Socialbench und Wege des Messens

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Logo socialbenchHeute war ich zu Besuch in Düsseldorf. Die Agentur Kantar Media lud dazu nach Düsseldorf zu Kaffee und Slides ein. Die Vortragenden waren zum einen Susanne Dall, direkt von der Agentur, und Nico Pliquett, Gründer von Nico SocialBenchSocialBench. Mit SocialBench soll man Analysen über „Social Media“ vornehmen können. De facto ist es im Moment nahezu „nur“ Facebook und ein bisschen Twitter. SocialBench nimmt in letzter Zeit Fahrt auf, auch mit der Unterstützung von Sven Wiesner. Interessant fand ich vor allem die Benchmarks, die in diesem Zusammenhang von Socialbench mit angeboten werden. Nach Socialbakers ein weiterer Anbieter in diesem Feld.

Socialbench

Ich mag ja Zahlen. Jedoch hat man Mühe, Vergleichsmaterial zu bekommen. Für LinkedIn versuche ich ja immer, alle möglichen Quellen anzuzapfen. SocialBench fungiert hier quasi als Dienstleister und Aggregator: Von X Unternehmen (Besser: Fanseiten) werden die Insights vorgehalten (und auch historisiert). So kann man zum einen seine eigene Seite messen, aber, was ich viel spannender finde, seine Seite in Relation zu Mitbewerbern setzen. Hat man seine eigene Seite durchaus auf dem Schirm, so sind Vergleichszahlen rar: Ohne Hilfsmittel ist man da auf die grobe Zahl „Fans“ etc. angewiesen. Und Fans allein bringen noch keinen Mehrwert, es ist eher eine zwingende Nebenbedingung. Das Vergleichen und der Zugriff auf dessen Daten bringt einen hohen Mehrwert. Wer hat schon a) Zeit b) Lust und c) die Möglichkeiten, zig tausende von Likes und Shares der Mitbewerber auszuwerten.

Foto schlägt Video

SocialBench Fotos vor VideoEine Sache hat sich auch in den gezeigten Praxisfällen bewahrheitet: Fotos werden am meisten geteilt und geliked, Videos wesentlich weniger und Links gehen auch nicht so gut.

Nützliche Helferlein

Neben der einfachen Handhabung, die von Nico Piquett betont wurde, fand ich praktische Helferlein mit am sinnvollsten: Klare Vorstellungen über die Tageszeiten von Likes und Shares sowie daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen, wann man als Unternehmen was postet, können sinnvolle Unterstützung darstellen.

Personifizierte Auswertungen

Einen Bereich, den ich etwas skeptisch betrachte, ist die personenbezogenen Auswertungen. Mit aggregierten Daten habe ich prinzipiell kein Problem. Wenn aber die Personen gezeigt werden, die am meisten Kommentare geschrieben haben und auch gleich mit aufgezeigt wird, auf welchen Fanpages diese Person noch aktiv ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass das rechtskonform ist. Der Ball liegt meines Erachtens aber bei Facebook: Mir war gar nicht bewusst, dass die Insights API so detailliert personenbezogene Daten zur Verfügung stellt. (Grund genug, die letzten drei Unternehmensseite, die ich in meinem Portfolio habe zu entliken.)

extro

Schönes Detail am Rande: Bei deren API Auswertungen gab es einen Zusammenbruch … an dem Tag, an dem auch Instagramm einen vermeintlichen Einbruch hatte. Die Zahlen sind halt nur so gut wie die zuliefernden Unternehmen.

Mein persönliches Fazit: Gutes Tool, gerade im B2C Bereich sind solche Unterstützungen notwendig, da Vergleichszahlen, wenn überhaupt, nur mit massiv Ressourcen ermittelt werden können. Für den B2B Bereich finde ich es weniger nützlich, da die Qualität bis hin zum einzelnen Kontakt wichtiger ist als die Quantität.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß

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