Gruppen – Ende einer Ära?


Intro

Tweet GruppenaktivitätGestern hatte ich einen Dialog über Twitter, der mir zu denken gab. Ich bin selber Moderator von ein paar Gruppen auf LinkedIn und Xing, und die Entwicklung sehe ich ähnlich. Bereits vor zwei Jahren stellte ich fest: Ist die Timeline das Ende der Gruppe?

Gruppenaktivitäten lassen nach….

Und tatsächlich: Standen vor ein paar Jahren noch Fachdiskussionen im Vordergrund, so sind die Gruppen heute oftmals ein Hort der Recruiter oder werden in einem hohen Umfang zugespammt. Die Folge ist häufig schwindendes Interesse bei den Gruppenmitgliedern. Als Moderator den Einsatz durch konstante Vorarbeit zu erhöhen, möchte ich (persönlich) nicht. Reicht die nachlassende Aktivität für einen Totengesang auf die Gruppe als Medium?

….und wo ist das Problem?

Wenn ich die Gruppenaktivitäten zwischen 2006 und heute vergleiche, hat sich eine Menge getan. Allerdings stellt sich die Frage, ob man die hyperaktiven Zeiten 2006/2007 wieder zurückwünscht? Wenn man die damalige Aktivitäten genauer anschaut, war das auch nicht immer fachlich. Bei fachlichen Diskussionen ergeben sich zwei Probleme:

  1. Die Zeit: Nicht jeder hat immer Zeit, an den Diskussionen teilzunehmen und
  2. die Inhalte: Gerade in Fachgruppen kann man nicht alles diskutieren. 95% aller Probleme im Arbeitsalltag haben entweder mit Personen oder mit der Organisationsstruktur zu tun. Das kann (und darf) man nicht öffentlich diskutieren. Die Öffentlichkeit ist der Metaebene vorbehalten.

Und da hat man nicht immer und überall was mitzuteilen. Ich finde das gar nicht schlecht. Gerade Diskussionen in Bezug auf Politik oder gerade Religion haben aus meiner Sicht kaum was in Gruppen zu suchen: Oftmals eskalieren diese Diskussionen und bieten wenig Mehrwert.

Statt dessen sollte man die Gruppe als das betrachten was es ist: Ein Medium, wo sich Personen mit dem gleichen Ort, den gleichen Bezug, den gleichen Hobby oder Beruf treffen. Nicht mehr oder weniger.

Extro

Ja, ich finde auch, die Gruppenaktivitäten haben nachgelassen. Aber die Gruppe ist nach wie vor der Ort, um mit Unbeteiligten zu diskutieren und Gleichgesinnte zu finden. Von daher hat die Gruppe auch in Zukunft ihre Existenzberechtigung.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß

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