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Facebook

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Facebook LogoWer die Überschrift bereits kennt, ich hatte diese 2011 bereits verwendet. Die Geschichte um Jobs und Facebook macht die Wichtigkeit des Rebloggens deutlich: Eigentlich kann man die Artikel zyklisch wieder aufwärmen.

Anzeichen und Entwicklung

Facebook SkillsAm 08.09.publizierte Mashable einen Artikel, wo „Professional Skills“ auf den Profilen in Facebook nun eingebbar seien. Auslöser war, dass das Feld „Professional Skills“ im Menü für Profil bearbeiten auftauchte. In Deutschland findet man ein Feld „berufliche Kenntnisse“. Am Folgetag nahm sich T3N der Meldung an und überschrieb den Artikel mit „Facebook attackiert LinkedIn und Xing: Soziales Netzwerk testet neue Karriere-Funktion„. Damit nahm die Meldung auch in den unsrigen Breiten ihren Lauf.

Derzeitige Stand….

Neben dem Feld hat Facebook zur Zeit in diesem Feld zu bieten: Die letztes Jahr gestartete App „Social Jobs“ hat nach wie vor technische Hindernisse: So wird „Germany“ in West Wheatfield, PA lokalisiert und „Deutschland“ ist ganz unbekannt:

Social Jobs Germany
Eine andere Zahl erzeugt dafür Aufmerksamkeit: Bis jetzt seien 2,3 Millionen Anzeigen gelistet. Und das wäre in etwa die gleiche Anzahl, die LinkedIn zu bieten hätte. Allerdings muss man wissen, dass die Jobs von vier Portalen dort aggregiert werden. Im Zweifel ist die gleiche Stellenanzeige viermal geschaltet. Auch ist noch BranchOut gelistet, ein Anbieter, der sich aus dem Jobmarkt zurückgezogen hat (und nun sein Glück als Chat Client versucht).

Allerdings ist eine App noch keine saubere Lösung, eine richtige Integration wäre der richtige Weg. Logisch wäre der Schritt, da Werbeeinnahmen nicht unendlich skalierbar sind.

und andere Hindernisse

Auf der anderen Seite: Werden alle Nutzer das annehmen? Wollen, gerade Führungskräfte, dort gefunden werden? Ichdenke, weniger. Und ohne aktive Ansprachen entfällt der Reiz für ein weiteres Netzwerk: Post & Pray geht woanders auch ganz gut. Gerade in den deutschsprachigen Gefilden ist der Hang zu einem Karrierenetzwerk unausgeprägt.

Extro

Ich bin nach wie vor skeptisch. Auf der anderen Seite hat gerade Facebook riesige Entwicklerkapazitäten. Mal schauen, vielleicht kann ich in einem Jahr einen ähnlichen Artikel schreiben.
Stephan Koß/Google+

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Facebook LogoDas ein Facebook Phone kommen soll, ist schon lange im Gespräch. Nun wurde zu einem Event geladen und es wurde Facebook Home präsentiert. Hierbei handelt es sich nicht um eine eigene Entwicklung, sondern um ein „verbogenes“ Android, dass Power Usern es ermöglichen soll, besser mit ihrem Netzwerk zu agieren. Ist die Strategie sinnvoll?

Was technisch falsch erscheint…..

Cover Feed Facebook Home

(c) Facebook 2013

Im Zentrum der Facebook Entwicklung ist der Cover Feed. Mit diesem wird die Interaktion mit seinem Facebook Netzwerk verbessert, Facebook ist zentraler Bestandteil des Handys. Dieser wandelt ein Android Handy in ein „Facebook“ Handy. Es handelt sich also nicht um eine eigene, technische Entwicklung eines Betriebssystems, sondern ein bestehendes wird modifiziert (oder besser: Customized, um es englisch auszudrücken). Hierbei begibt sich Facebook in gewisse Risiken: Auch wenn man dem ersten Anschein Google durch die Nutzung seines Quellcodes ein Schnippchen geschlagen wird, so begibt man sich in eine starke Abhängigkeit: Man ist dem Suchmaschinenhersteller in gewisser Weise ausgeliefert, da man seine Weiterentwicklungen am Android System benötigen wird. Sich in Abhängigkeiten zu begeben, ist immer mit Risiken verbunden. So kann Google einzelne Bestandteile seines Betriebssystems so modifizieren, dass eine Nutzung durch Facebook Home nicht möglich wäre.

…kann trotzdem richtig sein

MA Facebook Google Microsoft Ende 2012Warum macht Facebook nicht sein eigenes Android? Die Antwort ergibt sich aus den Ressourcen, die Facebook zur Verfügung stehen. Vergleicht man die Mitarbeiter von Facebook mit Google und Microsoft, so sieht man, dass Facebook, trotz des gigantischen Marktwertes von 60 Milliarden Dollar eher ein mittelständisches Unternehmen ist. Android hat mittlerweile so viele Codezeile, wie Windows NT: Ein Betriebssystem mit wesentlich weniger Funktionen würden die Anwender wohl kaum akzeptieren. Von daher erscheint es sinnvoll, „nur“ auf ein bestehendes aufzusetzen. Hinzu kommt: Wer ist die Zielgruppe? Hier kommen eher Power User in Frage, vor allem im Bereich der jungen Generation (deren Verdrängung schon seit 2007 beobachtet werden will)

Extro

Eine Bewertung von der Sinnhaftigkeit von Facebook Home liegt mir fern: Dafür gibt es bessere Möglichkeiten. Dass sich Facebook nicht in den Hardwaremarkt direkt begibt, sondern Kooperationen sucht und auf bestehende Integrationen setzt, erscheint betriebswirtschaftlich sinnvoll.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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branchout logo

branchout logo

Noch im Oktober 2011 stellte sich die Frage, wann Facebook im Recruiting mit einer eigenen Lösung landet. Es gab verschiedene Ansätze über Apps. Hierbei machte gerade vor einem Jahr BranchOut von sich reden, da es einen Sturm der Anmeldungen gab. Dieser Sturm um die Anmeldungen legte sich aber schnell. Im Herbst emanzipierte sich BranchOut von Facebook und degradierte das soziale Netzwerk zum Login Anbieter. Wie sieht es aktuell um das soziale Netzwerk von Rick Marini, der gerade in die Top Ten der Recruiting CEOs gewählt wurde,  aus?

Facebook Integration

Nachdem im April letzten Jahres die 25 Millionen Nutzer geknackt wurden, wurde aus der App ein soziales Netzwerk. Mitte November startete Facebook SocialJobs: Eine App als Suchmaschinenaggregator für verschiedene Online Stellenbörse, darunter auch BranchOut. Man konnte denken, dass damit Facebook ein größeres Interesse bei den Recruitern erzeugt.

Aber Deutschland (oder der deutschsprachige Markt) bleibt von der Entwicklung ausgeschlossen. BranchOut muss man über ComScore oder Alexa messen, da die App von Facebook nur noch die Authentifizierung vornimmt. Un da sieht es weniger schön für BranchOut aus. In Deutschland zum Beispiel hat BranchOut nach Alexa Ranking einen Platz von 111.048, was wesentlich schlechter als mein Blog ist. Hinzu kommt, dass bei den Entwicklungen weder eine deutschsprachige GUI abzusehen ist, noch dass Deutschland in die angebundene SocialJobs App richtig integriert wird (So ist „Germany“ laut Facebook in West Virginia und „Deutschland“ unbekannt).

SocialJobs zu Deutschland

Aktuelle Entwicklungen

Branchout colleaguesTrotzdem geht es technisch weiter. Gerade für Community Manager von großen Konzernen interessant: Man kann eine Art Gruppe gründen für alle, die mit derselben Domain angemeldet sind. Ein nützlicher Hinweis, gerade für Personen, die die Diskussionen über die eigene Unternehmung monitoren: Man bekommt in Zukunft immer eine Benachrichtigung, wenn jemand mit derselben Domain in der Mailadresse etwas postet.

Extro

Der Ansatz von BranchOut gefiel mir ursprünglich. Aktuell fehlt aber die Berücksichtigung des deutschen Marktes. Die fehlende deutschsprachige Unterstützung wird viele abschrecken. Eine mangelhafte Integration in den Aggregator von Facebook macht die Anwendung schlicht unbrauchbar: Was nutzt eine Onlinestellenbörse, in der man nicht suchen kann? Da haben meines Erachtens andere Newcomer wie Silp oder Poachee bessere Chancen.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

….und keiner merkt es

Facebook LogoOkay, die Schlagzeile ist etwas hoch gegriffen. Trotz der Schwierigkeiten im Kontext der Messung von Zahlen beobachte ich ja verschiedene Dienste. Neben professionellen Diensten wie SocialBench oder Socialbakers gibt es auch noch den Dienst Alexa. Ich weiß, dieser ist in Punkto Genauigkeit nicht google-plus-logo-buttondie erste Wahl (wahrscheinlich auch nicht die Zweite), aber man bekommt Vergleichswerte über einen Zeitraum. Und der Dienst steht halt jedem zur Verfügung. Bei dem gestrigen Artikel über Domian, ist mir etwas aufgefallen, dass ich von allein gar nicht gemerkt hätte: Ich wollte ja nur zeigen, in wie weit Facebook Anteil am weltweiten Traffic hat und stellte fest, dass nach Pageviews Facebook Google überholt hat.

Die Zahlen

Während viele den Traffic von Pinterest verfolgen, habe ich mir aktuelle die Pageviews von Facebook und Google genauer angeschaut. Dabei ergaben sich im Dreimonatsvergleich folgende Werte:

Traffic Google FacebookAllerdings hat Google noch einen Trumpf im Ärmel: Das 2006 erworbene YouTube. Schaut man sich die Zahlen mit YouTube an, so ist das Verhältnis ein anderes:

Traffic Google Facebook YoutubeWas dabei interessant ist: Der Anteil von Google+ ist nach wie vor gering, auch wenn nach eigenen Bekunden über 500 Millionen Personen bei Google+ sein sollen. Ich selber bin ja seit Anfang an bei Google+ dabei, aber die hohen Nutzerzahl spiegeln nicht meine eigene Wahrnehmung wieder, die Alexa Zahlen da eher. Lustiges Detail am Rande: Im Zeitvergleich scheinen Facebook und Google Nutzung exakt antizyklisch zu sein:

Facebook Google Antizyklisch

So eine exakte Symmetrie lässt eher auf Messfehler, als auf Zufall hindeuten.

Strategie zählt

Bei Google+ habe ich eigentlich auf den Penetrationseffekt getippt. Das Wachstum von facebook scheint seit dem Börsengang eher dezenter zu verlaufen. Google und Facebook scheinen mittlerweile auf Augenhöhe zu sein. Was jetzt zählt, ist die Strategie: Facebook versucht mit dem Social Graph in die Kernkompetenz von Google einzudringen und durch die Social Jobs im Gebiet von LinkedIn zu wildern. Gleichzeitig wird die Monetarisierung mit dem Edgerank vorangetrieben. Google versucht es eher durch Penetration über die Handies:  Android kommt mittlerweile auf einen Marktanteil von 67% und bringt Google damit in die Haushalte. Facebooks Handypläne wiederum machen kaum noch von sich reden.

Extro

Ich muss selber sagen: Ich bin erstaunt. Hintergrund ist, dass selbst 1 Milliarde facebook Nutzer im Vergleich zu Google (also ohne Plus!) wenig erscheinen. Ich denke, der Titanenkampf wird auf Ausdauer und Innovation hinauslaufen. Ideen, wer das Rennen gewinnen mag, habe ich keine. Ihr?

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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Facebook LogoGestern und heute geisterte es durch das Internet: Domian, ein Moderator bei Einslife / WDR kritisiert die katholische Kirche und dessen Vertreter und bei Facebook werden diese kritischen Stimmen „zensiert“. Als Moderator von verschiedenen Gruppen wurde ich auch schon öfters mit dem Begriff Zensur konfrontiert… ein kritischer Blick auf die Begrifflichkeiten ist angebracht. Vorab: ich mag Domian, haben seine Nighttalksendungen auf Einslife so manche Fahrt zur Fakultät versüßt, wenn ich sonntags von Hameln in die Pfalz fuhr.

Was ist Zensur

Mit der Sache an sich haben sich etliche beschäftigt, von t3n über Kerstin Hoffmann als PR Doktor, Heise, Cicero oder bis hin zu Einzelnen, wie Antje Schrupp in Ihrem Blog. Dabei kommt meiner Meinung gerade der Artikel vom PR Doktor ziemlich nahe. Ich möchte mich nicht zu sehr in das juristische ausschweifen, wer die Begrifflichkeiten sucht ist bei Dr. Carsten Ulbricht Artikel gut aufgehoben. Nur so viel: Zensur ist ein Begriff, dass stattliche Kontrollen greifen und die freie Meinungsäußerung, gerade der Medien, einschränken. So ist zum Beispiel der Eingriff durch die GEMA in das Geschäftsmodell von YouTube keine Zensur.

Man sollte den Begriff nicht auch verwässern: Man hat Alternativen und sollte diese auch nutzen. Wenn man einen Provider nicht mag (oder meint, dieser würde einen zu stark einschränken), so sollte man die Konsequenzen ziehen. Im Fall Domian hat dieser die Infrastruktur von Facebook für seine Reichweite genutzt und ein beachtliche Fangemeinde aufgebaut. Die Konsequenz der Nutzung ist aber auch, dass er mit Facebook als Betreiber leben muss.

Löschen von Postings ist nicht schön und hinterfragenswert. Hier hat Facebook (erstaunlicherweise) auf die Kritik reagiert:

Wir möchten, dass Facebook ein Ort ist, wo Menschen offen diskutieren können, ihre Fragen und ihre Meinung äußern können, während die Rechte und Gefühle anderer respektiert werden. Einige Kommentare und Inhalte können für jemanden störend sein – Kritik an einer bestimmten Kultur, Land, Religion, Lebensstil oder politische Ideologie, zum Beispiel. Das allein ist kein Grund, um die Diskussion zu entfernen. Wir glauben fest daran, dass Facebook-Nutzer die Möglichkeit haben, ihre Meinung zu äußern, und dass wir in der Regel diese Inhalte, Gruppen oder Seiten, die sich gegen Länder, Religionen, politischen Organisationen oder Ideen richten, nicht entfernen.

Entschuldige bitte, https://www.facebook.com/Domian.Juergen!!!

Facebook ist nicht das Internet

Kommen wir zum anderen Punkt: Facebook ist nicht das Internet. Hier kann man abschichten:

Traffic WorldWide FacebookDie Größenklassen sind dabei durchaus proportional. So hat Facebook schon einen großen Anteil am Traffic im WWW (und hat sogar in diesem Jahr erstmals Google überholt), aber das ist nicht alles. Vergleicht man Facebook mit anderen sozialen Netzwerken, so sieht es wie folgt aus:

Anteil Traffic facebook, Twitter, Pinterest, LinkedIn

Die Prozentwerte entsprechen der Nutzung am weltweiten Traffic im World Wide Web. Facebook ist schon groß – aber nicht so dominant, wie man glauben mag. Wie man sieht, hat Facebook 7% des weltweilten WWW Traffics. Toyota hat zum Beispiel 12 % aller verkauften PKW in der Welt hergestellt: Hier würde niemand eine derartig große Vormachtstellung darstellen, wie es immer bei Facebook suggeriert wird.

Extro

Facebbok ist nicht das Internet. Wer mit der Dienstleistung nicht zufrieden ist, sollte sich Alternativen suchen. Das ist nicht böse gemeint: Domian ist kein Privatnutzer, sondern eine Marke, die auf Facebook vertrieben wird (man entschuldige die Doppeldeutigkeit). Wenn er selber sagt, er würde demnächst mehr bloggen, so halte ich das für eine gute Idee.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß

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Logo socialbenchHeute war ich zu Besuch in Düsseldorf. Die Agentur Kantar Media lud dazu nach Düsseldorf zu Kaffee und Slides ein. Die Vortragenden waren zum einen Susanne Dall, direkt von der Agentur, und Nico Pliquett, Gründer von Nico SocialBenchSocialBench. Mit SocialBench soll man Analysen über „Social Media“ vornehmen können. De facto ist es im Moment nahezu „nur“ Facebook und ein bisschen Twitter. SocialBench nimmt in letzter Zeit Fahrt auf, auch mit der Unterstützung von Sven Wiesner. Interessant fand ich vor allem die Benchmarks, die in diesem Zusammenhang von Socialbench mit angeboten werden. Nach Socialbakers ein weiterer Anbieter in diesem Feld.

Socialbench

Ich mag ja Zahlen. Jedoch hat man Mühe, Vergleichsmaterial zu bekommen. Für LinkedIn versuche ich ja immer, alle möglichen Quellen anzuzapfen. SocialBench fungiert hier quasi als Dienstleister und Aggregator: Von X Unternehmen (Besser: Fanseiten) werden die Insights vorgehalten (und auch historisiert). So kann man zum einen seine eigene Seite messen, aber, was ich viel spannender finde, seine Seite in Relation zu Mitbewerbern setzen. Hat man seine eigene Seite durchaus auf dem Schirm, so sind Vergleichszahlen rar: Ohne Hilfsmittel ist man da auf die grobe Zahl „Fans“ etc. angewiesen. Und Fans allein bringen noch keinen Mehrwert, es ist eher eine zwingende Nebenbedingung. Das Vergleichen und der Zugriff auf dessen Daten bringt einen hohen Mehrwert. Wer hat schon a) Zeit b) Lust und c) die Möglichkeiten, zig tausende von Likes und Shares der Mitbewerber auszuwerten.

Foto schlägt Video

SocialBench Fotos vor VideoEine Sache hat sich auch in den gezeigten Praxisfällen bewahrheitet: Fotos werden am meisten geteilt und geliked, Videos wesentlich weniger und Links gehen auch nicht so gut.

Nützliche Helferlein

Neben der einfachen Handhabung, die von Nico Piquett betont wurde, fand ich praktische Helferlein mit am sinnvollsten: Klare Vorstellungen über die Tageszeiten von Likes und Shares sowie daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen, wann man als Unternehmen was postet, können sinnvolle Unterstützung darstellen.

Personifizierte Auswertungen

Einen Bereich, den ich etwas skeptisch betrachte, ist die personenbezogenen Auswertungen. Mit aggregierten Daten habe ich prinzipiell kein Problem. Wenn aber die Personen gezeigt werden, die am meisten Kommentare geschrieben haben und auch gleich mit aufgezeigt wird, auf welchen Fanpages diese Person noch aktiv ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass das rechtskonform ist. Der Ball liegt meines Erachtens aber bei Facebook: Mir war gar nicht bewusst, dass die Insights API so detailliert personenbezogene Daten zur Verfügung stellt. (Grund genug, die letzten drei Unternehmensseite, die ich in meinem Portfolio habe zu entliken.)

extro

Schönes Detail am Rande: Bei deren API Auswertungen gab es einen Zusammenbruch … an dem Tag, an dem auch Instagramm einen vermeintlichen Einbruch hatte. Die Zahlen sind halt nur so gut wie die zuliefernden Unternehmen.

Mein persönliches Fazit: Gutes Tool, gerade im B2C Bereich sind solche Unterstützungen notwendig, da Vergleichszahlen, wenn überhaupt, nur mit massiv Ressourcen ermittelt werden können. Für den B2B Bereich finde ich es weniger nützlich, da die Qualität bis hin zum einzelnen Kontakt wichtiger ist als die Quantität.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß

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Auch wenn man Zahlen immer mit Vorsicht zu genießen sind, wollte ich mal wissen, wie die sozialen Netzwerke für Stellenanzeigen von Unternehmen angenommen werden. Während die Online Stellenbörsen wie Monster den Zenit überschritten haben dürften, kommen gerade LinkedIn, Xing und Facebook in Mode. Wie sieht es aus?

Vorgehensweise

Fast alle Anbieter haben die Möglichkeit, der erweiterten Suche. Über diese werden die Stellenanzeigen ausgewiesen:

Identifikation Stellenanzeigen
Bei BranchOut und der Facebook App musste über die Stichwörter gesucht werden. Diese Vorgehensweise ist nur ein Annäherungswert, da zum Beispiel ein „Vertriebsleiter Deutschland“, der in den Niederlanden tätig ist, mit ausgewiesen wird. Die Zahlen müssen daher im Zweifel nach unten korrigiert werden.

Die Zahlen

Ich habe die Zahlen für Deutschland, Österreich und die Schweiz ausgewertet:

Stellenanzeigen DACH

Auch wenn ich sehr LinkedIn affin bin, hat mich das Ergebnis überrascht. Damit ist LinkedIn von den vier betrachteten Anbietern führend und liegt fast 50% vor dem deutschen Pendanten Xing. In Summe sehen die Stellenanzeigen für die vier sozialen Netzwerke wie folgt aus:

Stellenanzeigen DACH Summe
Die Zahlen zeigen auch: Die Facebook Jobbörse kommt, wenn auch sehr langsam.

Extro

Thomas Vollmöller zeigte sich in Interviews unzufrieden. Das beim blauen Erzrivalen mittlerweile mehr Stellenanzeigen geschaltet werden, könnte drei Gründe haben:

  1. Xing ist zu teuer: 470 € mit Umsatzsteuer und das bei einem eher geringeren Leistungsumfang als die Kontrahenten ist viel Geld.
  2. Stellenanzeigen werden eher von Konzernen geschaltet: Und diese sind bei LinkedIn besser vertreten. So hat Daimler bei Xing 4 Stellenanzeigen, bei LinkedIn mehrere hundert. Bei SAP steht es 0 Anzeigen (Xing) zu 57 (LinkedIn). Robert Bosch hat 79 Stellenanzeigen für Berufseinsteiger.
  3. Zahlen sind falsch: Nicht außer acht zu lassen ist die Möglichkeit, dass Zahlen einfach nicht stimmen. Bei den Unternehmensprofilen der Fa. Siemens konnte man horrende Abweichungen in der Anzahl der Mitarbeiter beobachten. Wer Zahlen ausweist, wird auch daran gemessen.

Wenn die Zahlen allerdings stimmen, dann hat Herr Vollmöller viel zu tun. Die Anzahl der Stellenanzeigen haben Signalwirkung für die Nutzung eines Businessnetzwerkes.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß