„Ihr Beitrag wurde zur Überprüfung eingereicht“ – LinkedIn und SWAM

Intro

LinkedIn Official LogoEs ist zwar Samstag, aber in den Foren bei LinkedIn, allen voran dem LinkedIn Gruppen Forum, wird gerade über SWAM diskutiert. SWAM steht für „Site Wide Auto Moderation“ und ist die neuste Waffe von LinkedIn gegen Spam in Foren: Wenn jemand in irgendeiner Gruppe geblockt wurde, so werden dessen Beiträge in allen Foren zur Moderation vorgelegt.

Wie es funktioniert

Die Moderatoren von LinkedIn Gruppen haben die Möglichkeit, nicht nur jemanden zu entfernen und dessen Beiträge zu löschen, sondern auch jemanden zu blocken. Neu ist, dass die Daten von LinkedIn verwendet werden, um geblockte Personen zur Moderation vorzulegen: Wenn jemand in einer Gruppe geblockt wurde, so kann er in keiner Gruppe mehr posten, da er dort moderiert werden muss. Dass sieht dann so aus:

LinkedIn zur Moderation eingereichter Artikel

Jeder Beitrag in irgendeiner Gruppe wird nun nicht direkt online gestellt, sondern muss von einem Moderator dieser Gruppe freigeschaltet wird.

Man kann dem nur entgehen, wenn man den Moderator anschreibt und um ein „deblocken“ bittet. Einen Anspruch darauf hat man nicht, man ist darauf angewiesen, dass sich dieser auf Grund der neuen Entwicklung rund um SWAM sich dazu durchringt.

Gut gemeint ist gut gemacht?

Diese Automation ist von seitens LinkedIn sicherlich gut gemeint. Aus meiner Sicht fehlen einige konzeptionelle Überlegungen:

  • Niemand weiß, wann er von wem geblockt wurde. Daher kann man nicht nachvollziehen, an wen man sich wenden muss, um „deblockt“ zu werden. LinkedIn selber schreibt, „Please know that LinkedIn cannot provide a list of groups where you were blocked.“, wobei „cannot“ sicherlich mit „want to“ zu ersetzen ist.
  • Man muss beim blockenden Moderator um das deblocken bitten, ein Unterfangen, was sicherlich nicht immer funktionieren wird.
  • Die Gründe des Blockens sind heterogen: Ein kleiner Verstoß in einer Gruppe führt zum Blocken, so dass man in anderen Gruppen, wo ein Beitrag akzeptabel wäre, moderiert wird. Im Moment also obacht, vor allem mit der „Mitteilen“ Funktion aus der Timeline.
  • Im Endergebnis bekommt der Moderator überproportional Macht: So kann dieser einen bestrafen, ohne dass dieser die Möglichkeit hat, sich zu wehren oder an eine Instanz zu wenden.

Die neue Funktion stößt auf etlichen Widerstand. So gibt es etliche Blogbeiträge sowohl aus dem amerikanischen Umfeld, als auch international (wie hier aus Holland). Schon sehen einige das Ende der Gruppen und machen ihrer Enttäuschung über die Produktentwicklung Luft.

Extro

Ich schließe mich dem Tenor an: Diese Funktion ist im Moment etwas unglücklich. Sie könnte als Grundlage von Crowdsourcing dienen (bspw.: Wenn jemand in drei oder mehr Gruppen geblockt wurde, so wird das seinen Grund haben). So haben die Moderatoren mehr Arbeit und die Betroffenen wissen noch niemals, was sie verbrochen haben. Ich hoffe, hier wird noch nachjustiert.
Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

4 Kommentare
  1. Netti sagte:

    Und ich dachte schon, ich hätte ein Kapitalverbrechen begangen.
    Da hat wohl jemandem ein Link zu einem provokativen Medienartikel, den ich auf Linkedin gestellt hatte, nicht gepaßt.

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