Wann wird Facebook zum Karriereportal….

Täglich grüßt das Murmeltier

Heute bin ich auf einen interessanten Artikel in TechCrunch gestoßen. In dem Blogpost von Josh Constine vom 07. November wird ein neues Feature von Facebook beschrieben: So können Unternehmensseiten nun mit Karrierepostings angereichert werden und diese, wie man es bereits von LinkedIn kennt, gegen Einwurf kleiner Münzen bei getargeten Facebook Usern anzeigen lassen. Dabei setzt bei dem Matching auf die Tags, die jeder Nutzer gepflegt haben soll (so weit Facebook sich das wünscht). Dabei orakelt TechCrunch „Facebook threatens LinkedIn with job opening„. Eine Ansage, die man näher betrachten sollte.

Deja vú?

Irgendwie kommen die Ansätze bekannt vor. Selbst die Überschrift in ähnlicher Form gab es bei mir schon mal, sogar mehrfach. Man erinnert sich. Insbesondere das mittlerweile beerdigte BranchOut machte zeitweise von sich zu Reden und auch andere Anbieter wie Silp und Poachee boten auf App Basis in Facebook eingebettet Möglichkeiten, eines Karriereportales. Dann startete „Social Jobs„, auch eine App, allerdings von Facebook selber. Einen Durchbruch schafften damit weder die Fremdanbieter, noch Facebook selber:  Alle Ansätze geraten entweder in Vergessenheit oder wurden schlichtweg ignoriert.

Potentiale und Realität

Die Logik von Facebook ist an sich einleuchtend: Warum einen lukrativen Markt wie die Stellenbörsen großen Konkurrenten wie LinkedIn allein überlassen? Allein die pure Masse an angemeldeten Nutzern, an die 1,71 Milliarden aktive allein im Q2 2016, sollte doch Anlass geben, dass man schnell und einfach was hinzaubert und von der puren Masse an Nutzern jubelnd aufgenommen werden könnte.

Tatsächlich scheinen diese Angebote jedoch nicht angenommen zu werden: Die Trennung von Beruflichen und Privaten ist in europäischen und vor allem deutschsprachigen Ländern stärker, als im angloamerikanischen Raum scheint nach wie vor zu dominieren.

Trotzdem ist der Schritt ein logischer: Nicht alle sind bei LinkedIn (um nicht zu sagen, nur ein Viertel), und der Anspruch von Facebook ist ja eher, virale Effekte zu nutzen, als die Führungshierarchien zu erreichen. Schauen wir mal, ob es diesmal was wird oder ob ich in ein oder zwei Jahren den nächsten Artikel dieser Überschrift widmen kann…

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