LinkedIn vs. Xing: Über die Gruppenaktivität

intro

LinkedIn Official LogoImmer wieder kommen Diskussionen auf, wo das aktivere Gruppenleben stattfindet. Da gibt es zwei Lager und alle schwören auf Ihre Gruppen. Das Problem: Der Eindruck kann nur subjektiv sein, da man ja limitiert ist sowohl in der Zeit, die man in Gruppen verbringen kann, als auch in den Obergrenzen. So kann man nur in 100 Gruppen Mitglied sein. Deutschsprachige Gruppen gibt es auf LinkedIn 6.765, auf XING sogar 43.197. Generell habe ich den Eindruck, dass die Aktivität in den letzten Jahren nachgelassen hat. Da ich nun auf beiden Plattformen eine Gruppe zum gleichen Thema führe („Projektmanagement„) habe ich einfach ein Experiment durchgeführt: Eine Umfrage zu einem fachspezifischen Thema bei Auslobung von xing logoGewinnen im Gesamtwert von jeweils 1.500 € pro Gruppe (Ganz lieben Dank an Frau Kraus von der GPM, die das mit ermöglicht hat). Von Interesse war für mich, ob die Ergebnisse sich unterscheiden, oder das Gesetz der großen Zahl zuschlägt. Dass das Experiment nur sehr eingeschränkt repräsentativen Charakter hat, ist mir bewusst.

Ergebnisse

Die Frage lautete in beiden Foren: Wie viel Puffer planen Sie ein. Die Antworten hatte ich in fünf Gruppen geclustert:

  • 0
  • 0 – 5 %
  • 5 – 10 %
  • 10 -20 %
  • > 20 %

Das zentrale Ergebnis

Was die meisten interessieren wird, ist, wie die Einschätzung in beiden Gruppen erfolgte:

Geplanter Projektpuffer (LinkedIn vs. XING)

Während die Verteilung bei den Prozentangaben nahezu identisch ist, fällt auf, dass der Anteil der Projektmanager, die Puffer generell ablehnen, bei XING  viermal größer ist, als bei LinkedIn.

Ich selber führe es darauf zurück, dass bei XING mehr Freiberufler und bei LinkedIn mehr Mitarbeiter von Konzernen sind. Zweite Gruppe ist angepasst an die Organisationsstruktur, während freiberufliche Projektleiter sich eher an Standards halten. Aber das ist eine persönliche Interpretation.

Unterschiede zwischen LinkedIn und XING

Aber mich interessierte auch: Gibt es messbare Unterschiede zwischen der Aktivität auf LinkedIn und XING. Der nominale Rücklauf auf meine Newsletter und Teilnahme an der Umfrage stellte sich wie folgt dar:

Geplanter projektpuffer Anzahl Teilnehmer LinkedIn vs. XING

Hier muss man die Relationen beachten: Während bei XING 46.494 Teilnehmer den Newsletter erhalten hatten, lag die Anzahl bei LinkedIn nur bei 9.432. Wenn man hier die Beziehung herstellt („Response“), so sieht das Ergebnis wie folgt aus:

Geplanter Projektpuffer Prozentual Teilnehmer LinkedIn vs. XING

Hier muss man XING allerdings zu Gute halten, dass die schiere Größe des Forums auch Recruiter, Vertriebler und andere fachfremde Personen anzieht, die an einer sachbezogenen Umfrage kein Interesse haben. Wäre meine LinkedIn Gruppe genauso groß, wäre der Anteil wahrscheinlich merkbar geringer.

Übrigens: Der Anteil der weiblichen Teilnehmer zeigte keinen signifikanten Unterschied:

Geplanter Projektpuffer prozentuale Teilnahme weiblicher Mitglieder LinkedIn vs. XING

Den Unterschied von 12,5 % zu 13,4 % kann man vernachlässigen, wie ich finde.

Extro

Ich weiß, Repräsentativität sieht anders aus (Es sei denn, man würde explizit nach Social Media affine Projektmanager fragen, da würde es gut aussehen). Trotzdem fand ich den Vergleich mal ganz interessant.

Ach ja, auch ein Ergebnis: Bei LinkedIn erhielt ich mehr Rügen für die unpräzise Frageformulierung… aber das wollte ich eigentlich gar nicht wissen und messen.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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