XING stellt Unternehmensprofile „Standard“ und „Plus“ ein

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xing logoDie Unternehmensprofile haben bei Business Netzwerken eine wichtige Bedeutung für die Unternehmenskommunikation, gerade im Bereich im Employer Branding. Während LinkedIn, Facebook und Twitter hier Millionen von Followern allein für die DAX Konzerne anziehen, sind die Unternehmensprofile bei XING vergleichsweise unbekannt. Nun versucht XING, diese Unternehmensprofile weiter als Cash Cow auszubauen und verärgert Nutzer durch eine enorme Preissteigerung.

Die Ankündigung

Folgende Mail erhielten Betreiber der bisherigen Standard- und Plus Unternehmensprofilbetreiber:

Lieber Herr ,

Sie haben bestimmt schon davon gehört: Das neue Employer Branding Profil von XING & kununu ist da – und damit viele neue Features und Möglichkeiten, noch mehr potenzielle Kandidaten für Ihr Unternehmen zu begeistern.

Wichtig: Die Entwicklung der XING Unternehmensprofile „Standard“ und „Plus“ wird eingestellt. Ihr bestehender Vertrag dazu verlängert sich ab Dezember deshalb nicht mehr automatisch. Aufgrund der anstehenden Vertragsveränderung werden wir Sie seitens XING oder kununu rechtzeitig mit einem individuellen Upgrade-Angebot kontaktieren. Unsere Empfehlung: Steigen Sie jetzt auf das neue Employer Branding Profil um und sichern Sie sich alle Vorteile!

Der Nutzen von Kununu ist ja überschaubar. Trotzdem scheint XING viel auf diese Karte setzen zu wollen. Die Mail liest sich ansonsten, dass es gar keine, kostenfreie (oder günstige) Variante mehr existiert. Tatsächlich wird es noch ein kostenfreies Profil mit rudimentären Funktionen geben, wie XING auf Twitter bestätigte:

Tweet XING

Und tatsächlich, wenn man auf der Seite lange scrollt, kommt der Hinweis. Mit der kostenfreien Alternative kann man immerhin noch Logo einbinden und Status Updates schreiben. Allerdings ist mehr nicht möglich, mehr einzubinden, und dazu muss dass Employer Branding Profil genutzt werden. Dieses kommt dann, zum Beispiel bei einem Freiberufler auf 395 € netto im Monat, ohne dass er einen weiteren Mehrwert hätte.

Extro

Wenn der XING CEO Thomas Vollmöller gerade nach dem Shitstorm aus der Schweiz davon sprach, besser zu kommunizieren, so ist das aktuell wieder nicht geglückt. Tatsächlich soll Kununu als Mehrwert angepriesen werden, ohne dass eine Vielzahl von Nutzern dieses wünschen oder gar brauchen. Für kleinere Betriebe und Firmen macht ein Engagement bei den Kosten fast gar keinen Sinn mehr. Hier muss quasi ein Produkt des Mitbewerbs genutzt werden.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

5 Kommentare
    • Hallo Eva,

      neu ist, dass es keine „kleinen“ Profile mehr geben wird. Also: Kununu für teuer Geld oder lassen. Denke an Dich persönlich: Lohnt sich das Investment für 395 € im Monat?

      lG
      Stephan

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