LinkedIn im Vergleich zu Xing – was nutzen Startups in Deutschland?

intro

LinkedIn Official LogoIch versuche immer wieder, Detailvergleiche für die Karrierenetzwerke in Deutschland zu machen. Die Gesamtzahlen, egal welches Netzwerk, sagen im Allgemeinen nicht viel darüber aus, was es mir wirklich nutzt. Den Vergleich der DAX Konzerne kennen ja viele und aktuell der Vergleich der Jobpostings. Was ist nun das Gegenteil eines DAX Konzerns? Hier Logo Xingsind zwei Varianten denkbar: Zum einen Freiberufler oder, das andere Extrema: Startups und Gründer. Also habe ich mir die Seiten Gründerszene und Deutsche StartUps angeschaut. Hier waren mir die Artikel von Joel Kaczmarek und Alexander Hüsing eine große Hilfe. Aus deren Artikeln habe ich mir Gründer und Investoren herausgesucht. Details, welche Firmen ich mir genauer angeschaut habe, unten im Anhang.

was nutzen deutsche Startups….

Ich habe aus den oben genannten Seiten mir 50 Gründer und Startups herausgesucht. Da es keine offizielle Liste gibt, bin ich vorrangig über „Startup des jahres 201x“ gegangen. Dann habe ich mir Mitarbeiter und Follower dieser Startups angeschaut, um einen Gesamtüberblick zu erhalten:

Mitarbeiter deutsche StartUps 2013Bei den Mitarbeitern der Startups und Gründerfirmen ist ein nahezu Gleichstand: LinkedIn hat ein paar mehr, aber das kann auch im Rahmen der Statistik liegen. Lustiges Detail am Rande: Das Startup HackFwd vom OpenBC Gründer Lars Hinrichs hat bei LinkedIn 3x mehr Mitarbeiterprofile als bei Xing. Bei Followern sieht es ganz anders aus:

Follower deutsche StartUps 2013Da sowohl Xing als auch LinkedIn die Mitarbeiter der entsprechenden Unternehmungen mit als Follower ausweist, habe ich diese „mitgemessen“, damit man einen Überblick hat, wie viele Follower ein StartUp wirklich hat. Und hier liegt LinkedIn ganz klar vorn. Im Regelfall lag das Verhältnis bei 1:3 und wurde für LinkedIn noch nach oben hin verbessert, da SoundCloud allein schon über 10.000 Follower bei LinkedIn hat. Bei der Recherche zeigte sich auch wieder, dass das automatische aggregieren seitens Xing zu eigentümlichen Ergebnissen führen kann:Direktzu So hat das Startup „Direktzu“ keine Mitarbeiter auf Xing, aber ein Unternehmensprofil (was scheinbar auch irgendjemand mal befüllt hat). Zwar gibt es Mitarbeiter, die bei Xing ein Profil haben, aber die Zuordnung scheint nicht immer zu klappen. Hier sollte dringend an einem Qualitätsmanagement gearbeitet werden, dass Messen von „Mitarbeiter = 0“ sollte keine große, technische Hürde darstellen. Unabhängig davon sollten die Unternehmensprofile mal neu aufgesetzt werden.

…und was die Investoren & Venture Capitals?

Zu dem Gründen gehört aber noch eine andere Seite: Die Investoren oder „Venture Capitals“. Gerade für die Gründer selber ist es existentiell zu wissen, wo man diese finden oder auf sich aufmerksam machen könnte. Hier zeigte sich, bezogen auf 13 VCs, die ich mir angeschaut habe, ein anderes Bild, wie bei den Startups selber:

Mitarbeiter deutsche Investoren 2013

Investoren und deren Mitarbeiter haben, auch in Deutschland, eine wesentlich höhere Affinität zu LinkedIn als zu Xing. Bei Followern ergibt sich ein ähnliches Bild:

Follower deutsche Investoren 2013

Extro

Der Blick auf die Investoren zeigt: Für einen Gründer und StartUp ist die Präsenz auf LinkedIn unerlässlich. Bei Xing kann man ein Unternehmensprofil haben, muss man aber nicht. Gerade die Bezahlvariante mit über 1.800 € im Jahr ist ein stolzer Betrag, den man nicht investieren muss.

Für einen Gründer ist das Netzwerk extrem wichtig, vielleicht noch wichtiger als das Produkt oder die Dienstleistung. Damit sollte er auch wissen, wo wer zu finden ist. Sowohl Xing als auch LinkedIn sind da nur Hilfsmittel

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß

Anhang

Untersuchte Startups

6Wunderkinder, Affiliprint, Amen, Amiando, Betterplace, Conceptboard, DailyDeal, DaWanda, Direktzu, Doo , Dress-for-Less, GameDuell, Gidsy, Glossybox, HackFwd, HRS, Internetstores, KaufDa, kisseria, Madvertise, MyMuesli, Neonga, Niuu, Parship, Pixray, Pizza.de, Qype, Readmill, ReBuy, Scout24, Simfy, SoundCloud, Sport1.de , Spreadshirt, Tape.tv, Teekampagne, Tradoria, Travian Games , Trivago, TruVenturo, Ujam, Unister, Upcload, Urbanara, Web.de, Wooga, wywy, yourvideocard, Zalando, zanox

Untersuchte Investoren

HGTF, Bertelsmann Digital Media Investments, DuMont Venture, European Founders Fund, Hasso Plattner Ventures, Holtzbrinck Ventures, Hommels, IBB Beteiligungsgesellschaft, Neuhaus Partners, Passion Capital, Rocket Internet, Team Europe, Wellington Partners

6 Kommentare
  1. ishp sagte:

    Das Extro ist etwas missverständlich: Bezieht sich „Für einen Gründer ist das Netzwerk extrem wichtig“ auf Xing, LinkedIn oder Netzwerk allgemein?

    • Ich dachte eher „allgemein“. Wie und wo ich einen finde, ist ja sekundär.
      lG
      Stephan

  2. Guten Morgen Stephan, wieder sehr interessant. Aber welchen Nutzen hat es für die LeserInnen, die sich dazu orientieren wollen, was für sie Sinn macht. Macht es Sinn ein http://bit.ly/LinkedIn_Unternehmensprofil als Start-Up zu haben bzw. macht es keinen Sinn ein XING Unternehmensprofil zu haben? Ich werde da nicht schlau aus dem, was Du sagen möchtest!

  3. Marcus sagte:

    Da hast du Startup aber zu einem dehnbaren Begriff gemacht. Einige der Unternhemne haben in meiner wahrnehmung diesen Status doch schon geraume Zeit hinter sich gelassen😉 Ansonsten wie immer spannend. Danke dafür und Grüsse aus Basel

  4. Ich denke die Faustregel Xing = Deutschland, LinkedIn = International fast es ganz einfach zusammen.

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