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LinkedIn Official LogoLinkedIn tut einiges, um seine Mitglieder vor Spam zu bewahren und damit die Mitglieder sich quasi einigeln können. Vieles ist dabei durchaus sinnvoll. Dass die Amerikaner aber manchmal zu sehr auf die mathematischen Grundlagen vertrauen, hat die Problematik der SWAM Automation gezeigt: Wenn jemand aus einer Gruppe fliegt, so muss er in allen anderen moderiert werden.

Aktuell werden scheinbar verstärkt LinkedIn Mitglieder temporär generell gesperrt:

Mein LinkedIn Konto wurde eingeschränkt – was nun?

Scheinbar ist bei LinkedIn das Scoringsystem zur Bewertung der Mitglieder überarbeitet worden. Es tauchen vermehrt Kunden auf, die folgende Meldung beim Versuch, sich bei LinkedIn einzuloggen, auf ihrem Bildschirm vorfinden “Ihr LinkedIn Konto wurde vorübergehend eingeschränkt”

Ihr LinkedIn Konto wurde vorübergehend eingeschränktOder, wer die englischsprachige Oberfläche benutzt: “Your LinkedIn Account has been temporarily restricted“. Wer sein Konto dringend braucht, ist auf Hilfe angewiesen. Im englischsprachigen Raum findet sich hier einiges, hier weniger, da ist man auf die Originalhilfe von LinkedIn angewiesen.

LinkedIn Konto Einschränkung selbst aufheben

Die Krux an der Sache ist, dass man von dort aus den LinkedIn Kundendienst erreicht, dieses jedoch mit Zeit verbunden ist. Was so direkt nicht sichtbar ist, man kann in einigen Fällen, vor allem, wenn das zum ersten mal Auftritt, selber bereinigen.

Dazu muss man die LinkedIn Seite finden, wo man erneut bestätigt, in Zukunft nichts “Falsches” zu tun. Diese Seite findet Ihr hier.

Ihr Konto wurde eingeschränkt, da eine große Anzahl der von Ihnen in Ihr Netzwerk eingeladenen LinkedIn Mitglieder angegeben haben, dass sie Sie nicht kennen. Die Nutzung von LinkedIn unterliegt unserer Nutzervereinbarung gegen die Sie verstoßen haben. Ein Beispiel des Verstoßes wäre die Missachtung von Abschnitt 11, LinkedIn Verhaltensregeln.

Kundendienst kontaktieren

Wenn das nicht funktioniert, dann hilft nur den Kundendienst anzuschreiben…. und zu warten. In der Regel dauert es ein paar Tage, bis sich das Sicherheitsteam direkt mit Ihnen in Verbindung setzt. Wie man das beschleunigt, kann ich leider auch nicht sagen.

Etwas unschön: man soll den Ticketverlauf in der Hilfe verfolgen können – kann aber genau darauf nicht mehr zugreifen.

Warum wurde mein LinkedIn Konto eingeschränkt?

Es gibt mehrere Gründe, die zu einer Einschränkung führen konnten. Dieses sind zum Beispiel:

  1. Zu viele Profile besucht
  2. Mindestens drei Leute haben auf eine Einladung mit “Kenne ich nicht” reagiert
  3. Unprofessionelles Foto (Keine Person)
  4. Namensfeld missbraucht (Zum Beispiel: “Stephan LAD MICH EIN 1.500 KONTAKTE Koß”)
  5. Zu oft gemeldet (bei zum Beispiel Gruppendiskussionen).
  6. Wenn Sie direkt als Spam gemeldet werden (Wobei ich meine, dass nur eine Spam Meldung nicht ausreicht)

Wenn Nummer drei oder vier in Frage kommen, sollten Sie sofort versuchen, die Situation zu bereinigen.

Die neue “Blocken” Funktion wird sicherlich auch darein spielen.

Extro

Auf der einen Seite, gut zu wissen, dass hier was unternommen wird. Auf der anderen Seite: Wer betroffen ist, mag das auch nicht als Trost empfinden. Auch “zu aktive” Konten sollen betroffen sein. Allerdings ist das nur ein Gerücht aus dem angelsächsischen Bereich.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;


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LinkedIn Official LogoDas letzte Facelift hatten die LinkedIn Gruppen 2011. Jetzt sind diese überarbeitet worden. Allerdings hat sich inhaltlich relativ wenig geändert, es ist eher eine Anpassung an die übliche, mittlerweile auch handyfreundlichere Gestaltung der LinkedIn Oberfläche, die seit Mitte 2012 in alle Bereiche eingeführt wird.

so sieht es aus

Als erstes fällt die Gruppenübersichtsseite auf. Waren vorher Listeneinträge, so sind die Gruppen nun blockweise in Dreieranordnung gelistet:

Gruppenübersicht neu
Rechts befindet sich der “Gruppe gründen” Knopf, ähnlich prominent, wie früher. Auch der Kopfbereich der Gruppe ist neu. So ist eine Titelzeile mit einer Grafik vorhanden:

Gruppenseite obenDurch das kleine “i” kommt man auf die Einstellungen. Zusätzlich sind hier die Einstellungen zu finden, die vorher in der Navigationsleiste der Gruppe unter mehr zu finden waren, das Gruppenprofil, die Gruppenregeln und die Gruppenstatistik (die übrigens nach wie vor öffentlich ist. Einfach die ID der Gruppe merken und man kann sich die Statistik einer beliebigen Gruppe anschauen). Vorher gab es außerdem eine kleine Box für die Auswahl des Managers. Diese sind jetzt als Art Slideshow bei der Titelgrafik mit eingebunden:

Managerauswahl
Der Bereich der Gruppenvorschläge ist dabei nach ganz unten gewandert.

was muss ich als Moderator beachten

Eigentlich “muss” ich als Moderator gar nichts tun. Ich kann höchstens, zum Beispiel eine Headergrafik einbinden. Dieses geht über die Gruppeneinstellungen:

Gruppenbild obenTipp: Denken Sie daran, nach dem Hochladen der Grafik nach unten zu scrollen und “Änderungen speichern” zu drücken. Ich selber habe das mehrfach vergessen. Die Grafik sollte im JPG Format sein und mindestens 646 x 200 Pixel haben (Größere kann man zuschneiden).

Die “Gruppenregeln” sind auch nicht mehr so prominent oben platziert wie vorher. Daher sollte der Moderator, wenn er eine “Begrüßungsmail” versendet, vielleicht darauf hinweisen. Für alle, die keine Begrüßungsmail eingerichtet haben, vielleicht eine Überlegung wert.

Etwas suchen musste ich bei dem Punkt “Beitrag verschieben”. War dieses vorher unter dem Beitrag direkt als Link verknüpft, so ist dieser Punkt unter einem Klappmenü nun verborgen:

Gruppe Beitrag verschieben

extro

Große Veränderungen gab es eigentlich nicht, es handelt sich bei der Überarbeitung eher um ein Facelift, die die Optik der Gruppen dem restlichen Layout näher bringen. Im Grunde sind die Gruppen die Alten geblieben, eine gute Möglichkeit, sich über ein Thema auszutauschen.Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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LinkedIn Official LogoImmer wieder kommen Diskussionen auf, wo das aktivere Gruppenleben stattfindet. Da gibt es zwei Lager und alle schwören auf Ihre Gruppen. Das Problem: Der Eindruck kann nur subjektiv sein, da man ja limitiert ist sowohl in der Zeit, die man in Gruppen verbringen kann, als auch in den Obergrenzen. So kann man nur in 100 Gruppen Mitglied sein. Deutschsprachige Gruppen gibt es auf LinkedIn 6.765, auf XING sogar 43.197. Generell habe ich den Eindruck, dass die Aktivität in den letzten Jahren nachgelassen hat. Da ich nun auf beiden Plattformen eine Gruppe zum gleichen Thema führe (“Projektmanagement“) habe ich einfach ein Experiment durchgeführt: Eine Umfrage zu einem fachspezifischen Thema bei Auslobung von xing logoGewinnen im Gesamtwert von jeweils 1.500 € pro Gruppe (Ganz lieben Dank an Frau Kraus von der GPM, die das mit ermöglicht hat). Von Interesse war für mich, ob die Ergebnisse sich unterscheiden, oder das Gesetz der großen Zahl zuschlägt. Dass das Experiment nur sehr eingeschränkt repräsentativen Charakter hat, ist mir bewusst.

Ergebnisse

Die Frage lautete in beiden Foren: Wie viel Puffer planen Sie ein. Die Antworten hatte ich in fünf Gruppen geclustert:

  • 0
  • 0 – 5 %
  • 5 – 10 %
  • 10 -20 %
  • > 20 %

Das zentrale Ergebnis

Was die meisten interessieren wird, ist, wie die Einschätzung in beiden Gruppen erfolgte:

Geplanter Projektpuffer (LinkedIn vs. XING)

Während die Verteilung bei den Prozentangaben nahezu identisch ist, fällt auf, dass der Anteil der Projektmanager, die Puffer generell ablehnen, bei XING  viermal größer ist, als bei LinkedIn.

Ich selber führe es darauf zurück, dass bei XING mehr Freiberufler und bei LinkedIn mehr Mitarbeiter von Konzernen sind. Zweite Gruppe ist angepasst an die Organisationsstruktur, während freiberufliche Projektleiter sich eher an Standards halten. Aber das ist eine persönliche Interpretation.

Unterschiede zwischen LinkedIn und XING

Aber mich interessierte auch: Gibt es messbare Unterschiede zwischen der Aktivität auf LinkedIn und XING. Der nominale Rücklauf auf meine Newsletter und Teilnahme an der Umfrage stellte sich wie folgt dar:

Geplanter projektpuffer Anzahl Teilnehmer LinkedIn vs. XING

Hier muss man die Relationen beachten: Während bei XING 46.494 Teilnehmer den Newsletter erhalten hatten, lag die Anzahl bei LinkedIn nur bei 9.432. Wenn man hier die Beziehung herstellt (“Response”), so sieht das Ergebnis wie folgt aus:

Geplanter Projektpuffer Prozentual Teilnehmer LinkedIn vs. XING

Hier muss man XING allerdings zu Gute halten, dass die schiere Größe des Forums auch Recruiter, Vertriebler und andere fachfremde Personen anzieht, die an einer sachbezogenen Umfrage kein Interesse haben. Wäre meine LinkedIn Gruppe genauso groß, wäre der Anteil wahrscheinlich merkbar geringer.

Übrigens: Der Anteil der weiblichen Teilnehmer zeigte keinen signifikanten Unterschied:

Geplanter Projektpuffer prozentuale Teilnahme weiblicher Mitglieder LinkedIn vs. XING

Den Unterschied von 12,5 % zu 13,4 % kann man vernachlässigen, wie ich finde.

Extro

Ich weiß, Repräsentativität sieht anders aus (Es sei denn, man würde explizit nach Social Media affine Projektmanager fragen, da würde es gut aussehen). Trotzdem fand ich den Vergleich mal ganz interessant.

Ach ja, auch ein Ergebnis: Bei LinkedIn erhielt ich mehr Rügen für die unpräzise Frageformulierung… aber das wollte ich eigentlich gar nicht wissen und messen.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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LinkedIn Official LogoEs ist zwar Samstag, aber in den Foren bei LinkedIn, allen voran dem LinkedIn Gruppen Forum, wird gerade über SWAM diskutiert. SWAM steht für “Site Wide Auto Moderation” und ist die neuste Waffe von LinkedIn gegen Spam in Foren: Wenn jemand in irgendeiner Gruppe geblockt wurde, so werden dessen Beiträge in allen Foren zur Moderation vorgelegt.

Wie es funktioniert

Die Moderatoren von LinkedIn Gruppen haben die Möglichkeit, nicht nur jemanden zu entfernen und dessen Beiträge zu löschen, sondern auch jemanden zu blocken. Neu ist, dass die Daten von LinkedIn verwendet werden, um geblockte Personen zur Moderation vorzulegen: Wenn jemand in einer Gruppe geblockt wurde, so kann er in keiner Gruppe mehr posten, da er dort moderiert werden muss. Dass sieht dann so aus:

LinkedIn zur Moderation eingereichter Artikel

Jeder Beitrag in irgendeiner Gruppe wird nun nicht direkt online gestellt, sondern muss von einem Moderator dieser Gruppe freigeschaltet wird.

Man kann dem nur entgehen, wenn man den Moderator anschreibt und um ein “deblocken” bittet. Einen Anspruch darauf hat man nicht, man ist darauf angewiesen, dass sich dieser auf Grund der neuen Entwicklung rund um SWAM sich dazu durchringt.

Gut gemeint ist gut gemacht?

Diese Automation ist von seitens LinkedIn sicherlich gut gemeint. Aus meiner Sicht fehlen einige konzeptionelle Überlegungen:

  • Niemand weiß, wann er von wem geblockt wurde. Daher kann man nicht nachvollziehen, an wen man sich wenden muss, um “deblockt” zu werden. LinkedIn selber schreibt, “Please know that LinkedIn cannot provide a list of groups where you were blocked.”, wobei “cannot” sicherlich mit “want to” zu ersetzen ist.
  • Man muss beim blockenden Moderator um das deblocken bitten, ein Unterfangen, was sicherlich nicht immer funktionieren wird.
  • Die Gründe des Blockens sind heterogen: Ein kleiner Verstoß in einer Gruppe führt zum Blocken, so dass man in anderen Gruppen, wo ein Beitrag akzeptabel wäre, moderiert wird. Im Moment also obacht, vor allem mit der “Mitteilen” Funktion aus der Timeline.
  • Im Endergebnis bekommt der Moderator überproportional Macht: So kann dieser einen bestrafen, ohne dass dieser die Möglichkeit hat, sich zu wehren oder an eine Instanz zu wenden.

Die neue Funktion stößt auf etlichen Widerstand. So gibt es etliche Blogbeiträge sowohl aus dem amerikanischen Umfeld, als auch international (wie hier aus Holland). Schon sehen einige das Ende der Gruppen und machen ihrer Enttäuschung über die Produktentwicklung Luft.

Extro

Ich schließe mich dem Tenor an: Diese Funktion ist im Moment etwas unglücklich. Sie könnte als Grundlage von Crowdsourcing dienen (bspw.: Wenn jemand in drei oder mehr Gruppen geblockt wurde, so wird das seinen Grund haben). So haben die Moderatoren mehr Arbeit und die Betroffenen wissen noch niemals, was sie verbrochen haben. Ich hoffe, hier wird noch nachjustiert.
Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;


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LinkedIn Official LogoHeute erhielt ich eine Mail von einem jungen LinkedIn Mitglied, der seine Timeline etwas nervend empfand. Grund waren die amerikanischen Persönlichkeiten, die in seiner Timeline waren. Es gibt aber auch andere Zeitgenossen, die einen, gelinde gesagt, nerven. Also wie gehe ich damit um?

Was soll ich tun, wenn Beiträge nerven

Vorab: Kümmern Sie sich um die Hygiene Ihrer Timeline. Ansonsten kommen Sie später nicht mehr dagegen an. Hierbei sollten Sie sich Gedanken machen, wie die Timeline generell aussehen soll und was enthalten sein muss. Machen Sie sich auch Gedanken, wie oft Sie bei LinkedIn vorbeischauen.

Wenn jetzt jemand nervt, kann es fünf Szenarien geben: Den ersten Ansatz werden wohl die meisten wählen…. einfach nicht beachten. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten:

Wem folgen - Ablauf LinkedIn
Wenn nun jemand nervt (also: dauerhaft), sollten Sie reagieren. Folgende Möglichkeiten gibt es:

  1. Es handelt sich um einen Kontakt: Die brachiale Lösung: Kontakt entfernen
  2. Oft wollen Sie den Kontakt gar nicht entfernen: Hier hilft ausblenden
  3. Manchmal sind auch Gruppenkollegen dabei. Wie kann ich diese entfolgen?
  4. Die letzte Möglichkeit: Man kann auch Persönlichkeiten folgen. Dieses schlägt LinkedIn auch vor. Diese können natürlich auch entfolgt werden.

Umgang mit Kontakten

Bei Kontakten können Sie die Timeline auf zwei Arten bereinigen: Entweder Kontakt lösen und entfernen oder die entsprechende Person aus den Updates ausblenden (ignorieren).

Wie entferne ich einen Kontakt

Das entfernen eines Kontaktes ist bei LinkedIn etwas tricky: Gehen Sie oben über die Menüleiste zu “Kontakte”. Dann sehen Sie rechts oben klein einen Button “Kontakte entfernen”. Hierüber können Sie Kontakte löschen.

Kontakt bei LinkedIn entfernen

Wie ignoriere ich einen Kontakt

Wenn es nicht so brachial sein soll, so können Sie auch einen bestimmten Kontakt aus der Timeline ausblenden:

Updates von Kontakten ausblenden

Oben rechts von dem Beitrag findet sich ein “Ausblenden”. Hier können Sie einen Kontakt aus Ihrer Timeline entfernen.

Unter den Updates findet sich eine Liste. Hier ist ein Menüeintrag “Ausgeblendet (n)”, wo Sie sich einen Überblick verschaffen können, wen Sie ausgeblendet haben.

Ausgeblendete Kontakte

Umgang mit Nicht-Kontakten

Bei Nicht-Kontakten könnten die Personen aus dem asynchronen Folgen entstammen. Dieses sind entweder (exemplarisch) Personen aus Gruppen, oder Persönlichkeiten, denen Sie gefolgt sind.

Wie entfolge ich jemanden aus den Gruppen

Wenn Sie immer wieder Updates von Personen haben, die zum Beispiel in einer Gruppe sind, aber nicht Ihr Kontakt, so kann es sein, dass Sie diesen folgen. Dieses passiert bei LinkedIn manchmal schnell, ohne dass man es merkt. Wenn dem so ist, können Sie diese Person auch schnell entfolgen. Hierzu gehen Sie auf eine Gruppendiskussion mit der Person:

Nicht mehr folgen

Der Satz unter dem Profilbild “Nicht mehr folgen” dient zum Entfolgen der Person

Wie entfolge ich einer Persönlichkeit

LinkedIn bietet auch die Möglichkeit, Persönlichkeiten direkt zu folgen. Wollen Sie dieses nicht mehr, so schauen Sie auf den Link bei Kontakten: “Folgen”

Menü Persönlichkeiten entfolgen

Hier sehen Sie, wem Sie folgen. Der kleine, graue Link darunter dient zum entfolgen. Gemeinerweise lautet er “Folgen” und man verknüpft damit nicht die Funktionalität des Entfolgens.

Persönlichkeiten entfolgen

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß


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Tweet GruppenaktivitätGestern hatte ich einen Dialog über Twitter, der mir zu denken gab. Ich bin selber Moderator von ein paar Gruppen auf LinkedIn und Xing, und die Entwicklung sehe ich ähnlich. Bereits vor zwei Jahren stellte ich fest: Ist die Timeline das Ende der Gruppe?

Gruppenaktivitäten lassen nach….

Und tatsächlich: Standen vor ein paar Jahren noch Fachdiskussionen im Vordergrund, so sind die Gruppen heute oftmals ein Hort der Recruiter oder werden in einem hohen Umfang zugespammt. Die Folge ist häufig schwindendes Interesse bei den Gruppenmitgliedern. Als Moderator den Einsatz durch konstante Vorarbeit zu erhöhen, möchte ich (persönlich) nicht. Reicht die nachlassende Aktivität für einen Totengesang auf die Gruppe als Medium?

….und wo ist das Problem?

Wenn ich die Gruppenaktivitäten zwischen 2006 und heute vergleiche, hat sich eine Menge getan. Allerdings stellt sich die Frage, ob man die hyperaktiven Zeiten 2006/2007 wieder zurückwünscht? Wenn man die damalige Aktivitäten genauer anschaut, war das auch nicht immer fachlich. Bei fachlichen Diskussionen ergeben sich zwei Probleme:

  1. Die Zeit: Nicht jeder hat immer Zeit, an den Diskussionen teilzunehmen und
  2. die Inhalte: Gerade in Fachgruppen kann man nicht alles diskutieren. 95% aller Probleme im Arbeitsalltag haben entweder mit Personen oder mit der Organisationsstruktur zu tun. Das kann (und darf) man nicht öffentlich diskutieren. Die Öffentlichkeit ist der Metaebene vorbehalten.

Und da hat man nicht immer und überall was mitzuteilen. Ich finde das gar nicht schlecht. Gerade Diskussionen in Bezug auf Politik oder gerade Religion haben aus meiner Sicht kaum was in Gruppen zu suchen: Oftmals eskalieren diese Diskussionen und bieten wenig Mehrwert.

Statt dessen sollte man die Gruppe als das betrachten was es ist: Ein Medium, wo sich Personen mit dem gleichen Ort, den gleichen Bezug, den gleichen Hobby oder Beruf treffen. Nicht mehr oder weniger.

Extro

Ja, ich finde auch, die Gruppenaktivitäten haben nachgelassen. Aber die Gruppe ist nach wie vor der Ort, um mit Unbeteiligten zu diskutieren und Gleichgesinnte zu finden. Von daher hat die Gruppe auch in Zukunft ihre Existenzberechtigung.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß

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LinkedIn Official LogoHeute erreichte mich eine Mail von einem Gruppenmitglied: Sein Beitrag wäre auf der Karte für Werbung verschoben worden, was könne er tun? Was ist das überhaupt? Hierzu ein bisschen Aufklärung.

Wie funktioniert das?

Bei den Foren (oder besser Gruppen) von LinkedIn gibt es eigene Karten für Stellenanzeigen und Werbung. Ich halte dieses für sehr nützlich, da man so den Bereich der Diskussion sortenrein halten kann. Wie gelangen nun Beiträge auf die Werbekarte? Der einfachste Weg wäre, dass dort jemand direkt etwas publiziert. Aber es gibt noch andere Wege:

Verschobene WerbungDie anderen Wege wären:

  1. LinkedIn hat diesen aus einem Algorithmus heraus verschoben
  2. Ein Mitglied hat einen Diskussionsbeitrag als Werbung deklariert und dieser Artikel wurde auf Grund dessen verschoben
  3. Der Moderator hat es verschoben

Was genau dazu geführt hat, kann nur der Moderator erkennen. Generell gilt: Sowohl die Werbekarte an sich als auch einer der  Wege muss in den Foreneinstellungen aktiviert sein. Von alleine passiert das nicht. Um die Wege zu verstehen, ein Blick in die Administrationseinstellungen einer LinkedIn Gruppe:

Verschobene Werbung Administration

  1. Die Werbekarte ist aktiviert
  2. Nur der Moderator kann verschieben (mit Haken). Ist kein Haken gesetzt, so kann jeder, der einen Diskussionsbeitrag als Werbung markiert, verschieben
  3. LinkedIn verschiebt auch per Algorithmus automatisch.

Letzteres habe ich aktiviert, da es eigentlich recht gut funktioniert. Die Mail heute war das erste mal, seitdem die Funktion aktiviert ist, dass jemand sich beschwert hat. Und das ist seit immerhin 8 Monaten der Fall.

Werbebeiträge?

Wenn jemand einen Beitrag veröffentlicht, der bei wenig Text mehr als einen Link enthält, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Beitrag automatisch verschoben wird. Der Einstellende erhält dann folgende Nachricht:

Es sieht so aus, als ob Sie einen Werbebeitrag veröffentlicht haben … Bitte veröffentlichen Sie diesen in Zukunft hier unter dem Register “Werbung”. Mehr erfahren

In diesem Fall kann sich der Einstellende an den Moderator wenden: Dieser kann einen Beitrag auch immer wieder zurückschieben.

Extro

Die Funktionen zur Spamreduktion sind recht umfangreich. Auch werden nicht alle Mods die Funktionen überhaupt bemerkt haben. Wenn Sie betroffen sind: Wenden Sie sich an den Mod, der sollte im Regelfall helfen können.
Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß

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Ich möchte nicht für alle sprechen, aber meine persönliche Erfahrung mit sozialen Netzwerken: Diese haben Grenzen. Ich habe noch nie einen Auftrag erhalten oder einen Freiberufler eingestellt auf Grund seines (ausschließlichen) Auftretens in sozialen Netzen oder in Gruppen / Foren. Kleine Gruppentreffen können hier die Kluft zwischen sozialen Netzen und der Realität überbrücken.

wie organisiert man so ein Event

Kulisse für unser aktuelles Event war zum dritten Mal Wien. Neben Schönbrunn liegt das Brandauers, dass immer wieder als Ort dienen muss. So ein Event ist sinnvoll, um Mitgliedern aus den Foren ein Gesicht zu geben.

Schönbrunn WienMan braucht gar nicht so viel Talent, um solche Events zu veranstalten.

Wen lade ich ein

Die grundlegende Frage ist: Wen lade ich ein? Hier sollte man nicht pauschal alles, was erreichbar ist, mit Einladungen zuzuspammen. Dieses bringt nach meiner Erfahrung nichts. Suchen Sie sich gezielt ein Thema und dazu die passenden Leute. Eine Gruppe ist hierbei die beste Grundlage. Auch ein Blick in die noch jungen Google+ Communities kann sinnvoll sein.

Google+, Xing oder LinkedIn?

Die Plattform ist letztendlich egal. Ich nutze alle drei parallel, wobei das oft auch sinnvoll ist: Die Überschneidungen der Netzwerke ist gar nicht so groß.

Mit “Gebühr”?

Von einem muss man ausgehen: Wenn man die Events kostenfrei organisiert, kann man davon ausgehen, dass maximal ein Drittel der zugesagten Personen kommen. Am Anfang hat das mich geärgert, mittlerweile ist das eine planbare Größe und damit kalkulierbar.

Man kann auch mit Gebühren oder Eintritt arbeiten. Allerdings empfinde ich das als “billig”. Lokale lassen sich oft auf die kostenfreie Bereitstellung ein, man muss halt etwas suchen. Mir ist das auf jeden Fall in Hamburg, Berlin, Wien und Hannover immer gelungen.

Logos und mehr

Nutzen Sie Ihre Marke, nicht die von den sozialen Netzwerken. Das hat zwei Gründe: Zum einen sollten Sie ja auf sich aufmerksam machen, zum anderen verbieten diese explizit die Verwendung Ihrer Marke (was ich aber auch nachvollziehen kann).

extro

Ich mag solche Termine: Lernt man doch die Menschen hinter den Foren kennen. Dieses hilft oft, die Menschen besser kennenzulernen. Ich schätze solche Möglichkeiten auf jeden Fall. Und wenn sie selber keine veranstalten wollen: Wenn es sich einrichten können, gehen Sie doch einfach mal hin!

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;


intro

LinkedIn Official LogoXing legt immer großen Wert darauf, dass es kein Klon von LinkedIn ist. Ich denke, im Bereich der Gruppen legt LinkedIn darauf auch großen Wert. Waren die Gruppen zu OpenBC Zeiten das Argument für das deutsche soziale Netzwerk, ist das Produkt kaum Logo Xingmerkbar gepflegt und die Moderatoren ohne technische Unterstützung allein gelassen worden. Hinzu kommt die Problematik, dass Xing verlangt, dass Moderatoren Mitglieder verwarnen, aber nicht die Möglichkeit zulassen, dass alle Ihre Gruppenmitglieder anschreiben können.

Ausgangslage

spam xing 2Heute Morgen sah es in meinem Forum mal wieder so aus, wie rechts abgebildet. Wie schon gesagt, nur in meiner Gruppe. Ich habe den irrealen Namen mal verpixelt, da sonst die nächste Abmahnung seitens Xing ansteht. Auch andere Mitglieder beschweren sich über den immer noch zunehmenden Spam. Hinzu kommt das Problem, dass man auf der Startseite nicht mehr erkennt, in welchem Forum der Artikel steht. Hier ist dumpfe Fleißarbeit angesagt, die kaum einen Mod Freude bringt.

Ich habe mal bei LinkedIn geschaut. Das Gruppenprodukt von Xing ist in die Jahre gekommen und Bedarf dringend Erneuerung. Hier sollte die Chance ergriffen werden, den Mods zeitgemäße Hilfe an die Hand zu geben, damit die Moderation der Gruppe nicht in administrative Fleißarbeit ausartet. Innerhalb der Geschäftszeiten von Xing kann man auf Hilfe hoffen, am Wochenende oder abends ist diese nicht zu erwarten. Aber mit etwas technischer Unterstützung könnte bräuchte man diese auch nicht.

Was kann man tun

Hier ein paar Anregungen von LinkedIn (allerdings sind sogar die neuen Google+ Communities besser ausgestattet als die Gruppen von Xing)

1. Mods können Ihre Mitglieder immer anschreiben

Nachricht an MitgliederMods können bei LinkedIn Ihre Mitglieder über die Gruppenverwaltung immer anschreiben. Dieses geht auch dann, wenn das Mitglied keine Nachrichten zulässt. Und das ist auch gut so, dass eine Kommunikation immer möglich ist. Auch muss der Mod keine Premiummitgliedschaft haben.

2. Einzelne Mitglieder moderieren

Moderation erforderlich Auch möchte man nicht unbedingt immer zur Keule greifen und ein Mitglied der Gruppe verweisen. Hier gibt es die Möglichkeit, einzelne Gruppenmitglieder auf “Moderation” zu schalten: In diesem Fall wird ein neuer Beitrag eines Mitgliedes erst nur für den Mod sichtbar geschaltet. Wenn dieser den Beitrag freigibt, wird dieser im Forum für alle Gruppenmitglieder sichtbar. Ein guter Mittelweg, um jemanden zu zügeln, der etwas zu viel Werbung betreibt.

3. Flaggen

Tester 2 neuEine der wichtigsten Funktionen in der Gruppe ist das Flaggen. Hier kann ein Mitglied einen Beitrag als

  • Unangemessen
  • Werbung
  • Stellenanzeige

Melden. Der Mod bekommt dann einen Hinweis und kann reagieren. Wichtig: Durch die Meldung allein passiert noch nichts, sofern man es nicht anders eingestellt hat. Dieses wäre die zentrale Forderung für ein zeitgemäßes Gruppenprodukt.

4. Reiter für Werbung und Stellenanzeigen

Spam Prävention bei LinkedIn: Karten für Stellenanzeigen und Werbung aktivieren

Spam Prävention bei LinkedIn: Karten für Stellenanzeigen und Werbung aktivieren

Man kann in den LinkedIn Gruppen eigene Reiter für Werbung und für den Stellenmarkt aktivieren. Dieses hilft ungemein, um die Diskussionsforen sortenrein zu halten, ohne Mitglieder vergraulen zu müssen. Ich halte das für einen netten Zwischenweg. Neuerdings kann man sogar Stellenanzeigen von LinkedIn automatisch der Karte zuordnen lassen. Dieses funktioniert in Teilen auch ganz gut (zum Beispiel, wenn Recruiter ihre Stellenanzeigen im Stream teilen). Eine, wie ich finde, nette Ergänzung.

5. Crowdsourcing

Crowd SourcingDas Flaggen der Artikel kann man auch anderweitig nutzen. Der Fachbegriff lautet Crowdsourcing: Man kann als Moderator definieren, dass, wenn x Personen einen Beitrag als unangemessen melden, dieser automatisch gelöscht wird. Die Methode ist umstritten (wenn die Gruppenmitglieder wissen, wie viele man braucht, könnten diese sich gegen einen zusammenrotten), aber, die Bedenken sind typisch deutsch. Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht und es funktioniert. Hier ist die Mitarbeit der Gruppenmitglieder gefragt, aber diese kommt mit der Zeit auch. Bis jetzt wurden auch nur wirkliche Spamfälle gemeldet.

6. Mitglied und Beiträge löschen

Blockieren und löschen 2Beim Entfernen von Mitgliedern gibt es drei Stufen:

1. Entfernen
2. Entfernen und Blockieren
3. Entfernen, Blockieren und löschen

Bei der dritten Möglichkeit werden alle Beiträge des Mitgliedes gelöscht, was im obigen Beispiel ein Traum wäre. Mir ist die Kritik an dieser Vorgehensweise bekannt, so dass man mit so einer Funktion vorsichtig umgehen sollte.

7. Blockieren

Blockieren und löschenBei LinkedIn kann man auch ehemalige Mitglieder blockieren: Es kommt immer wieder vor, dass Spammer sich Zutritt verschaffen, ihren Werbemüll abladen und dann wieder aus der Gruppe austreten. Hier kann man alle LinkedIn Mitglieder blockieren, die mindestens einen Beitrag im Forum hatten.

8. Anzeige von neuen Mitgliedern

Tester 1 neuWenn sich jemand in einem Forum anmeldet, so wird angezeigt, wenn dieser keine Kontakte hat oder neues Mitglied bei LinkedIn. Darüber kann man viele Spammer erkennen.

9. Moderation von Mitgliedern

Mitglieder neu in GruppeMan kann auch definieren, dass Mitglieder die entweder neu bei LinkedIn oder neu in der Gruppe sind, moderiert werden. Die Beiträge von diesen werden nicht direkt nach Erstellung im Forum angezeigt, sondern müssen von einem Moderator freigeschaltet werden. Hierbei kann man definieren, für wie viele Tage ein Mitglied als neu gilt. Hier kann man einen Tag eingeben: Durch die Begrenzung der Anzahl der Gruppen eines Mitglieds sind die Spammer oft darauf angewiesen, sofort Ihre Werbung abzukippen. Gelingt das nicht per sofort, sind diese schon wieder weg.

ModerationskonzeptWeiterhin kann man bei LinkedIn kann auch definieren, was die Mitglieder dürfen. Dass fängt frei an bei “Jeder darf alles posten” und endet bei “Alles muss moderiert werden“. Hierbei gibt es verschiedene Abstufungen. So kann man nur Stellenanzeigen moderieren lassen, nur Werbung oder neue Diskussionsstränge. Der Moderator hat hier die freie Wahl, wie er in seinem Forum umgehen möchte. Allerdings: Wirklich harte Einschnitte stelle ich mir nur für riesige Gruppen als sinnvoll vor, ich selber habe davon keinen Gebrauch gemacht. Aber man könnte ja.

10. Gruppenregeln prominent darstellen

Gruppenregeln

Gruppenregeln

Ein CoC (Code of Conduct) kann sinnvoll sein. Sinnvoll ist es aber auch, dass die Gruppenmitglieder die Regeln erkennen. Bei LinkedIn kann man diese Regeln definieren. Hat man dieses getan, so wird zentral an obiger Stelle der entsprechende Link dauerhaft angezeigt. Die Gruppenregeln sind damit den Nutzern immer präsent und schnell erreichbar. Der beste CoC nutzt nichts, wenn er versteckt ist in irgendwelchen Unterforen, und nur gefunden wird, wenn man explizit danach sucht.

extro

Nach meiner persönlichen Wahrnehmung wird es höchste Zeit, dass etwas passiert. Die Gruppen sind in vielen Fällen schon extrem Werbe- und Recruiterlastig, inhaltliche Diskussionen werden immer seltener. Den Moderatoren könnte man durch ein zeitgemäßes Gruppensystem sehr helfen. In vielen Fällen ist aber auch schon Resignation zu spüren, was ich schade finde, da vor einigen Jahren die Gruppen einen klaren Mehrwert boten.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß

Intro

Heute mal wieder ein richtiges spannendes Thema (wahrscheinlich noch spannender als Rechnungen von LinkedIn steuerlich geltend zu machen): Das Arbeitszeitgesetz und die Probleme, die aktive Community Manager bekommen können. Zu diesem Thema bin ich gekommen, da ich auf Google+ einen sehr aktiven Sprecher folge. Und hin- und wieder hat man das Gefühl, dass dieser wirklich durchgängig online ist.

Community Manager Huges Free

Arbeitszeitgesetz (ArbZG)

Das Arbeitszeitgesetz besteht in seiner Form seit nahezu 20 Jahren. In den 90ern wurde allerdings die Ausgestaltung eines Arbeitsplatzes im Jahr 2012 nicht beachtet: Dass der Arbeitsplatz mit einem 5 Zoll Display in die Hosen- (bzw. Hand-)tasche passt. Elemente hieraus sind

  • Nach der Grundregelung darf die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden. (§ 3 ArbZG)
  • Die Arbeitnehmer müssen nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit eine ununterbrochene Ruhezeit von mindestens elf Stunden haben (§ 5 ArbZG)
  • Betroffen sind alle, die keine leitenden Angestellten sind

Die Rahmenbedingungen sind ja den meisten bekannt. Was viele nicht wissen, ist, wie rigide mit Verstößen umgegangen wird. So sind Strafen bis 15.000 € für Verstöße vorgesehen und werden auch tatsächlich verhängt. Ein weiteres Problem besteht mit den Berufsgenossenschaften und einem Arbeitsunfall, wenn ein Arbeitszeitverstoß nachgewiesen wird.

….ja und?

Wieso komme ich nun darauf im Zusammenhang mit Community Management? Die Sache ist relativ einfach: Viele Community Manager dokumentieren Arbeitszeitverstöße öffentlich! Der schnelle Blick abends in sein Forum, wo sich die Hitzköpfe gerade die Rübe einschlagen (meistens wegen Nichtigkeiten) und ein kurzes Statement, bei der Sache zu bleiben, ist eine Unterbrechung der Ruhezeit. Und diese wird unterschiedlich dokumentiert.

Nicht jedes Forum ist gleichgefährdet

Der Unterschied liegt in den Foren, wie ein Kommentar dokumentiert wird. Die amerikanischen Anbieter (Facebook, LinkedIn, Pinterest aber auch der neue Dienst So.Cl) “verwischen” die Zeitangaben (vor 1h, vor 1 Tag, vor einer Woche etc.), so dass ein Verstoß online dokumentiert werden muss. DIeses ist unrealistisch.

Es gibt auch Communities, die aber relativ einfach, die einen Zeitstempel in einem Kommentar oder unter einem Artikel abspeichern. Hier sind die bekanntesten Twitter und das deutsche Netzwerk Xing. Hier kann man noch nach Monaten oder Jahren minutiös die Erstellung eines Kommentars nachvollziehen, und so unter Umständen einen Verstoß gegen das Arbeitszeitgesetz.

Wie gehe ich als Unternehmer damit um?

Als Unternehmer, insbesondere als Konzern, muss ich das Wohlergehen meiner Angestellten ernst nehmen. Wenn Angestellte öffentlich Arbeitszeitverstöße kann dieses mindestens teuer werden. Hierbei meine ich nicht nur den (nicht zu hoffenden) Arbeitsunfalles: Auch ein Mitbewerber kann sich diese Dokumentationen zu Nutze machen, um mein Unternehmen bei der Genossenschaft zu diskreditieren oder sogar Abmahnungen darauf aufsetzen.

Legen Sie sich eine Strategie zurecht: Wer tritt wann öffentlich auf. Foren, die mit Zeitstempel arbeiten, sind außerhalb der regulären Arbeitszeiten tabu, alle anderen nur im Krisenfall zu bearbeiten. Aber geben Sie Ihren Mitarbeitern auch Ansprechpartner zur Hand, die sie im entsprechenden Fall informieren können.

Immer aktuell bleiben: G+

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