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Facebook und die Altersstruktur

Intro

Facebook blogGestern las ich einen Artikel von Michael Kroker auf seinem WiWo Blog. Darin fand ich ein paar wahre Worte. Abgesänge gibt es in zyklischen Abständen ja immer wieder, aktuell viele über XING (wo ich mich auch nicht ausnehme), aber die, dass Facebook die jungen Leute weglaufen, am ehesten. Den Unternehmen dürfte das zu Recht kommen: Wollen die meisten ja die Gehälter Ihrer Mitarbeiter verdienen und nicht die Renten. Obwohl ich da nicht der einzige bin, mal ein paar Zahlen zur Darstellung, wie es aussieht.

So sieht es aus

Immer wieder liest man Headlines wie: Facebook laufen die Teenager weg (T-Online), Soziales Netzwerk: Facebook verliert junge Nutzer in Deutschland und USA (Spiegel), Vergleich 2011 bis 2014: Facebook verliert Teenager und gewinnt ältere Nutzer (Statistik Dresden) oder auch Facebook Nutzerzahlen: Nutzer werden immer Älter (FutureBiz) oder Facebook Nutzer altern rapide (t3n). Wie sieht es insgesamt aus:

So sieht die Altersverteilung aktuell aus, Quelle: Facebook AdPlanner, Mai 2014, Gesamtsumme an Mitgliedern in Deutschland: 27.708.000.

Anzahl Nutzer auf Facebook in Deutschland nach Lebensjahren 2014Im Verhältnis zur Bevölkerung sieht es dann so aus:

Anzahl Nutezr auf Facebook im Verhältnis zur Bevölkerung in Deutschland nach Lebensjahren 2014

 

(Die Grafik zeigt den prozentualen Anteil der Nutzer von Facebook im Verhältnis zur entsprechenden Altersgruppe in der Bevölkerung)

Dabei fällt auf, dass in den ersten Jahren eine nahezu 100% Deckung in den Altersgruppen bis Mitte 20. Wie sah die Entwicklung im Vergleich zu 2012 aus?

Facebook Verteilung nach Alter 2012 und 2014 im Vergleich Deutschland

Vergleichszahlen aus 2012 aus dem Blog von Thomas Hutter (Lieben Dank dafür).

Extro

Tatsächlich hat die Altersgruppe 13 – 17 nominal nachgelassen. Alle anderen sind gestiegen. Dieses kann mehrere Gründe haben. Eine ist die Migration: ein 17 jähriger 2012 ist automatisch zwei Jahre später in der nächsten Gruppe. Das bedeutet, dass nahezu 1,5 Millionen in der nächsten Gruppe sind bei dem Vergleich. Die erste Gruppe ist die einzige, die bei solchen Vergleichen keine Neuzugänge aus Migration hat. geschrumpft ist diese Gruppe aber nur um ca. 700.000 Mitglieder. Ergo hat auch diese Gruppe Wachstum, aber nicht so schnell, wie die anderen. Dieser Prozess ist aber einmalig, wie Martin Weigert feststellt.

Auch kennen wir kein Netzwerk zum Vergleich: Das Phänomen Facebook ist in seiner Ausgestaltung einzigartig. Was mir nur persönlich auffällt (hat aber keine empirische Relevanz): Meiner Tochter ist WhatsApp wichtiger. Übrigens: Der älteste Artikel, dass Facebook die Teens weglaufen, den ich kenne: Techcrunch aus 2007.

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