Fachgruppen bei LinkedIn zum Recruiting nutzen

•Januar 25, 2012 • Hinterlasse einen Kommentar

LinkedIn LogoBei LinkedIn hat man die Möglichkeit, Stellenanzeigen aufzugeben. Das ist praktisch und für ca. 70 $ auch recht günstig. Eine Anzeige bei Monsters oder in klassischen Printmedien sind erheblich teuerer, unter 3.000 € ist da nicht viel zu wollen. Ich selber schätze (und nutze) dieses auch, da Möglichkeiten des Social Media Monitorings mit an die Hand gegeben werden: Wie viele haben die Anzeige über welchen Weg gefunden, wann waren die Peaks etc. Dieses hatte ich auch schon mal anderer Stelle berichtet.

Ein anderer Weg ist, die Fachgruppen zu nutzen. Dieses hat den großen Vorteil, dass es nichts kostet und jedes Basismitglied kann das nutzen. Wenn man regelmäßig viel zu posten hat, kann das sinnvoll sein, auch um seinen Markennamen im Recruiting zu penetrieren (vor allem interessant für die Intermediäre).

Es gibt zwei Wege, dieses zu posten:

  1. Der elegante Weg
  2. Der effektive Weg

Der elegante Weg

Viele Foren bieten die Möglichkeit, Stellenanzeigen in einem gesonderten Reiter anzuzeigen. Dieses ist dann eine „Stellendiskussion“. Hier kann man seine Anzeige bequem platzieren:

Stellenangebot in Gruppe

Der Weg ist schnell erklärt:

Suchen Sie sich für ihre Anzeige eine passende Gruppe. Wichtig ist der Bezug (Thema oder regional), auch empfiehlt es sich, dass die Anzeige der Sprache der Gruppe entspricht:

  1. Nachdem der Reiter „Stellenmarkt finden sie ein Pluszeichen mit dem Begriff „Stellendiskussion“
  2. Danach beginnen Sie die Anzeige, mit der Überschrift
  3. Unter Details kann mehr angegeben werden
  4. Hier kann man einen Link zu einer Stellenanzeige einfügen

Ganz klarer Vorteil: Viele Mitglieder haben für die Foren Zusammenfassungen über EMail bestellt. Hier werden die Stellenanzeigen gesondert ausgewiesen und können so schnell tausende erreichen.

Nachteil: Dieses muss man in jedem Forum einzeln vornehmen, daher gibt es als zweite Möglichkeit:

Der effektive Weg

Man kann seine Updates auf dem Profil (oder dem Unternehmensprofil) weiter verteilen. So sind die Gruppen direkt erreichbar:

Stellenangebot in Gruppe

Die Vorgehensweise ist recht ähnlich:

  1. Das Stellenangebot als Update einstellen
  2. Besser: Das Stellenangebot  im Unternehmensprofil publizieren
  3. nach der Veröffentlichung das Feld „Mitteilen“ wählen
  4. Die zweite Checkbox gibt die Möglichkeit, das direkt an die Gruppen 8in denen man Mitglied ist!) zu versenden. Hier kann man bis zu 50 Gruppen eintragen.

Wie immer ist „effektiv“ die Vorstufe zu Spam. Daher: Nicht unüberlegt weiterleiten, sondern an Gruppen, die fachlich, regional und / oder sprachlich zur Anzeige passen. Ansonsten könnte der Moderator die Konsequenzen ziehen.

Xing ist kein LinkedIn Klon – und?

•Januar 23, 2012 • 1 Kommentar


Alle Jahre wieder wird darüber diskutiert, was zuerst da war, Henne oder Ei, Xing oder LinkedIn. Lars Hinrichs, damaliger Gründer von OpenBC, beteuerte immer wieder, dass dieses kein Copy Cat sei.

Aktuell teilte sich Michael Otto, ehemaliger CTO von Xing auf Google+ mit: Hier erzählt er aus seiner Sicht, wie OpenBC damals aufgebaut wurde. Hier setzt auch Basicthinking auf.

Unter anderem berichtet er:

Lars erzählte, er hätte eine grandiose Idee für eine Business-Community. Lars war monatelang mit dieser Idee „schwanger“ gewesen, davor hatte er mit Plaxo herumgespielt, aber irgendwie war Plaxo nicht das gewesen, was Lars wirklich haben wollte. Also beschrieb er uns, wie das Netzwerk funktionieren sollte. Lars schwebte von Anfang an eine Community vor, was XING – im Gegensatz zu Linkedin – auch bis heute ist.

Ich stimme Michael Otto zu, dass so kein Clone erstellt wird. Aber um die Historie zu vergleichen, hier ein paar Stammdaten:

Synopse Business Netzwerke

Wobei dazu zu sagen ist, dass LinkedIn erst gegen Ende 2002 erreichbar war und am Anfang nur über Einladungen genutzt werden konnte (allerdings ein Umstand, der nach ungefähr 1.300 Mitglieder geändert wurde).

LinkedIn setzte damals auf ryze auf, einem Businessnetzwerk in den USA. Aus diesem Umstand macht auch einer der Mitgründer von LinkedIn, Konstantin Guericke, auch keinen Hehl. Lars Hinrichs war auch 2003 dort in den Foren aktiv unterwegs.

Innovation?

Aber waren alle soziale Netzwerke wirklich solche starke Innovationen? Wurde die Wirtschaft in so strukturellem Maße verändert, dass diese nicht mehr funktionieren würde? Ich glaube nicht. Dieses stellt aber eine wirtschaftliche Innovation im Sinne Schumpeters nach der Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung dar.

So beeinflusst eine Innovation

  • Produktion eines neuen Gutes oder einer neuen Qualität eines Gutes,
  • Einführung einer neuen Produktionsmethode,
  • Erschließung eines neuen Absatzmarktes,
  • Eroberung neuer Bezugsquellen von Rohstoffen oder Halbfabrikaten,
  • Neuorganisation der Marktposition, z.B. Schaffung oder Durchbrechung eines Monopols.

Weder durch Xing, noch durch LinkedIn oder ryze wird etwas neu produziert. Es vereinfacht den Zugriff auf den Arbeitsmarkt und ermöglicht, seine durch die Dunbarzahl begrenzte Möglichkeiten des sozialen Umfeldes synthetisch zu erweitern. Dass taten vor 10 Jahren Filofaxes auch. Die sozialen Netzwerke sind damit entweder wahlweise ein Werkzeug oder ein neuer Kanal.

Differenzierung nicht durch Innovation

Der Markt für soziale Netzwerke ist mittlerweile tendenziell gesättigt. Unterschieden wird nicht über Alleinstellungsmerkmale, sondern durch Differenzierungsstrategien bezüglich Zielgruppen, Preisgestaltung und, am Rande, Features.

Und hier belebt Konkurrenz das Geschäft, ob durch zufällige Parallelentwicklungen oder durch Copy Cats ist letztendlich egal. Und Copy Cats sind per se nichts schlechtes.

Welchen Kontakt nehme ich auf LinkedIn an?

•Januar 23, 2012 • Hinterlasse einen Kommentar


Mittlerweile ist auf LinkedIn ein ganz besonderer Tross auch in Deutschland angekommen: Die „Kontaktjäger“,  “Kontaktspammer“ oder „Kontaktsammler“. Zumindest habe ich das Gefühl, dass ich selber seit ein paar Monaten verstärkt Anfragen von dieser Gattung Nutzer erhalte.

Was ist ein Kontaktspammer

Eine eindeutige Definition habe ich nicht gefunden, zumindest hat es der Begriff noch nicht in die Wikipedia geschafft. Für mich sind diese Nutzer diejenigen, die wild Kontakte sammeln. Mehrere Tausend sind hier keine Seltenheit und manche treffen sich auch in eigenen Gruppen, die nur diesen Zweck dienen.

Was motiviert Kontaktjäger?

Diese Klientel kann man nach meiner Meinung in drei Gruppen einteilen:

  1. Der Narzistische
  2. Der Poweruser
  3. Der Geschäftsmann

Die erste Gruppe ist am sympathischsten. Diese wollen einfach viele Kontakte der Kontakte wegen…. „ich x – tausend!“. Wahrscheinlich ist das dann die Vorstufe zum Porsche, ist ein Account in einem sozialen Netzwerk erheblich günstiger.

Die zweite Gruppe ist schon aufdringlicher. Im Bestenfall wollen diese nur per Statusmeldung sich in Erinnerung rufen. Aufdringlichere Zeitgenossen nutzen die Basis der Kontaktdaten, um mit unbestellten Newslettern zu nerven. Ob dieses legal ist, möchte ich nicht beurteilen, empfehlenswert ist es aus meiner Sicht nicht, und da scheine ich auch nicht allein zu sein.

Die dritte Kategorie ist sicherlich in der Minderheit, bringt aber dieses Klientel in den Verruf: Diese handeln mit Adressdaten oder bieten auch Ihre Verteiler ganz offen im Internet gegen Gebühr an.

Xing als Firewall

LinkedIn selber versucht, dieses Treiben in Grenzen zu halten. So kann man auf den Profilen nur 500+ sehen, und auch das Kontakten wird mit ein paar Mausklicken so erschwert, dass es kaum maschinelle Lösungen gibt.

Anders sieht es beim deutschen Pendanten aus Hamburg aus: Nicht nur, dass im Moment die Nutzerzahlen noch höher sind, auch gibt es am Markt Lösungen zum maschinellen Kontaksammeln. Das bekannteste Tool, das aus Suchanfragen Kontaktanfragen automatisiert erstellt und verwaltet, ist seit mehr als anderthalb Jahren am Markt. Xing selber scheint das zumindest zu tolerieren.

Somit sind die „Kontaktjäger“ aus beiden Gründen eher auf Xing als auf LinkedIn aktiv – scheinbar bis jetzt.

Was tun?

Eine eindeutige Grenze kann man nicht ziehen. Wenn aber jemand nur mit der Begründung, man sei „befreundet“ auf LinkedIn eine Kontaktanfrage stellt, sollte man sich überlegen, ob man diesen annimmt. Im Regelfall öffnet man ja damit auch seine Kontaktdaten.

Einen Überblick über das Kontaktmanagement hatte ich bereits letztes Jahr hier gegeben.

Die wichtigsten Quintessenz als Schaubild:

Kontaktannahme

Wenn jemand einen ohne Begründung kontaktet, sollte man sich nicht scheuen, diesen abzulehnen. Kennt man diesen nicht, ist der Button „Ich kenne XY nicht“ durchaus empfehlenswert. Der Mechanismus ist relativ einfach: Wenn jemand mehrfach „Ich kennen XY nicht“ erhalten hat, so sinkt sein Score so weit, dass dieser irgendwann nur noch per Eingabe der Mailadresse kontakten darf.

Wo Unternehmensprofil erstellen LinkedIn, Facebook, Google+ ?

•Januar 15, 2012 • 2 Kommentare


Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich im Web 2.0 zu engagieren. Für ein Unternehmen bieten sich die Präsenzen auf verschiedenen Plattformen an, allen voran die Firmenseiten und Unternehmensprofile auf LinkedIn und Google+ oder eine Fanpage auf Facebook.

Wie eine erstellt wird, habe ich für LinkedIn und Google+ erklärt, für Facebook gibt es andere, zu empfehlende Literatur.

Wenn man noch keine Unternehmenspräsenzen besitzt, sollte man von vorne anfangen:

Die Strategie

Am Anfang sollte man sich eine Strategie überlegen. Das klingt nach hochtrabenden Folien von Unternehmensberatern, gemeint sind schlicht weg die Fragen

  • Was will ich erreichen?
  • Wen will ich erreichen?
  • Wie will ich die Zielgruppe erreichen?

Dieses sollte mit dem bisherigen Firmenprofil korrespondieren: Wer keine Strategie hat, dem wird Social Media nicht helfen können. Wer aber eine Strategie der Firmenentwicklung besitzt, sollte den Einsatz der bisherigen anpassen (und nicht umgekehrt).

Die Mittel

Es gibt verschiedene Präsenzen. Wer noch keine hat oder pflegt, sollte sich (so fern es mit seinen Zielgruppen harmoniert) an die Marktführer halten:

Facebook

Facebook ist in Bereich der sozialen Netzwerke sicherlich der Marktführer. Gerade im B2C Bereich Ist Facebook erste Wahl. Wer seine Marke weiter präsent zeigen möchte, hat hier die größte Reichweite.

Aber es ist analog der Bild Zeitung: Reichweite ist nicht alles. Für komplexe Unternehmensinformationen oder Produkterklärungen ist Facebook nicht so gut. Selbst wenn Unternehmenslenker oder Fachkräfte sich auf Facebook befinden, heißt das nicht, dass sie an dieser Stelle bereit sind, sich mit komplexen Sachverhalten auseinanderzusetzen.

Die Masse auf Facebook birgt die größten Chancen in der Reichweite, aber auch Risiken und Arbeit. Der aktuelle „Mini“-Shitstorm der Ing DiBa zeigt, dass eine permanente Betreuung (im Sinne 24/7) notwendig ist.

Auch muss man sich damit auseinandersetzen, ob Aktivitäten (im Sinne des Diskurses mit „Nutzern“) mir einen Mehrwert stiften. Habe ich eine Konsumermarke, dann am ehsten ja. Mal karikierend: Verkaufe ich Atomkraftwerke, wird der Diskurs wahrscheinlich mir wenig bringen.

Auf Grund der Komplexität, die in der Reichweite liegen, sollte bei Implementierung einer Fanpage am ehesten externe Hilfe genutzt werden. Chancen und Risiken liegen wie immer dicht beieinander.

Google+

Noch relativ frisch ist Google mit seinem Netz um Google+.  Zwar ist in der Bruttoreichweite Google+ noch nicht so weit, jedoch bietet Google+ einen ganz anderen Nutzen: Die Integration bei Google selber, also die Suche.

google-plus-logo-buttonUm seine Reichweite also insgesamt zu erhöhen, läuft Google+ alle anderen sozialen Netzwerken den Rang ab. Mittlerweile gibt es auch schon etliche Literatur und Blogs, wie man SEO mit Google+ betreibt. Ein schöner Artikel, der hierzu Grundlagen bietet, stammt von Falk Hedemann von t3n. Auf jeden Fall sollte man sich zu Beginn an Gedanken machen, ob ein Unternehmensprofil bei Google+ nicht den originären Internetauftritt unterstützen könnte.

Dadurch, dass man in seinem Newsstream die Kommentare deaktiviert, kann man bei mangelnden Ressourcen auch die Aktivitäten in Grenzen halten. Wie man eine Präsenz erst mal erstellt, habe ich hier erklärt.

LinkedIn

Um komplexe Produkte darzustellen oder auch sein Unternehmen im Rahmen des Employer Branding darzustellen, ist LinkedIn mit weltweit über 149 Millionen Mitgliedern noch eine Beachtung wert.

Besondere Beachtung sollte die „Empfehlung“ erhalten. Hier handelt es sich nicht um ein einfaches like, sondern Personen schreiben eine Empfehlung. Diese wird dann individuell eingeblendet, wenn ein Kontakt (oder Kontakt zweiten Grades) ein Produkt empfohlen hat. Ein schönes Beispiel ist bei Volkswagen Indien zu sehen.

Der eigentliche Nutzen ist in der Hilfe bei der Suche nach Ansprechpartnern: Man bekommt je Unternehmen sein Kontakte zu sehen und die Kontakte zweiten Grades.

Ein schönes Goodie ist die Möglichkeit, seine Unternehmenspräsenz zu monitoren. Nach dem Grundgedanken von Norton / Kaplan, dass, was Du nicht messen auch nicht lenken kannst, wird hier direkt einiges mitgeliefert:

Unternehmensprofil Analysen

Unternehmensprofil Analysen

Muss es nur eines sein?

Man muss sich gerade zu Beginn nicht zu einer Lösung entscheiden. Kosten entstehen bei allen drei nicht direkt bei den Anbietern, sondern durch die Pflege und die dadurch gebundene Humanressourcen.

Man kann die Profile einheitlich bilden, man kann aber auch Aufgaben focussiert arbeiten: Facebook, um die Massen zu erreichen, LinkedIn für das Employer Branding und Google+ zur Unterstützung der eigenen Auftritte oder auch perfekt zur Penetration eines eigenen Blogs.

Ich habe nur die wichtigsten Möglichkeiten aufgezählt. Erwähnung sollte Twitter gehören, was ich nicht gesondert aufgeführt habe, da man über spezielle Kanäle verschiedene Personenkreise erreichen kann.

Synopse Unternehmensprofile

Synopse Unternehmensprofile

Wenn noch keine Erfahrungen vorhanden sind, würde ich zu Google+ und LinkedIn raten, Facebook erst, wenn Erfahrungen gesammelt worden sind.

Ein gesunder Shitstorm hat noch niemanden geschadet – zum IngDiBa Spot

•Januar 10, 2012 • 2 Kommentare


Gerade habe ich vorgestern über das Thema Aktivität und Interaktion mit Nutzern unter „Social Media – Ist Aktivität alles?“ gebloggt.

Die IngDiBa hat nun einen aktuellen Werbespot im Fernsehen, wie immer mit Dirk Nowitzki. In diesem Spot betritt er eine Metzgerei, die augenscheinlich die seiner Kindheit sein soll (Obwohl sie in Berlin, statt in Würzburg steht) und bekommt (der Stein des Anstoßes der vegetarischen Community) eine Scheibe Wurst, kommentiert von Dirk Nowitzki selber mit „damit Du groß und stark wirst“:

An sich eine Werbung im klassischen Sinne: Ein Bild der Kindheit der Zielgruppe soll Sympathien wecken und alles wirkt hygienisch sauber und rein.

Nun versuchten einige, hier einen Shitstorm zu entfachen und es entbrannte hitzige Diskussionen über Fleichkonsum. Diese hatten teilweise geschmacklose Vergleiche, oftmals waren es aber nur Postings wie dieser:Ing DiBa Shitstorm

Nun wurde ich unter anderem von Romy Mlinzk darüber aufgeklärt, dass es sich noch um keinen Shitstorm handelt, sondern um ein Sturm im Wasserglas. Von der Dimension gebe ich Romy auch recht, der weitere Verlauf ist allerdings spannend.
Einige Blogger nahmen sich des Themas an. Eine besonders sympathische Analyse hatte ich zu diesem Thema von Frank Patzig gelesen. Er attestiert der Ing DiBa einen eigentlich guten Umgang mit der Thematik. So wurde schnell ein Reiter eingeblendet, der auf die aktuelle Diskussion hinwies:
Ing Diba Hausordnung
Der Hinweis von Frank Patzig war sinnvoll, keine neuen Diskussionen mehr zuzulassen. Dieses tat die Ing DiBa aber nicht und was folgte, muss ein Schmunzeln hervorrufen. Es mehrten sich die Sypathiebekundungen. Neben sinnentleerten „Ich brauch jetzt ein Schnitzel“ – Postings waren viele zu sehen wie folgender:
IngDiBa Like
Und davon gab es einige. Mittlerweile griff erst Horizont das Thema auf und auch der Stern.
Die Fanzahlen sind seitdem in die Höhe geschnellt. Mittlerweile kommt die Ing DiBa auf 3.100. Vorgestern waren es noch knapp über 2.000. Und da man ohne Fan zu werden direkt kommentieren kann, könnte man davon ausgehen, dass es sich um solidarische Fans zum größten Teil sind, Leute, die auch bleiben könnten.
Eine der besten Reaktionen der Ing DiBa in diesem Zusammenhang: Mitten in der Diskussion wiesen sie auf ihre aktuellen Stellenangebote hin….
Ing DiBa Stellenanzeigen
Diese Gelassenheit ist wirklich sehenswert.
Ich bleibe bei meiner Meinung: Ein gesunder Shitstorm hat noch keiner Unternehmung geschadet….. und der Nowitzki Spot hat die besten Chancen, im Januar zur Creation des Monats gewählt zu werden.

Social Media – Ist Aktivität alles?

•Januar 8, 2012 • 4 Kommentare


Der Bereich des Social Media ist eine eigene Subwelt geworden. Was immer wieder auffällt ist, dass Aktivität und Interaktion an allererster Stelle genannt wird. Hieraus ergeben sich verschiedene Verfahren, wie das gemessen wird. Der bekannteste dürfte der Social Media Dienst Klout sein, wo man dann in Kurven seine Reichweite vermittelt bekommt:

Klout Score

So kann man seine Reichweite messen und, zugegeben eine gute Seite der Services, mit den Mitbewerbern in Bezug bringen. Was der Score ansonsten bringt, ich weiß es nicht.

Die mangelnde Messbarkeit hat aber auch andere Früchte getragen, so wird in „Buzz“ gemessen, die „Unique Likers“ und Anzahl Followers. Alles gut und schön, aber in den Projekten, in denen ich tätig war, wurde in Euro gemessen und nichts anderes.

Kanäle messen

Diejenigen, die von Ihrem Vertriebskanal direkt auf die Quelle des Interessenten schließen können, haben es hier einfach. Besonders bei Downloads oder wo die Möglichkeit existiert, eine „Facebook Edition“ aufzulegen, haben es die Unternehmen einfach.

Aber der Mehrwert der Social Media Aktivitäten geht ja darüber hinaus: Initiativbewerbungen oder allgemein die Reputation wären an vorderster Front zu nennen. Diese lassen sich aber schlecht bis gar nicht messen.

Social Media nicht unterbewerten…..

Daher wird, gerade in Deutschland, Social Media bei vielen nicht beachtet. Hier liegt der Grundsatz der Unternehmungen zu Grunde, dass, was man nicht messen kann, auch nicht von Interesse sei.

Den Kanal deswegen zu missachten ist falsch. Bieten sich viele Möglichkeiten, neue Absatzwege zu erschließen oder alte Bindungen zu erneuern.

…aber auch nicht überbewerten

denn Deutschland ist Social Media Entwicklungsland. Selbst Sascha Lobo hat in einem Akt seltener Einsichtigkeit festgestellt, dass sein Einfluss Grenzen hat. Und tatsächlich liegt der Guru des Internets weit hinter der Bäckerblume zurück.

Daher sollte man sich jetzt an die sozialen Netze herantrauen: Man kann nicht viel falsch machen. Oft wird an dieser Stelle der berühmt berüchtigte „Shitstorm“ angeführt, mit dem die Community Unternehmen abstraft. Hier kann man entgegenhalten, dass kaum ein Unternehmen einen messbaren Schaden erlitten hat. Zumindest schien Jack Wolfskin dieser egal gewesen zu sein und wer erinnert sich noch an die Welle, als herauskam, dass Facebook eine PR Agentur mit der Diskreditierung von Google beauftragt hat.

Nutzen Sie Aktivität mit Kunden

wenn Ihre Unternehmung Zeit und Lust hat. Wenn nicht, kann man auch soziale Netze so nutzen. Wenn diese Zeit nicht da ist, machen Sie es wie Apple und vermeiden jeden Kontakt zu Nutzern (Jeder, der mal versucht hat, eine Ersatzrechnung für ein Appleprodukt zu bekommen, weiß, wovon ich spreche). Schaden kann man wohl in keinster Weise nachweisen.

Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie können

Und wenn der Umgang mit sozialen Netzen und Kunden dazu nicht gehört, dann nutzen Sie Ihre Ressourcen für Ihre Stärken. Und wenn Ihnen jemand erklärt, Ihr „Buzz“ wär zu schlecht, lassen Sie diesen einfach in € umrechnen…

(Disclaimer: Ja ich weiß, sehr karikierend umschrieben. Der Artikel soll nur als Gegenpol derjenigen dienen, die propagieren, die Welt hätte sich in den letzten fünf Jahren dramatisch verändert)

Pishing Mails von LinkedIn (sozusagen)

•Januar 5, 2012 • Hinterlasse einen Kommentar


Immer wieder gibt es Pishing Wellen. Diesmal hat es (wie bereits jede andere, große Plattform wie Facebook) LinkedIn erwischt. Dieses berichtet auch Markus Sekulla bei Krawattenträger, der sich auch direkt mit LinkedIn in Verbindung gesetzt hat. Daraufhin hat sich W & V auch der Thematik angenommen (@ W & V: Schaut Euch mal Eure Links an). Zeus berichtet hier davon.

Was ist Pishing?

Zu dem Begriff Pishing gibt es etliche Definitionen. LinkedIn erklärt es selber hier. Pishing ist ein Kunstwort aus „Password Fishing“ und dient dazu, fremde Accounts zu kapern. Waren in der Vergangenheit oftmals Kreditinstitute das Ziel von Pishing Attacken, wechselte die Strategie der Pisher erst zu Onlineversendern, wie Ebay und darauf folgten viele soziale Netzwerke. Von Facebook kennt man dieses schon länger, für LinkedIn ist das neuer.

Was wollen die Pisher mit den Daten?

Das betriebswirtschaftliche Interesse erschließt sich beim Account Daten von Kreditkarten oder Bankkonten noch relativ schnell. Bei Angriffen auf soziale Netzwerke ist man noch etwas am Grübeln, was die Kriminellen damit wollen.

Das Geschäftsmodell fußt hierbei in den meisten Fällen auf zwei Ideen:

  1. Verkauf von Empfehlungen, Kontaktdaten, Mailadressen et cetera. Hier werden die Accountdaten entweder abgefischt oder die entsprechenden Daten heruntergeladen zum Verkauf. Auch werden zum Beispiel „Empfehlungen“ verkauft.
  2. Die andere Variante, die Account Daten zu verwenden, ist wesentlich aufwendiger und nutzt social engineering: Hierbei wird von dem gehackten Account die Kontakte angeschrieben und um Hilfe (für was auch immer gebettelt). Hierbei gehen die Pisher mittlerweile sogar direkt in die Kommunikation mit den Kontakten, in deren Verlauf um dringende Hilfe gebeten wird.

Wie erkenne ich Pishing Mails?

Die Tipps sind nicht nur allein für LinkedIn gültig. Es empfiehlt sich, mehrere Mailadressen vorzuhalten. Kommt eine Mail nun auf eine falsche Adresse an, ist Obacht angebracht.

Eine Sache, die man nicht oft genug wiederholen kann: Wählen Sie als Passwort etwas, was man sich zwar leicht merken kann, aber nicht der Name des Hundes ist! Zum Beispiel: Bilden Sie einen Satz und nehmen nur die Anfangsbuchstaben (Ich habe meinen Führerschein mit 18 gemacht = IhmFm18g).

Und: Ändern Sie dieses Passwort: 41 % aller Nutzer ändern nie ihre Passwörter!

Wie erkenne ich LinkedIn Pishing Mails?

Eine der Merkmale: Achten Sie auf den Namen. „Daren Fair“ ist gerade in Verwendung. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Pisher hier Anpassung vornehmen werden.

Nutzen Sie LinkedIn auf Englisch? Dann stellen Sie die Spracheinstellung unten rechts auf deutsch. Die Mails von LinkedIn kommen nach der Spracheinstellung, die Pisher verwenden aber meistens englisch, so dass die Mails auffallen.

Achten Sie auf das (C) in der Mail: Die Psiher verwnden oft eine nicht aktuelle Jahreszahlm, bei 2010 oder älter ist auch Vorsicht geboten.

Ich bin gerade hereingefallen!

…auch kein Drama. Aber ändern Sie sofort (!) das Passwort. Danach forwarden sie die Mail an safety@linkedin.com.

Umfragen (Polls) für LinkedIn Gruppen nutzen

•Januar 4, 2012 • Hinterlasse einen Kommentar


Erst mal ein gesundes und frohes 2012. Umfragen gibt es bei LinkedIn schon länger (seit nahezu drei Jahren, um es genauer einzugrenzen). Diese sind als App bei der LinkedIn Oberfläche eingebunden:

Umfrage (Poll) klassischer Einstieg bei LinkedIn

Diese stehen nur in englisch zur Verfügung.

Um Umfragen in den Gruppen zu nutzen, gibt es zwei Ansätze. Der eine ist neu und ermöglicht jedem Gruppenmitglied, eine „kleine“ Umfrage zu starten:

Umfrage in LinkedIn Gruppe erstellen

Allerdings kann es sein, dass Umfragen in Gruppen entweder gar nicht oder nur für die Moderatoren möglich sind. Dieses lässt sich als Moderator konfigurieren:

Umfragen in Gruppen administrieren

Man kann also eine Umfrage direkt in der Gruppe starten oder über die App erstellen und später in der Gruppe verlinken.

Ich empfehle den zweiten Weg, da bei der Erstellung über die App statistische Auswertungen zur Verfügung stehen, die interessante Aufschlüsse zulassen. Als Beispiel eine Umfrage, die ich in meine Gruppe Projektmanagement promoted habe:

Umfragewerte

Hier kann man die Verteilung der Antworten auf

  • Geschlecht
  • Alter
  • Karrieregrad

erkennen. In meinem Beispiel sieht man, dass

  • Frauen entweder keine hohe Affinität zu Umfragen oder zum Projektmanagement haben
  • Das ältere Teilnehmer zur politisch weicheren Antwort neigen

Die Erstellung in der Gruppe geht zwar schneller, aber über den Umweg über die App hat man verschiedene Möglichkeit der Distribution: So kann man die Umfrage nicht nur über die Gruppe verteilen, sondern über verschiedene Kanäle. Am interessantesten hierbei sicherlich über Facebook:

Umfrage bei Facebook promoten

Eine weitere Möglichkeit ist, die Umfrage über den zur Verfügung gestellten embedded Code in seine Page oder seinen Blog zu integrieren:

Umfrage Embedded Code generieren

Auf der anderen Seite hat eine Umfrage in der Gruppe, den Vorteil, dass ausschließlich Gruppenmitglieder (so fern die Gruppe nicht komplett öffentlich ist) zur Verfügung steht: So kann man Meinungen und Stimmungsbilder direkt aus der Gruppe auffangen und verarbeiten.

Seien Sie emotional!

Bei der Umfrage können Sie durchaus etwas emotionalere Fragen stellen. So hat in meiner Bankengruppe bei LinkedIn jemand die Frage gestellt: „Investment-Banking – Zocken ohne Moral oder Nützliches Werkzeug der Wirtschaft?“ Dabei überwiegte als Antwort zwar, dass Investment Banking nützlich sei (in einem Forum für Banker nicht weiter verwunderlich), jedoch führte die Art der Fragestellung zu einer interessanten Diskussion.

Auf jeden Fall (so oder so): Ausprobieren!

 

Social Media in 2011 – ein Rückblick

•Dezember 29, 2011 • Hinterlasse einen Kommentar


Das Jahr 2011 geht zu Ende und entlässt uns in ein spannendes 2012. Startete das Jahr mit Details der großen im Social Business. Was passierte 2011 so alles? Natürlich mit einem kleinen Einschlag von LinkedIn.

Januar

Im Januar präsentiert LinkedIn, einen IPO zu landen. So zumindest lautete die erste Reutersmeldung.

Februar

Der Marktführer im Bereich soziale Netzwerke ist Facebook. Mit BranchOut auf deutsch will Facebook gegen die Marktführer im Bereich der Stellenanzeigen und im Recruiting punkten.

März

Mitte März hat LinkedIn erstmals über 100 Millionen Mitglieder. Zum Vergleich: Gegen Jahresende 2011 liegen die Mitgliederzahlen bei weltweit 146.875.963, also knapp unter 150 Millionen angemeldeten Benutzern. In Deutschland sind es knapp über 1,5 Millionen gegen Jahresende.

Mai

LinkedIn hat seine erste Notierung am 19.05.2011

Juni

Im Juni hat Xing seinen Relaunch…. scheint aber keinen gestört zu haben. Der Augenmerk liegt eher auf Google+, der ab Ende Juni per Einladung Leute in sein Netzwerk lässt.

Juli

Nach BranchOut versucht auch Monsters mit BeKnown bei Facebook ein Karriereportal zu launchen. Bei dem Versuch blieb es auch, an Stelle einer Anbindung an Monsters gibt es nur eine App, die das Netzwerk einladen will, ohne nennenswerten Mehrwert zu schaffen.

Das Ergebnis am Jahresende:

BranchOut BeKnown Deutschland 2011 Während sich BranchOut mausert, ist BeKnown fast vollständig in Vergessenheit geraten und liegt mit 170.000 Besuchern im Monat / weltweit kaum noch im nennenswerten Bereich.

Die Social Media Welt versucht statt dessen, den Fortschritt von Google+ zu beobachten.

August

LinkedIn eröffnet ein Büro in München und ist damit erstmals in Deutschland vertreten.

September

Der September ist eher mit Details gespickt:

  • LinkedIn verbessert die Alumnifunktion und integriert diese auf dem Unternehmensprofil
  • Facebook kündigt die neue Timeline an und lässt Entwickler bereits darauf schauen
  • Google+ öffnet sich für Interessierte, bietet neue Funktionen und verwirrt die Netzgemeinde durch ein Pseudonymverbot

Oktober

Wieder dominieren Facebook und Google+ die Social Media Gemeinde. Nachdem ein österreichischer Student die Herausgabe aller Daten erstritten hat, bietet Facebook nun die Möglichkeit, seine Daten als ZIP Archiv herunterzuladen. Allerdings sehr unvollständig.

Google+ kann mittlerweile (gerüchteweise) 50 Millionen Nutzer verzeichnen. Xing erweitert seine Mitgliedschaftsstaffel.

November

Im November basteln wieder alle an ihren Plattformen. LinkedIn erweitert seinen Profildienst um Ehrenämter und bietet umfangreiche Statistiken für seine Gruppen.

Google+ erweitert seinen Service  um Unternehmensprofile.

Dezember

Der Dezember ist alles andere als ruhig. SchuelerVZ irritiert die Nutzergemeinde mit einer Mobbing App und schafft es dadurch, in den Focus zu rücken.

Marc Zuckerberg verstärkt die Gerüchte um einen IPO von Facebook und es wird suggeriert, dass Facebook 100 Mrd. $ wert sein könnte.

Das Interessanteste ist jedoch, das So.Cl, Microsofts erweiterter Suchdienst, sukzessiv geöffnet wird. Als erweiterter Suchdienst könnte sich So.Cl in den Suchmarkt drängen mit Funktionen, die es so noch nicht gab. Allerdings vergleichen viele in der Netzgemeinde So.Cl mit Google+ oder Facebook. Die eigentliche Richtung, in der So.Cl vordringt, erkennen eher wenige.

…und 2012?

wird es auf jeden Fall spannend bleiben. Besonders Google+ könnte sich interessant weiter entwickeln, manche munkeln von 400 Mio. Nutzern Ende 2012.

LinkedIn hat in Deutschland seine Zugriffe (laut DoubleClick AdPlanner) naherzu verdoppelt. Und Xing will 100 neue Mitarbeiter einstellen. Auf jeden Fall wird es eine Menge zu berichten geben.

ICH WÜNSCHE EIN GESUNDES UND TOLLES 2012!!!!!

So.Cl ist ein soziales Netz – aber anders als Du denkst!

•Dezember 19, 2011 • 3 Kommentare


Wie bereits am Wochenende gebloggt, kann man seit letzter Woche mittels Einladung zu So.Cl stoßen, der akademischen Facebook Erweiterung von Microsoft. Der Artikel ist eine Homage an Jennifer Van Groves von mashable, die in dem Artikel „Microsoft launches its social network — but it’s not what you think“ genau die Problematik des Missverständnisses, was So.Cl ist, hervorragend aufbereitet hat.

Warum dieses Definitionsungetüm, das ich genutzt habe? Als soziales Netzwerk kann Microsofts So.Cl nicht gelten – und Logo SoClerhebt hierauf auch keinen Anspruch. Und genau hier stehen viele vor einem Rätsel: Was soll den So.cl nun sein?

Viele haben eine vorgefertigte Meinung eines sozialen Netzwerkes, Ansprüche was es können muss und was nicht.

In den meisten sozialen Netzwerken steht man selber im Mittelpunkt, sein Profil, sein ich. Dieses ich, die Selbstpräsentation, ist per definitionem die zentrale Existenzberechtigung des Netzwerkes. Diese dient sich zu profilieren, zu erinnern, oder auch zu verkaufen.

Der Ansatz von So.Cl ist ein anderer: Im Mittelpunkt steht die Suche. Man kann Suchen speichern und vor allem: Sie anderen Personen zugänglich machen. Microsoft spricht hier für ein Tool für Studierende. Wenn man sich die Funktionen anschaut, erscheint das logisch:

Im realen, normalen Leben, will man eine konkrete (wenn es geht digitale) Antwort. Wenn man nach einem Handy sucht, will man alles Mögliche Wissen: Display, OS, Akkulaufzeit und vor allem: wie teuer. Hier gibt Google oder spezielle Suchen (ob auf Facebook oder, wenn es um den Preis geht, zum Beispiel idealo).

Wenn man in der Forschung oder Lehre steht, ist die Suche nicht ganz so einfach. Oftmals weiß man sogar gar nicht, was man genau sucht, sondern versucht über einen iterativen Prozess Informationen zu beschaffen. Dieser Prozess wird durch die Veröffentlichung der Suche, der Verschlagwortung und Kategorisierung vereinfacht.

Die „Gleichgesinnten“ hierbei haben auch nur ein temporäres Interesse: Dieses ist nur so weit vorhanden, in wie weit man den Prozess der Informationsbeschaffung teilt. Danach ist die Bindung hinfällig. Daher ist das „Followerprinzip“ auf So.Cl auch nachrangig.

Bestes Beispiel: Wer mir hier folgt, wird Informationen zur Ausgestaltung der Eigenkapitaladäquanzrichtlinie oder „Gesetz zur verbesserten Einbeziehung der selbstgenutzten Wohnimmobilie in die geförderte Altersvorsorge (EigRentG)“. Wer sich dafür interssiert ist genau richtig, aber für alle anderen könnte es langweilig werden.

Oder ein anderes Beispiel: Für die akademische Suche gibt es (schon seit den 80ern) OPAC. Wenn ich einen aktuellen Krimi oder Thriller suche, ist Amazon zur Informationsbeschaffung die bessere Wahl.

Daher meine anfängliche Wortwahl, dass es sich bei So.Cl um eine akademischen Facebook Erweiterung handelt. Und so wie ich etliche Kommentare zu So.Cl gelesen habe („Microsoft Du bist zu spät“, „Google+ Klone“) muss Microsoft entweder noch viel an der Basis arbeiten – oder die Suche für Konsumgüter optimieren.

 
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