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Letztens stolperte ich über eine Anzeige des Berliner StartUps „Talentwunder“

Was ist Talentwunder

Ich würde nach meinem Verständnis als Metasuchmaschine des Personalbereichs sehen:

Es ist nicht fokussiert auf XING, LinkedIn, Facebook oder was es international noch so gibt, sondern durchsucht und indexiert alle Plattformen, die entsprechende Daten hergeben.

Vorteil für Recruiter: Man muss sich nicht auf 1.000 einzelnen Plattformen sich bewegen, sondern nutzt automatisch alle relevanten. Das kann besonders interessant sein, wenn man sich international bewegt, aber auch schon in Grenzräumen.

Die Idee…..

Dabei ist eine der Kernidee, die umgekehrte Lage auf den Arbeitsmarkt im Sinne des Datenschutzes zu nutzen: Unternehmen suchen sich interessante Kandidaten und bewerben sich bei den Kandidaten. Damit sind auch gleichzeitig datenschutzseitige Bedenken, die mit dem Active Sourcing einhergehen, zumindest für das Unternehmen auch erfüllt, da die Unternehmen nach der indirekten Ansprache über Talentwunder auf die Antwort des Kandidaten angewiesen sind. Ein Praxisbericht über Talentwunder findet sich von der Diakonie im Internet.

…kommt bekannt vor: GatedTalent

Irgendwie habe ich so eine Plattform schon mal beschrieben. Und tatsächlich, GatedTalent funktioniert genauso (wobei ich jetzt nicht einschätzen kann, wer wirklich zuerst da war). Ich hatte die Plattform nicht gekannt, bis die Diskussion um die GDPR das Interesse an GatedTalent 2017 nach oben gespült hatte und ich diese in London begutachten konnte. Mit der Dilliston Grp im Hintergrund und Jason Starr hat es GatedTalent wesentlich einfacher und tatsächlich unterscheiden sich die Reichweiten der beiden Plattform stark:

Talentwunder bei Alexa

(Zum Vergleich: Den Blog, den Sie gerade lesen, hat eine höhere Reichweite, als Talentwunder).

Auch für Recruiter gestaltet sich die Suche bei GatedTalent etwas anders:

Suchmasken Talentwunder vs GatedTalent

Links: GatedTalent Rechts: Talentwunder

Gemeinsam gegen Google

Allerdings haben die beiden Recruiting Plattformen einen Rivalen im Nacken, der ähnlich arbeitet und bezüglich der Suche und Indexierung des Internets einen mächtigen Kontrahenten: Seit Jahren versucht Google mit Google Jobs eine ähnliche Suchmaschine zu etablieren. Was seit Jahren (noch) nicht funktioniert hat, fasst im amerikanischen Raum allmählich Fuß und schwappt sukzessiv nach Europa herüber.

Bei dem Thema Datenschutz hat zwar Google bestimmt keine Nase vorn, aber das Argument hat weder bei Facebook vs. VZs, noch bei LinkedIn vs. XING eine Rolle gespielt. Hier muss man konstatieren, dass Datenschutz ein reines Werbeargument ohne Marktrelevanz ist.

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Heute der zweite Teil von Artikeln, die ich durch die Suchreihenfolge von Googles Vorschlägen erstellen wollte:LinkedIn Google Suche Jobs

LinkedIn Jobs

Der Suchterm „LinkedIn Jobs“ ist jetzt eher allgemein und sagt nichts darüber aus, ob jemand einen Job sucht oder vergeben möchte. Daher beide Seiten der Medaille.

Stellenanzeigen

Wer eine Stelle zu vergeben hat, kann bei LinkedIn Stellenanzeigen schalten. Diese können Bewerber über die Suche finden. Interessant ist hierbei, dass diese auch beworben werden können oder besser sollten, so dass sie potentiellen Kandidaten präsentiert werden. Das habe ich hier beschrieben.

Die Preisbildung ist hier leider etwas intransparent, da es über „Bidding“ Verfahren geschaltet wird. Man kann allerdings ein Budget festlegen, was den Korridor, was man ausgeben möchte, transparenter gestaltet.

Job suchen

Wenn man einen Job sucht, kann man direkt über die Startseite zu den Jobs gelangen. Die Suche ist im ersten Step wie bei Google aufgebaut:

LinkedIn Jobs Startseite

Man kann aber die Suchparameter nutzen, um einzugrenzen, was man sucht:

LinkedIn Jobs Filter

Wenn man Stellen gesucht hat, gibt es zwei Darstellungen: Als Liste oder mit Vorschau:

LinkedIn Jobs Suche

Wobei ich persönlich die zweispaltige Darstellung nicht so gelungen finde. Eine Bewerbung ist bei LinkedIn Stellenanzeigen direkt möglich. Häufig wird man aber auch auf die externe Seite des Stellenanzeigenaufgebenden geleitet.

Durch Abschluss eines „Job Seeking“ Premium Kontos kann man seine Sichtbarkeit bei LinkedIn erhöhen.

Active Sourcing

Eine weitere Möglichkeit, LinkedIn für Jobs zu nutzen, ist für Arbeitgeber das sogenannte „Active Sourcing„. Hierbei handelt es sich um die aktive Ansprache geeigneter Kandidaten.

Dieses ist bei LinkedIn natürlich besser möglich, als in anderen sozialen Netzen, da man Personen nach Ihrer Position und/oder Fähigkeiten suchen kann. Beim Active Sourcing werden Kriterien kombiniert und die geeignetsten Kandidaten direkt angeschrieben.

LinkedIn fördert dieses auch, in dem Kandidaten auf aufgegebenen Stellenanzeigen auch empfiehlt. Wenn man dieses nutzt, werden neue Kandidaten auf Grundlagen der angeschriebenen nachgeschoben, so dass die Intelligenz aus den genutzten Ansprachen und den Reaktionen lernt.

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Hin und wieder versuche ich, Vergleich zu ziehen. Dieses mal habe ich mir die Follower mal genauer angeschaut. Wie unterscheiden sich die Plattformen in der Reichweite? Wie bereits öfters versucht, habe ich die DAX Konzerne genommen. Diese haben eine insgesamt hohe Reichweite (unabhängig von den sozialen Netzen) und sind meistens auch hinreichend vertreten. Man meint, Facebook wäre allein auf weiter Flur, aber stimmt diese Intuition? Angeschaut habe ich mir Facebook, Google+, LinkedIn, Twitter und XING.

Logo soziale Netzwerke Facebook GooglePlus LinkedIn Twitter und XING

Vergleich Vorgehensweise

Einige werden jetzt berechtigte Kritik aufweisen. tatsächlich hinkt der Vergleich, so dass man die Ergebnisse nur als Indikator sehen darf und nicht als empirische pure Wahrheit. Mehrere Faktoren stechen dabei ins Auge:

  • Bei manchen Plattformen können die Konzerne mehrere Profile, teilweise zweckgebunden, führen, auf anderen nur eins.
  • Reichweite ist nicht gleich Reichweite (Stichwort Relevanz)
  • Bei manchen gibt es Fangates und Follower wurden damit erkauft
  • Bei Google+ kann man die Anzeige der Follower ausschalten. Zwei Unternehmen haben das getan und gehen damit nicht in die Statistik mit ein. Eines der beiden Unternehmen ist BMW, und bei knapp 200 Millionen Seitenaufrufen ist die Nichtberücksichtigung eine Verzerrung.

Nur um ein paar Punkte selbstkritisch aufzuzählen. Daher sind die Zahlen nur indikativ, nicht absolut.

Die Zahlen

Betrachtet wurden alle DAX Konzerne. Schaut man auf die nominale Anzahl, so haben alle 30 DAX Konzerne folgende Anzahl an Followern:

Anzahl Follower DAX bei sozialen Netzwerken nominal

Die Verteilung verwundert nicht: Facebook ganz weit vorne, an zweiter Position LinkedIn, gefolgt von Twitter und danach Google+. Xing gibt es auch noch, ist aber mit 280.000 Followern für alle 30 DAX Konzerne mit einer ähnlichen Reichweite wie StayFriends ausgestattet.

Schaut man sich die Unternehmen mit den meisten Follower an, so wird das Rennen ausschließlich zwischen Facebook und LinkedIn ausgetragen. Von den 30 Konzernen haben jeweils 15 die meisten Follower auf Facebook und LinkedIn.

Meisten Follower DAX bei sozialen Netzwerken nominal

Um die Ergebnisse etwas zu relativieren, habe ich die Anzahl Follower gescored: Ein Punktesystem. Für das soziale Netzwerk mit den meisten Followern gab es 4 Punkte, das Zweitbeste 3, das Drittbeste 2 und das Viertbeste Netzwerk noch einen Punkt. Dieses für alle 30 Konzerne ergibt summiert:

Scorepunkte Follower DAX bei sozialen NetzwerkenErstaunlich ist hierbei, dass XING noch deutlich vor Google+ liegt.

Extro

Wie bereits einleitend geschrieben: Nicht die endgültige Wahrheit, aber für den einen oder anderen ein paar Grafiken mit Indikatorwirkung.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

 

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Die Überschrift geht für meine Verhältnisse schon Richtung Linkbait. Aber keine Sorge: Ich will nicht propagieren, dass ein Unternehmen sein Business überdenken sollte oder andere Ratschläge, die man von Experten zu hören bekommt. Es geht eher darum, dass man sukzessiv ein Bewusstsein dafür schafft, dass sich Mitarbeiter in sozialen Netzwerken als Botschafter für das Unternehmen fungieren.

Was passieren kann

Ein praktisches Beispiel: gemeinsam mit dem Wiley Verlag habe ich ein Unternehmensprofil und eine Produktseite auf LinkedIn angelegt. Stolz darauf, dass der deutsche Ableger in kurzer Zeit zu den meist empfohlensten Seiten im deutschsprachigen Raum zu sein, bekamen alle bei LinkedIn angemeldeten Mitarbeiter Mails von LinkedIn, die über eine neue Empfehlung auf der Produktseite informierten. Auf einmal waren die Produkte weg: Ein Mitarbeiter, der auch Adminrechte besaß, löschte kurzerhand die Seite: Nun war Ruhe!

Wiley letztes Lebenszeichen

Die Person konnte an sich nichts dafür: Noch haben bei vielen Personen Angst vor dem Eindringen der sozialen Netze in das private Umfeld. Diesen Mitarbeitern sollte man Hilfe anbieten: Schulungen bieten die Möglichkeit, sich genauer zu informieren und den Wert der sozialen Netze näher zu bringen.

Bindet Mitarbeiter ein

Die kleine Geschichte zeigt: Oft ist Mitarbeitern gar nicht bewusst, dass diese im Sinne der Unternehmung handeln. Dieses betrifft insbesondere die Businessnetzwerke, kann aber auch auf Facebook und Google+ passieren, je nachdem wie diese dort auftreten.

Ein Controller soll controllen, jeder Mitarbeiter sein Ding machen: Die Arbeitsteilung ist ein Erfolgsmodell und man sollte keine Ansprüche erheben aus allen Social Media Experten zu machen. Aber ein Bewusstsein dafür, dass man im Außenverhältnis steht und alle dort in einem Boot sitzen, sollte geschaffen werden.

Auch sollte man die Mitarbeiter nicht überstrapazieren: „Ein bisschen“ muss reichen, da sonst kein Verständnis für die Maßnahmen aufkommt.

Aber auch Überengagierte brauchen Hilfe: Viele Mitarbeitern ist gar nicht bewusst, dass, wenn sie das eigene Produkt empfehlen, sie einen Verstoß gegen das UWG vornehmen.

Extro

Die Geschichte zeigt auch was anderes: Vor Lifeschaltung ich Gedanken über die Rollenkonzepte machen. Hätte ich mein eigenes Buch gelesen, hätte ich den Punkt auf der Checkliste abgearbeitet.

Social Media geht alle etwas an: Wer in professionellen Netzwerken arbeitet, sollte auch professionelle Unterstützung erhalten!

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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KossiHeute mal ein etwas anderer Beitrag. Sonst versuche ich ja etwas Licht in das Dunkel der Businessnetzwerke zu bringen. Dazu vergleiche ich immer wieder gern die Bestehenden oder gebe Tipps zu den aktuellen Entwicklungen, gerade bei LinkedIn, aber auch zu anderen Netzwerken wie SoCl oder Pinterest. Jetzt habe ich das letzte Jahr genutzt, um mein erstes Buch zu publizieren. Hierbei habe ich versucht einen sachlichen Überblick für Kleinunternehmer und vor allem Freiberufler zu geben.

Die Motivation

Meine Motivation war eigentlich recht einfach: Ich wollte ein anschauliches Buch über Social Media schreiben. In dem Kontext Social Media gibt es viele Experten, aber gerade Freiberufler und kleine Unternehmer können sich nicht einen entsprechenden leisten und es ergibt auch keinen Sinn: Die meisten wollen gar nicht große Kampagnen fahren, sondern einfach das Medium zur Netzwerkpflege verwenden. Hierzu gab es bis jetzt wenig Literatur, so dass sogar Verlage sich in Eigenregie was zusammenbastelten.

Der Tenor

Was mir ganz wichtig erschien: Habe eine gute Dienstleistung oder ein gutes Produkt! Wer keine qualifizierte Dienstleistung oder ähnliches offeriert, dem kann Facebook, LinkedIn & Co auch nur im überschaubaren Rahmen helfen. Oder es ist sogar kontraproduktiv: Zwar hat ein Freiberufler so gut wie gar nicht einen Shitstorm zu fürchten, aber wenn sich die Kunden alle negativ äußern, hilft mir der Social Media Kanal auch nicht.

Stattdessen wollte ich zeigen, wie man seine Zeit effektiv einsetzt: Wenn ein Freiberufler so genug Aufträge hat, so kann er sich vorrangig auf die Netzwerkpflege konzentrieren. Wie wertvoll dieses sein kann, habe ich versucht aufzuzeigen.

Extro

Social Media für Freiberufler und KleinunternehmerIch hoffe, meine Stammleserschaft mag mir den Werbeeintrag in eigener Sache verzeihen. Ich muss mittlerweile meine Meinung bezüglich dem Publizieren eines Buches revidieren: Es steckt mehr Mühe und Arbeit darin, als ich am Anfang annahm. Und so hat das Projekt viel meiner Zeit in Anspruch genommen. Ich hoffe, dass diese  Zeit gut investiert war und vielen eine Hilfe ist.

Auf jeden Fall danke ich, neben den Kollegen von Wiley Verlag und meiner Lektorin, den treuen Fans, Followern, Likern, Sharern, Pinnern, Plussern, Paper.li`rern und was es noch für Teilkonzepte es im Rahmen von Social Media so noch gibt: Ihr habt das erst möglich gemacht! Und dank an Matthias Schwenk für die erste Rezension!

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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Heute Morgen sah ich eine Grafik von Stefan Keuchel, über die ich sehr schmunzeln musste. Es war eine grafische Darstellung, wem das neue Leistungsschutzrecht nutzt:

Wem Leistungsschutzrecht nütztHinweis: Die Idee ist nicht von mir, sondern adaptiert. Lieben Dank!

Wem nutz das neue LSR nutzt

Axel Springer Verlag LogoDie Sichtweise ist die, dass der Axel Springer Verlag sich eine neue Einnahmequelle erhofft. Aber ich denke, die Sichtweise sollte man (also gerade bei den Lobbykollegen) überdenken. Was wird denn passieren? Ich denke an das Beispiel Belgien, wo das schon durchexerziert wurde: Google (vor allem), aber auch Yahoo und bing werden die Verlage, die das Leistungsschutzrecht in Anspruch nehmen, aus den Suchindex schmeißen. Ich denke nicht, dass Google und Co freiwillig (s. GEMA) horrende Beträge überweisen wird.

Um das plastisch darzustellen: Die Stadt Hameln hat die Namensrechte an dem Begriff Hameln (Beispiel nur zufällig). Wenn nun die Stadt Hameln auf seine Namensrechte pocht und den Namen aus allen Verkehrsschildern, Routenplanern und Landkarten verbannt, was würde passieren? Nur noch Einheimische würden die Stadt überhaupt finden.

Wem nutz das neue wirklich LSR nutzt

Ich habe die Grafik mal erweitert: langfristig schaden sich die Verlage nur, wie die Beispiele Heise und Spiegel zeigen, die bereits auf die Inanspruchnahme verzichten. Wer ist also der „Gewinner“:

Leistungsschutzrecht nützt langfristigMeines Erachtens nur einem kleinen Klientel in Deutschland: Den Anwälten und abmahnenden Zunft. Diese sind ja gerade an schwammigen Gesetzeslagen interessiert, da man ja erst mal abmahnt – unabhängig ob es sinnvoll und justiziabel ist oder nicht. Man kann ja im Nachgang bei Gericht schauen, ob es passte.

Extro

Lustigerweise sind gerade Heise und Spiegel die wichtigsten Medien, die ich selber konsumiere. Es ist wie bei der GEMA: Hier werden auch alle geschadet, vor allem den Künstlern: Diese haben seit 6 Jahren keine Einnahmen mehr aus YouTube generiert. Mit dem Leistungsschutzrecht wird es ähnlich werden. Gerade kleine Zeitungen werden nur noch einen minimalen Stamm an Lesern haben und keine neuen zugeführt bekommen. Aber Abmahnungen, die werden kommen. Danke, deutsches Recht!

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß

….und keiner merkt es

Facebook LogoOkay, die Schlagzeile ist etwas hoch gegriffen. Trotz der Schwierigkeiten im Kontext der Messung von Zahlen beobachte ich ja verschiedene Dienste. Neben professionellen Diensten wie SocialBench oder Socialbakers gibt es auch noch den Dienst Alexa. Ich weiß, dieser ist in Punkto Genauigkeit nicht google-plus-logo-buttondie erste Wahl (wahrscheinlich auch nicht die Zweite), aber man bekommt Vergleichswerte über einen Zeitraum. Und der Dienst steht halt jedem zur Verfügung. Bei dem gestrigen Artikel über Domian, ist mir etwas aufgefallen, dass ich von allein gar nicht gemerkt hätte: Ich wollte ja nur zeigen, in wie weit Facebook Anteil am weltweiten Traffic hat und stellte fest, dass nach Pageviews Facebook Google überholt hat.

Die Zahlen

Während viele den Traffic von Pinterest verfolgen, habe ich mir aktuelle die Pageviews von Facebook und Google genauer angeschaut. Dabei ergaben sich im Dreimonatsvergleich folgende Werte:

Traffic Google FacebookAllerdings hat Google noch einen Trumpf im Ärmel: Das 2006 erworbene YouTube. Schaut man sich die Zahlen mit YouTube an, so ist das Verhältnis ein anderes:

Traffic Google Facebook YoutubeWas dabei interessant ist: Der Anteil von Google+ ist nach wie vor gering, auch wenn nach eigenen Bekunden über 500 Millionen Personen bei Google+ sein sollen. Ich selber bin ja seit Anfang an bei Google+ dabei, aber die hohen Nutzerzahl spiegeln nicht meine eigene Wahrnehmung wieder, die Alexa Zahlen da eher. Lustiges Detail am Rande: Im Zeitvergleich scheinen Facebook und Google Nutzung exakt antizyklisch zu sein:

Facebook Google Antizyklisch

So eine exakte Symmetrie lässt eher auf Messfehler, als auf Zufall hindeuten.

Strategie zählt

Bei Google+ habe ich eigentlich auf den Penetrationseffekt getippt. Das Wachstum von facebook scheint seit dem Börsengang eher dezenter zu verlaufen. Google und Facebook scheinen mittlerweile auf Augenhöhe zu sein. Was jetzt zählt, ist die Strategie: Facebook versucht mit dem Social Graph in die Kernkompetenz von Google einzudringen und durch die Social Jobs im Gebiet von LinkedIn zu wildern. Gleichzeitig wird die Monetarisierung mit dem Edgerank vorangetrieben. Google versucht es eher durch Penetration über die Handies:  Android kommt mittlerweile auf einen Marktanteil von 67% und bringt Google damit in die Haushalte. Facebooks Handypläne wiederum machen kaum noch von sich reden.

Extro

Ich muss selber sagen: Ich bin erstaunt. Hintergrund ist, dass selbst 1 Milliarde facebook Nutzer im Vergleich zu Google (also ohne Plus!) wenig erscheinen. Ich denke, der Titanenkampf wird auf Ausdauer und Innovation hinauslaufen. Ideen, wer das Rennen gewinnen mag, habe ich keine. Ihr?

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;