Xing in 2013: Mit Kununu aufgerüstet?

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logo kununu

Gestern bekam ich eine Mail von Xing: das Arbeitgeberportal kununu wird nun vollständig übernommen. Damit möchte das Karriereportal aus Hamburg einen Mehrwert bieten, um im Wettbewerb gegenüber LinkedIn und immer mehr Facebook sich abzugrenzen.

Über die Funktionsweise eines Arbeitgeberportales möchte ich nicht so viel schreiben – da gibt es im HR Bereich andere, die dazu mehr sagen können.

Von Zahlen und Wünschen

Was ich viel interessanter fand, waren die Zahlen, die Xing selbstbewusst dazu präsebtierte: Mehr als 3 Mio. Seitenaufrufe pro Monat sind schon ein Wert, der beachtlich erscheint. 3 Millionen? Kununu ist Mitglied im GDN, dem Werbenetzwerk von Google. Hier sieht es dann so aus:

Kununu AufrufeHier werden gerade mal 73.000 UV ausgewiesen. Das entspricht nach GDN 4% des Traffics von Xing. Aber Kununu bietet noch mehr Zahlenmaterial, was man sich anschauen kann. So werden bei jedem Unternehmen Aufrufstatistiken ausgewiesen, zum Beispiel bei der deutschen Lufthansa:

Kununu Aufrufe Lufthansa

Die deutsche Lufthansa wurde also 13.895 mal aufgerufen. Diese Zahl gilt seit der ersten Bewertung, die abgegeben wurde, und die war am 14.03.2008. Das entspricht durchschnittlich 7 Aufrufen am Tag. Schaut man sich bei allen DAX Unternehmen um, so wurden diese in den vergangenen Jahren 2,1 Millionen mal aufgerufen.

Kununu Dax

Wenn kununu also 3 Millionen Aufrufe im Monat haben soll (oder 2 Millionen nach Google), so sind die DAX Unternehmen dort wohl nicht so von überragenden Interesse.

Extro

Ich weiß auch noch nicht, ob Arbeitgeberwertungen funktionieren. Ein Arbeitsplatz ist kein standardisiertes Gut, dass vergleichbar gemacht werden kann. Nach dem Gesetz der großen Zahl kann man die Unternehmen unter sich miteinander vergleichen. Dazu müssen die Anzahl deer Bewertungen noch gesteigert werden. Wenn eine Lufthansa auf 20 Bewertungen kommt, wird das noch dauern.

Xing könnte sich in anderen bereichen meines Erachtens besser profilieren. Ansätze gibt es ja genug. Gerade im Bereich der Freelancer und Freiberufler hat Xing noch Potenzial, dass gut genutzt werden könnte. Eine Überarbeitung der Unternehmensprofile zum Beispiel würde meines Erachtens mehr Sinn ergeben.

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Autor: Stephan Koß

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