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Gruppe fördern und aufbauen bei LinkedIn

Eine Gruppe bei LinkedIn zu gründen ist nicht schwer. Eigentlich auch selbsterklärend, mal schauen. Für etwas Vorsichtigere habe ich auch ein kleines Tutorial zur Gründung geschrieben.

Nun, wenn die Gruppe da ist, steht man vor einen anderen Problem: Wie kann ich Mitglieder für die Gruppe finden? LinkedIn bietet keine direkte Möglichkeit, unbekannte Profile direkt einzuladen. Somit sind andere Wege und Kreativität gefragt. Auf jeden Fall sollte man die Situation am Anfang 2011 in Deutschland nutzen, seine Gruppe durch Anzahl von Mitgliedern abzugrenzen. Ein paar Ideen im Folgenden.

Nutzen Sie Ihr Netzwerk

Der logischste und einfachste Weg, seine Gruppe zu fördern, ist, dass eigene Netzwerk zu nutzen. Laden Sie einfach Gleichgesinnte in Ihre Gruppe ein. Hierzu sollten Sie die Funktion „Einladen“ über Verwaltung der Gruppe verwenden, da die Eingeladenen auch automatisch in der Gruppe zugelassen werden. Dieses können nur die Moderatoren und Manager einer Gruppe.

Hierzu können auch gut Links im Mail Feeder verwendet oder ein „Share“ Button auf der Web Präsenz eingebunden werden.

Aber darüber zu schreiben, ist nicht Sinn dieses Artikels. Mehr geht es darum, wie man mit den Mitteln von LinkedIn neue Mitglieder suchen kann. Zum Schluss folgen ein paar „Premiumtipps“, die den Besitz einer Premiummitgliedschaft bedingen. Diese habe ich gesondert ausgewiesen („Premiumtipps“).

Grundlagen

Um Interessierte zu akquirieren, muss man die Personen anschreiben können. Hier gibt es mehrere Wege. Am einfachsten wäre per InMail: Ich kann Leute für 10 $ direkt anschreiben. Was die Mitglieder vor zu viel Spam schützt, hindert nun am Gruppenaufbau. Also muss man Surrogate suchen. Dazu muss man wissen, dass man Gruppenkollegen (meistens) direkt anschreiben kann.

Am einfachsten und besten geht das, wenn Sie in themenähnlichen und großen Gruppen Mitglied werden: Die größten Gruppen haben  über 350.000 Mitglieder. Hier werden sich auch Interessenten für Ihre Gruppe finden lassen. Diese Gruppen findet man im Gruppenverzeichnis über eine „leere“ Suche, da die Ergebnisse nach Gruppengröße sortiert werden. Die Mitgliedschaft in verschiedenen Gruppen hilft dabei, Leute anschreiben zu können.

Konzentrieren Sie sich aber auf große Gruppen, die Anzahl der Gruppenmitgliedschaften ist auf 50 begrenzt.

Wenn Sie Leute anschreiben, versuchen Sie diese möglichst individuell anzuschreiben. Auch sollte der ein Bezug zur Gruppe da sein. Das wahllose Einladen wird eher als Spam wahrgenommen.

Ich nutze übrigens Phrase Express, mit deren Hilfe ich ca. 30 Textbausteine kreiert habe, die ich dann noch individuell etwas ausgestalte. Für den privaten Einsatz ist Phrase Express kostenlos und ein perfektes Tool.

Phrase Express

Phrase Express

Hier habe ich verschieden Konstellationen abgedeckt. Einladungen unterschieden nach

  • Position
  • Interessengebiet
    • Primärinteressenten
    • Sekundärinteressenten (HR, Recruiter)
  • Nationalität

und außerdem, über die verschiedenen Kanäle

  • LinkedIn – intern
    • Über gemeinsames Forum
    • Über deren Profilseite
  • von extern

und als drittes habe ich noch Textbausteine, um einen persönlichen Charakter zu erzeugen, beispielsweise

  • Überschneidungen im Wohnbereich
  • wenn man auf eine Fakultät gemeinsam war
  • wenn man gleiche Jobpositionen oder einen gleichen Arbeitgeber mal hatte
  • oder für „Neu LinkedIn Mitglieder“

Damit habe ich über eine hohe Anzahl von Einladungen eine Umwandlung von ca. 30 % erzielt. Dabei waren 98 % der Einladungen „kalte“, daher, ich kannte den Empfänger nicht. Dafür finde ich die Quote sehr akzeptabel.

Leute finden – das Open Link Netzwerk

Premium Mitglieder haben die Möglichkeit, sich dem Open Link Netzwerk anzuschließen. Darin erlauben Sie allen Mitgliedern, sich direkt ohne InMail sich anschreiben zu lassen. Wenn Sie als über Profilsuchen über das entsprechende Kreissymbol stolpern, können Sie die Leute direkt anschreiben.

Auschau nach Open Link

Auschau nach Open Link

Immer nach dem Kreissymbol Ausschau halten!

Leute finden – über Gruppen

Wenn man in mehreren Gruppen Mitglied ist, kann man über die Mitgliedersuche in den Gruppen versuchen, Leute zu finden.

Erste Anlaufstelle wären anderssprachige, themenidentische Gruppen. Das schöne hieran ist, dass, wenn jemand in diesen Gruppen Mitglied ist, man Interesse an dem Thema unterstellen kann.

Mitgliedersuche in Gruppen

Mitgliedersuche in Gruppen

Bei den themengleichen Gruppen, ist es relativ einfach, Probanden zu finden. Suchen Sie nach entsprechenden Begriffen. Wenn Sie zum Beispiel eine deutsche Gruppe zum Thema XY haben, und die andere Gruppe dasselbe Thema hat, suchen Sie exemplarisch nach Terms wie

  • „german“
  • „Germany“
  • Frankfurt, Belin, Munich, München

Etwas schwieriger ist es bei themendivergierenden Gruppen, da sie die Suchstrings kombinieren müssen. Beispielsweise eine Gruppe für Maschinenbau, die deutschsprachiges Klientel sucht, könnte man mit folgenden Terms suchen:

  • Maschinenbau (wenn die Gruppe zum Beispiel englischsprachig ist, kann man deutsche Begriffe isoliert verwenden
  • „Construction german“
  • „Construction Berlin“
  • ….

Nutzen Sie Leute mit vielen Kontakten

Wenn Sie die Möglichkeit haben, suchen Sie immer die Leute heraus mit möglichst vielen Kontakten. Somit haben Sie, wenn diese Ihrer Gruppe beitreten, einen viralen Effekt, da diese Neuigkeit in den Updates der entsprechenden Person angezeigt wird. Hierzu ist es sinnvoll, sich die Suchergebnisse nach „Anzahl der Kontakte“ sortieren zu lassen, die es versteckt ganz unten in der erweiterten Suche existiert:

Suche - Sortierkriterien

Suche - Sortierkriterien

 

Nutzen Sie Twitters Hilfe

…und versuchen Sie Inhalte zu verbreiten: Welche interessanten Themen werden gerade diskutiert, welche Stellenanzeigen sind gerade Online geschaltet. Versuchen Sie auch, einen Hashtag für Ihre Gruppe zu etablieren.

 

Nutzen Sie den Fragen und Antworten Bereich

Nutzen Sie den Bereich der Fragen und Antworten, um entweder

  • Leute zu finden, die Interesse an dem Gruppengebiet haben
  • selber Fragen aus diesem Bereich zu stellen
  • Interessante Themen zu finden

Hier können Sie gezielt Leute finden und in den Kontakt treten, die Interesse an Ihren Themen haben könnten, aber auch ein Gefühl für aktuelle Themen entwickeln.

Wie viel Öffentlichkeit darf es sein?

Eine interessante Möglichkeit, gerade für Fachgruppen, die sich für spezielle Themen interessieren, ist, die Gruppe zu „öffnen“. Dieses bedeutet, dass auf jeden Fall die Gruppe nach Google (et cetera) geöffnet ist. Spezielle Diskussionen können so schnell gefunden werden.

Dieses geht auch für bestehende Gruppen, hier werden alle bestehenden Diskussionen in ein Archiv geschoben und die Gruppe startet quasi als geöffnete Gruppe neu.

Werben Sie Recruiter

Gute Erfahrung habe ich mit Recruitern gemacht: Wenn Sie über Stellenanzeigen stoßen, die entweder räumlich und / oder inhaltlich mit Ihrer Gruppe übereinstimmen, schreiben Sie die Leute doch an. Immerhin bieten die Gruppen eigen Jobkarten, die man hoffentlich aktiviert hat. Stellenanzeigen in der Gruppe bieten einen hohen Mehrwert für die Nutzer. Teilweise hat meine größte Gruppe bis zu 24 Jobangebote offeriert, ein Grund für manche, mal vorbeizuschauen.

Schränken Sie ihr Suchen nicht zu sehr ein

Es bietet sich an, bei seiner Suche über die erweiterte Suche bei LinkedIn nach möglichen Probanden beispielsweise bei einer deutschspracheigen Gruppe das Geotargeting nach Deutschland zu nutzen.

Dabei vergisst man schnell, dass man auch andere Kriterien nutzen kann, um die Suche einzugrenzen:

Für deutschsprachige Gruppen kann man zum Beispiel gut

  • die Suche für Österreich zu nutzen
  • in großen Zentren (New York, London) nach deutschsprachigen Nutzer mit dem entsprechenden Interessen zu suchen (Dazu in der erweiterten Suche nach die „Spracheinstellung: deutsch“ verwenden

 

Semi – Premium Tipp: Profil Organizer

Wenn man eine Einladungsorgie vorhat, so kann man den „Profil Organizer“ sehr gut nutzen, um sich bereits eingeladene zu merken.

Der Profi Organizer ist eigentlich eine Premiumfunktion. Jedoch bietet LinkedIn zur Zeit eine Möglichkeit, diese für 4 Wochen als Basis zu testen.

Beim Profil Organizer kann man Profilen Text zukommen lassen. Aber oftmals reicht es, es einfach zu speichern, damit in späteren Suchen das entsprechende Profil übergangen werden kann:

Profil Organizer

Profil Organizer

Auf dem Bild kann man den Vorteil des Profil Organizers sehen: Bereits in der Übersicht sieht man, dass das Profil bereits gespeichert und der so aufgelistete angeschrieben worden ist. So kann man seine Suche etwas rationalisieren (als Basismitglied allerdings nur vier Wochen, danach sind diese Informationen nicht mehr sichtbar).

Premiumtipp: InMail sinnvoll einsetzen

Bevor man eine InMail aus seinem Kontingent verwendet: Darauf achten, ob der entsprechende Empfänger vielleicht seine Mailadresse so bereits bekannt gegeben hat:

InMail mit Kontaktinformationen

InMail mit Kontaktinformationen

Obwohl LinkedIn davon abrät, dort bereits seine Mailadresse bekannt zu geben, machen das viele (ca. 1/3). Dann kann man die Mailadresse verwenden, um über die Gruppe direkt einzuladen – und spart so eine InMail.

Premiumtipp: Direkt nach Open Link Teilnehmern suchen

Als Premiummitglied können Sie dem Open Link Netzwerk beitreten, oder in der erweiterten Suche direkt nach Personen suchen, die sich selber diesem Subnetzwerk geöffnet haben. Diese Leute können von jedem direkt angeschrieben werden.

Suche: Open Link

Suche: Open Link

Fazit

Es ist, durch die unterbundene Möglichkeit „kalt“ einzuladen, schwieriger, Gruppen aufzubauen. Auch geht der Text fast ausschließlich um den Aufbau der Gruppe in der nominalen Dimension – um die Inhalte, Spam und ähnliches muss man sich auch kümmern, das ist mir bewusst. Aber es ist halt auch möglich. Gab es vor einem Jahr knapp mehrere hundert deutschsprachige Gruppen, sind es nun nahezu 2.500. Man sollte jetzt die Zeit nutzen, seine Gruppe aufzubauen. Der Text soll dabei helfen, dass es auch so geht.

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