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Grundlagen

Was man so bekommt

Wenn man einen Blog betreibt, benötigt man ein Impressum. Was als Schutz für Verbraucher gedacht ist, entpuppt sich immer wieder als Einfallstor für Menschen, deren mediale Kompetenz eigentlich die Nutzung eines Internetanschlusses ausschließen würde. Heute ein eher harmloses Beispiel:

Mitgliedschaft unerwünscht

Sehr geehrter Herr Koß,

in der letzten Januarwoche 2016 habe ich eine email erhalten, von der ich den Eindruck hatte, dass sie von meinem Bekannten abc, ist. Der Eindruck Ist deshalb entstanden, da mein Bekannter namentlich aufgeführt und seine ehrenamtliche Tätigkeit beschrieben war, Der Namen ihrer Organisation war unauffällig und ich konnte ihn auch in keiner Weise zuordnen. Erst nachdem ich einige Tage später mit abc Rücksprache genommen hatte, kam der Verdacht bei mir auf, dass ich einer von mir nicht gewünschten und unbekannten Organisation beitreten sollte.

Ich hoffe, dass Sie für mein Unwissen Verständnis haben und mich deshalb in keiner Weise als Mitglied oder ähnliches führen. Entsprechend möchte ich auch keinerlei Beiträge bezahlen,

Mit freundlichen Grüßen

xyz

Das interessante an diesem Beispiel: Es ist als persönliches Einschreiben zu mir gelangt.

Noch mehr ärgern mich jedoch die Leute, die einen Blog als derartig altruistische Tat interpretieren, so dass man ja gleich eine Social Media Beratung für lau inklusive sei. Auch heute von jemanden eine Mail, der mir gleich einen Zeitkorridor mitteilte, in dem ich ihn anrufen sollte.

Aber auch Agenturen scheinen manchmal nicht auf dem aktuellen Diskussionsstand rund um Blogger Relations zu sein: So erhielt ich eine Pressemitteilung für ein Pflegeprodukt, dass ich zu einem bestimmten Zeitpunkt publizieren sollte. Was an sich schon frech klingt, war auch noch garniert mit einer Non-Closure, die ich unterschrieben zurücksenden sollte….. muss man wohl nicht weiter kommentieren.

Lieber hin und wieder eine Abmahnung

Ich überlege ernsthaft, ob ich freundlichen Hinweisen von den Schwenkes und Dierks dieser Welt zum trotz mein Impressum nicht entferne und hier und da die Abmahngebühren in Kauf nehme….. betriebswirtschaftlich ein durchaus interessanter Gedanke.

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LinkedIn Official LogoIch blogge jetzt seit nahezu fünf Jahren über die Entwicklung bei LinkedIn. Als ich mich anfing, damit näher zu beschäftigen, waren gerade mal etwas über eine halbe Million Mitglieder bei LinkedIn in Deutschland. Ich selber bin Mitglied seit 2007, näher beschäftige ich mich allerdings erst seit 2009, seitdem es die deutsche Oberfläche gibt. LinkedIn wird auch im deutschsprachigen Raum immer beliebter: So wurden im August die sieben Millionen Mitglieder im deutschsprachigen Raum erreicht.

7 Millionen Mitglieder

Die sieben Millionen wurden offiziell bereits im August erreicht. Da jedoch nur mit der Publikation von Quartalszahlen offiziell seitens LinkedIn über Mitgliederzahlen berichtet wird, wurde diese Zahl zeitgleich mit der Publikation der Q III Quartalszahlen mitgeteilt.

Das Wachstum an sich beschleunigt sich dabei weiterhin:

Anzahl Monate bis eine weitere Million erreicht wurdeFür die erste Million brauchte LinkedIn im deutschsprachigen Raum fast 100 Monate. Seitdem verkürzt sich der Zeitraum zunehmend, so dass es schon wie eine logarithmische Kurve wirkt. Bedenkt man, dass der Sprung von sechs auf sieben Millionen Mitglieder bereits im August erfolgte, so ist es nicht verwunderlich, wenn der nächste bereits im Januar nächstes Jahres erfolgen würde.

Dabei verringert sich der Abstand zu XING immer deutlicher: War LinkedIn jahrelang die Alternative für Mitarbeiter in großen Konzernen, so diffundiert die Nutzung von LinkedIn immer mehr in alle Branchen und Bereiche. Dabei geht XING nicht analog den Weg der bereits in Vergessenheit geratene VZ Netzwerke. Ein Grund dafür ist die Stärke im Freelancerumfeld. Diese werden nach wie vor stärker über XING gesucht. Desweiteren muss man auch stark ein gewerbliches / Karriereprofil von einem privaten differenzieren. Wenn in einem privaten Netzwerk nichts mehr passiert, melde ich mich ab. Wer Kennt Wen, Lokalisten und VZ sind die besten Beispiele. Bei einem geschäftlichen Netzwerk melde ich mich nicht ab, sondern lasse es einfach in Ruhe tot laufen.

Die Infografik

Zur Demonstration hat LinkedIn mit der offiziellen Mitteilung eine Grafik publiziert, die ich auch gern mit abbilden möchte:

151029 LinkedIn - 7 Millionen Mitglieder

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LinkedIn Official LogoLinkedIn baut wieder an seiner Oberfläche. Wie Anfang September im Blog von LinkedIn avisiert, wurde nun das Nachrichtensystem überarbeitet. In den amerikanischen Medien, wie Techcrunch, Mashable oder Venturebeat wurde bereits ausführlich darüber berichtet, und auch t3 berichtete bereits darüber.

Neues Nachrichtensystem

Das neue Nachrichtensystem hat als größte Neuigkeit eine Threaddarstellung der geführten Konversationen. Ansonsten ist es frischer und erinnert eher an Messagingdienste wie WhatsApp. Hinzu kommen neue Gimmicks wie die Unterstützung von animierten GIFs, Emojis und anderen, modernen Annehmlichkeiten.

So sieht es aus

Verbal alles zu erläutern, kann man tun….muss man aber nicht. Daher ein Screenshot, wie es denn nun im realen Leben aussieht:

LinkedIn Messagingsystem angeschautDie beiden lustigen, animierten GIFs dabei sind aus einer Galerie, die LinkedIn dazu mit anbietet (Natürlich typisch amerikanisch: Alle GIFs sind dabei sympathisch und fröhlich. Ich würde mir auch etwas Böseres wünschen).

Die Funktionen (oben im Bild dabei die drei Punkte) entsprechen den Bekannten: So kann eine Kommunikation stumm geschaltet werden („mute„), eine Nachricht als Spam markiert oder nach wie vor Nutzer blockiert werden. Allerdings können nicht einzelne Nachrichten, sondern nur Konversationsstränge gelöscht werden.

Was ist neu

Wer einen genauen Überblick haben möchte, dem sei die LinkedIn Hilfe (auf Englisch) ans Herz gelegt. Neu ist

  • Die Chatansicht
  • Unterstützung von animierten Grafiken
  • Möglichkeit der Gruppenkonversationen

Das „Archiv“ ist dabei entfernt worden: Die Möglichkeit, InMails oder ähnliches zu archivieren, geht nicht mehr. Auch Anhänge sind nach wie vor möglich (auch wenn diese Funktion bei mir scheinbar etwas Buggy ist).

LinkedIn plant auch noch mehr: So sind Chats und Videofunktionen wohl im Gespräch, mit integriert zu werden. Damit nähert sich LinkedIn den großen Netzwerken, Facebook, aber auch Google+ an.

Habe ich es schon?

Das neue Nachrichtensystem gibt es zur Zeit nur in der Spracheinstellung englisch, und auch nicht bei jeden. Zu erkennen ist es allerdings bereits auf den ersten Blick: So wurde das Nachrichtensymbol auch angepasst:

Neue Symbole Messaging LinkedIn

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Die Gruppen bei LinkedIn wurden erneut einigen Änderungen unterzogen. Hierbei gab es einigen Rückbau… und Reaktionen der Moderatoren. (Dank an Oliver Lehmann für den Hinweis in der Moderatorengruppe).

Änderungen

Die Änderungen hat LinkedIn in der Hilfe LinkedIn Hilfe zu neuen Features. Auf einen Blick die wichtigsten Änderungen:

  • Rückbau der Gruppenstatistiken
  • Rückbau des Cover Fotos bei Gruppen
  • Rückbau des Top Contributor der Gruppe

…und Reaktionen

Ein kleiner Post seitens LinkedIn führte zu hitzigen Diskussionen über den Rückbau, insbesondere der Gruppenstatistiken. Mittlerweile sind fast 400 Kommentare zusammengekommen. Der Tenor hierbei ist eindeutig, aber im Gegenzug zum Kontaktexport  ist hier seitens LinkedIn scheinbar kein entgegenkommen zu erwarten. Die Gruppendiskussion hierzu ist hier zu finden. Für alle, die in der internationalen Moderatorengruppe kein Mitglied sind, der Originalpost als Anhang.

Anhang: Post zu den Änderungen von Joveth Gonzalez

Hi folks,

Earlier this year, we made group members and owners aware of changes that were being implemented in order to put the focus back on generating quality discussions within groups: https://help.linkedin.com/app/answers/detail/a_id/40985/

Some features were removed and/or changed based on resources needed. Unfortunately, Group stats were a resource-intensive feature that were only being used by a very small percentage of our members. The decision was ultimately made back in February to remove them from the front end as we worked to offload the internal resources. What remained until recently was a backend workaround to reach these stats. However, that workaround was never officially supported and as part of the final changes discussed back in February, this backend workaround has been now been removed as internal resources have been shifted to other features within Groups.

LinkedIn Groups are constantly evolving and we’re working on some new changes in the future that will create a more dynamic and fluid exchange of professional knowledge.

Because feedback is important to us, if you feel that stats were a critical part of your moderation experience (rather than something that was nice to have), please feel free to let me know how you specifically used the group stats feature to grow, nurture, and cultivate your groups in a way that enabled for stronger group discussions.

Thank you

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Auch wenn ich mich vorrangig mit LinkedIn beschäftige, so schaue ich doch immer rechts und links in der Social Media Landschaft. Letztes Jahr im Herbst gab es eine ganze Reihe von „Neuerscheinungen“: Nacheinander kamen ello, tsu, dropon und this in die Welt der sozialen Netzen. Einige davon sind schon wieder in der Versenkung. Auch wenn ich keinen Anspruch auf empirische Relevanz habe, so nutze ich selber am ehesten ello noch davon.

Was ist Weare8

Logo von weare8.comHeute hat ein kleiner Artikel auf von Jörg Brien auf t3n meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen: „Social Network „8“: Videos und Fotos für eine Handvoll Dollar posten“. Kommt bekannt vor, so startete im Oktober letzten Jahres auch tsū. Dort habe ich allein durch pure Anwesenheit 0,33 $ in einem halben Jahr verdient… so gesehen kann ich mich auf den ersten Scheck in 150 Jahren freuen. Weare8 verfolgt ein ähnliches Prinzip und will 80% der Einnahmen an die Nutzer ausschütten. An ello wieder erinnert, dass der gute Wille in einem Manifest niedergeschrieben ist. Das Logo ist eine Anleihe auf das Unendlichkeitszeichen.

Im Moment scheinen noch wenige dort angemeldet zu sein: Ein „We are 8“ – Bot, der mir direkt nach der Anmeldung folgte, weist gerade mal 5.000 Personen aus.

we are 8 ("Weare8.com")Das neue Netzwerk zeigt sich in einem geordneten und modernen Design. Viel schwarz und schick. Die Funktionen sind noch überschaubar. Ganz klar ist der Fokus auf visuelle Inhalte. Damit werden auch die Strömungen „Lifestyle“, „Mode“ und ähnliches stark bedient.

Auch scheinen einige „Influenzer“ angeworben zu sein: Zumindest ist „Melanie Griffith“ vertreten (oder einer der ersten Fakes, wer weiß es schon). Interessant bei der neuen Plattform ist, dass für bestehende Ideen die Gründerinnen Sue Fennessy und Beth Haggerty aus New York 4,5 Millionen Dollar einsammeln konnten (laut Wall Street Journal).

Dabei sind die deutschen Nutzer noch nicht ganz im Fokus: Weder gibt es eine andere Spracheinstellung der Oberfläche, und die Sonderzeichen fordern mal wieder ihren Tribut:

Deutsche Sonderzeichen auf We are 8

Die Ziele sind hoch gesteckt: so wollen die beiden ehrgeizigen New Yorkerinnen in drei Jahren 75 bis 100 Millionen Dollar Umsatz mit der Plattform erwirtschaften. Im Moment ist, auch hier wieder ein Aha Effekt anderer Netzwerke, weare8 ausschließlich über eine Einladung zu betreten.
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Im amerikanischen Raum haben sich mittlerweile viele Artikel zu LinkedIn etabliert, die die sogenannte X-Ray Suche für LinkedIn anpreisen. Klingt im ersten Moment nach Hacken, gemeint ist jedoch nichts weiter, Google für die Suche zu verwenden. Die Idee dahinter: Die meisten der Profile sind öffentlich sichtbar, also auch für Suchmaschinen alá Google. Wenn man also nicht mehr mit der Standard LinkedIn Suche weiterkommt, warum nicht Alternativen nutzen?

Wie funktioniert die X-Ray Suche auf LinkedIn?

Dazu muss man wissen, dass man bei Google die Suche auf eine Site einschränken kann, ergo auch auf LinkedIn. Wenn man also jemand in Deutschland sucht, so könnte das so aussuchen:

Google Suche LinkedIn

Oben Sehen sie den Suchterm. Dabei steht das „DE“ für Deutschland, für Schweiz müsste man „CH“ und für Österreich „AT“ setzen. Die Suche nach einen Namen an sich ist noch nicht spektakulär. Man kann auch nach Orten eingrenzen, nach meiner Erfahrung am Besten mit „Location * XYZ“ wobei „XYZ für die gewünschte Stadt ist. Das interessante ist der Einsatz von boolschen Parametern: Nicht immer weiß man den Suchbegriff exakt und man Varianten suchen. So kann man sich Suchen beliebig selber bauen:

(ABAP ODER SAP NetWeaver) UND (München ODER Frankfurt) UND (Site:de.linkedin.com/in ODER Site:de.linkedin.com/pub)

Der Suchterm obig sucht also ABAP oder NetWeaver Kandidaten in München oder Frankfurt auf LinkedIn. Dieses lässt sich beliebig ausbauen.

Für Tüftler: Google Custom Search – Suche im Eigenbau

Wenn man etwas tüftelt, kann man auch seine eigene Suche definieren. Probieren Sie es hier aus:

Custom Suche Deutschland

Diese Suche habe ich öffentlich angelegt. Mit Google kann man Suchen bauen und speichern, auf Wunsch sogar in seine Seite einbinden oder (wie in meinem Beispiel) öffentlich schalten. Im obigen Beispiel werden deutsche LinkedIn Seiten ausgegeben. Aber was erzähle ich: Folgen Sie dem Link oben und geben „Projektmanager“ oder irgend etwas anderes ein. Als Recruiter werden Sie die Funktion schnell nett finden.

Über Google CES haben Sie die Möglichkeit, selber zu bauen. Dieses ist besonders bei Teams nett, da sich oftmals einer findet, der an solchen Basteleien eher Spaß hat als andere. Bauen Sie sich die Suchen, die Sie am meisten benötigen.

 

 

Intro

Immer wieder sickern bei Unternehmen Details aus deren Produktportfolio heraus. Mal Wurde lanciert, das Apple einen Kartendienst plant, ein Spielehersteller einen großen Launch vor der Brust hat oder der Prozessorhersteller AMD eine neue Serie designt. Eines haben die drei Fälle gemein: Diese Details sickerten aus LinkedIn Mitarbeiterprofilen durch. Das zeigt zum einen, dass man vor sozialen Netzen nicht die Augen verschließen sollte, aber auch, dass man Potentiale hat, wenn man sich im Mitbewerb umhören möchte. Man muss ja nicht gleich wie die NSA mit Fakeprofilen unterwegs sein. Es gibt auch intelligente und legale Wege, auf dem neusten Stand zu bleiben.

Informationen sammeln

Es dreht sich um Informationen. Viele Unternehmen sind auf LinkedIn unterwegs, sei es aktiv durch Unternehmensprofile oder gar eigenen Aktivitäten oder nur indirekt durch Mitarbeiter, die ihr Unternehmen repräsentieren.

Das Unternehmensprofil

Die einfachste Form ist: Schauen Sie nach ihren Mitbewerbern: Haben diese Unternehmensprofile? Wenn ja, folgen Sie diesen:

Unternehmensseite folgen

Auf der Seite erfahren Sie einiges über den Mitbewerber.

Die Stellenanzeigen

Interessant sind auch die Stellenanzeigen: Hat das Unternehmen welche geschaltet? Und wenn ja, in welchem Bereich? Sie können der Suche nach den Stellen auch „Folgen“, dann bekommen Sie mit, wenn das Unternehmen einen Bereich ausbaut:

Stellensuche bei LinkedIn

Die Kür: Interessanten Mitarbeitern folgen

Aber seien wir ehrlich: Gerade die großen Konzerne managen Ihre Profile professionell. Hier wird man kaum mehr erfahren, als auch eine klassische Homepage hergibt. Daher: Suchen Sie interessante Profile von Mitarbeitern aus der Division des Unternehmens, dass sie interessiert:

Erweiterte Suche bei LinkedIn

Suchen Sie gezielt nach Produktmanagern, Ingenieuren oder Business Development Beauftragte. Sie können diesen Personen nämlich wie auf Twitter folgen, ohne sich zu vernetzen:

Personen folgen

 

Dann bekommen Sie mit, was so passiert. Konzentrieren Sie sich auf jüngere oder Karrierewillige: Die sind offenherziger mit Informationen als gestandene Führungskräfte.

Und genau so einer folgt Ihnen? Dann können Sie ihn nicht entfolgen, aber blocken. Dann kann er Ihr Profil nicht mehr aufrufen und Ihre Neuigkeiten sehen.

Die Kehrseite: Was machen Ihre Mitarbeiter so?

Wie sieht es bei Ihnen aus? Sie können sich selber einen Überblick verschaffen. Denken Sie aber daran, den Betriebs- oder Personalrat vorher einzubeziehen: Sie arbeiten dann mit personenbezogenen Daten und das ist Mitbestimmungspflichtig. Im Regelfall werden sie aber auf engagierte Betriebsräte treffen (meine persönliche, empirisch irrelevante Erfahrung).

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