Archiv

Branchout

Intro

branchout logo

branchout logo

Noch im Oktober 2011 stellte sich die Frage, wann Facebook im Recruiting mit einer eigenen Lösung landet. Es gab verschiedene Ansätze über Apps. Hierbei machte gerade vor einem Jahr BranchOut von sich reden, da es einen Sturm der Anmeldungen gab. Dieser Sturm um die Anmeldungen legte sich aber schnell. Im Herbst emanzipierte sich BranchOut von Facebook und degradierte das soziale Netzwerk zum Login Anbieter. Wie sieht es aktuell um das soziale Netzwerk von Rick Marini, der gerade in die Top Ten der Recruiting CEOs gewählt wurde,  aus?

Facebook Integration

Nachdem im April letzten Jahres die 25 Millionen Nutzer geknackt wurden, wurde aus der App ein soziales Netzwerk. Mitte November startete Facebook SocialJobs: Eine App als Suchmaschinenaggregator für verschiedene Online Stellenbörse, darunter auch BranchOut. Man konnte denken, dass damit Facebook ein größeres Interesse bei den Recruitern erzeugt.

Aber Deutschland (oder der deutschsprachige Markt) bleibt von der Entwicklung ausgeschlossen. BranchOut muss man über ComScore oder Alexa messen, da die App von Facebook nur noch die Authentifizierung vornimmt. Un da sieht es weniger schön für BranchOut aus. In Deutschland zum Beispiel hat BranchOut nach Alexa Ranking einen Platz von 111.048, was wesentlich schlechter als mein Blog ist. Hinzu kommt, dass bei den Entwicklungen weder eine deutschsprachige GUI abzusehen ist, noch dass Deutschland in die angebundene SocialJobs App richtig integriert wird (So ist “Germany” laut Facebook in West Virginia und “Deutschland” unbekannt).

SocialJobs zu Deutschland

Aktuelle Entwicklungen

Branchout colleaguesTrotzdem geht es technisch weiter. Gerade für Community Manager von großen Konzernen interessant: Man kann eine Art Gruppe gründen für alle, die mit derselben Domain angemeldet sind. Ein nützlicher Hinweis, gerade für Personen, die die Diskussionen über die eigene Unternehmung monitoren: Man bekommt in Zukunft immer eine Benachrichtigung, wenn jemand mit derselben Domain in der Mailadresse etwas postet.

Extro

Der Ansatz von BranchOut gefiel mir ursprünglich. Aktuell fehlt aber die Berücksichtigung des deutschen Marktes. Die fehlende deutschsprachige Unterstützung wird viele abschrecken. Eine mangelhafte Integration in den Aggregator von Facebook macht die Anwendung schlicht unbrauchbar: Was nutzt eine Onlinestellenbörse, in der man nicht suchen kann? Da haben meines Erachtens andere Newcomer wie Silp oder Poachee bessere Chancen.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

Intro

Auch wenn man Zahlen immer mit Vorsicht zu genießen sind, wollte ich mal wissen, wie die sozialen Netzwerke für Stellenanzeigen von Unternehmen angenommen werden. Während die Online Stellenbörsen wie Monster den Zenit überschritten haben dürften, kommen gerade LinkedIn, Xing und Facebook in Mode. Wie sieht es aus?

Vorgehensweise

Fast alle Anbieter haben die Möglichkeit, der erweiterten Suche. Über diese werden die Stellenanzeigen ausgewiesen:

Identifikation Stellenanzeigen
Bei BranchOut und der Facebook App musste über die Stichwörter gesucht werden. Diese Vorgehensweise ist nur ein Annäherungswert, da zum Beispiel ein “Vertriebsleiter Deutschland”, der in den Niederlanden tätig ist, mit ausgewiesen wird. Die Zahlen müssen daher im Zweifel nach unten korrigiert werden.

Die Zahlen

Ich habe die Zahlen für Deutschland, Österreich und die Schweiz ausgewertet:

Stellenanzeigen DACH

Auch wenn ich sehr LinkedIn affin bin, hat mich das Ergebnis überrascht. Damit ist LinkedIn von den vier betrachteten Anbietern führend und liegt fast 50% vor dem deutschen Pendanten Xing. In Summe sehen die Stellenanzeigen für die vier sozialen Netzwerke wie folgt aus:

Stellenanzeigen DACH Summe
Die Zahlen zeigen auch: Die Facebook Jobbörse kommt, wenn auch sehr langsam.

Extro

Thomas Vollmöller zeigte sich in Interviews unzufrieden. Das beim blauen Erzrivalen mittlerweile mehr Stellenanzeigen geschaltet werden, könnte drei Gründe haben:

  1. Xing ist zu teuer: 470 € mit Umsatzsteuer und das bei einem eher geringeren Leistungsumfang als die Kontrahenten ist viel Geld.
  2. Stellenanzeigen werden eher von Konzernen geschaltet: Und diese sind bei LinkedIn besser vertreten. So hat Daimler bei Xing 4 Stellenanzeigen, bei LinkedIn mehrere hundert. Bei SAP steht es 0 Anzeigen (Xing) zu 57 (LinkedIn). Robert Bosch hat 79 Stellenanzeigen für Berufseinsteiger.
  3. Zahlen sind falsch: Nicht außer acht zu lassen ist die Möglichkeit, dass Zahlen einfach nicht stimmen. Bei den Unternehmensprofilen der Fa. Siemens konnte man horrende Abweichungen in der Anzahl der Mitarbeiter beobachten. Wer Zahlen ausweist, wird auch daran gemessen.

Wenn die Zahlen allerdings stimmen, dann hat Herr Vollmöller viel zu tun. Die Anzahl der Stellenanzeigen haben Signalwirkung für die Nutzung eines Businessnetzwerkes.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß

intro

Ist es wirklich schon ein Jahr her, dass ich meinen sehr subjektiven Rückblick auf das Jahr 2011 erstellte? Ich endete mit den Worten, dass es 2012 auch spannend werden würde, und das wurde es auch.

was passierte

Linkedin über 200 MillionenDurch meinen Blog kümmere ich viel um das amerikanische Netzwerk LinkedIn. Dieses hat zum Jahresende über 200 Millionen Mitglieder. Was passierte noch im selben Kontext? Schauen wir nch mal zurück, was im Jahr 2012 so alles passierte. Vieles davon ist wahrscheinlich noch bekannt.

Januar

Im Januar war der im Nachhinein niedliche Shitstorm der IngDiBa. Dieser war in so fern erstaunlich, dass er sich in einen Anti Shitstorm wandelte. Was man auch hier wieder sehen konnte: Ein gesunder Shitstorm hat noch keinem Unternehmen geschadet.

Logo PinterestIm Januar stiegen auch die Einladungen für Pinterest stark an. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Online Foto Pinnwand Dienst nahezu unbekannt, hatte seitdem aber einen enormen Anstieg verzeichnet.

Mittlerweile hat sich der Dienst etabliert und rangiert bei Alexa auf Platz 36 und auch in Deutschland immerhin noch auf Platz 75 der meistbesuchtesten Webseiten der Welt.

Februar

Der Februar startete mit der Veröffentlichung des Prospektes für den anstehenden Börsengang von Facebook. Zu diesem Zeitpunkt war die Welt noch rosa und die begleitenden Banken waren von einem Börsenwert von 100 Milliarden Dollar überzeugt – ein Wert, den ich irgendwie nicht nachvollziehen konnte. In der Schweiz konnte sich LinkedIn deutlich von Xing absetzen.

Ein eher lustiges Highlight war ein misslungener Tweet und seine Geschichte der EVAG.

März

Im März war dann der BranchOut Boom. Kurzfristig war der amerikanische Karriereappanbieter in aller Munde und die Zugriffszahlen explodierten.

Gleichzeitig widmete ich mich auch wieder dem Thema, wann die Beratung um Social Media erwachsen wird. Mein etwas älterer Artikel hierzu stellte sich im Branchenschmunzler des Jahres 2012 in der DIN SPEC 91253 unter Beweis. Zur allgemeinen Erheiterung nach wie vor gut geeignet.

April

Im April hat Google+ seine Optik stark überarbeitet. Der Boom von BranchOut ging weiter und veranlasste mich dazu, mal etwas Aufklärungsarbeit zu leisten, dass es sich hierbei nicht nur um eine App handelt. Ansonsten war der April eher von Detailverbesserungen geprägt, wie die iPad Version von LinkedIn.

Mai

Im Mai verlaibt sich LinkedIn den Präsentationsspezialisten Slidesshares ein. Ich versuchte über Sinn und Nutzen der Anwendungen zu schreiben, die sich mittlerweile erledigt haben. Die Api gibt es aber noch. Xing gab bekannt, einen neuen CEO zu bekommen, Herrn Vollmöller.

Juni

Der Juni 2012 begann äußerst turbulent: Gehackte Passwörter, Schufa & facebook und mehr ließen kurzfristig an der Sinnhaftigkeit an Social Media zweifeln. Noch mehr Wochen wie die erste Juniwoche hätte mein Blog nicht überstanden. Aber auch solche turbulente Zeiten gehen herum.

Eine sinnvolle Erweiterung war von LinkedIn die Möglichkeit, nun Unternehmensnachrichten zu targeten.

Juli

Im Juli, traditionell Sommerloch, ging LinkedIn mit einer neuen Optik an den Start. Vorher hatte ich noch eine Liste für Herrn Vollmöller erstellt, was Xing so alles zu tun hat.

August

Silp Logo

Im August kam dann der nächste Recruitinganbieter: SILP. Erstaunlich war dabei, dass selbst der bis dahin abgeklungende Boom von Branchout noch getoppt wurde und in unter 2 Wochen eine Million Nutzer aktiviert werden konnten. In einem Kommentar zu Facebook setzte ich mich damit auseinander, ob ein Unternehmen gut oder böse sein kann. Ein Klassiker war die nunmehr dritte Auflage des Vergleiches von Xing- und LinkedIn Profilen bei DAX Unternehmen.

September

Der September war eher ein langweiliger Monat: Neue iPad Version bei LinkedIn, bing integriert Facebook Bilder. Der Monat wäre völlig unspektakulär geworden, wenn sich nicht Bettina Wulff mit Google angelegt hätte. Allerdings spielte wohl das “zufällig” zu diesem Termin erscheinende Buch da mit herein.

Oktober

Am spannendsten am Oktober war die Emanzipation von BranchOut. Wer bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht glauben wollte, dass es sich hierbei nicht nur um eine App handelt, wurde jetzt davon überzeugt.

November

Wieder zurück zu LinkedIn. Mit mittlerweile über 3 Millionen Mitgliedern in der DACH Region zeigt LinkedIn, dass es nicht nur Konzerne kann. Ansonsten wurde es im November interessanter, dass @ Zeichen wurde als Marke geschützt. Ein interessanter Schritt war, dass Facebook nun eine Jobbörse startete, wenn auch etwas buggy und nur von Drittanbietern mit Jobangeboten gespeist. Die Anzahl der Jobpostings ist seitdem von 1,7 auf 1,9 Millionen gestiegen, allerdings denkt Facebook nach wie vor, dass Germany in Pennsylvania liegt….

Dezember

Der spannendste Monat war nahezu der Dezember. Er begann mit dem Relaunch von So.Cl. Nahezu zeitgleich habe ich noch mal verglichen, wo Personen am ehsten deutschen Konzernen folgen, Facebook, LinkedIn oder Xing. Das größte Echo im Social Media Dschungel erzeugte die Veröffentlichung von Google+ Communities.

was wird?

Wer Prognosen im Social Media Umfeld macht, muss über ein gesundes Selbstbewusstsein verfügen. Ich bleibe bei der Aussage wie 2011 – es wird spannend bleiben. Noch scheint sich nichts zu verfestigen und alles bleibt in Bewegung. Allerdings eine gute Grundlage, darüber zu bloggen …. was auch Unternehmungen zusehends machen sollten….

Immer aktuell bleiben: G+


Intro

Social App LaunchBis jetzt hatte sich Facebook (erstaunlicherweise) aus dem Recruitingmarkt herausgehalten. Aber die Gelder aus dem Börsengang müssen sinnvoll investiert werden. Also lag es wohl für Facebook nahe, sich auch diesen lukrativen Markt mit zu erschließen. Bis jetzt hatte Facebook dieses Geschäft Fremdanbietern wie BranchOut, Monsters (via BeKnown) oder Silp überlassen. Jetzt hat Facebook “Social Jobs” gestartet, wie unter anderem TechCrunch berichtete.

Und wie sieht`s aus?

Social Jobs bei FacebookMan kann sich die App jetzt bereits anschauen (Dank an Johannes übrigens, dass er mich aufmerksam gemacht hat). Man kann über die App selber keine Postings schalten. Die 1,7 Millionen Anzeigen kommen von den Kooperationspartnern. Diese sind sehr US lastig, interessant allerdings: Monsters ist dabei. Diese versuchen, nachdem BeKnown sich mit seinen Zugriffszahlen eher mit der Reichweite meines Blogs, als mit seinen Mitbewerbern, zu messen scheint, einen anderen Ansatz, gefunden zu haben, um einen Einstieg in das Facebook HR zu finden. Wenn man allerdings als Deutscher einen Job finden möchte, braucht man Social Apps Germanynoch nicht auf die Unterstützung der App zu hoffen. Zumindest sind Hannover und Hameln nicht auffindbar, und Germany wird dem 2.375 zählenden West Wheatfield in der Nähe von Pittsburgh zugeschlagen. Wenn man allgemein eine Suche startet, werden die Jobbörsen der fünf Kooperationspartner kontaktiert. Dem folgt eine tabellarische, kurze Auflistung der gefundenen Jobs, sortiert in die Reiter des jeweiligen Partners. Die Qualität davon ist genau so, wie Monster Weiterleitungman es von Facebook bei einem launch erwartet: Miserabel. Neben der fehlenden Internationalisierung dauern Anfragen sehr lange und die Weiterleitung zum jeweiligen Anbieter des Jobs scheint einem Randomisierungsverfahren zu unterliegen.

Extro

Noch kann man von keinem großem Wurf sprechen, aber es ist ein Anfang für Facebook, sich in diesem Markt zu etablieren. Dass Facebook erst etwas auf dem Markt schmeisst und dann fertig programmiert, scheint deren eigenes Verständnis von Agilität zu sein. Aber es kommt Spannung in den Markt, dass Facebook diesen Kuchen ausschließlichen Dritten überlässt, war nicht zu erwarten.

Immer aktuell bleiben: G+


Intro

Xing versucht seine Nische zu finden. Wurde zeitweise auf den Markt der Freiberufler focussiert, wie durch die Freelancer Projektbörse oder den Ersatzblogspace für Xing Trainer, Xing Themen. Jetzt ist eine Recruitinglösung angekündigt, anderthalb Jahre nach BranchOut und fünf Jahre nach LinkedIn ist eine professionelle Lösung auch notwendig.

Langeweile ist machbar

So schreibe ich immer wieder, dass LinkedIn langweilig ist. Und das ist auch Sinn der Sache und gut so. Die Leute, die permanent nach Aufmerksamkeit suchen und sich des Vernetzens wegen vernetzen (wozu überhaupt, wenn nicht das 1.000 Webinar zur Powerakquise zu bewerben), haben aber ein Problem mit dem System “LinkedIn”. Hier ist das Vernetzen von bekannten Personen im Vordergrund. Anders als bei Xing werden Kontaktjäger nicht gelobt, sondern die Darstellungsgrenze ist auf 500 Kontakte gekappt. Da nach mehrfachen Abweisen von Kontaktanfragen diese Klientel nur noch mit bekannter Mailadresse andere Teilnehmer kontakten darf, sieht man diese anderweitig um Tweet KontaktsammlerVernetzung betteln. Diese Klientel wurde auch von Volker Remy aufgegriffen, der sich zunehmens von den Vernetzungswütigen bedrängt fühlt.  In die gleiche Kerbe schlägt auch Christian Faller, der sich gleichzeitig über die Netzwerker auslässt.

Hier hat Xing durch seine Unterstützung der massiven Vernetzungsstrategie sich selber ein Bein gestellt. Ein zweites Facebook, Google+, (Bitte aktuelles privates Netzwerk nach Belieben eintragen) braucht keiner, und so wurde sogar von den ersten Börsianern erkannt, dass ein Kernnutzen völlig verwaschen ist. Ein etwas lieblos gezogener Vergleich findet sich hier und ist eher als Reaktion auf die Tatsachen, als eine Analyse zu verstehen. Der direkte Vergleich der Börsennotierungen:

Xing LinkedIn Kurse im Vergleich

(Eigene Darstellung nach historischen Daten von Xing, LinkedIn und Dollarkurs von yahoo Finanzen)

wer sich übrigens wundert, dass LinkedIn noch unter 100 € liegt, ich habe den LinkedIn Kurs auf den jeweiligen Euro / Dollar Tageskurs umgerechnet.

Extro

Thomas Vollmöller wird es schwer haben. Zwar hat Stefan Groß-Selbeck sein Versprechen eingelöst, auf den deutschsprachigen Markt zu focussieren (Mittlerweile sind wir bei über 90% der Seitenaufrufe kommen aus dem deutschsprachigen Raum). Gleichzeitig ist Xing ein Portfolio vieler versprengter technischer Maßnahmen. Eine Abkehr vom Premiummodell ist nicht denkbar: Zu sehr ist die Hamburger AG auf die Umsatzerlöse angewiesen. Aber mit etwas Langeweile könnte man den Kernmarkt noch stabilisieren.Immer aktuell bleiben: G+

Intro

Eigentlich schreibe ich freitags selten bis nie einen Blog Beitrag. Die Aufmerksamkeit ist schlichtweg am geringsten und gerade samstags sind die Social Media Enthusiasten unterwegs (scheinbar). Im Gegensatz zum Sonntag. Aber was für Meldungen und Feststellungen hatten wir denn diese Woche alles?

Facebookaktie im Tiefenrausch

Facebook Aktie (Quelle: Finanzen.net)

Facebook Aktie (Quelle: Finanzen.net)

Die Woche begann ja eher ruhig. Allein die allgemeine Verwunderung Ich hatte ja bereits letztes Jahr mal dargelegt, was die Bewertung alá 100 Millarden bedeutet. Das sich die Emissionsbegleitenden Banken so vertun, ist schon für die Branche peinlich (und nicht für Facebook!).

Passwortklau geht um

Danach der Klopper, erst bei LinkedIn, dann bei last.fm und eHarmony, und das alles innerhalb einer Woche. Zwar sollte man seine Passwörter eh regelmäßig ändern und auch so wählen, dass es kaum zu erraten ist, aber wenn diese an der Basis entwendet werden, ist kein Kraut gewachsen. Auch Jürgen Schmidt vom Heise Verlag macht seiner Wut Platz und maßregelt die Betreiber der Netzwerke.

StudiVZ wieder im Rampenlicht

Logo VZDas Netzwerk aus Berlin kennt bei Mitgliedern und Zugriffen seit längerer Zeit nur eins, den Weg nach unten. Letztes Jahr übernahm die Diplom Betribswirtin Stefanie Wählert die Geschäfte dort. Aktuell wurde jetzt im Blog von Martin Vogel vorgerechnet, dass das nächste Woche sein könnte. Dieses wurde vom Spiegel online aufgenommen, der über Mitarbeiterentlassungen berichtet. Besonders perfide geht bei der Berichterstattung der Focus vor, der unter dem Titel “Ist StudiVZ in einer Woche tot?” berichtet und auf eine Webseite verlinkt, die auf Amazon das Buch “Die zweite Chance: So retten Sie Ihr Unternehmen mit dem Insolvenzplanverfahren” widerum verlinkt. So kam man mit Journalismus auch Geld verdienen. Ich hoffe, dass Holger Schmidt den Focus hier aus der Schmuddelecke holen kann.

Aber zurück zum Thema: Rosig sieht es bei den VZ-Netzwerken nicht aus. Das letzte Mal machten sich die VZ Netzwerke von sich reden, als sie eine Mobbing App publizierten.

Xing produziert Mega Timeline

Xing Beta Labs ProfilbestätigungenDas deutsche Business Netzwerk Xing hingegen probiert eine neue Funktion aus: “Profileinträge bestätigen”. An sich eine gute Sache: Die Einträge unter “Ich biete” sehen nun aus wie die Skills bei LinkedIn. Diese können von anderen Mitgliedern bestätigt werden. Allerdings hat Xing im Moment ein Luxusproblem: Die Timeline quillt über. Auch wurde noch niemals “Stop words” integriert, so dass sich die Leute untereinander sogar Relativpronomina bestätigen. Das Luxusproblem kehrt sich aber an manchen Ecken ins Gegenteil, da einige schon twitterten, dass sie Xing wegen temporärer Überlastung den Rücken kehren. An sich finde ich die Funktion sinnvoll und sie ist ja auch noch im Beta Stadium.

BranchOut Trend ist schon wieder vorbei

BeKnown und BranchOutNachdem in den ersten Monaten das Netzwerk um BranchOut nur einen Weg kannte, den nach oben, scheint hier eine schnelle Umkehrbewegung stattzufinden. Im Moment ist sie auf Platz 71 der Facebook Apps. Der große Run ist damit schneller vorbei und BeKnown nimmt nach wie vor keiner wahr. Auf jeden Fall muss sich Rick Marini schnell was einfallen lassen, oder facebook übernimmt das Karrierefeld selber.

Schufa und die sozialen Netzwerke

schufa logoIn der Wochenmitte machte nun die Schufa mal wieder von sich hören. So sollte untersucht werden, ob Daten aus sozialen Netzwerken für die Bemessung der Ausfallwahrscheinlichkeit herangezogen werden könnten. Dass das geht, hatte ich ja gestern bereits beschrieben. Besonders die Politik spielt hier ein doppeltes Spiel: So fordert diese per Solvabilitätsverordnung individuelle Messungen von der Kreditwürdikeit, verdammt aber die Vehikel, die dieses bewerkstelligen soll. Wie dem auch sei, dass Hasso Plattner Institut distanziert sich mittlerweile von dem Projekt. Aber zu Ende ist die Diskussion meines Erachtens nicht. Ein paar pfiffige, mathematisch bewandte Teckies können da auch alleine was bauen.

Extro

In Summe lässt sich sagen. Social Media war diese Woche oft im Mittelpunkt und Dank der Schufa auch außerhalb der eigen der Enthusiasten. Aber nutzen wird so eine Woche der noch jungen Industrie kaum. Im Gegenteil: Vorhandene Ängste wurden weiter genährt.

Intro

Letztens ist mir ein Artikel in der von mir geschätzten Wollmilchsau aufgefallen. Dessen Titel “Branchout hat keine Zukunft” von Alexander Fedossov. Zu der Kernaussage eine kleine aktuelle Grafik zur Entwicklung von BranchOut:

BranchOut Mai 2012

BranchOut Mai 2012

Diese Zahlen habe ich fortgeschrieben, Stammleser kennen es bereits aus einen meiner Artikel im April.

Wie funktioniert BranchOut

Wie Alexander schreibt

- BranchOut ist aus meiner Sicht ein schlechteres LinkedIn oder Xing, das auch noch 100% von Facebook abhängig ist.

- Die Nutzerbasis setzt sich zu 100% aus Facebooknutzern zusammen.

- Die Funktionalität ist von der Facebook API abhängig.

Zu einem Großteil gebe ich Alexander Recht. Jedoch…. reine Facebook API? Schauen wir doch mal die Endorsements von Marcus Fischer oder das  BranchOut Profil von Constanze Wolff an (Bitte seid nicht böse, aber die Daten sind eh öffentlich):

Man achte auf die Domain! Ein Blick in die Privacy Policy (die ja jeder beim Installieren von BranchOut gelesen hat), erscheint dann folgender Passus:

As allowed by you based upon your Facebook settings, BranchOut will access and store some or all of the following information from your current Facebook profile:

  • your first and last name
  • your current city and state
  • your work history and education
  • your profile picture
  • your Facebook user ID number, which is linked to publically available
  • information such as your name and profile photo
  • the login e-mail you provided to Facebook when you registered
  • your gender
  • your age range as provided by Facebook (e.g., over 13, over 21).your friends’ and their friends’ names and applicable user ID number, profile photos, work history and education.

Hier macht BranchOut einen großen Unterschied zu anderen App Herstellern: Sie sammeln die Daten wirklich! Die Technik kann man sich so vorstellen:

How BranchOut Works

How BranchOut Works

Die Facebook App dient hierbei nur als Stellenbörse und um die “Nutzer” zu akquirieren. Die Daten landen dann direkt auf der BranchOut Domain, wo man dann ein eigenes Schattenprofil hat (was wahrscheinlich die meisten gar nicht ahnen). Wenn man nun als Recruiter darin suchen möchte, so benötigt man einen mit 600 $ per Monat gar nicht günstigen Recruiter Connect, der wiederum auf der BranchOut Domain direkt arbeitet. Das ganze sieht dann so aus:

BranchOut Recruiter Connect (Quelle: Marketing PDF von BranchOut)

BranchOut Recruiter Connect (Quelle: Marketing PDF von BranchOut)

Dieser ist übrigens ein guter Clone des LinkedIn Recruiting Lösung.

Extro

branchout logo

branchout logo

Ob die Lösung zukunftsträchtig ist, vermag ich nicht beurteilen. Schon werden Rufe laut, dass BranchOut den deutschen Pendanten Xing überholt und  auch die HR Expertin Svenja Hofert ist der Meinung, dass facebook zunehmend im Kommen ist. Jedoch sollte man nicht zu sehr auf die Apps schielen: Nicht umsonst verschleudert BranchOut die Stellenanzeigen für 49 $, ein Kampfpreis sondergleichen. Die App dient nur, Nutzer heranzuführen und somit die lukrativen Recruiterlösungen zu etablieren.

branchout logo

branchout logo

In letzter Zeit macht (neben Pinterest) eine App auf Facebook von sich reden: BranchOut. Hält sich Facebook als eigenständiges Karriereportal zurück, so ist die Steigerung der Zugriffszahlen enorm. Letztes Jahr hatten wir bereits BranchOut ausprobiert, doch damals (vor einem Jahr) waren nur Innovatoren unterwegs.

Zuerst ein paar Zahlen, wie sich BranchOut entwickelt hat:

Zugriffszahlen BranchOutMan achte auf die Steigerung: Die Zugriffszahlen sind nur seit Oktober 2011. Da die Daten von BranchOut über AppData (wo es mittlerweile auf Platz 31 der Apps liegt)  ermittelt sind, ist die Vergleichbarkeit mit dem Klassiker von Google nicht vollumfänglich möglich. Wenn man es tut, so sieht es so aus:

Zugriffszahlen BranchOut im Vergleich

Auch Basicthinking schreibt, dass BranchOut mit Xing auf Augenhöhe ist.

Wie nutze ich BranchOut?

Als erstes ist die Anmeldung. Hierzu muss man zwingend bei Facebook sein. Hier die App suchen:

BranchOut App suchenDanach hinnavigieren und sich anmelden:

BranchOut beginnenNach einem “Continue” und dem obligatorischen Erlauben, dass BranchOut so ziemlich alles darf, kann man beginnen:

BranchOut StartWichtig: Will man sein Facebook Netzwerk zu BranchOut einladen? Das sollte man später gezielt tuen, ich empfehle hier erst mal ein “Skip”.

Danach sollte man sein BranchOut Profil pflegen. Praktisch: Man kann sein LinkedIn Profil als PDF speichern und dieses bei BranchOut hochladen.

BranchOut Lebenslauf importierenBis Juli 2011 ging das via API, ist allerdings gekappt worden. Dass der PDF Import so problemlos klappt, scheint die Rache von BranchOut zu sein.

Privatsphäre?

Eine Sache, die gerade die Deutschen interessieren würde, ist die Privatsphäre. So kann man jeden kontaktieren. Was sie meisten nicht wissen werden: Es wird standardseitig ein öffentliches Profil bei BranchOut angelegt. Dieses kann nur in den Tiefen der Einstellungen geändert werden:

Privacy settings

Aber: Viele werden das gar nicht wissen.

Was kann ich damit nun tun?

Eigentlich ist BranchOut ähnlich wie LinkedIn, nur reduziert auf Jobs und Karriere. Man kann Menschen kontaktieren oder nach Jobs suchen.

Personensuche

Der Unterschied ist, dass es sehr stark auf das Netzwerk abzielt. Ohne ein Netzwerk ist es nur eine weitere Plakatwand für Job Postings. Auch sind die Suchen sehr rudimentär und man ist auf die Algorithmen von BranchOut angewiesen.

Parallel zu den eigentlichen Karriere- und Businessportalen schaue ich ja regelmäßig auch, wie es auf Facebook zu diesen Themen zugeht. Habe ich letztes Jahr noch gefragt, wann Facebook zu einer Karriereplattform wird, so zeigen gerade die aktuellen BranchOutzahlen, dass sich hier einiges tut.

Logo CareerloftJetzt hat sich ein deutscher Konzern in dem Markt für “High Potentials” in Stellung gebracht: Bertelsmann startet Carrerloft. Zwar hat Careerloft einen Facebookauftritt, dieser dient aber (genauso wie bei BranchOut) zur Generierung von Interessenten. Dieser wurde letzte Woche gelaunched.
Read More

Facebook erschien bis jetzt noch nicht als das ultimative Karriereportal. Zu offensichtlich waren die Nachteile fehlender Suchelemente und Lebensläufe. Facebook bietet hier kaum Unterstützung als Werbung zu schalten. Ersatzweise gibt es Apps, die diese Lücke schließen sollen.

Was ist BranchOut?

branchout logo

branchout logo

BranchOut ist eine App auf Facebook. Hier können Arbeitgeber ihre Jobofferten positionieren. Hierbei steht jedoch nicht der Bewerber im Sinne einer Zeugnisdatenbank im Mittelpunkt, sondern Beziehungen. So sollen Mitarbeiter im Bekanntennetzwerk vorhandener Mitarbeiter, Kontakte, Lieferanten und ähnliches gefunden werden.

Wird BranchOut genutzt?

Diese Frage führt mich zu diesem kleinen Artikel.
Read More

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 424 Followern an