Über Matheaufgaben und Authentizität bei LinkedIn

Intro

LinkedIn ist ein professionelles Netzwerk: Personen (aber auch) Unternehmen präsentieren sich und ihre Fähigkeiten und Leistungen. Das hat viel mit Selbstdarstellung zu tun und ist auch demensprechend unspektakulär. Oft. In Letzter Zeit häufen sich Matheaufgaben, oft betitelt mit reißerischen Überschriften wie: „99,99% der Dresdner Bevölkerung waren nicht in der Lage, dieses zu lösen“ oder nur simpel „Wenn Du das schaffst, bist Du genial„, oft kombiniert mit dem hemmungslosen Einsatz der Großschreibung.

LinkedIn Mathelösung

Was suchen Matheaufgaben da

Jetzt müssen Sie ganz, ganz tapfer sein: Unter Mitgliedern von LinkedIn ist die Eigenschaft, Dreisatz oder „Punkt vor Strichrechnung“ zu beherrschen, nicht völlig selten. Und diejenigen, die es nicht beherrschen und bei LinkedIn sind, werden es wohl auch nicht zwingend brauchen.

So oder so, diejenigen, die Mathe benötigen, werden es auch anders herleiten können. Alle anderen brauchen Mathe halt nicht. Daher muss das nicht über die Timeline dokumentiert werden.

Don`t feed the Troll

Jetzt könnte man meinen, jeder nach seinen Gusto. Generell bin ich auch ein Freund des eher toleranten Ansatzes. Daher ein paar Sätze zu der Mechanik, die zu diesem Beitrag führen.

LinkedIn Mathelösung NeinPersonen posten solche Beiträge im besten Fall, um Ihr Netzwerk zu unterhalten, in der Regel um Aufmerksamkeit zu bekommen. Durch jede Interaktion des Netzwerkes wird dieser Beitrag geteilt und weiter verbreitet. Neben der direkten Verbreitung wird dem Beitrag Aufmerksamkeit geschenkt und bei den Messungen im Hintergrund wird dieses verzeichnet. Der Artikel wird „beliebter„. Dabei ist es egal, ob man die Matheaufgabe löst oder nur kommentiert, dass man so was nicht in seiner Timeline zu sehen wünscht.

Daher gilt auch der alte Grundsatz: „Don`t feed the Troll„: Diese Art der Kommentare wird aussterben, wenn sich keiner daran beteiligt, egal ob positiv oder negativ.

Steuern Sie Ihre Wahrnehmung

Hinzu kommt: Durch Teilen und Kommentieren verrate ich mehr über mich, als nur das Gesagte (oder besser Geschriebene). Ich kann meine Wahrnehmung in meinem Netzwerk darüber steuern. Und wie steuert man sein Netzwerk, wenn dieses gelöste Dreisatzaufgaben zu sehen bekommt? Man suggeriert vor allem Freizeitprobleme. Besser man beteiligt sich an Fachdiskussionen über Gruppen oder kommentiert Fragestellungen zu seiner Profession.

 

1 Kommentar
  1. Birgit Steinfelder sagte:

    Bravo!

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