Intro – LinkedIn Mail Integration bei Apple

intro

Bei der Überschrift musste ich stutzen: Wer mein Blog kennt, weiß, dass ich den Begriff „Intro“ eigentlich immer verwende. In diesem Fall gibt es eine Doppeldeutigkeit: Der neue Service auf Apple Geräten zur Einbindung von LinkedIn heißt Intro.

Wie es funktioniert

Intro soll mal wieder das Leben erleichtern: Mails werden angereichert durch Kontaktinformationen des Absenders und darstellen, ob der entsprechende Sender bereits Mitglied bei LinkedIn und ob man vernetzt ist.

So weit, so nett. Allerdings gibt es einen Haken: Um an die Namen des Absenders zu gelangen, muss LinkedIn die Mail kennen. Und dieses geschieht darüber, dass die Mail einen Umweg über LinkedIn macht. Besser erklärt ist das von Christian Kirsch in einem Artikel bei Heise.

Sollte ich das nutzen?

Ich möchte diese Frage nicht endgültig beantworten. Ich persönlich rate aber auch von der Preisgabe von Mailkonten, auch bei LinkedIn, ab, und zwar aus generellen Erwägungen.

Im Netz sind hier bereits verschiedene Artikel publiziert, allen voran Techcrunch, aber auch im deutschsprachigen Raum, wie bei FeFe. Der Tenor ist aber einheitlich: Besser Hände weg. Eine Argumentation findet man am ehesten bei Bishop Fox.

Das System funktioniert allerdings nicht mit allen Mailprovidern, sondern nur mit Ausgesuchten, wie GMail, Yahoo oder AOLMail, im deutschsprachigen Raum nicht so verbreitete Provider.

Extro

Noch ein paar Worte zu mir zu dem Skandal: Einige große Mailprovider lesen seit je her Mails mit, um Werbeprofile der Nutzer aufzubauen. Das hat bis jetzt dem Erfolg dieser nicht gehindert.

Intro Genehmigung zum MaillesenAuch ist LinkedIn, genau wie Facebook, nicht böse, und auch nicht gut. Es ist ein Unternehmen und versucht Serviceleistungen zu verkaufen. Das hierbei amerikanische Unternehmen nicht zwingend zimperlich sind, sollte hinreichend bekannt sein, zumal die amerikanische Regierung nicht unbedingt ein Vorbild ist (unabhängig, ob es zielführend ist, oder nicht).

Bei der Installation von Intro von LinkedIn wird ganz klar signalisiert, das die Mails in Zukunft mitgelesen werden können. Auch hier gilt, man solltebei jeder App genau schauen, was man möchte, und was einem zu weit geht.

Ich habe großes Vertrauen zu LinkedIn – und gebe meine Mailpasswörter trotzdem nicht heraus. Das ist meine persönliche Entscheidung ohne jeglich Wertung eines einzelnen Unternehmens.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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