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Was man so bekommt

Wenn man einen Blog betreibt, benötigt man ein Impressum. Was als Schutz für Verbraucher gedacht ist, entpuppt sich immer wieder als Einfallstor für Menschen, deren mediale Kompetenz eigentlich die Nutzung eines Internetanschlusses ausschließen würde. Heute ein eher harmloses Beispiel:

Mitgliedschaft unerwünscht

Sehr geehrter Herr Koß,

in der letzten Januarwoche 2016 habe ich eine email erhalten, von der ich den Eindruck hatte, dass sie von meinem Bekannten abc, ist. Der Eindruck Ist deshalb entstanden, da mein Bekannter namentlich aufgeführt und seine ehrenamtliche Tätigkeit beschrieben war, Der Namen ihrer Organisation war unauffällig und ich konnte ihn auch in keiner Weise zuordnen. Erst nachdem ich einige Tage später mit abc Rücksprache genommen hatte, kam der Verdacht bei mir auf, dass ich einer von mir nicht gewünschten und unbekannten Organisation beitreten sollte.

Ich hoffe, dass Sie für mein Unwissen Verständnis haben und mich deshalb in keiner Weise als Mitglied oder ähnliches führen. Entsprechend möchte ich auch keinerlei Beiträge bezahlen,

Mit freundlichen Grüßen

xyz

Das interessante an diesem Beispiel: Es ist als persönliches Einschreiben zu mir gelangt.

Noch mehr ärgern mich jedoch die Leute, die einen Blog als derartig altruistische Tat interpretieren, so dass man ja gleich eine Social Media Beratung für lau inklusive sei. Auch heute von jemanden eine Mail, der mir gleich einen Zeitkorridor mitteilte, in dem ich ihn anrufen sollte.

Aber auch Agenturen scheinen manchmal nicht auf dem aktuellen Diskussionsstand rund um Blogger Relations zu sein: So erhielt ich eine Pressemitteilung für ein Pflegeprodukt, dass ich zu einem bestimmten Zeitpunkt publizieren sollte. Was an sich schon frech klingt, war auch noch garniert mit einer Non-Closure, die ich unterschrieben zurücksenden sollte….. muss man wohl nicht weiter kommentieren.

Lieber hin und wieder eine Abmahnung

Ich überlege ernsthaft, ob ich freundlichen Hinweisen von den Schwenkes und Dierks dieser Welt zum trotz mein Impressum nicht entferne und hier und da die Abmahngebühren in Kauf nehme….. betriebswirtschaftlich ein durchaus interessanter Gedanke.

Intro

Bill Gates hat es gemacht, Justin Timberlake oder auch Gwen Stefani: Die Ice Bucket Challenge. Sogar in die Wikipedia hat es die moderne Form des Kettenbriefes gebracht. Wer einen Überblick der prominenten haben möchte, wird in dieser Grafik fündig (Lieben Dank an Katharina Kulawinski für den Link). Zusätzlichen Drive bekam die Aktion, da einer der Erfinder, während die Aktion ihren Lauf nahm, verstarb.

Woher der Neid?

Wie immer, wenn eine Aktion funktioniert, werden die Neider auf den Plan gerufen: Was passiert eigentlich mit den Spendengelder, warum, wieso, weshalb. Tatsächlich scheinen einigen der Erfolg der Aktion aufzustoßen.

Tatsächlich ist von der Aktion einiges erlernbar. Wie wichtig virale Aktionen sind, wurde ja auch schon von anderen erkannt:

Ist Viralität planbar?

Aber ist Viralität planbar? Wenn es ein Standardrezept geben würde, so müssten wir uns täglich mit Wasser begießen lassen. tatsächlich kann man aber einiges von der #IceBucketChallenge erlernen:

Viralität Einflussfaktoren

  1. Eine Idee hierzu muss originell sein. Die Zuschauer (Konsumenten, Fans….) muss diese faszinieren. Die Idee muss auch einen Neuigkeitswert haben. Noch mal Eiswasser über sich auskippen zu lassen, wird nicht reichen.
  2. Die Kampagne sollte zeitlich passen: So ist einer der Einflussfaktoren der Ice Bucket Challenge sicherlich das Sommerloch, perfekt, um sich zu verbreiten. Also ein gesundes Timing ist hilfreich!
  3. Ein paar Initiatoren sind für eine virale Kampagne hilfreich. Es muss ja nicht gleich Justin Timberlake oder Helene Fischer sein. Wenn diese aber zu gewinnen sind, umso besser.
  4. Es muss einfach verbreitbar sein. Dabei sollte es sich nicht auf Netzwerk wie Facebook konzentrieren, sondern verteilbar sein. Ein sinnvoller Hashtag ist da hilfreich.

Wie dem auch sei: Allein beim Thema „Idee“ hapert es oftmals bei Unternehmen. Diese sollten oft kreativen Agenturen vertrauen.

So denn: Auch mich hat es dann erwischt

(Ich weiss, der Author Rank ist tot, trotzdem….)

Stephan Koß/Google+

Autor: Stephan Koß

Intro

Im August letzten Jahres erschien mein Buch „Social Media für Freiberufler und Kleinunternehmer“ im Wiley Verlag. Davor war ein langer, langer Weg, wie meine Betreuerin und meine Lektorin bestätigen können. Ich war wohl recht anstrengend. Aber das Ergebnis ist für alle erfreulich.

Dann schreiben wir ein Buch

Die Idee dahinter, ein Buch zu schreiben, gehrte schon länger in mir. Mir ging es in der Idee darum, ein sachliches Buch zu schreiben, ohne groß Social Media über den Klee zu loben, sondern nüchtern die Vorteile, gerade für das Klientel der Freiberufler darzulegen. Diese können mit ihrem Netzwerk wesentlich mehr erreichen, als über andere Marketingkanäle. Und auch eins wollte ich vermitteln: Im Mittelpunkt steht immer der Mensch, das Produkt oder die Dienstleistung. Stimmt diese nicht, kann auch Social Media nicht helfen!

Schwierige Geburt

Seit 2010 blogge ich nun unter LinkedInsiders. Auf die Idee brachte mich der LinkedIn Mitgründer Konstantin Guericke, der sich 2009 um die Etablierung von LinkedIn im deutschsprachigen Raum bemühte. Also schrieb ich einfach darauf los und gewann eine tapfere Leserschaft. 2013 haben bald 200.000 Leser meinen Blog besucht, es scheint also Interesse daran zu bestehen.

Allerdings: Der Start war holprig: Die ersten Kapitel geschrieben („Ist ja nichts anderes, als ein Blog, nur länger“) und realisiert: Ein Buch ist halt kein Blog! Man muss sich Gedanken machen über den roten Faden, an der man sich orientiert. Es wurde dementsprechend wesentlich anstrengender, als ich zuerst vermutet hatte.

Lerne: Wer einen Blog schreiben kann, muss deswegen noch lange kein Schriftsteller sein. Zumindest musste ich erst lernen, mich zu orientieren, ein Konzept (nicht nur im Kopf) zu haben.

Der Weg hat sich gelohnt

Heute Belegexemplare von meinem Buch "Social Media für Freiberufler und Kleinunternehmer" erhaltenDie Mühen war es allerdings wert: Im August erschien das Buch, und verkauft sich gar nicht mal schlecht (Fast 1.000 Exemplare in 2013). Daher lieben Dank an alle, die mich auf dem Weg dahin unterstützt haben, sei es per Blog, Amazon, per Google+ oder auch Twitter. Ohne Euch hätte das Projekt von mir niemals geklappt! Teilweise war das Buch bei Amazon Rang ~7.000, was mich wirklich gefreut und gezeigt hat, dass das Projekt sinnvoll investierte Zeit war. Daher noch mal an alle Leser dieses Blogs und mein persönliches Netzwerk: Danke!

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

Intro

Mein Blog unterstützt die SternenbrückeIn letzter Zeit wurde viel über Blogger Relations geschrieben: Wie baut man zu Bloggern eine Beziehung auf. Lesenswert hierzu war der Beitrag von Johannes Lenz in der Huffington Post. Und letztens fand ich über Silke (Danke dafür) zum Blog der Firma Bonprix. Hier wurde für jeden Blogger, der das rechts positionierte Bild in seinem Blog integriert, 50 € für einen guten Zweck ausgelobt. Dabei wurde offengelassen, was und wo man bloggt, man sollte nur die Grafik einbinden. Ich persönlich finde die Aktion sehr sympathisch und zeigt auch, dass die Firma einen Großteil der Blogger verstanden hat.

Der Blogger, das unbekannte Wesen

Mein Musterbeispiel für den Umgang mit Bloggern kam von einer Marketingagentur aus dem Rhein-Main- Gebiet und nach eigener Aussage im Umgang mit Social Media führend. Diese sandten mir eine Produktankündigung zu (Kosmetik, was so gar nicht zu meinem Blog passt) mit dem Hinweis, an einem bestimmten Tag zu einer bestimmten Uhrzeit darüber zu publizieren. Anbei eine ND Erklärung, die ich unterschrieben zurücksenden sollte.

In dem Beispiel konstituieren sich einige Vorurteile, die sich unter dem Begriff „Blogger“ vereinen. Blogger sind meistens nicht Nerds im Keller oder vereinsamte Hausfrauen, sondern ganz häufig Akademiker mit eigenem Büro. Und diese bloggen nicht nur des Spaßes wegen, sondern um ihre eigene Marke zu positionieren. 50 € oder ein geschenkter Lautsprecherset für das iPhone sind da keine ausgiebigen Anreize, um einen Blogbeitrag zu positionieren.

Liebe Unternehmen, sucht die Beziehung zu Bloggern

Was die meisten Blogger jedoch meistens annehmen: Den Aufbau von Beziehungen. Wenn die Unternehmen bei den relevanten Bloggern das Gespräch suchen, werden diese auch oftmals Gehör finden. Wenn der Blogger aus dem Bereich des Unternehmens bloggt: Eine Betriebsführung ist hier eher ein Garant zur positiven Erwähnung als ein günstiges Goodie.

Extro

Diesen Beitrag habe ich geschrieben, weil ich die Vorgehensweise von Bonprix sehr sympathisch finde: Unaufgeregt die Aufforderung positionieren, nicht massiv alle Foren und Facebook mit dem Hinweis auf die vermeintlich völlig altruistisches Angebot hinzuweisen. Tatsächlich bekommt Bonprix durch die Aktion massiv Reichweite – aber auf eine Art, die mir bis dato unbekannt war. Neben mir gibt es schon etliche andere Blogs (Beispiel 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7…), die sich an der Aktion beteiligen. Ich hoffe, dass noch mehr mitmachen, wer noch?
Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

Leseempfehlung

Letztens wurde mir das „Buch“ Der Social Media Manager von Vivian Pein geliefert. Zu diesem Buch gibt es auch einen entsprechenden Blog. Hier erst mal dank an den Postboten – etwas mehr Umfang, und es hätte durch eine Spedition überbracht werden müssen. 573 Seiten ist schon ein erheblicher Umfang. Auch seine ich nicht der Erste zu sein, der es gelesen hat, sondern auch Sebastian Voss. Auch Silke Loers stimmt in meinen Tenor mit ein.

Social Media ManagerAber ein Buch sollte nicht nach Seiten oder Gewicht, sondern nach Inhalten bewertet werden.

Hier überzeugt Vivian Pein dadurch, dass Sie sich (gemäß der Zielgruppe des Buches) nicht lange mit Geplänkel („Was ist Facebook“) aufhält, sondern das Arbeitsgebiet eines Social Media Managers erst strukturiert und dann systematisch aufarbeitet.

Was gefällt, ist, dass viele praktische Beispiele einfließen, die man selber reproduzieren kann. Auch erscheint das Buch sehr vollständig und alle Aufgabengebiete werden abgearbeitet. Als Beispiel: Das Thema „Betriebsrat“ wird tatsächlich angesprochen, ein Thema, was insbesondere die Freelancer und Freiberufler unter den Autoren entweder ignorieren oder einfach vergessen. Da aber im Bereich der Personendaten gearbeitet wird, sollte ein Personal- oder Betriebsrat immer mit eingebunden werden.

Auch werden pragmatische Lösungen aufgezeigt. Zum Beispiel im Bereich des Monitoring der Aktivitäten (und zwar aller) ist der gute, alte Google Alert eines der einfachsten Mittel, und durchaus das wichtigste Instrument. Hier vergräbt sich Vivian Pein nicht sofort in die High-End Lösungen, sondern erläutert auch einfache Strategien. Da Social Media Manager nicht immer über große Budgets verfügen, eine sinnvolle Vorgehensweise.

Trotz der Detaillösungen wird zu Beginn des Buches viel über Strategie referiert: Das kann ich nur gut heißen, da viele Unternehmungen ziellos, oftmals mit Insellösungen aus Recruiting, Marketing und PR arbeiten und so viel Potential verschenken. Eine unternehmensweite Strategie ist ein Muss. Dabei muss es sich nicht um meterweise, beraterkonforme Schrankware handeln, ein einheitlicher Auftritt sollte jedoch die Mindestzielsetzung sein.

Für mich schneidet das Thema LinkedIn leider zu wenig ab, allerdings bin ich hier wohl kein Maßstab (So steht im Buch, dass die Karriereseiten ab 10.000 $ beginnen, jedoch gibt es für mittelständische Betriebe auch Lösungen, die mit 5.000 € darunter liegen ).

Insgesamt ein Buch was für Social Media Manager einen guten Überblick bietet. Durch die detailtiefe können auch bereits gestandende und erfahrene Social Media Manager durchaus was lernen. Auf Grund der empirische Belege ist das Buch aber durchaus für den akademischen Konbtext (Diplomarbeiten etc.) auch geeignet. Der Preis von 29,90 € (Amazon) ist dabei mehr als gerechtfertigt. Ich würde hier eine klare Kaufempfehlung aussprechen! Wer nicht auf meine Worte allein hören möchte, kann sich auch ein qualifiziertes Urteil von Vivian Pein auf der Seite des BVCM bilden.

Interesse geweckt? Hol Dir ein Buch!

Vivian PeinVivian Pein war so lieb, ein Exemplar Ihres empfehlenswerten Buches zur Verfügung zu stellen: Das bringe ich hiermit unter die Leute.

Ihr wollt es haben? Dann einfach meinen Artikel vertwittern, verliken, verfacebooken oder was weiß ich denn: Hauptsache, Ihr schreibt in den Kommentar, wo und unter welchen Namen Ihr es verlinkt habt.

In einer Woche (bis zum 06.12.2013) könnt Ihr Euch eintragen. Ihr habt mehre Profile? Jedes nimmt teil. Wenn mehr als ein Kommentar zu finden ist (und darum bitte ich!) entscheidet das Los über den Gewinner.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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Im Moment findet man überall Artikel zum Start der Huffington Post am 10. Oktober in Deutschland. Was mich erstaunt, ist die teilweise emotionale Intensität, die in diesen Diskussionen zu finden ist.

Meine 2 Cents

Ich verfolge die Diskussion schon länger, und auch Stefanie Bamberg stellt fest, dass manche Blogger das Ende des Abendlandes in dem Start der Online Zeitung sehen. Eine Übersicht von Meinungen hat t3n publiziert.

Ein Artikel, der dazu beigetragen hat, ist „Kostenlose Schreibkräfte gesucht – Deutsche Huffington Post, gib Geld!“ von Kai Petermann. Dieser Artikel ist einer der größten PR Kampagnen für die Huffington Post. Der Mitarbeiter, dessen Kontaktdaten bei der Huffington Post veröffentlicht wurde, wird gerade von Anfragen überschüttet. Im Kern, findet Kai, werden Blogger durch die Erstverwertung seitens der Huffington Post, ausgebeutet. Ist dem wirklich so?

Huffington Füller LinkedInsidersEs gibt in Deutschland tausende von Bloggern, die ihre Nische bedienen. Diese leben nicht von ihren Blog und erheben gar keinen Anspruch, Journalist zu sein (Ich zähle mich auch dazu). Wenn diese Personen hin- und wieder auf einer anderen Plattform, als ihrer Eigenen, bloggen, was verlieren sie dadurch? Im schlimmsten Fall 2 – 3 h Arbeitszeit. Sie werden aber sicherlich keinen Reputationsschaden erleiden.

Interessant ist im Vergleich, wie Journalisten darüber denken. Hier sei der Artikel Angriff auf den Journalismus 1.0“ einer Caroline von Eichhorn empfohlen: In dem unreflektierten Erzeugnis beißt die Dame um sich wie der Apothekenverband bei der Etablierung von Doc Morris. Solche Artikel tragen sicherlich zu der emotional aufgeladenen Stimmung bei.

Allerdings eines ist ungewiss: Zahlt die Huffington wirklich mit Reichweite? Das Medium muss sich erst etablieren und zu Beginn werden die Blogger der Huffington helfen, nicht umgekehrt. Woher Sascha Pallenberg die Gewissheit nimmt, dass diese „ordentlich Reichweite“ generiert, kann ich noch nicht nachvollziehen. Zu unberechenbar ist der eigentümliche, deutsche Markt.

Aber warum nicht versuchen? Die Blogger sind unorganisiert, jeder schreibt leise (oder laut) vor sich hin. Ein zentrales Medium hat zumindest einen Versuch verdient. Und Reichweite können einige Blogger gut vertragen. Da stimme ich mit Sascha Pallenberg überein: Ich freue mich und warte erst mal ab. Auf jeden Fall wünsche ich Sebastian Matthes als neuer Chefredakteur alles Gute zum Start!
Stephan Koß/Google+

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LinkedIn Official LogoImmer wieder kommen Diskussionen auf, wo das aktivere Gruppenleben stattfindet. Da gibt es zwei Lager und alle schwören auf Ihre Gruppen. Das Problem: Der Eindruck kann nur subjektiv sein, da man ja limitiert ist sowohl in der Zeit, die man in Gruppen verbringen kann, als auch in den Obergrenzen. So kann man nur in 100 Gruppen Mitglied sein. Deutschsprachige Gruppen gibt es auf LinkedIn 6.765, auf XING sogar 43.197. Generell habe ich den Eindruck, dass die Aktivität in den letzten Jahren nachgelassen hat. Da ich nun auf beiden Plattformen eine Gruppe zum gleichen Thema führe („Projektmanagement„) habe ich einfach ein Experiment durchgeführt: Eine Umfrage zu einem fachspezifischen Thema bei Auslobung von xing logoGewinnen im Gesamtwert von jeweils 1.500 € pro Gruppe (Ganz lieben Dank an Frau Kraus von der GPM, die das mit ermöglicht hat). Von Interesse war für mich, ob die Ergebnisse sich unterscheiden, oder das Gesetz der großen Zahl zuschlägt. Dass das Experiment nur sehr eingeschränkt repräsentativen Charakter hat, ist mir bewusst.

Ergebnisse

Die Frage lautete in beiden Foren: Wie viel Puffer planen Sie ein. Die Antworten hatte ich in fünf Gruppen geclustert:

  • 0
  • 0 – 5 %
  • 5 – 10 %
  • 10 -20 %
  • > 20 %

Das zentrale Ergebnis

Was die meisten interessieren wird, ist, wie die Einschätzung in beiden Gruppen erfolgte:

Geplanter Projektpuffer (LinkedIn vs. XING)

Während die Verteilung bei den Prozentangaben nahezu identisch ist, fällt auf, dass der Anteil der Projektmanager, die Puffer generell ablehnen, bei XING  viermal größer ist, als bei LinkedIn.

Ich selber führe es darauf zurück, dass bei XING mehr Freiberufler und bei LinkedIn mehr Mitarbeiter von Konzernen sind. Zweite Gruppe ist angepasst an die Organisationsstruktur, während freiberufliche Projektleiter sich eher an Standards halten. Aber das ist eine persönliche Interpretation.

Unterschiede zwischen LinkedIn und XING

Aber mich interessierte auch: Gibt es messbare Unterschiede zwischen der Aktivität auf LinkedIn und XING. Der nominale Rücklauf auf meine Newsletter und Teilnahme an der Umfrage stellte sich wie folgt dar:

Geplanter projektpuffer Anzahl Teilnehmer LinkedIn vs. XING

Hier muss man die Relationen beachten: Während bei XING 46.494 Teilnehmer den Newsletter erhalten hatten, lag die Anzahl bei LinkedIn nur bei 9.432. Wenn man hier die Beziehung herstellt („Response“), so sieht das Ergebnis wie folgt aus:

Geplanter Projektpuffer Prozentual Teilnehmer LinkedIn vs. XING

Hier muss man XING allerdings zu Gute halten, dass die schiere Größe des Forums auch Recruiter, Vertriebler und andere fachfremde Personen anzieht, die an einer sachbezogenen Umfrage kein Interesse haben. Wäre meine LinkedIn Gruppe genauso groß, wäre der Anteil wahrscheinlich merkbar geringer.

Übrigens: Der Anteil der weiblichen Teilnehmer zeigte keinen signifikanten Unterschied:

Geplanter Projektpuffer prozentuale Teilnahme weiblicher Mitglieder LinkedIn vs. XING

Den Unterschied von 12,5 % zu 13,4 % kann man vernachlässigen, wie ich finde.

Extro

Ich weiß, Repräsentativität sieht anders aus (Es sei denn, man würde explizit nach Social Media affine Projektmanager fragen, da würde es gut aussehen). Trotzdem fand ich den Vergleich mal ganz interessant.

Ach ja, auch ein Ergebnis: Bei LinkedIn erhielt ich mehr Rügen für die unpräzise Frageformulierung… aber das wollte ich eigentlich gar nicht wissen und messen.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

intro

KossiHeute mal ein etwas anderer Beitrag. Sonst versuche ich ja etwas Licht in das Dunkel der Businessnetzwerke zu bringen. Dazu vergleiche ich immer wieder gern die Bestehenden oder gebe Tipps zu den aktuellen Entwicklungen, gerade bei LinkedIn, aber auch zu anderen Netzwerken wie SoCl oder Pinterest. Jetzt habe ich das letzte Jahr genutzt, um mein erstes Buch zu publizieren. Hierbei habe ich versucht einen sachlichen Überblick für Kleinunternehmer und vor allem Freiberufler zu geben.

Die Motivation

Meine Motivation war eigentlich recht einfach: Ich wollte ein anschauliches Buch über Social Media schreiben. In dem Kontext Social Media gibt es viele Experten, aber gerade Freiberufler und kleine Unternehmer können sich nicht einen entsprechenden leisten und es ergibt auch keinen Sinn: Die meisten wollen gar nicht große Kampagnen fahren, sondern einfach das Medium zur Netzwerkpflege verwenden. Hierzu gab es bis jetzt wenig Literatur, so dass sogar Verlage sich in Eigenregie was zusammenbastelten.

Der Tenor

Was mir ganz wichtig erschien: Habe eine gute Dienstleistung oder ein gutes Produkt! Wer keine qualifizierte Dienstleistung oder ähnliches offeriert, dem kann Facebook, LinkedIn & Co auch nur im überschaubaren Rahmen helfen. Oder es ist sogar kontraproduktiv: Zwar hat ein Freiberufler so gut wie gar nicht einen Shitstorm zu fürchten, aber wenn sich die Kunden alle negativ äußern, hilft mir der Social Media Kanal auch nicht.

Stattdessen wollte ich zeigen, wie man seine Zeit effektiv einsetzt: Wenn ein Freiberufler so genug Aufträge hat, so kann er sich vorrangig auf die Netzwerkpflege konzentrieren. Wie wertvoll dieses sein kann, habe ich versucht aufzuzeigen.

Extro

Social Media für Freiberufler und KleinunternehmerIch hoffe, meine Stammleserschaft mag mir den Werbeeintrag in eigener Sache verzeihen. Ich muss mittlerweile meine Meinung bezüglich dem Publizieren eines Buches revidieren: Es steckt mehr Mühe und Arbeit darin, als ich am Anfang annahm. Und so hat das Projekt viel meiner Zeit in Anspruch genommen. Ich hoffe, dass diese  Zeit gut investiert war und vielen eine Hilfe ist.

Auf jeden Fall danke ich, neben den Kollegen von Wiley Verlag und meiner Lektorin, den treuen Fans, Followern, Likern, Sharern, Pinnern, Plussern, Paper.li`rern und was es noch für Teilkonzepte es im Rahmen von Social Media so noch gibt: Ihr habt das erst möglich gemacht! Und dank an Matthias Schwenk für die erste Rezension!

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

Intro

Logo WordPress AnwendungVor gut einem halben Jahr hat Jon Burke, einer der Verantwortlichen von Automattic (Die Unternehmung hinter WordPress) den Start von WordAds, eine Alternative zu GoogleAds verkündet. Begrüßt wurde das aus zwei Gründen: Zum einen, da es zu GoogleAds kaum Alternativen gibt, zum anderen, da man, wenn man bei WordPress direkt hostet, keine Werbung schalten darf. Wird man mit seinem Blog jetzt reich? Da ich selber bei WordPress hoste, habe ich die Alternative bei mir aktiviert.

So sieht es aus

Wenn man bei WordPress selber hostet, so darf (und durfte) man keine Werbeprogramme einsetzen. Es blieb dabei, man musste für den Service eines gehosteten Blogs die Pille schlucken, keine Werbung zu setzen. Man war auf andere Alternativen angewiesen, wie zum Beispiel einen Donate Button einzusetzen. Nun mögen einige mit WordAds die Wertigkeit ihres Blogs erhöhen.

Mit dem WordAds Programm kann man nun Werbung schalten. Hierbei hat man keinen Einfluss , und auch nicht jeder kann an dem Programm teilnehmen. Seinen Blog kann man „bewerten“ lassen, und nach einem Audit ist man zugelassen oder auch nicht. Die Kriterien sind nicht öffentlich. An sich ist die Vorgehensweise nicht unsympathisch, da man nicht mit irgendwelchen Contentfarmen in Konkurrenz steht (oder stehen sollte). Hierbei heisst es, dass man einen eigenen Domain Namen haben muss, aber nach Rückfrage geht es auch, wie in meinem Fall, auch so.

WordAds SetupIst man aktviert, so wird auf seinem WordPressblog eine Werbefenster unter dem ersten Blogartikel angezeigt. Hierbei kann man die Werbungen jederzeit deaktivieren, entscheiden, ob nur ausserhalb der Worpressnutzer oder jeder die Werbungen geschaltet bekommt und seine PayPal Adresse hinterlegen.

Das war es, was man tun kann und muss, der Rest wird von Automattic (bzw. WordPress) von alleine erledigt. Die gute Nachricht also: Man muss sich um wenig Administratives kümmern, ist also sehr komfortabel.

Lang ersehnt

Die Meinungen zur Einführung des WordAds Programmes waren meist positiv. Jürgen Vielmeier freute sich zum Beispiel darüber, dass es endlich Einnahmen über WordPress gibt. Eine Alternative für die Google Lösung war und ist überfällig.

Advantages and Disadvantages WordAds

Die brutale Wahrheit

Seit Februar habe ich aus journalistischen Eifer heraus WordAds bei mir aktiviert. Mein Blog hat ein Alexa Ranking von um die 600.000 und hat schon einige Besucher am Tag. Also sollten auch ein paar Einnahmen kommen, keine Reichtümer, aber ein bisschen halt. Das Ergebnis, was wahrscheinlich die meisten WordPress WordAds EarningsNutzer interessiert, ist eher mager. Dazu muss man noch hinzufügen, dass erst ab 100 $ Einnahmen ausgezahlt wird. Nach dem Durchschnitt der letzten Monate zu urteilen ist das (bei meinem Blog) nach 4,5 Jahren. Ich brauche mich dafür auch nicht zu schämen, andere Nutzer berichten von ähnlichen oder sogar noch schlechteren Werten, und das, obwohl auch deutschsprachige Werbung geschaltet wird. Manche haben da mehr Glück, aber nicht im Verhältnis betrachtet. Auch sind diese Ergebnisse scheinbar nicht nur auf Deutschland beschränkt.

Extro

Wie Onkel Fausto anmerkt, scheint WordAds noch keine Alternative zu sein. Wenn man bei WordPress hostet, stimmt dieser Satz so nicht, da man keine Alternativen verwenden kann und darf. Ich wollte den Versuch noch laufen lassen: Da die Anzeigenpreise wie bei Google in einem Art Spot Markt über Angebot und Nachfrage ermittelt werden, kann es sein, dass einfach noch nicht genug Werbekunden die Nische entdeckt haben.

Blogs sind nicht tot, aber WordAds wäre kein Grund, dass diese überleben.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

intro

Heute las ich eine Zahl in der Frankfurter Rundschau (war die nicht eh pleite?), die ich erstaunlich fand:

Von 100 Profilen sind etwa 95 praktisch nicht zu gebrauchen

behauptete die Karriereexpertin Svenja Hofert. Eine Zahl, ähnlich wie, dass sich 51% aller Menschen auf Facebook über Marken unterhalten wollen. Zum einen würde mich eine empirische Herleitung interessieren, zum anderen frage ich mich, wie statistisch daneben mein (persönliches) Netzwerk liegt.

Wie vollständig muss ein Online Profil sein?

Kommen wir zu der obigen Aussage zurück: Wäre geschrieben worden mit der Ergänzung „für den nächsten Karriereschritt“ oder ähnliches, bräuchte ich den Artikel nicht zu schreiben. Wer aber die Horden von blonden Kostümchen kennt, die unter den Label des „Recruiting“ einen mit irgendwelchen Angeboten kalt torpedieren, weiß, dass ein rudimentäres Profil auch Charme besitzt. Im Zentrum eines Online Profils steht das eigene Netzwerk, dass es zu pflegen gilt.

Was wollen Sie erreichen?

Die generelle Frage ist, was wollen Sie erreichen. Schielen Sie auf den nächsten Job oder suchen Aufträge, insbesondere als neuer Freelancer oder Freiberufler, ist ein gut strukturiertes und vor allem vollständiges Online Profil ein Muss. Jedoch sind das nicht alle Nutzer. Der Mehrwert kann (und wird) auch aus dem Netzwerk generiert. Umso besser man bereits vernetzt ist, desto unwichtiger wird die Darstellung im Online Profil.

Netzwerk aufbauen

Das Netzwerk aufzubauen geht nicht schnell. Gerade bei den B Kontakten (also Personen, die man fast oder schon aus den Augen verloren hat) können Netzwerke wie Xing oder LinkedIn gute Dienste leisten. Das benötigt Zeit, viel Zeit. Hier sollte man immer wieder in den Kontakten der Kontakte surfen oder nach alten Namen oder Arbeitgeber fahnden: Oft melden sich die Personen erst später an. Das Netzwerk kann einem aber auch so helfen: Die Personen wissen ja hoffentlich, mit wem sie sich vernetzt haben.

Das Online Profil pflegen

Das Online Profile zu pflegen, ist gerade für Neulinge und / oder Freiberufler ein Muss: Wollen diese ja auf sich aufmerksam machen. Für alle anderen gilt: Die Pflege ist gut und sinnvoll, aber kein Muss. Was gar nicht geht, gerade auf Xing oder LinkedIn, sind Spaßfotos oder irgendwelcher Murks bis hin zu Falschangaben. Aber Vollständigkeit ist nicht das a und o.

extro

Ich kann die 95% nicht bestätigen. Es gibt viele, die LinkedIn oder Xing als selbstaktualisierendes Adressbuch benutzen. Und das ist auch gut so und nicht zu beanstanden. Ohne die Fragestellung des Benutzers zu kennen, kann ich keine Aussage zu der Sinnhaftigkeit eines Online Profils machen. Für Freiberufler sind Referenzen und ein Unternehmensprofil sehr sinnvoll.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;