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Die Währung des Web 2.0 ist Aufmerksamkeit – Von Facebook und Ätsch-Rank

Intro

Besuch im Phaenom WolfsburgGestern war ich mit meinen Kindern im phæno in Wolfsburg. Für Leute in Norddeutschland, die Kinder haben, ein herrliches Ausflugsziel (und auch ohne Kinder nett zu entdecken). Viele erstaunliche Experimente, dazu Kantinenpasta, mehrere Stunden Ablenkung und als Tüpfelchen auf dem i eine Lasershow. Hiervon ein paar Photos gemacht und am frühen abend das soziale Netzwerk an dem typischen Familienereignis partizipieren lassen. Wie man das heute halt so tut. Also: Photos auf den Blog, über Pinterest gestreut und zum Schluss auch bei Facebook gepostet…auch wie man es kennt. Promoted PostDie Ernüchterung kam postwendend:  Die Bilderchen mit den Kindern und vom Phaeno dürfte ich auch noch promoten…. für einen Preis von 4,89 €. So weit geht dann mein Mitteilungsdrang dann nun auch nicht, dass ich den Museumsbesuch auch noch promoten muss.

Immerhin kann man aus verschiedenen Zahlvarianten wählen. Auch weiß ich nicht, ob es nun generell vorgesehen ist, dass Privatpersonen ihre Termine nun entgeltlich auf Facebook promoten sollen. Auf jeden Fall war ich zu Beginn etwas amüsiert.

Die Währung im Web 2.0 heisst Aufmerksamkeit

So lernt man es zumindest immer wieder aufs neue. Und Facebook hat das nicht nur verstanden, sondern auch professionalisiert. Generell ist die Vorgehensweise verständlich und auch nachvollziehbar: Facebook ist nicht böse und hat auch keinen altruistischen Auftrag, sondern einen betriebswirtschaftlichen Zweck: Die Gewinnerzielung. Das hat nichts mit gut oder böse zu tun, sondern ist das System, in dem Facebook, aber auch Siemens oder die deutsche Bank eingebettet Facebook Kurse seit Emissionsind. Seit 18.05.2012 ist Facebook börsennotiert, und der Kurs lässt viele Anleger keine Gründe zum Jubeln. Facebook leidet unter einen undifferenzierten Geschäftsmodell: Die Gelder können bis dato nur mit Werbung verdient werden. Da das Modell scheinbar nicht unendlich skaliert werden können, müssen alternative Modelle her, um Gelder zu generieren.

Hierzu hat Thomas Hutter einen Artikel geschrieben, den ich in weiten Teilen zustimme (Na ja, bis zu dem Punkt, wo er anfängt vorzurechnen, dass das sogar begrüßenswert wäre). Um es noch mal auf dem Punkt zu bringen: Eine gewisse Reichweite kostet auch bei Google oder woanders Geld, es gibt keinen Grund, warum Facebook da ausscheren sollte.

Wie reagiert der Markt?

Facebook LogoIm Moment prescht Facebook mit dem Modell voran. Wobei jetzt noch nicht abgesehen werden kann, ob es dem Markt einen Gefallen tut, in dem es ein anderes Geschäftsmodell etabliert, oder sich selber schadet: Unternehmen benötigen Transparenz, um die Reichweite abschätzen zu können. Dieses ist bei den Mitbewerbern Google+ und LinkedIn (aber auch So.Cl und Pinterest) relativ einfach vorhanden: Einfach Anzahl Follower anschauen (abzüglich einer Quote, die zwar folgen, die Statusupdates widerum ausblenden) und man hat die Reichweite. Wenn die Mitbewerber nicht mitziehen (oder sogar einen Vorteil darin ausweisen, keine Selektion vorzunehmen), könnte das Geschäftsmodell für Facebook auch zum Bumerang werden. Während große Konsumermarken wie Adidas sicherlich schon eine gewisse Abhängigkeit von Facebook haben, können ein gros der Unternehmen auch gut ausweichen, insbsondere im B2B Markt.

Und spätestens, wenn meine Facebooktimeline im Ersatzflüssigkeitsblau erstrahlt, da Procter & Gamble die einzigen sind, die sich promoted Posts leisten können, werden die Alternativen umso interessanter.

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6 Kommentare
  1. rezwiebel sagte:

    Ich kann auch durchaus nachvollziehen, dass Unternehmen nun etwas bezahlen sollen für bislang kostenlos genutzte Dienste. Wo kriegt man heutzutage noch Werbeplattformen umsonst? Als Privatperson die Familienbildchen zu promoten ist natürlich eher skurril als sinnvoll…

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