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Google+

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Am Freitag fiel ein dezenter Tweet von Google auf:

Google Jobs in Deutschland

Dazu hat dann Arne P. Berg sich das schon mal näher angeschaut und seine Erfahrungen auf Twitter mitgeteilt. Mittlerweile haben schon etliche dazu etwas geschrieben. Besonders empfehlenswert fand ich den umfangreichen Beitrag von Henner Knabenreich.

Was ist Google Jobs

Die Idee ist ja nicht ganz neu: Google ist eine exzellente Suchmaschine. Also warum auch nicht Jobs hier aggregieren. Die Meinungen, ob Google dafür geeignet ist, gehen auseinander. Allein die Überschrift bei Henner „Google for Jobs erobert Deutschland“, sagt einiges aus.

Ich bin leider noch nicht in den Genuss gekommen, es selber auszuprobieren. Daher ein Screenshot aus der Beschreibung, die Google veröffentlicht hat:

Was ist Google Jobs

Im Endeffekt werden Jobs genauso angezeigt, wie es bereits für Hotels und ähnliches bereits bekannt ist.

Was für Google spricht….

Das Google sich auf weitere Märkte stürzt, ist nicht verwunderlich. Was spricht für Google:

  • Was Google in der Vergangenheit bewiesen hat: „Suchen“ zu bauen, das können die Ingenieure aus den USA
  • Google weiß mehr über seine Nutzer, als kaum jemand anderes. So kann Google nicht nur vergangenheitsbezogen analysieren, sondern auch über Regressionen ableiten, wohin man möchte. Eventuell weiß Google das sogar besser als die betreffende Person.
  • Über die Android Plattform hat Google eine Verbreitung, wie keine andere Stellenbörse oder auch als LinkedIn. So können „Jobs in meiner Nähe“ Interesse bei passiven Kandidaten wecken

…und was dagegen

Allerdings hat Google mit Google+ bewiesen, dass sie eins nicht können: Soziale Netzwerke. Und das ist ein entscheidender Faktor: Google ist darauf angewiesen, dass jemand sich aktiv nach Stellen umschaut.

Immer mehr Jobs werden allerdings entweder durch Active Sourcing oder durch Empfehlungen im Netzwerk vergeben. Hier sind Netzwerke wie LinkedIn wesentlich stärker.

Zwar werden Unternehmen sorge tragen, auch indexiert zu werden. Aber Mühen darüber hinaus werden wohl weniger angenommen werden.

Mein Fazit

Ich persönlich werde Google wie Facebook beobachten: Ich schließe mich daher den Voten von Alexander Fedossov in Wollmilchsau oder  Helge Weinberg in seinem Blog an: Erst mal abwarten. Google ist (wie immer) sehr selbstbewusst und gibt vor, wie ein Stellenangebot auszusehen hat. Die klassischen Stellenausschreibungen sind aber auf einem absteigenden Ast und andere Wege im Kommen. Wozu also den sterbenden Ast optimieren, wenn ich passive Kandidaten doch nicht erreiche.

 

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Karrieretag_Soest_FH_SWF LogoHatte ich vor ein paar Tagen von der Sinnhaftigkeit von Offline Events geschrieben, habe ich heute eine Karrieremesse der FH Südwestfalen in Soest besuchen dürfen. Der Karrieretag an sich versteht sich als Marktplatz, wo sich Angebot und Nachfrage des Arbeitsmarktes aufeinandertreffen.

Karrieretag Soest

Bernd Schlömer Piratenpartei DeutschlandDer Karrieretag in Soest soll die Marktteilnehmer des Arbeitsmarktes zusammenbringen. Um das interessanter zu gestalten (ich wage mal zu behaupten, dass Soest nicht das Epizentrum des HR ist), haben sich die Veranstalter rund um Professor Spörer einiges einfallen lassen: Neben den klassischen Bedingungen (Parkplätze, Ausstellungsfläche etc.), wurde Ehrengäste eingeladen und mit einer Podiumsdiskussion gestartet. Neben ein paar Lokalpolitikern war einer der Diskutanten Bernd Schlömer von der Piratenpartei in Deutschland. Mit einem solchen Rahmen lässt sich gut werben und tatsächlich war der Audimax in Soest gut gefüllt. nach der Auftaktveranstaltung begann die Veranstaltung im klassischen Sinne.

Offline- und Onlinewelt verknüpfen

Auch Bernd Schlömer bestätigte: Auch in einer digitalen Welt mit sozialen Netzwerken ist die tatsächliche, echte Kommunikation ein Gut, dass vermittelt werden muss. Hierbei kann man die sozialen Netze gut für seine Sache einspannen: Ein eigener Twitter Account Soest karrieretag PRunterstütze den Karrieretag, gerade auf LinkedIn wurde für die Sache geworben: Findet man hier gut Recruiter und andere Zielgruppen. Hierbei wurde nicht nur stumpf gepostet, sondern mit eigenen Aktionen (wie mit einem QR Code) Neugierde erzeugt und Interesse bei potenziellen Teilnehmern geweckt. Hierbei fand ich die Aussage von Professor Spörer interessant:

Meine Studenten erreiche ich immer weniger über Facebook, eher über Tumblr

Eine Aussage, die sich mit anderen Berichten deckt. Dass die User auf Facebook immer älter werden, ging zwar aktuell wieder durch die Netze, ist aber schon eher seit 2010 bekannt.

extro

Das Zusammenbringen von jungen Menschen und Unternehmen in Form eines Karrieretages ist nicht neu. Durch die Nutzung von modernen Medien kann man den Einsatz in das 21. Jahrhundert gut transformieren. Unter den Talaren, der Muff von 1.000 Jahren, gilt nicht zwingend.

Der Focus im Recruiting sollte nach wie vor der Mensch sein. Neue Trends, wie das Mobile Recruiting verschlafen die deutschen Unternehmen gerade, aber, man muss auch nicht alles mitmachen.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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Ich möchte nicht für alle sprechen, aber meine persönliche Erfahrung mit sozialen Netzwerken: Diese haben Grenzen. Ich habe noch nie einen Auftrag erhalten oder einen Freiberufler eingestellt auf Grund seines (ausschließlichen) Auftretens in sozialen Netzen oder in Gruppen / Foren. Kleine Gruppentreffen können hier die Kluft zwischen sozialen Netzen und der Realität überbrücken.

wie organisiert man so ein Event

Kulisse für unser aktuelles Event war zum dritten Mal Wien. Neben Schönbrunn liegt das Brandauers, dass immer wieder als Ort dienen muss. So ein Event ist sinnvoll, um Mitgliedern aus den Foren ein Gesicht zu geben.

Schönbrunn WienMan braucht gar nicht so viel Talent, um solche Events zu veranstalten.

Wen lade ich ein

Die grundlegende Frage ist: Wen lade ich ein? Hier sollte man nicht pauschal alles, was erreichbar ist, mit Einladungen zuzuspammen. Dieses bringt nach meiner Erfahrung nichts. Suchen Sie sich gezielt ein Thema und dazu die passenden Leute. Eine Gruppe ist hierbei die beste Grundlage. Auch ein Blick in die noch jungen Google+ Communities kann sinnvoll sein.

Google+, Xing oder LinkedIn?

Die Plattform ist letztendlich egal. Ich nutze alle drei parallel, wobei das oft auch sinnvoll ist: Die Überschneidungen der Netzwerke ist gar nicht so groß.

Mit „Gebühr“?

Von einem muss man ausgehen: Wenn man die Events kostenfrei organisiert, kann man davon ausgehen, dass maximal ein Drittel der zugesagten Personen kommen. Am Anfang hat das mich geärgert, mittlerweile ist das eine planbare Größe und damit kalkulierbar.

Man kann auch mit Gebühren oder Eintritt arbeiten. Allerdings empfinde ich das als „billig“. Lokale lassen sich oft auf die kostenfreie Bereitstellung ein, man muss halt etwas suchen. Mir ist das auf jeden Fall in Hamburg, Berlin, Wien und Hannover immer gelungen.

Logos und mehr

Nutzen Sie Ihre Marke, nicht die von den sozialen Netzwerken. Das hat zwei Gründe: Zum einen sollten Sie ja auf sich aufmerksam machen, zum anderen verbieten diese explizit die Verwendung Ihrer Marke (was ich aber auch nachvollziehen kann).

extro

Ich mag solche Termine: Lernt man doch die Menschen hinter den Foren kennen. Dieses hilft oft, die Menschen besser kennenzulernen. Ich schätze solche Möglichkeiten auf jeden Fall. Und wenn sie selber keine veranstalten wollen: Wenn es sich einrichten können, gehen Sie doch einfach mal hin!

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

….und keiner merkt es

Facebook LogoOkay, die Schlagzeile ist etwas hoch gegriffen. Trotz der Schwierigkeiten im Kontext der Messung von Zahlen beobachte ich ja verschiedene Dienste. Neben professionellen Diensten wie SocialBench oder Socialbakers gibt es auch noch den Dienst Alexa. Ich weiß, dieser ist in Punkto Genauigkeit nicht google-plus-logo-buttondie erste Wahl (wahrscheinlich auch nicht die Zweite), aber man bekommt Vergleichswerte über einen Zeitraum. Und der Dienst steht halt jedem zur Verfügung. Bei dem gestrigen Artikel über Domian, ist mir etwas aufgefallen, dass ich von allein gar nicht gemerkt hätte: Ich wollte ja nur zeigen, in wie weit Facebook Anteil am weltweiten Traffic hat und stellte fest, dass nach Pageviews Facebook Google überholt hat.

Die Zahlen

Während viele den Traffic von Pinterest verfolgen, habe ich mir aktuelle die Pageviews von Facebook und Google genauer angeschaut. Dabei ergaben sich im Dreimonatsvergleich folgende Werte:

Traffic Google FacebookAllerdings hat Google noch einen Trumpf im Ärmel: Das 2006 erworbene YouTube. Schaut man sich die Zahlen mit YouTube an, so ist das Verhältnis ein anderes:

Traffic Google Facebook YoutubeWas dabei interessant ist: Der Anteil von Google+ ist nach wie vor gering, auch wenn nach eigenen Bekunden über 500 Millionen Personen bei Google+ sein sollen. Ich selber bin ja seit Anfang an bei Google+ dabei, aber die hohen Nutzerzahl spiegeln nicht meine eigene Wahrnehmung wieder, die Alexa Zahlen da eher. Lustiges Detail am Rande: Im Zeitvergleich scheinen Facebook und Google Nutzung exakt antizyklisch zu sein:

Facebook Google Antizyklisch

So eine exakte Symmetrie lässt eher auf Messfehler, als auf Zufall hindeuten.

Strategie zählt

Bei Google+ habe ich eigentlich auf den Penetrationseffekt getippt. Das Wachstum von facebook scheint seit dem Börsengang eher dezenter zu verlaufen. Google und Facebook scheinen mittlerweile auf Augenhöhe zu sein. Was jetzt zählt, ist die Strategie: Facebook versucht mit dem Social Graph in die Kernkompetenz von Google einzudringen und durch die Social Jobs im Gebiet von LinkedIn zu wildern. Gleichzeitig wird die Monetarisierung mit dem Edgerank vorangetrieben. Google versucht es eher durch Penetration über die Handies:  Android kommt mittlerweile auf einen Marktanteil von 67% und bringt Google damit in die Haushalte. Facebooks Handypläne wiederum machen kaum noch von sich reden.

Extro

Ich muss selber sagen: Ich bin erstaunt. Hintergrund ist, dass selbst 1 Milliarde facebook Nutzer im Vergleich zu Google (also ohne Plus!) wenig erscheinen. Ich denke, der Titanenkampf wird auf Ausdauer und Innovation hinauslaufen. Ideen, wer das Rennen gewinnen mag, habe ich keine. Ihr?

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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LinkedIn Official LogoXing legt immer großen Wert darauf, dass es kein Klon von LinkedIn ist. Ich denke, im Bereich der Gruppen legt LinkedIn darauf auch großen Wert. Waren die Gruppen zu OpenBC Zeiten das Argument für das deutsche soziale Netzwerk, ist das Produkt kaum Logo Xingmerkbar gepflegt und die Moderatoren ohne technische Unterstützung allein gelassen worden. Hinzu kommt die Problematik, dass Xing verlangt, dass Moderatoren Mitglieder verwarnen, aber nicht die Möglichkeit zulassen, dass alle Ihre Gruppenmitglieder anschreiben können.

Ausgangslage

spam xing 2Heute Morgen sah es in meinem Forum mal wieder so aus, wie rechts abgebildet. Wie schon gesagt, nur in meiner Gruppe. Ich habe den irrealen Namen mal verpixelt, da sonst die nächste Abmahnung seitens Xing ansteht. Auch andere Mitglieder beschweren sich über den immer noch zunehmenden Spam. Hinzu kommt das Problem, dass man auf der Startseite nicht mehr erkennt, in welchem Forum der Artikel steht. Hier ist dumpfe Fleißarbeit angesagt, die kaum einen Mod Freude bringt.

Ich habe mal bei LinkedIn geschaut. Das Gruppenprodukt von Xing ist in die Jahre gekommen und Bedarf dringend Erneuerung. Hier sollte die Chance ergriffen werden, den Mods zeitgemäße Hilfe an die Hand zu geben, damit die Moderation der Gruppe nicht in administrative Fleißarbeit ausartet. Innerhalb der Geschäftszeiten von Xing kann man auf Hilfe hoffen, am Wochenende oder abends ist diese nicht zu erwarten. Aber mit etwas technischer Unterstützung könnte bräuchte man diese auch nicht.

Was kann man tun

Hier ein paar Anregungen von LinkedIn (allerdings sind sogar die neuen Google+ Communities besser ausgestattet als die Gruppen von Xing)

1. Mods können Ihre Mitglieder immer anschreiben

Nachricht an MitgliederMods können bei LinkedIn Ihre Mitglieder über die Gruppenverwaltung immer anschreiben. Dieses geht auch dann, wenn das Mitglied keine Nachrichten zulässt. Und das ist auch gut so, dass eine Kommunikation immer möglich ist. Auch muss der Mod keine Premiummitgliedschaft haben.

2. Einzelne Mitglieder moderieren

Moderation erforderlich Auch möchte man nicht unbedingt immer zur Keule greifen und ein Mitglied der Gruppe verweisen. Hier gibt es die Möglichkeit, einzelne Gruppenmitglieder auf „Moderation“ zu schalten: In diesem Fall wird ein neuer Beitrag eines Mitgliedes erst nur für den Mod sichtbar geschaltet. Wenn dieser den Beitrag freigibt, wird dieser im Forum für alle Gruppenmitglieder sichtbar. Ein guter Mittelweg, um jemanden zu zügeln, der etwas zu viel Werbung betreibt.

3. Flaggen

Tester 2 neuEine der wichtigsten Funktionen in der Gruppe ist das Flaggen. Hier kann ein Mitglied einen Beitrag als

  • Unangemessen
  • Werbung
  • Stellenanzeige

Melden. Der Mod bekommt dann einen Hinweis und kann reagieren. Wichtig: Durch die Meldung allein passiert noch nichts, sofern man es nicht anders eingestellt hat. Dieses wäre die zentrale Forderung für ein zeitgemäßes Gruppenprodukt.

4. Reiter für Werbung und Stellenanzeigen

Spam Prävention bei LinkedIn: Karten für Stellenanzeigen und Werbung aktivieren

Spam Prävention bei LinkedIn: Karten für Stellenanzeigen und Werbung aktivieren

Man kann in den LinkedIn Gruppen eigene Reiter für Werbung und für den Stellenmarkt aktivieren. Dieses hilft ungemein, um die Diskussionsforen sortenrein zu halten, ohne Mitglieder vergraulen zu müssen. Ich halte das für einen netten Zwischenweg. Neuerdings kann man sogar Stellenanzeigen von LinkedIn automatisch der Karte zuordnen lassen. Dieses funktioniert in Teilen auch ganz gut (zum Beispiel, wenn Recruiter ihre Stellenanzeigen im Stream teilen). Eine, wie ich finde, nette Ergänzung.

5. Crowdsourcing

Crowd SourcingDas Flaggen der Artikel kann man auch anderweitig nutzen. Der Fachbegriff lautet Crowdsourcing: Man kann als Moderator definieren, dass, wenn x Personen einen Beitrag als unangemessen melden, dieser automatisch gelöscht wird. Die Methode ist umstritten (wenn die Gruppenmitglieder wissen, wie viele man braucht, könnten diese sich gegen einen zusammenrotten), aber, die Bedenken sind typisch deutsch. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht und es funktioniert. Hier ist die Mitarbeit der Gruppenmitglieder gefragt, aber diese kommt mit der Zeit auch. Bis jetzt wurden auch nur wirkliche Spamfälle gemeldet.

6. Mitglied und Beiträge löschen

Blockieren und löschen 2Beim Entfernen von Mitgliedern gibt es drei Stufen:

1. Entfernen
2. Entfernen und Blockieren
3. Entfernen, Blockieren und löschen

Bei der dritten Möglichkeit werden alle Beiträge des Mitgliedes gelöscht, was im obigen Beispiel ein Traum wäre. Mir ist die Kritik an dieser Vorgehensweise bekannt, so dass man mit so einer Funktion vorsichtig umgehen sollte.

7. Blockieren

Blockieren und löschenBei LinkedIn kann man auch ehemalige Mitglieder blockieren: Es kommt immer wieder vor, dass Spammer sich Zutritt verschaffen, ihren Werbemüll abladen und dann wieder aus der Gruppe austreten. Hier kann man alle LinkedIn Mitglieder blockieren, die mindestens einen Beitrag im Forum hatten.

8. Anzeige von neuen Mitgliedern

Tester 1 neuWenn sich jemand in einem Forum anmeldet, so wird angezeigt, wenn dieser keine Kontakte hat oder neues Mitglied bei LinkedIn. Darüber kann man viele Spammer erkennen.

9. Moderation von Mitgliedern

Mitglieder neu in GruppeMan kann auch definieren, dass Mitglieder die entweder neu bei LinkedIn oder neu in der Gruppe sind, moderiert werden. Die Beiträge von diesen werden nicht direkt nach Erstellung im Forum angezeigt, sondern müssen von einem Moderator freigeschaltet werden. Hierbei kann man definieren, für wie viele Tage ein Mitglied als neu gilt. Hier kann man einen Tag eingeben: Durch die Begrenzung der Anzahl der Gruppen eines Mitglieds sind die Spammer oft darauf angewiesen, sofort Ihre Werbung abzukippen. Gelingt das nicht per sofort, sind diese schon wieder weg.

ModerationskonzeptWeiterhin kann man bei LinkedIn kann auch definieren, was die Mitglieder dürfen. Dass fängt frei an bei „Jeder darf alles posten“ und endet bei „Alles muss moderiert werden„. Hierbei gibt es verschiedene Abstufungen. So kann man nur Stellenanzeigen moderieren lassen, nur Werbung oder neue Diskussionsstränge. Der Moderator hat hier die freie Wahl, wie er in seinem Forum umgehen möchte. Allerdings: Wirklich harte Einschnitte stelle ich mir nur für riesige Gruppen als sinnvoll vor, ich selber habe davon keinen Gebrauch gemacht. Aber man könnte ja.

10. Gruppenregeln prominent darstellen

Gruppenregeln

Gruppenregeln

Ein CoC (Code of Conduct) kann sinnvoll sein. Sinnvoll ist es aber auch, dass die Gruppenmitglieder die Regeln erkennen. Bei LinkedIn kann man diese Regeln definieren. Hat man dieses getan, so wird zentral an obiger Stelle der entsprechende Link dauerhaft angezeigt. Die Gruppenregeln sind damit den Nutzern immer präsent und schnell erreichbar. Der beste CoC nutzt nichts, wenn er versteckt ist in irgendwelchen Unterforen, und nur gefunden wird, wenn man explizit danach sucht.

extro

Nach meiner persönlichen Wahrnehmung wird es höchste Zeit, dass etwas passiert. Die Gruppen sind in vielen Fällen schon extrem Werbe- und Recruiterlastig, inhaltliche Diskussionen werden immer seltener. Den Moderatoren könnte man durch ein zeitgemäßes Gruppensystem sehr helfen. In vielen Fällen ist aber auch schon Resignation zu spüren, was ich schade finde, da vor einigen Jahren die Gruppen einen klaren Mehrwert boten.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß

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Ist es wirklich schon ein Jahr her, dass ich meinen sehr subjektiven Rückblick auf das Jahr 2011 erstellte? Ich endete mit den Worten, dass es 2012 auch spannend werden würde, und das wurde es auch.

was passierte

Linkedin über 200 MillionenDurch meinen Blog kümmere ich viel um das amerikanische Netzwerk LinkedIn. Dieses hat zum Jahresende über 200 Millionen Mitglieder. Was passierte noch im selben Kontext? Schauen wir nch mal zurück, was im Jahr 2012 so alles passierte. Vieles davon ist wahrscheinlich noch bekannt.

Januar

Im Januar war der im Nachhinein niedliche Shitstorm der IngDiBa. Dieser war in so fern erstaunlich, dass er sich in einen Anti Shitstorm wandelte. Was man auch hier wieder sehen konnte: Ein gesunder Shitstorm hat noch keinem Unternehmen geschadet.

Logo PinterestIm Januar stiegen auch die Einladungen für Pinterest stark an. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Online Foto Pinnwand Dienst nahezu unbekannt, hatte seitdem aber einen enormen Anstieg verzeichnet.

Mittlerweile hat sich der Dienst etabliert und rangiert bei Alexa auf Platz 36 und auch in Deutschland immerhin noch auf Platz 75 der meistbesuchtesten Webseiten der Welt.

Februar

Der Februar startete mit der Veröffentlichung des Prospektes für den anstehenden Börsengang von Facebook. Zu diesem Zeitpunkt war die Welt noch rosa und die begleitenden Banken waren von einem Börsenwert von 100 Milliarden Dollar überzeugt – ein Wert, den ich irgendwie nicht nachvollziehen konnte. In der Schweiz konnte sich LinkedIn deutlich von Xing absetzen.

Ein eher lustiges Highlight war ein misslungener Tweet und seine Geschichte der EVAG.

März

Im März war dann der BranchOut Boom. Kurzfristig war der amerikanische Karriereappanbieter in aller Munde und die Zugriffszahlen explodierten.

Gleichzeitig widmete ich mich auch wieder dem Thema, wann die Beratung um Social Media erwachsen wird. Mein etwas älterer Artikel hierzu stellte sich im Branchenschmunzler des Jahres 2012 in der DIN SPEC 91253 unter Beweis. Zur allgemeinen Erheiterung nach wie vor gut geeignet.

April

Im April hat Google+ seine Optik stark überarbeitet. Der Boom von BranchOut ging weiter und veranlasste mich dazu, mal etwas Aufklärungsarbeit zu leisten, dass es sich hierbei nicht nur um eine App handelt. Ansonsten war der April eher von Detailverbesserungen geprägt, wie die iPad Version von LinkedIn.

Mai

Im Mai verlaibt sich LinkedIn den Präsentationsspezialisten Slidesshares ein. Ich versuchte über Sinn und Nutzen der Anwendungen zu schreiben, die sich mittlerweile erledigt haben. Die Api gibt es aber noch. Xing gab bekannt, einen neuen CEO zu bekommen, Herrn Vollmöller.

Juni

Der Juni 2012 begann äußerst turbulent: Gehackte Passwörter, Schufa & facebook und mehr ließen kurzfristig an der Sinnhaftigkeit an Social Media zweifeln. Noch mehr Wochen wie die erste Juniwoche hätte mein Blog nicht überstanden. Aber auch solche turbulente Zeiten gehen herum.

Eine sinnvolle Erweiterung war von LinkedIn die Möglichkeit, nun Unternehmensnachrichten zu targeten.

Juli

Im Juli, traditionell Sommerloch, ging LinkedIn mit einer neuen Optik an den Start. Vorher hatte ich noch eine Liste für Herrn Vollmöller erstellt, was Xing so alles zu tun hat.

August

Silp Logo

Im August kam dann der nächste Recruitinganbieter: SILP. Erstaunlich war dabei, dass selbst der bis dahin abgeklungende Boom von Branchout noch getoppt wurde und in unter 2 Wochen eine Million Nutzer aktiviert werden konnten. In einem Kommentar zu Facebook setzte ich mich damit auseinander, ob ein Unternehmen gut oder böse sein kann. Ein Klassiker war die nunmehr dritte Auflage des Vergleiches von Xing- und LinkedIn Profilen bei DAX Unternehmen.

September

Der September war eher ein langweiliger Monat: Neue iPad Version bei LinkedIn, bing integriert Facebook Bilder. Der Monat wäre völlig unspektakulär geworden, wenn sich nicht Bettina Wulff mit Google angelegt hätte. Allerdings spielte wohl das „zufällig“ zu diesem Termin erscheinende Buch da mit herein.

Oktober

Am spannendsten am Oktober war die Emanzipation von BranchOut. Wer bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht glauben wollte, dass es sich hierbei nicht nur um eine App handelt, wurde jetzt davon überzeugt.

November

Wieder zurück zu LinkedIn. Mit mittlerweile über 3 Millionen Mitgliedern in der DACH Region zeigt LinkedIn, dass es nicht nur Konzerne kann. Ansonsten wurde es im November interessanter, dass @ Zeichen wurde als Marke geschützt. Ein interessanter Schritt war, dass Facebook nun eine Jobbörse startete, wenn auch etwas buggy und nur von Drittanbietern mit Jobangeboten gespeist. Die Anzahl der Jobpostings ist seitdem von 1,7 auf 1,9 Millionen gestiegen, allerdings denkt Facebook nach wie vor, dass Germany in Pennsylvania liegt….

Dezember

Der spannendste Monat war nahezu der Dezember. Er begann mit dem Relaunch von So.Cl. Nahezu zeitgleich habe ich noch mal verglichen, wo Personen am ehsten deutschen Konzernen folgen, Facebook, LinkedIn oder Xing. Das größte Echo im Social Media Dschungel erzeugte die Veröffentlichung von Google+ Communities.

was wird?

Wer Prognosen im Social Media Umfeld macht, muss über ein gesundes Selbstbewusstsein verfügen. Ich bleibe bei der Aussage wie 2011 – es wird spannend bleiben. Noch scheint sich nichts zu verfestigen und alles bleibt in Bewegung. Allerdings eine gute Grundlage, darüber zu bloggen …. was auch Unternehmungen zusehends machen sollten….

Immer aktuell bleiben: G+

Intro

google-plus-logo-buttonLetzte Woche war es soweit: Google+, das (noch) mit dem Ruf einer Geisterstadt kämpft, hat endlich seine Gruppen herausgebracht. Bei Google+ nennen sich diese „Google+ Communities“. Am ersten Tag wurde jeder, der sich mehr oder weniger aktiv mit Google+ beschäftigt, mit Gruppen (bzw. Community) Einladungen regelrecht geflutet. Wie sieht das Konzept aus?

Anlegen – einfach wie nie!

Wenn man bei Google+ eine Gruppe anlegen möchte, so findet sich auf der Seite Communities ein Button „Erstellen“. Die prominente Platzierung lädt gerade dazu ein, nicht nur in Gruppen zu stöbern, sondern eine eigene anzulegen:

Google+ Gruppe anlegenGoogle+ Gruppe anlegenWenn man sich an den Button heranwagt, so muss man sich einen Namen ausdenken, entscheiden, ob die Gruppe öffentlich oder geschlossen sein soll und ist danach…fertig!

Google+ Community erstellen

Google+ Community erstellen

Als Gründer von ein paar Gruppen habe ich noch nicht gesehen, dass es so anwenderfreundlich gestaltet werden kann. Man kann dann ein Logo hochladen, entscheiden, ob man Mitglieder zulassen will oder ob die Mitglieder automatisch in die Gruppe gelassen werden. Einen Beschreibungstext ist auch sinnvoll, damit die Gruppe über die Suche gefunden werden kann.

Viele Funktionen, die man aus Gruppen kennt, gibt es auch beim Start der Google+ Communities. Auch Gruppenevents kann man anlegen und ein Feature ist von besonderem Interesse: Man kann in der Gruppe HangOuts durchführen, also Videokonferenzen über das Google+ Netzwerk. Ansonsten wurde das Styling dem normalen Google+ Auftritt angepasst

Gute Chancen?

Die Gruppen haben ein paar Reize. Bei Google+ lief bis jetzt das gesamte Netzwerkleben in der Timeline statt. Gute Suchmöglichkeiten (von denen andere soziale Netzwerke träumen), die Unterstützung von Hashtags und Mentioning machten eine Sachdiskussion nicht nur mit bekannten Personen möglich.

Den Gruppen (oder Communities) gebe ich gute Chancen: Zum einen ist die Einfachheit gut gelöst. Zum anderen bietet Google+ viele Möglichkeiten über  öffentliche Nachrichten Personen, insbesondere Meinungsführer zu seinem Terrain, auf sich aufmerksam zu machen. Hier bietet Google+ viel Potenzial.

Die Gruppen sind nun eine Woche alt. Wer behauptet, Google+ wäre zu nerdlastig, dem sei gesagt: Die bis jetzt größte Gruppe, die ich nach einer Woche gesehen habe mit 14.000 Mitgliedern (wie schon gesagt, nach einer Woche!), ist eine Gruppe zu Star Wars……

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