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Facebook, LinkedIn, Xing – wo schalten Unternehmen Stellenanzeigen?

Intro

Auch wenn man Zahlen immer mit Vorsicht zu genießen sind, wollte ich mal wissen, wie die sozialen Netzwerke für Stellenanzeigen von Unternehmen angenommen werden. Während die Online Stellenbörsen wie Monster den Zenit überschritten haben dürften, kommen gerade LinkedIn, Xing und Facebook in Mode. Wie sieht es aus?

Vorgehensweise

Fast alle Anbieter haben die Möglichkeit, der erweiterten Suche. Über diese werden die Stellenanzeigen ausgewiesen:

Identifikation Stellenanzeigen
Bei BranchOut und der Facebook App musste über die Stichwörter gesucht werden. Diese Vorgehensweise ist nur ein Annäherungswert, da zum Beispiel ein „Vertriebsleiter Deutschland“, der in den Niederlanden tätig ist, mit ausgewiesen wird. Die Zahlen müssen daher im Zweifel nach unten korrigiert werden.

Die Zahlen

Ich habe die Zahlen für Deutschland, Österreich und die Schweiz ausgewertet:

Stellenanzeigen DACH

Auch wenn ich sehr LinkedIn affin bin, hat mich das Ergebnis überrascht. Damit ist LinkedIn von den vier betrachteten Anbietern führend und liegt fast 50% vor dem deutschen Pendanten Xing. In Summe sehen die Stellenanzeigen für die vier sozialen Netzwerke wie folgt aus:

Stellenanzeigen DACH Summe
Die Zahlen zeigen auch: Die Facebook Jobbörse kommt, wenn auch sehr langsam.

Extro

Thomas Vollmöller zeigte sich in Interviews unzufrieden. Das beim blauen Erzrivalen mittlerweile mehr Stellenanzeigen geschaltet werden, könnte drei Gründe haben:

  1. Xing ist zu teuer: 470 € mit Umsatzsteuer und das bei einem eher geringeren Leistungsumfang als die Kontrahenten ist viel Geld.
  2. Stellenanzeigen werden eher von Konzernen geschaltet: Und diese sind bei LinkedIn besser vertreten. So hat Daimler bei Xing 4 Stellenanzeigen, bei LinkedIn mehrere hundert. Bei SAP steht es 0 Anzeigen (Xing) zu 57 (LinkedIn). Robert Bosch hat 79 Stellenanzeigen für Berufseinsteiger.
  3. Zahlen sind falsch: Nicht außer acht zu lassen ist die Möglichkeit, dass Zahlen einfach nicht stimmen. Bei den Unternehmensprofilen der Fa. Siemens konnte man horrende Abweichungen in der Anzahl der Mitarbeiter beobachten. Wer Zahlen ausweist, wird auch daran gemessen.

Wenn die Zahlen allerdings stimmen, dann hat Herr Vollmöller viel zu tun. Die Anzahl der Stellenanzeigen haben Signalwirkung für die Nutzung eines Businessnetzwerkes.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß

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19 Kommentare
  1. Breitenmoser Stephan sagte:

    Ich glaube wir sind uns einig:
    Xing/LinkedIn sind Portale, wo man Kandidaten sucht – Stellenbörsen sind Portale wo Jobs gesucht werden… Alles andere ist Wunschdenken.

    NB: Würde man die obigen Zahlen hinsichtlich Arbeitgeber und Personalvermittler noch trennen, so würde man feststellen, dass es nur sehr wenige Jobs von Arbeitgebern auf XING und LinkedIn im Bereich der Paid-Jobs, geschweige in den Foren/Groups zu finden sind. Die Personalvermittler sind hier mit deutlichem Vorsprung am Werk.

    • Ja, da bin ich bei Dir. Als „Indikator“ können die Zahlen aber durchaus reichen…. als reine Stellenbörse (im Sinne von „plakatieren“) sind Monster oder Stepstone noch voraus.

      lG
      Stephan

  2. raum441 sagte:

    Die Jobs in Linkedin werden von „Jobstairs“ gespeist, das steht bei vielen Stellenanzeigen unter „Additional Information“. Bei Xing gibt es so etwas meines Wissens nicht. Dies würde ich als Grund für den Vorsprung sehen, und nicht aktives Schalten und Zugehen auf Linkedin. Diese müssten in der Darstellung also abgezogen oder extra ausgewiesen werden.

    Zu @Stephan Breitenmoser: Linkedin und Xing schlagen Usern Jobs aufgrund ihrer Profile vor, das halte ich für eine effektive Aktivierungsmöglichkeit. Gibt es jemanden der damit andere Erfahrungen gemacht hat?

    • Hallo,

      mittlerweile sind das reine Angebote. Wir haben das mal ausprobiert in einem Satz ausprobiert, aber kein Glück gehabt. Vielleicht waren wir auch zu plump.

      lG
      Stephan Koß

  3. Hallo Stefan,

    auf den ersten Blick sicherlich erstaunliche Zahlen, hat mich auch überrascht. Ein tieferer Blick auf die Struktur der Stellenangebote zeigt allerdings, daß bei Linkedin die Vakanzen zu fast 60 % (ca. 6300 von ca. 11.000) aus Praktikantenplätzen bestehen. Zufällig gibt es bei Jobstairs ungefähr 6200 Praktikantenplätze, ein Schelm der Böses bei dieser Kooperation denkt….
    Bei Xing liegt der Anteil der Praktikantenvakanzen übrigens bei ca. 17 %.

    Nicht immer, aber manchmal gibt es für die Wunder Erklärungen.

    SG

    Wolfgang

    • Breitenmoser Stephan sagte:

      Also in der Schweiz sind XING und LinkedIn nur bei Socia-Media Predigern wirklich angekommen…
      Habe vor wenigen Tagen eine Analyse der 40 wichtigsten Finanzdienstleister (Banken, Versicherungen, Wirtschaftsprüfer) gemacht. Nur 3 paid Job-Angebote auf XING! (da kann man ja auch lange auf ein Matching-Vorschlag warten ;-))
      Bei LinkedIn haben die 40 Top Finanzfirmen 63 bezahlte Jobs geführt – die kommen aber nur von einer Handvoll sehr international aufgestellter Unternehmen. Wichtig: bei LinkedIn werden die Jobs vom Metaportal SimplyHired „backfilled“ (aber nur solange wie das Unternehmen keine paid Jobs führt).

      Klar, dass aktuell die Finanzbranche am Boden liegt – aber die genannten Unternehmen haben gut 1800 offene Jobs online. Man berücksichtigt XING und LinkedIn für Stellenpublikationen nicht.
      Herzlichst, Stephan Breitenmoser

      • „Nicht“ ist etwas untertrieben – aber die pure Angst muss Monster auch nicht haben. Mir schwebt was ähnliches mit den DAX Konzernen vor (vielleicht auch MDAX, um eine höhere Streuung zu haben, aber die Recherche, gerade bei Xing, nimmt da viel Zeit in Anspruch).

        lG
        Stephan

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