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SoCl

Intro

Seit mittlerweile 6 Jahren stelle ich in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen die Plattformen XING und LinkedIn gegenüber und vergleiche die DAX Konzerne: Wie sind die dreißig größten Konzerne Deutschlands jeweils vertreten? Dabei vergleiche ich die Mitgliederzahlen der jeweiligen TOP 30 und zusätzlich die Follower. Die Gegenüberstellungen finde ich deswegen sinnvoll, da beide Netzwerke für Karrierezwecke geeignet sind. Und die meisten Jobs und das meiste Budget finden sich halt bei den großen Konzernen. Einige Veränderungen haben sich jetzt im Zeitablauf ergeben: MAN, K + S und die Metro Cash & Carry haben den DAX verlassen und Continental, die ProSiebenSat.1 Media SE und Vonovia Immobilien sind hinzugekommen. Ansonsten ist die Zusammensetzung sehr konstant und kann über die Jahre verglichen werden (Einfach in meinem Blog nach DAX suchen).

Aktuelle Gegenüberstellung

Ich ermittle die Zahlen, in dem ich mir die Unternehmensprofile auf den beiden Plattformen anschaue und sowohl die Mitarbeiter, als auch die Follower tabellarisch erfasse. Da diese über die Jahre konstant sind, kann man auch gut Vergleiche über den Zeitablauf erstellen.

In der Entwicklung 2013 bis 2016 ergibt sich dabei folgendes Bild:

Mitglieder DAX bei XING und LinkedIn 2013 - 2016

Hierbei steigt die Anzahl der Mitglieder bei LinkedIn stärker, als beim Hamburger Mitbewerber. Bei den Followern der DAX 30 Konzerne ergibt sich folgendes Bild:

Follower von DAX Konzernen bei XING und LinkedIn 2013 - 2016

Hier ergibt sich ein noch stärkerer Kontrast: So hat Siemens allein 1,2 Millionen Follower und damit das 20 fache, als bei XING (und immerhin noch das Dreifache, im Vergleich zu Facebook). Insgesamt gibt es auf LinkedIn 5 DAX Konzerne, die (jeweils) mehr Follower haben, als alle 30 DAX Konzerne zusammen auf XING.

DAX Konzerne Die 5 Top Dax Konzerne nach Mitarbeitern 2016

Jeweils am meisten Mitarbeiter hat wieder die Siemens AG mit nahezu 200.000 Mitarbeitern, die auf LinkedIn ein Profil pflegen. Bei XING ist es mit knapp 40.000 knapp ein Fünftel.

DAX Konzerne Die 5 Top Dax Konzerne nach Followern 2016

Bei den Followern gibt es ein noch konkreteres Bild der jeweils TOP 5 DAX Konzernen.

Wer alle DAX Konzerne im Überblick haben möchte, so sieht das so aus:

mitarbeiter-bei-den-dax-konzernen-bei-linkedin-und-xing-2016

Im Zeitablauf gibt es einen Einbruch bei der Merck KGaA: Hier war mir nicht bewusst, dass die amerikanische Merck ein eigenständiger Konzern darstellt.

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In dem englischen Pressebereich wurde heute eine spannende Mitteilung veröffentlicht: Microsoft übernimmt einen Großteil des sozialen Netzwerk LinkedIn. Für 26,2 Milliarden US $ (das entspricht ungefähr etwas über 23 Milliarden Euro).

Die Übernahme

Microsoft, früher eher als „böser Riese“ wahrgenommen, ist es um Microsoft recht ruhig geworden. Der Versuch, sich an den sozialen Netzwerken zu beteiligen ist aber nicht neu. Bereits 2007 beteiligte sich die Redmonder an Facebook. Später 2011 wurde der Versuch unternommen, mit So.Cl ein eigenes Netzwerk zu etablieren mit Fokus auf Studenten und collaborativer Suche. Der Versuch führte zwar zu einer liebenswerten Community (tatsächlich halte ich mich da hin und wieder auf), aber nicht zu einer kommerziell messbaren Reichweite.

Die Übernahme kommt jetzt überraschend: Mit dem Börsengang von LinkedIn in 2011 ging man eigentlich von einem Streubesitz aus. Tatsächlich sind seitdem nur 7% der Aktien in den freien Markt gelangt, der Rest gehört(e) nach wie vor Investoren und dem Gründer Reid Hoffmann.

mumbai-london-media-FINAL-1

Beide Seiten, Microsoft und LinkedIn machten zu der Übernahme entsprechend freudige Mitteilungen.

Für die Nutzer soll sich eigentlich nichts ändern.

Nun wissen wir: „Eigentlich“ ist die kleinste Form der Verneinung. Auch wenn in der Funktionsweise nichts ändern soll, werden hier zwei der größten Datenhaushalte miteinander verschmolzen. Die allgemeinen Informationen, die Microsoft über Betriebssysteme einsammelt, kombiniert mit dem Detailwissen von Personen auf LinkedIn. Wer das nachvollziehen möchte, sollte sich einfach mal unter den Einstellungen die aktiven Sessions anschauen. Damit zieht Microsoft mit Detailwissen zu Privatpersonen an Google und Apple vorbei (oder wer hat bei Google+ oder bei iTunes Details zu seiner Karriere und Beschäftigungsdauer angegeben?).

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Logo tsuDie Welt besteht nicht nur aus Facebook (und LinkedIn) allein. Vor ein paar Wochen ging es hoch her: Das „non profit“ Netzwerk ello ging nur per Einladung an den Start und machte die Runde. Nun grassiert ein anderer Geist: tsū (Gesprochen Sue, geschrieben mit Makron). Dieses Netzwerk, stark angelehnt an Facebook, geht genau den umgekehrten Weg: Werbung, ja, und die Nutzer sollen daran partizipieren.

Was ist tsū

Wenn man sich anmeldet, benötigt man keinen direkten Invite. Allerdings muss man eine Referenz angeben, wobei jede geht. Wer also keinen weiss, kann einfach im Anmeldeprozess bei dem Feld kossi für meinen Account angeben. Danach kann man ein klassisches Profil anlegen, mit Headergrafik (wie von Facebook, Google+ oder LinkedIn bekannt). Jan Firsching machte mich über Futurebiz darauf aufmerksam. Mittlerweile wurde schon einiges darüber berichtet, wie auf t3n oder auch auf techclick und ZDnet. Für das teilen und kommentieren soll man für die erzielte Reichweite vergütet werden.

Wie sieht es aus

Eigentlich kann man sich tsū so vorstellen: Facebook in Ersatzflüssigkeitsgrün, wie es auch von So.Cl seit dem relaunch bekannt ist:

Tsu in action

 

Man hat die üblichen Funktionen: Links teilen, Freunde adden (oder auch nur Folgen), liken. Dabei ist es für den kurzen Zeitraum, wo es existiert, sehr stabil.

Das Cashback unter den Social Networks

Jan schreibt zu Recht: Teilen und Liken wir, damit wir Geld verdienen? Die Frage hat wohl weniger interrogativen Charakter. Jedoch im Umkehrschluss: Gehen wir zu Real, weil wir Paybackpunkte sammeln? Es ist ja eher umgekehrt: Wir gehen zu Real einkaufen und nehmen die Paybackpunkte mit, weil wir da eh einkaufen. Genau darauf zielt auch tsū ab: Unterhalt Dich mit Deinen Freunden und wenn ein paar Cents abfallen: Umso besser. Transfer von Funds auf tsuEin kleines Detail dabei am Rande: Man kann auch sein erwirtschaftetes Geld statt auszahlen, transferieren.

Damit schlägt tsū den Weg ein, den Facebook 2012 aufgegeben hat: Ein soziales Netzwerk mit einer eigenen Währung auszustatten. Dabei verzichtet tsū auf einen eigenen Begriff. Eine Lücke, die bis jetzt, weder von Facebook oder Apple geschlossen wurde. Nur Bitcoin scheint bestand zu haben, ist aber losgelöst von sozialen Netzwerken.

Auf diesen Mitnahmeeffekt zu zielen ist sicherlich sinnig. Und es funktioniert auch analog bei den Cashback Kreditkarten: Die Marge ist eh die gleiche, also machen wir Hälfte / Hälfte. So gesehen das Aldiprinzip für soziale Netzwerke: Ich gebe Dir die Marge ab und Du kommst zu mir.

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Logo SoClDas Social Media Experiment von Microsoft, So.Cl, hat vor Weihnachten seinen ersten Geburtstag gehabt. Zuerst wollten Fuselabs das soziale Netzwerk eher als Think Tank verstanden wissen. Jetzt wurden die grafischen Elemente verbessert… und so SoCl Richtung Pinterest verschoben. Was bei Pinterest die Boards sind, nennt sich bei So.Cl „Collections“.

Die neuen Features

Tag vs Collect

Tag vs Collect

Taggen konnte SoCl schon immer. Nun sind die Collections hinzugekommen. Damit können gepostete Fotos, Artikel oder Links multidimensional sortiert werden. Die Tags können von jedem bei jeden Posting vergeben werden. So bildet sich ein allgemeines, von allen gebildeter Strom an Informationen, der auch passenderweise „Interest“ genannt wird. Über die „Collections“ wird eine persönliche Ebene eingezogen. Diese arbeiten genau wie die Boards bei Pinterest. Man kann jedes Posting direkt seinen verschiedenen Collections hinzufügen. Den Collections anderer Personen kann man auch folgen. Praktisch ist, dass man auch direkt unter dem Bild eröffnen kann, in dem man einen neuen Collectionnamen vergibt. Damit stehen dem Nutzer zwei Perspektiven zur Verfügung: Die Generelle und die persönliche:Socl interests vs collections

Der Vorteil gegenüber Pinterest ist, dass man nicht zwingend auf das „Beliebt“ Board angewiesen ist, so weit man nicht nur seinen Followern vertrauen möchte. Man kann über „interests“ schnell in eine Thematik sich vertiefen und interessante Bilder oder Artikel identifizieren.

8 Ways to use SoCl betterWer sich mit SoCl etwas genauer beschäftigen möchte, für den habe ich eine kleine Anleitung als Infografik gebastelt (siehe rechts). Für alle, die einen Blog betreiben oder anderweitig auf sich aufmerksam mach en möchten oder müssen, dem sei gesagt, dass man So.Cl nach wie vor ziemlich gut zum generieren von Traffic nutzen kann.

Bei meinem Blog hat sich die Zugriffe, seit dem ich So.Cl verwende, von der Suchmaschine bing mehr als verzehnfacht. Bing ist die Suchmaschine von Microsoft, genau wie das soziale Netzwerk So.Cl auch. Auch wenn es noch keinen nennenswerten Artikel über die Abhängigkeiten gibt, so scheint doch eine zu existieren. Vielleicht mögen sich die Fachleute von t3n als übliche Verdächtige damit mal auseinandersetzen.

Was ich persönlich an So.Cl mag ist die Community, die sich eher über gemeinsame Themen und Interessen definiert, an Stelle real existierender Verbindungen. Aus diesem Kontext heraus bekommt man auf viele Dinge neue Perspektiven und man kann wunderbar seinen Horizont erweitern. Wenn jemand So.Cl noch nicht kennt, einen Blick es allemal wert. Mittlerweile benötigt man auch keine Einladung sondern kann sich bei So.Cl auch direkt anmelden. (Wem die Infografik gefällt, ich würde mich über ein paar Repins bei Pinterest freuen, wo ich diese auch hinterlegt habe).

Extro

SoCl keep calmNoch kann sich So.Cl der breiten Nutzerschaft wie Pinterest erfreuen. Alexa sieht So.Cl noch auf einen der hinteren Ränge. Das Klientel der Nutzer scheint sich erheblich von Pinterest zu unterscheiden. Das Konzept finde ich spannend, da zu Interessengebieten alle etwas beitragen und nicht die subjektive Sicht auf die Follower so präsent ist. Ganz nebenbei gibt es weniger Fingernägel und Hochzeitskleider zu sehen, eher seltene Orte oder Naturaufnahmen. Allerdings eins muss ich schuldig bleiben: Worin der Business Case von So.Cl besteht, habe ich auch noch nicht verstanden.

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Logo SoClGestern hat Microsoft seinen sozialen Netzwerk So.Cl eine neue Optik verpasst. Statt in Facebook blau erstrahlt es nun in einem grün-blauen Türkis. Damit wurde das erst vor einem Jahr veröffentlichte soziale Netzwerk überarbeitet. Inhaltlich hat sich auch einiges getan. Auf jeden Fall ist die Optik stärker auf die Visualisierung ausgelegt, zwei große Stränge des Feedes versorgen den Nutzer mit Neuigkeiten und Bildern. Mit einem neuen Outfit will So.Cl stärker wachsen. Zumindest Gestern war dort der Teufel los, vielleicht werden die einen oder anderen Nutzer dort auch hängen bleiben und sich verstärkt engagieren. Im Mittelpunkt ist aber nach wie vor die Suche, nicht persönliche Profile oder Fanseiten.

So sieht es aus

Ein erster Blick zeigt, dass die Optik nun etwas frischer und moderner wirkt. Ob das grün wirklich jedem gefällt, sei dahingestellt, aber es bietet die Möglichkeit für So.Cl zur Abgrenzung:

SoCl nach Relaunch

SoCl nach Relaunch

Eine der Details, die zwar nicht unbedingt sofort ins Auge fallen, dem Nutzer einen guten Mehrwert verschaffen, sind die „Interests“. Wenn man ein Bild taggt, so wird dieses Tag automatisch seinen Interessen zugeordnet, weiteren kann man manuell folgen. So kann man zu einem Thema schnell einen Stream finden. Das Suchen nach Material ist zum Beispiel im Vergleich zu Pinterest und Google+ damit effektiver und schneller.

SoCl interests

SoCl interests

Mit den Interessen wurde die Suche in So.Cl weiter fokussiert.

Extro

Ob So.Cl einen massiven Ansturm an Nutzern erreicht, bleibt abzuwarten. Einen Ähnlichen Anstieg wie bei Google+ kann ich mir nicht vorstellen. Auf der anderen Seite ist So.Cl von Microsoft: Die betreuenden Fuselabs stehen (zumindest in der Außendarstellung) nicht unter einem ähnlichen Erfolgsdruck wie ein StartUp. Schon heute lässt sich So.Cl hervorragend nutzen, um seinen Blog (oder Unternehmensseite) bei bing zu pushen. Das mag befremdlich wirken, aber bing ist nicht so überoptimiert wie Google. Und das bedeutet, man hat gute Chancen, gegen etablierte Seiten wie Amazon oder Zalando, die mit Millionenbeträgen Ihre Seiten optimieren, zu bestehen.

Eines hat So.Cl auf jeden Fall mit Pinterest gemein: Ein Engagement dort macht einfach Spaß.

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Nachdem ich mich gestern um den hochgradig spannenden Komplex der Rechnungslegung bei LinkedIn auseinandergesetzt habe, heute mal wieder zu einem anderen Thema: Die Suchmaschinen. Hierbei war ein Artikel bei mir der Auslöser. Als einer der wenigen, deutschen So.Clialisten war ich hochgradig neugierig.

So sieht es aus

Wie bereits Jan Fiersching auf Futurebiz beschrieb, kann man es auch selber ausprobieren. Ein Link hierzu ist noch nicht online, aber durch die Direkteingabe von http://www.bing.com/friendsphotos/ kann man dorthin gelangen. Bei bing muss man nicht angemeldet sein, jedoch verlangt bing die Authentifizierung gegen Facebook. Danach sieht es wie folgt aus:

Bing Facebook Photosuche

Man kann im Suchfeld seine Kontakte durchsuchen, Bilder anschauen und direkt interagieren (Likes oder Kommentare hinterlassen). Wenn man sich die Photos direkt anschaut, so kann man eine Ähnlichkeit zu Google+ feststellen:

Bing Facebook Photodetails

Das Suchfeld oben hat im Moment nur die rudimentäre Funktion, seine Kontakte auszuwählen. Eine direkte Suche, wie bereit Kai Thrun feststellt, geht im Moment noch nicht.

Die Privatsphäreneinstellungen sollen gewahrt bleiben.

Goliath gegen …… Goliath?

Microsoft vs googleGoogle ist überall gegenwärtig, so dass Microsoft wie ein kleiner Ableger wirkt. Wenn man sich die Konzerne und die Zahlen für 2011 anschaut, weiß, was Microsoft für Kapazitäten hat. Hinzu kommt, dass Microsoft die dreifache Kapazität von Mitarbeitern vorweisen kann. Genau wie beim Launch von So.Cl ist alles darauf angelegt, langfristig im Suchmaschinenmarkt besser Fuß zu bekommen. Vielleicht handelt es sich auch um eine Quid-Pro-Quo, da Google mit Android verstärkt in der Kernkompetenz von Microsoft eingreift, den Markt für OS.

Strategie könnte funktionieren

Microsoft Bing GoogleFacebook lässt Google nach wie vor außen vor. Eigentlich schade, denn Facebook will alles vorgeben, eine funktionierende und vor allem transparente Suche lässt der Social Media Riese vermissen. Und so claimt Microsoft eine für Google ärgerliche BlackBox des Internets, die Welt von Facebook. Zwar kommt der Traffic, der von bing stammt, noch lange nicht mit dem von Google mit, aber am Beispiel meines Blogs (auch wenn das empirisch irrelevant ist) kann man einen langsamen, aber stetigen Anstieg von bing feststellen. Ein Grund dürfte der Einfluss von So.Cl sein, Logo SoCldass wahrscheinlich ähnlich auf bing wirkt wie Google+ auf Google. Gerade für Hobbyblogger ist eine Präsenz dort nicht verkehrt (SEO für Arme, sozusagen). Mit der neuerlichen Anbindung von Facebook, wenn auch rudimentär, könnte Belebung in den von Google dominierten Markt für Suchmaschinen kommen. Zusätzlich ist bing auch eine Kooperation mit dem hierzulande eher unbekannten Quora eingegangen. Für den Endanwender kann das nur von Nutzen sein, eine Monopolstellung eines Unternehmens, egal in welchen Markt, ist niemals nützlich.

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Logo SoClSeit letzter Woche ist das „soziale Netzwerk“ So.Cl nicht nur per invite, sondern generell erreichbar. Allerdings benötigt man nach wie vor einen Facebook oder alternativ einen Windows Live Account. Diese Tatsache verwundert viele. Einige Erläuterungen hierzu von Martin Weigert, der allerdings auf die Alternative mittels Windows Live ID nicht näher eingeht. Ich selber halte So.Cl nicht für ein eigenständiges, soziales Netzwerk: Dafür fehlen zu viele essentielle Komponenten, wie Profil, Gruppen (okay, gibt es bei Google+ auch nicht mehr) und andere Bestandteile, die ein soziales Netzwerk erst dazu machen. Ich halte Microsofts So.Cl eher für eine soziale Erweiterung der hauseigenen Suchmaschine bing.

Die zentrale Frage ist eigentlich (die auch auf netzwertig gestellt wird): Was mache ich nun damit?

Beispiele

SoCl Beispiel 1Um zu demonstrieren, was man mit So.Cl anstellen kann, ein paar Beispiele: Hier eine Suche zum Thema „schüttelnder Hund“. Hiermit hatte ich dokumentiert, wie ich heute morgen aussah, als mit unserem Hund Gordon ins Haus zurückgekommen bin. Solche Arrangements kann man relativ schnell erstellen und damit seine Suche dokumentieren. Allerdings ist der Grundgedanke von So.Cl nicht, seine Befindlichkeiten in Grafiken zu schütten, aber ich finde diese Form der Visualisierung einfach nett.

SoCl Beispiel 2Ein anderes Beispiel ist, wenn man themenbezogene Arrangements erstellt. Hier kann man zum Beispiel nach dem Thema „Liebe“ suchen (bei mir, wen wundert es, um die Angabe „schwarzweiß“ ergänzt) und hieraus verschiedene Motive zu einem Composit zusammenfügen. Dieses gelingt nach einer entsprechenden Suche relativ schnell. Wenn man ein nettes Ergebnis zusammengestellt hat, so wird das auch schnell von Personen aus dem öffentlichen Feed, wo das auftaucht (wenn man will) „geliked“ wird.

Wie erstellt man solche Kollagen?

Um einen spielerischen Grundnutzen darzustellen habe ich mal aufgeführt, wie man zu solchen Kollagen kommt:

Kollagen unter SoCl erstellenAls erstes (1) sollte man sich entscheiden, ob die kommende Suche öffentlich oder privat sein soll. Dieses kann man auf dem Feld neben der (1) anklicken.

Danach gibt man in das Suchfeld (2) von So.Cl den gesuchten Begriff ein. Von der Vorschlagsliste nicht irritieren lassen, wenn man auf „search“ klickt, so wird der eigene Begriff gesucht.

Mit (3) der Ausführung der Suche kommt das Ergebnis. Wenn man nur auf Bildersuche ist, so kann man das links via images (4) eingrenzen.

Danach kommt eine Endlosliste von Bildern. Mit einem Mausklick kann man die Bilder in das Ergebnis oben übernehmen (5). Zum Schluss kann man oben auch einen Kommentar hinzufügen (6). Ist man mit dem erzielten Ergebnis zufrieden, so wird die Suche mit „done“ (7) abgeschlossen.

Soll das alles sein?

HDR CloudsAuch wenn solche Ergebnisse nett sind (links ein Experiment mit „Clouds“), so denke ich nicht, dass das der zentrale Mehrwert von So.Cl ist. Viel mehr kann man die Suchen taggen und später über Bedarf wiederfinden. Vor allem aber wird die Suche hier zu einem kollaborativen Erlebnis, daher man tauscht sich mit fremden Menschen (erstaunlich viele Chinesen und Inder) über die Suche aus, ohne gleich sich zu verbandeln. Man erzielt damit gemeinsame Erlebnisse und tauscht sich nur über die Partikularinteressen aus.

Ganz nebenbei hat das scheinbar auch Einfluss auf die Suchmaschine bing. Das mag im ersten Moment uninteressant erscheinen. Allerdings muss man sich vor Augen halten, welchen Aufwand man betreiben muss, um bei Google auf die erste Seite zu gelangen. Für Hobbyblogger ein nettes Goodie nebenbei, dass man zumindest bei bing zügig nach oben gespült werden kann.