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Business Stalking mit LinkedIn – Industriespionage 2.0 – legal

Intro

Immer wieder sickern bei Unternehmen Details aus deren Produktportfolio heraus. Mal Wurde lanciert, das Apple einen Kartendienst plant, ein Spielehersteller einen großen Launch vor der Brust hat oder der Prozessorhersteller AMD eine neue Serie designt. Eines haben die drei Fälle gemein: Diese Details sickerten aus LinkedIn Mitarbeiterprofilen durch. Das zeigt zum einen, dass man vor sozialen Netzen nicht die Augen verschließen sollte, aber auch, dass man Potentiale hat, wenn man sich im Mitbewerb umhören möchte. Man muss ja nicht gleich wie die NSA mit Fakeprofilen unterwegs sein. Es gibt auch intelligente und legale Wege, auf dem neusten Stand zu bleiben.

Informationen sammeln

Es dreht sich um Informationen. Viele Unternehmen sind auf LinkedIn unterwegs, sei es aktiv durch Unternehmensprofile oder gar eigenen Aktivitäten oder nur indirekt durch Mitarbeiter, die ihr Unternehmen repräsentieren.

Das Unternehmensprofil

Die einfachste Form ist: Schauen Sie nach ihren Mitbewerbern: Haben diese Unternehmensprofile? Wenn ja, folgen Sie diesen:

Unternehmensseite folgen

Auf der Seite erfahren Sie einiges über den Mitbewerber.

Die Stellenanzeigen

Interessant sind auch die Stellenanzeigen: Hat das Unternehmen welche geschaltet? Und wenn ja, in welchem Bereich? Sie können der Suche nach den Stellen auch „Folgen“, dann bekommen Sie mit, wenn das Unternehmen einen Bereich ausbaut:

Stellensuche bei LinkedIn

Die Kür: Interessanten Mitarbeitern folgen

Aber seien wir ehrlich: Gerade die großen Konzerne managen Ihre Profile professionell. Hier wird man kaum mehr erfahren, als auch eine klassische Homepage hergibt. Daher: Suchen Sie interessante Profile von Mitarbeitern aus der Division des Unternehmens, dass sie interessiert:

Erweiterte Suche bei LinkedIn

Suchen Sie gezielt nach Produktmanagern, Ingenieuren oder Business Development Beauftragte. Sie können diesen Personen nämlich wie auf Twitter folgen, ohne sich zu vernetzen:

Personen folgen

 

Dann bekommen Sie mit, was so passiert. Konzentrieren Sie sich auf jüngere oder Karrierewillige: Die sind offenherziger mit Informationen als gestandene Führungskräfte.

Und genau so einer folgt Ihnen? Dann können Sie ihn nicht entfolgen, aber blocken. Dann kann er Ihr Profil nicht mehr aufrufen und Ihre Neuigkeiten sehen.

Die Kehrseite: Was machen Ihre Mitarbeiter so?

Wie sieht es bei Ihnen aus? Sie können sich selber einen Überblick verschaffen. Denken Sie aber daran, den Betriebs- oder Personalrat vorher einzubeziehen: Sie arbeiten dann mit personenbezogenen Daten und das ist Mitbestimmungspflichtig. Im Regelfall werden sie aber auf engagierte Betriebsräte treffen (meine persönliche, empirisch irrelevante Erfahrung).

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