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Eine Stellenanzeige bei LinkedIn zu posten ist relativ einfach. Aber „Post & Pray„, da kann man soziale Netze wie LinkedIn effektiver nutzen. Seine Mitarbeiter und seine Netzwerke für die Stellensuche zu aktivieren bis hin zur aktiven Ansprache von Kandidaten wird schon einiges geboten. LinkedIn hat gegenüber klassischen Stellenbörsen und gerade der regionalen Postille einen klaren Vorteil: Sie wissen wer sich eine Job Posting anschaut und wer auf den Bewerbungsklick verwendet. Diese Daten werden auch aufbereitet.

Wo finde ich die Statistiken

Die Statistiken finden Sie an zwei Stellen: In Ihrem administrativen Bereich der Stellenanzeige und im öffentlichen Bereich (also: Was jeder sehen kann)

Meine Anzeigenseite

Wenn Sie zu Ihrer Stellenanzeige gehen, finden Sie ein paar Links:

Statistiken bei Stellenanzeige LinkedIn 1

Sie können anonymisiert (1) und (3) sich anschauen, wer die Stellenanzeige betrachtet hat. Dieses allein gibt schon Auskunft: Wenn Ihre Zielgruppe der Stellenanzeige nicht dabei ist, sollten Sie sich Gedanken machen. Der spannendere Bereich befindet sich rechts (2):

Statistiken bei Stellenanzeige LinkedIn 2

Hier können Sie im Zeitverlauf sich anschauen:

  1. Wie oft eine Anzeige aufgerufen wurde
  2. Wie viele Bewerbungsklicks Sie hatten
  3. Wie oft Sie in der Suche zu finden waren
  4. Wie oft die Anzeige mitgeteilt wurde (Gruppen, Twitter, Facebook oder als persönliche Updates)

Diese Zahlen sind noch aufgegliedert: So finden Sie, woher die Stellensuchende kamen und wie im Zeitverlauf die Anzeige angeklickt worden ist. Spannend ist dieses im Zusammenhang, wann Sie getwittert oder anderweitig Unterstützung genutzt haben. Ich persönlich finde die Suchparameter spannend: Wie wurde meine Anzeige gefunden?

Der öffentliche Bereich

Im öffentlichen Bereich (Also da, wo jeder die Stellenanzeige sehen kann) finden sich weitere Statistiken. Allerdings erst, wenn sich 10 „Bewerber“ gefunden haben:

Statistiken bei Stellenanzeige LinkedIn 5

Klicken Sie dazu „Erhalten Sie mehr Einblicke“ unterhalb des Kopfbereiches:

Statistiken bei Stellenanzeige LinkedIn 4

Hier finden Sie verschiedene soziodemografische Angaben zu den Personen, die den Bewerbungsklick verwendet haben: Zeitverlauf, Größe des Unternehmens oder auch Abschlüsse der Personen. Hinzu kommen die Top Kenntnisse und Studienfächer.

Auch hier gilt: Ist Ihre Zielgruppe dabei?

Extro

Die Statistiken geben einige Aufschlüsse. Auch sind A/B Tests durchaus von Interesse: Schalten Sie die gleiche Stellenanzeige 2 x mit beispielsweise unterschiedlichen Bildern. Gibt es Unterschiede in den Klick- und Bewerbungsraten?


Stephan Koß/Google+

Autor: Stephan Koß;

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LinkedIn Official LogoLetzte Woche habe ich gezeigt, wie man eine Stellenanzeige auf LinkedIn erstellt. Eine Stellenanzeige auf LinkedIn entwickelt seine Möglichkeiten nicht voll und ganz, wenn man diese nur postet: Post & Pray führt dazu, dass vorrangig Kandidaten, die aktiv einen neuen Job suchen, die Anzeige finden. Und diese suchen auch nicht nur auf LinkedIn.

So verbreiten Sie die Stellenanzeigen

Sie müssen kein Social Media Experte sein, um die Möglichkeiten zu nutzen, die LinkedIn bietet. Mit ein paar Handgriffen können Sie selber das Potenzial Ihrer Stellenanzeige erhöhen.

Mitteilen

Die einfachste Möglichkeit, der Stellenanzeige mehr Beachtung zu bringen, ist das Mitteilen. Dieses finden Sie bei der Verwaltung der Stellenanzeige:

Stellenanzeige bei LinkedIn bewerbenSie können die Anzeige bei Twitter und Facebook bewerben, an Personen senden, und in Gruppen verteilen.

Die Möglichkeit, die Stellenanzeige in Gruppen zu posten finde ich persönlich am interessantesten. Sie müssen allerdings Mitglied der Gruppe zu sein. Wundern Sie sich nicht, wenn die Anzeige nicht sofort sichtbar ist. Oft müssen diese vom Moderator freigegeben werden. Achten Sie auch darauf, dass die Gruppe und die Anzeige einen Bezug haben (Entweder regional oder thematisch). Sonst wird es schnell als Spam wahrgenommen.

Mitarbeiter einbinden

Nutzen Sie Mitarbeiter, die bei LinkedIn sind: Oft können neue Mitarbeiter aus dem Umkreis bestehender Beschäftigungsverhältnisse akquiriert werden. Ist der fachliche Ansprechpartner vor Ort? Dann sollte gerade dieser auch die Anzeige teilen. Hat Ihr Unternehmen ein Unternehmensprofil? Dann erscheint die Anzeige auch dort.

Direktansprache

Haben Sie sich überlegt, Kandidaten direkt anzusprechen? Bei jeder Stellenanzeige sind 5 InMails dabei, also die Möglichkeit, nicht verbundenen Personen eine Nachricht zu senden.

Bei der Stellenanzeige finden Sie Vorschläge, welche Personen interessant sein könnten. Schauen Sie sich die Vorschläge an:

Stellenaneige bei LinkedIn passende ProfileÜber „Inmail senden“ können Sie die Kandidaten direkt anschreiben. Falls Sie mehr als nur 5 anschreiben möchten, so müssen Sie weitere InMails zu 7,95 € das Stück erwerben. LinkedIn macht es zwar einfach mit einem (durchaus brauchbaren) Standardtext, aber Sie sollten sich die Mühe machen, den Text zu individualisieren. Zum einen ist es schlichtweg höflicher, zum anderen wirkt es dann nicht so spamartig.

Ob das in Deutschland rechtlich zulässig ist, weiß ich selber nicht genau. Die Meinungen schwanken zwischen der mutmaßlichen Einwilligung des Kandidaten (da er zu solchen Zwecken ja bei einem Karrierenetzwerk angemeldet sind), bis hin zu eher nein. Wer sich da reinlesen möchte empfehle ich die Beiträge von Thomas Schwenke zu diesem Thema.

Extro

Nutzen Sie die Möglichkeiten von LinkedIn, Ihrer Stellenanzeige eine höhere Sichtbarkeit zu verschaffen. Nächste Woche zeige ich, was LinkedIn an Statistiken so zu bieten hat. Hier kann man einiges an Informationen herausholen.

Stephan Koß/Google+

Autor: Stephan Koß;

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LinkedIn Official LogoAm Freitag wurde ich von Eva Zils in ihrem Blogbeitrag auf eine Neuerung bei LinekdIn hingewiesen: LinkedIn will in Zukunft auch Stellenanzeigen aus dem Web wie von Karriereseiten mit anzeigen. Dieses würde das Potenzial von LinkedIn erheblich erhöhen.

Nach dem Kauf von Bright

Langsam wandelt die Landschaft und die Grenzen zwischen Stellenbörsen und Businessportalen verschwimmen. Zuerst öffneten sie sich einzelnen Kooperationen, wie LinkedIn mit SimplyHired oder XING mit Kimeta, nun kündigt LinkedIn an, in Zukunft auch Stellenanzeigen aus dem Internet mit anzuzeigen. Hierzu bedient sich LinkedIn der Engine von der Firma bright, die im Februar für 120 Millionen dazugekauft worden ist. Ziel ist es, sein Angebot zu erweitern und nicht nur durch die klassischen Job Slots, also Stellenanzeigen, Geld zu verdienen, sondern auch durch Klicks aus gesammelten Anzeigen aus dem Internet. Auch gebe ich Eva im Tenor recht: Damit kannibalisiert LinkedIn nicht sein eigenes Angebot, sondern wird für Nutzer deswegen interessanter, da LinkedIn ein vollständigeres Bild abgibt als nur die eigenen Stellenanzeigen.

Und Active Sourcing?

Zum Thema Aktive Sourcing gab es letztens eine interessante Headline im Handelsblatt: Deutsche Bank verklagt Mitbewerber für das Abwerben von Mitarbeitern. Wer allerdings genauer liest, wird feststellen, dass es im Kern nicht um die Abwerbung an sich, sondern um die Mitnahme von Kunden geht: Wenn dieses passiert sein sollte, so ist das Verklagen des Mitbewerbers durchaus nachvollziehbar. Generell kann man nach Nina Diercks auch davon ausgehen, dass Unternehmen keinen Bestandsschutz auf ihre Mitarbeiter genießen. Der Prozess sollte also nicht, wie einige Tweets suggerieren, keinen Einfluss auf das noch junge Active Sourcing besitzen. Der größte Feind des Active Sourcing sind meines Erachtens diejenigen, die noch niemals ein Profil anständig lesen und statt dessen wild anrufen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist („Ach, Sie haben noch nie mit SAP gearbeitet? Aber Sie kennen doch sicherlich jemanden…..“)

Extro

Generell spannende Zeiten. Die Anreicherung der Stellenanzeigen von LinkedIn findet allerdings aktuell nur für den amerikanischen Markt statt. Wann das später auch in anderen Ländern verfügbar sein sollte, konnte ich nirgends finden.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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LinkedIn Official LogoLinkedIn bietet eine Karrierebörse mit den dazugehörigen Stellenanzeigen. Letzte Woche habe ich die Details der Stellensuche näher ausgeführt. Aber die Stellenanzeigen bieten sowohl für Einstellende, als auch für die Suchende noch nette Features, die man bei anderen Anbietern weniger kennt. Neben der Möglichkeit, sich direkt über LinkedIn zu bewerben, ist hier die Analyse der Bewerbungen zu nennen: Als zahlenverliebte Entwickler gibt es das Feature, dass ab zehn Bewerbern hierzu Statistiken ausgegeben werden.

Stellenangebote

Die Stellenangebote haben alle ein einheitliches Design.

Stellenangebote 1

 

Unter dem Kopf ist zum Beispiel ein Link, der die Unternehmensinformationen, wie man sie aus dem Unternehmensprofil kennt, anzeigt. Darunter finden Sie einen Benchmark, der auf Grundlage Ihres Profils eine Aussage über die Übereinstimmungen zur Anzeige gibt und wie sie im Vergleich zu den anderen Bewerbern abschneiden. Unter dem Menüpunkt „Erhalten Sie mehr Einblicke“ kommt die anonymisierte Analyse der bisherigen Bewerber:

Stellenangebote bei LinkedIn

Hier können Sie erkennen,

  • Wann die Bewerbungen eingegangen sind
  • Die Karrierestufen der Bewerber
  • Die Top Kenntnisse und den
  • Ausbildungsstand

der Bewerber auf diese Position.

Was sagen diese noch aus?

Diese Angaben können für alle Beteiligten nützlich sein, sowohl für die Stellenanbieter, als auch die Stellensuchenden.

Für Bewerber…

Die Bewerber können hier sich selber abschätzen. Zum einen können sie erkennen, wie beliebt eine Position ist und wie viele Bewerber mit welchen Qualifikationen sich bereits beworben haben. Dieses ermöglicht eine wesentlich bessere Selbsteinschätzung als man nur mit dem Bauch. Zum anderen kann es auch als Erinnerung dienen, sein Profil zu optimieren.

…und Stellenanbieter

Diese Funktionen haben aber meines Erachtens den besseren Nutzen für Stellenanbieter. Zwar bietet LinkedIn schon länger Statistiken für Stellenanzeigen an, hier kann man aber Unterschiede direkt ableiten.

Ein A/B Test wird dadurch ganz einfach: Dieselbe Stellenanzeige, nur um Nuancen verändert, kann Erkenntnisse darüber bringen, ob der Zeitpunkt des Postens Unterschiede bei den Ergebnissen bringt oder verschiedene Formulierungen.

Extro

LinkedIn hat viele statistische Funktionen. Oft muss man nur wissen, wo man suchen muss.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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LinkedIn Official LogoLinkedIn ist als Karrierenetzwerk bekannt. Das führt auch dazu, dass mehr und mehr Stellenanzeigen dort geschaltet werden. Wenn man auf Jobsuche ist, so ist LinkedIn ein durchaus hilfreiches Instrument. Und auch wer keinen LinkedIn Account besitzt (und aus welchen Gründen auch immer keinen anlegen möchte), kann auch die Jobs ohne Anmeldung durchsuchen. Interessant wird es erst mit der erweiterten Suche.

So suche ich Jobs

Ob in der Reihe befindet sich der Eintrag „Stellenmarkt„. Der führt zu den Stellenanzeigen. Personen, die keinen LinkedIn Account haben, müssen unten nach „Stellenmarkt“ auf der Startseite von LinkedIn schauen.

LinkedIn StellensucheFolgt man den Link, so gelangt man zur Schnellsuche. Dieses ist ein Freitextfeld alá Google, wo man die Suchparameter eingibt. Hier kann man zum Beispiel „Bank Hannover“ oder „Accounting Energieversorger“ als Suchbegriffe direkt eingeben:

Stellenanzeigen SchnellsucheZusätzlich bietet auch die Schnellsuche bereits Eingrenzungsfunktionen nach Land, Postleitzahl, Branche und Tätigkeitsbereich an. Die Postleitzahl ist voreingestellt: Will man Bundesweit suchen, so kann man diese einfach löschen.

Ich nutze allerdings immer lieber die erweiterte Suche. Diese lässt sich über einen kleinen Umweg erreichen: Einfach das Suchfeld leer lassen und auf „Suche“ drücken. Dann erscheint ein Suchergebnis (durchaus schon auf das Profil des Suchenden abgestimmt):

Stellenanzeigen Erweitert

Jetzt kann man seine Suche nach Belieben eingrenzen. Der Klassiker wäre, den Ort zu spezifizieren. Voreingestellt ist die eigene Postleitzahl. Hier kann man jede, beliebige (gültige) Postleitzahl eintragen und einen Radius von wahlweise 15, 40, 55, 80, 120 oder 160 km eingeben. Wenn man bundesweit suchen möchte, so einfach die voreingestellte Postleitzahl entfernen. Auch das Land ist voreingestellt. Hierbei handelt es sich um ein Pflichtfeld: Suche in Deutschland und Schweiz gleichzeitig ist nicht möglich. Zusätzlich kann man noch die Suchparameter nach dem Unternehmen und der Beziehung dorthin, Standort des Unternehmens, Veröffentlichungszeitraum, Tätigkeitsbereich, Branche und Berufserfahrung verwenden.

War man mit einer Such so weit zufrieden, kann man die Suche auch speichern:

Stellenanzeigen SuchergebnisEine weitere Option ist es, die Suchergebnisse nach verschiedenen Kriterien zu sortieren. Interessant ist dieses vorrangig, wenn man eine Suche hat, die mehrere hundert Stellen als Ergebnis ausgibt.

Extro

Noch kommt LinkedIn nicht gegen klassische Börsen wie Stepstone oder Monsters an. Allerdings gibt es schon mehr Anzeigen (ohne Praktika) als der deutsche Pendant XING. Die Auswertung nach Beziehungen ist allerdings ein Vorteil gegenüber den klassischen Stellenbörsen.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

Update

Der Bug ist behoben

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Im Moment scheint LinkedIn mit der deutschsprachigen Oberfläche ein Problem mit der Anzeige von Stellenanzeigen zu haben: Wenn man auf „Stellenmarkt“ geht und entweder sich Jobs suchen lässt oder auch die vorgeschlagenen Jobs sich anzeigen lassen möchte, so kommt man auf die Startseite. Auch die direkte Anzeige mittels der „jobID“ (So heißt im LinkedIn Jargon die Nummer der Stellenanzeige) führt auf direkten Wege zur Startseite von LinkedIn. Ich konnte dieses Verhalten von LinkedIn sowohl auf dem Internet Explorer 11, einem aktuellem Firefox und auf Safari reproduzieren.

Workaround

Wer trotzdem dringend auf den Stellenmarkt schauen möchte, der sollte einfach auf die englische Oberfläche von LinkedIn wechseln:

Sprache ändern LinkedInWas ich ausprobiert habe, waren englisch, spanisch und niederländisch. Mit den drei Sprachen gab es keine Probleme bei der Anzeige der Stellen (und verzeiht bitte, dass ich keine Muße fand, noch mehr auszuprobieren).

Wenn man sich mit der Sprache nicht so sicher ist, die Navigation ist meines Erachtens immer identisch: Ihr findet den Stellenmarkt in allen Sprachen (zumindest die, die ich beherrsche, wenn es auf Koreanisch anders ist, so steinigt mich bitte nicht) an derselben Stelle, wie mit der deutschsprachigen Oberfläche:

Jobs in verschiedenen SprachenMan kann damit also weiterhin durch die Stellenanzeigen navigieren. Wenn man eine weitere Sprache beherrscht, klappt das einwandfrei. Nicht komfortabel (Ich bevorzuge auch die deutschsprachige Oberfläche), aber funktional. Die vorgeschlagenen Stellenanzeigen funktionieren auch in der anderen Sprache einwandfrei, man muss sich dort nicht auf Stellenanzeigen in London oder Barcelona einstellen.

Extro

Ich hoffe, dass der Bug schnell behoben ist. Schon mal vorab: Ich dokumentiere ja die absoluten Stellenanzeigen (ohne Praktika) im DACH Raum und vergleiche diese mit dem deutschen Anbieter XING. Da sieht es aktuell so aus:

Stellenanzeigen Summe ohne Praktika 19032014Interessant ist, dass es zwischen den Feiertagen bei XING steil bergauf und bei LinkedIn bergab ging. Ansonsten ist die Entwicklung schön synchron. Allerdings kommen beide noch nicht gegen die klassischen Stellenbörsen wie Stepstone oder Monsters an, wie Eva Zils regelmäßig berichtet. Aber zu dem Vergleich in naher Zukunft etwas mehr.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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Die Tage habe ich mir das Buch „Mythos Fachkräftemangel“ von Martin Gaedt zu Gemüte geführt. Ich bin ja selber kein Personaler (eher das Gegenteil), so dass ich die Einblicke sehr spannend fand. Meine Eindrücke…

Das Buch…

WILEY VCH WEINHEIM GERMANYSelber hat 240 Seiten und ist im Wiley Verlag erschienen. In verschiedenen Kapiteln werden die „Problemzonen“ des Arbeitsmarktes beschrieben: Teilnehmer sind hier die Fachkräfte an sich, die Unternehmen und natürlich die Agentur. Der Agentur ist (als größter Einzelteilnehmer auf dem Arbeitsmarkt) besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Bei dem Buch wird die Hälfte des Buches der Beschreibung des Status Quo unseres Arbeitsmarktes gewidmet. Die andere Hälfte beleuchtet Möglichkeiten, wie man dem Mangel entgegentreten könnte.

Dabei wird immer wieder auf das Phänomen des menschlichen Miteinanders eingegangen: Bei Arbeitskräften handelt es sich zuerst mal um Menschen, die auch als solche behandelt werden wollen. Anschaulich beschreibt Martin Gaedt selber Masterstudenten akquiriert: Dabei kommt eigentlich vorrangig gesunder Menschenverstand und Zeit zum Tragen: Damit lassen sich auch heute hervorragende Ergebnisse erzielen. Was er tut, nennt sich neudeutsch „Sourcing“: Er sucht aktiv nach Teilnehmern und macht sich die Mühe, deren Profile zu studieren.

…lesenswert

Das Buch fällt durch seine teilweise extreme Einstellung auf. Trotzdem: Durch die Extrema werden Verantwortliche auf die Missstände hingewiesen und mögliche, realistische Lösungsstrategien karikiert.

Für alle Personalverantwortlichen aus meiner Sicht eine gute Anleitung zur Selbstreflexion. Wer die heutigen Prozesse, gerade bei Konzernen oder Unternehmensberatungen, gesehen hat, weiß, dass es im Bereich der „Menschlichkeit“ noch Potential gibt. Aufmerksam bin ich auf das Buch über einen Artikel in der Huffington Post geworden. Mit meiner Empfehlung scheine ich auch nicht allein zu sein: Auch Lars Hahn, Helge Weinberg, Ina Ferber, Svenja Hofert oder Jochen Mai in der Karrierebibel sind derselben Meinung. Ein Buch was stark polarisiert, was aber auf Grund der jetzigen Situation auch notwendig ist. Für alle, die die Aufmachung etwas zu reißerisch wirkt, möchte ich zum Schluss noch mal Ina Ferber zitieren:

ICH BIN WIDER WILLEN BEGEISTERT: BUCHEMPFEHLUNG „MYTHOS FACHKRÄFTEMANGEL“


Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;