehmens das aktuelle Angebot an Fach- und Führungskräften auf dem deutschen Arbeitsmarkt:

Aktuelles Angebot deutscher Markt

(c) LinkedIn & Bitkom Research

Was wird jetzt schon getan?

Welche der folgenden Rekrutierungskanäle nutzen Sie für die Gewinnung von ausländischen Fach- und Führungskräften:

Welche der folgenden Rekrutierungskanäle nutzen Sie für die Gewinnung von ausländischen Fach- und Führungskräften

(c) LinkedIn & Bitkom Research

Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Aus welchen der folgenden Ländergruppen haben Sie ausländische Fach- und Führungskräfte rekrutiert (Mehrfachnennungen möglich):

Aus welchen der folgenden Ländergruppen haben Sie ausländische Fach- und Führungskräfte rekrutiert (Mehrfachnennungen möglich)

(c) LinkedIn & Bitkom Research

Welche Bereiche sind geeignet und gesucht?

Für welche der folgenden Tätigkeitsbereiche haben Sie bereits ausländische Fach- und Führungskräfte gewonnen oder planen Sie in Zukunft zu gewinnen (Mehrfachnennungen möglich)

Für welche der folgenden Tätigkeitsbereiche haben Sie bereits ausländische Fach- und Führungskräfte gewonnen oder planen Sie in Zukunft zu gewinnen (Mehrfachnennungen möglich)

(c) LinkedIn & Bitkom Research

Die befragten Unternehmen

Die Größe der Stichprobe ist schon erheblich und lässt auf repräsentative Ergebnisse schließen:

Befragte Unternehmen nach Mitarbeiterzahl und Branchen

(c) LinkedIn & Bitkom Research

extro

An der Studie gibt es nichts auszusetzen und sie gibt einen guten Überblick über die Tendenzen. Doch frage ich mich, ob es nicht mehr Wege gibt? Neben einen vernünftigen Rekrutierungskanal (Was nützt die Suche nach Fach- und Führungskräften im Ausland, wenn die eigene Bewerberseite eine mittlere Katastrophe ist?) muss sich auch gesellschaftlich was ändern: Die beste Förderung von Frauen mit jungen Kindern hilft nichts, wenn die Kollegen darüber beschweren, dass die alleinerziehende Mutter schon wieder “kindkrankfrei” macht. Hier sind wir alle gefordert.
Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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Um den Jahreswechsel hatte ich einen Vergleich gezogen, wie die Businessnetzwerke in Deutschland, Xing und LinkedIn für Stellenanzeigen genutzt werden. Damals lag Xing ganz knapp vorn, auch wenn ich ermahnt wurde, wenn es geht, die Praktika herauszurechnen.

Der Vergleich

Den Vergleich wollte ich erneuern und mit aktuellen Zahlen publizieren. Zuerst die Entwicklung der Gesamtsituation

Entwicklung Stellenanzeigen ohne Praktika 1 HJ 2013 DACH Xing vs LinkedIn

Im Mai hatte LinkedIn Xing als meistbenutztes Businessnetzwerk für Stellenanzeigen abgelöst. Allerdings gibt es seit Juni einen Aufwärtstrend, mal schauen, ob Xing sich den Titel für die meisten Stellenanzeigen (ohne Praktika) in DACH wieder holt. Im Detail sieht das für die drei DACH Länder wie folgt aus:

Deutschland

Stellenanzeigen Summe und Praktika Juli 2013 Deutschland

In Deutschland ist es im Vergleich Xing vs. LinkedIn relativ ausgewogen. Wenn man die Praktika abzieht, so findet man bei LinkedIn um die 1.000 mehr Stellenanzeigen.

Österreich

Stellenanzeigen Summe und Praktika Juli 2013 Österreich

Österreich ist das einzige Land, wo Xing mehr Stellenanzeigen anbietet als LinkedIn. Das allerdings sehr knapp und mit jeweils 200 kann man feststellen, dass beide Netzwerke kaum genutzt werden.

Schweiz

Stellenanzeigen Summe und Praktika Juli 2013 Schweiz

Die Schweiz ist für LinkedIn das Einfallstor in den deutschsprachigen Raum. Mit bald einer Million Mitgliedern liegen die Schweizer im DACH Bereich ganz vorne. Kein Wunder, dass es bei den Stellenanzeigen ähnlich aussieht. So hat LinkedIn 920 Stellen ohne Praktika Vorsprung gegenüber Xing.

Wer schaltet wo Stellenanzeigen

Auch von Interesse: Was sind die größten Anbieter von Stellenanzeigen auf beiden Netzwerken. Daher hier die jeweiligen Top 10:

Die größten Anbieter für Stellenanzeigen bei Xing und LinkedIn Deutschland 2013

Hier erkennt man wieder die “Konzernlastigkeit” von LinkedIn: Während bei Xing die Personalberater unterwegs sind, ist bei den Top 10 von LinkedIn einige der großen Konzerne Deutschlands vertreten.

Münchener lieben Social Media, Berliner und Hamburger XING und der Rest LinkedIn

Interessant ist die Gegenüberstellung der größten Ballungsräume: Bei München zeigt sich ein knappes unentschieden auf hohem Niveau, Berlin und Hamburg sind xinglastig, alle anderen sind (teilweise sehr deutlich wie Stuttgart, Frankfurt oder Köln) wesentlich stärker bei LinkedIn vertreten.

Größte Standorte Deutschland für Stellenanzeigen Xing und LinkedIn Juli 2013

extro

Xing versucht sich an Innovativem und zwangsbeglückt die Unternehmen mit der kununu Bewertung, ob dieses wünschen oder nicht. Ob dieses sinnvoll ist oder nicht, wer bei Xing bucht ist mit der Bewertung dabei. Ich hätte gedacht, dass klassische Elemente (wie Statistiken, wie eine Anzeige gefunden wurde), sinnvoller wären, zumal Xing immerhin den vierfachen Betrag für die Schaltung einer Anzeige nimmt, als LinkedIn und über das zehnfache, als BranchOut. Trotzdem bleibt es im Moment spannend, da Xing scheinbar wieder mehr Anzeigenkunden akquiriert.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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LinkedIn Official LogoBei den LinkedIn Unternehmensprofilen gibt es auch die Möglichkeit, eine Karriereseite einrichten zu lassen. Diese gibt es in verschiedenen Versionen. Funktional unterscheiden sich diese kaum, es sind eher Bundles mit Marketingfunktionalitäten (SocialAds und Bannerwerbung). Da hier immer mehr Rückfragen kommen, ein paar Details der seit 2010 existierenden Career Pages.

Die LinkedIn Karriereseiten

Die LinkedIn Karriereseiten (oder LinkedIn Career Pages, kurz: LCP) sind eine Ergänzung des Unternehmensprofiles bei LinkedIn. LinkedIn selber bietet dazu eine Hilfeseite an, leider auf englisch.

Wie sehen die LinkedIn Karriereseiten aus?

Die Karriereseite ist ein weiterer Tab auf dem Unternehmensprofil. Dieses sieht im Beispiel Siemens so aus:

LinkedIn Karriereseite von SiemensHinzu kommen ein paar (aber nicht viel) Funktionalitäten. Die wichtigste ist die Konzernaggregation, die ein normales Unternehmensprofil nicht bietet.

Brauche ich für die LCP ein Unternehmensprofil?

Ja, da die Karriereseite keine eigenständige Seite ist, sondern Bestandteil des Unternehmensprofiles. Dabei gibt es keine selbstdefinierte URL, sondern diese wird von LinkedIn vergeben. Allerdings ist der Unternehmensname immer Bestandteil der URL der Karriereseite.

Was kosten die Karriereseiten?

Das Unternehmensprofil bei LinkedIn selber kostet nichts. Die Karriereseiten hingegen haben verschiedene Preismodelle. Die Seite an sich kostet um die 8.200 €. Hinzu kommen noch die Gold und Platinvarianten. Diese bieten den Vorteil, die Karriereseiten zu targeten (wie bei den Produkten bekannt) und haben ein Bundle an Impressions (600.000 Impressions beim Gold und 1.500.000 beim Platin Variante). Diese kosten zwischen 20.000 € und 50.000 €.

[Update: Ausserdem gibt es eine Mittelstandsvariante für 5.500 €]

Im Vergleich dazu kostet bei Xing das Unternehmensprofil für einen Konzern schon über 10.000 €, die gleiche Anzahl an Impressions noch malmal 36.000 € – 90.000 €.

Wie richte ich die LinkedIn Karriereseiten ein?

Gar nicht – das muss LinkedIn tun. Allerdings müssen Sie bereits über ein Unternehmensprofil verfügen.

Wer nutz die LCP?

Die LCP werden schon von mehreren deutschen Unternehmen verwendet, so zum Beispiel von der BASF, der Deutschen Bank, der Bayer AG, SAP, Infineon, Allianz, MunichRe oder der Robert Bosch GmbH.

Was bieten die LinkedIn Karriereseiten für Möglichkeiten?

Auf den Karriereseiten können

  • Ansprechpartner vorgestellt werden
  • Videos eingebunden werden
  • Die Bannergrafik auf eine eigene Zieladresse (auch außerhalb von LinkedIn) positioniert werden
  • Stellenanzeigen verknüpft werden

SocialAds SiemensHinzu kommt die SocialAds: Wenn jemand nach Stellen oder Unternehmen sucht, wie im Beispiel bei Siemens im rechten Beispiel: Hier wird zum Beispiel das Bild des Suchenden eingeblendet. Dieses bietet eine höhere Rate, als zum Beispiel nur ein Logo. Die SocialAds kosten 37 € per 1.000 Einblendungen (getargeted).

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Wer ein weiteres Interesse hat, sollte sich direkt an LinkedIn wenden. Die Karriereseiten bei LinkedIn werden bereits viel genutzt und nach den Anfragen zu urteilen steigt das Interesse im DACH Gebiet gerade stark an.
Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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