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Von Xing vs. LinkedIn und dem Burda Verlag

Intro

Letzte Woche wurde es bekannt gegeben: Der Burda Verlag will die Xing AG vollständig übernehmen. Folgt jetzt ein TurnAround der Geschäftspolitik? Ein paar Gedanken…

Das Angebot

Xing Aktie seit AprilDer Burda Verlag, der bereits einen großen Teil der Aktien an der Xing AG hält, will ein Angebot mit 44 € unterbreiten. Wenn man sich den Verlauf der Xing Aktie seit dem diesjährigen Jahreshöchstpreises anschaut, erscheint das mehr als fair. Bereits Mitte Oktober übernahm überraschend schnell der Schweizer Thomas Vollmöller den Vorstand der Xing AG. Nun wird eifrig über die Zukunft Hamburger Netzwerkes diskutiert. Viele begrüßen es (warum auch immer), einige wiederum sehen in der Übernahme den Grund, dem Netzwerk den Rücken zu kehren (ebenso: warum auch immer). Aber was bedeutet es für den Nutzer? Um diese Frage mal symbolisch darzustellen: Beim letzten Autokauf haben Sie sich über die Eigentümer der Automarke Gedanken gemacht? Nein? Warum auch!

Braut aufhübschen…wohl kaum

Einige machen sich auch Gedanken über den strategischen Nutzen, den Burda hieraus ziehen könnte. Variante 1) wäre das aufhübschen der Braut. Dieses Szenario überdenkt auch Martin Weigert in seinem Blog. Dieses Szenario halte ich für unrealistisch. Als Käufer fällt mir nur der amerikanische Konzern LinkedIn ein. Und diese hatten in der Vergangenheit mehrfach ihr Desinteresse bekundet. Die Gründe hierfür, warum ich das nachvollziehen kann, hatte ich bereits 2011 dargelegt und haben im Kern auch heute noch Bestand. Und andere Käufer? Xing hatte letztes Jahr einen Umsatz von 65 Millionen € und einen Verlust von 7 Millionen. Bei einer Marktkapitalisierung von 241 Millionen € dürften Angebote da eher selten ausfallen.

Strategisches Invest

Bleibt noch die Überlegung des strategischen Investments. Ohne zynische Bemerkungen über Strickmustervertrieb zu lassen: Was ein Verlag mit einem hochinnovativen Technologieunternehmen möchte, kann ich auch nicht herleiten. Zum Vergleich:

  • News Corp kauft MySpace
  • Holtzbrinck kauft StudiVZ
  • RTL kauft WKW

und allen drei Konzernen ist es gemein, dass das Invest in den Sand gesetzt wurde.

Ansatz zur Hoffnung gibt die Aussage von Thomas Vollmöller, dass die Gruppen 2013 neu programmiert werden sollen. Waren 2005/2006 etc. die Gruppen das Standbein von damals OpenBC, so wurden diese technisch seitdem auch nicht mehr vorangetrieben…. und diese waren zu diesem Zeitpunkt schon rückständig.

Vielleicht kommt durch einen Eigentümer mal etwas Struktur in die Produktentwicklung, da ein weiteres Verlustjahr von einem Eigentümer eher hingenommen wird, als bei einer heterogenen Anteilseignerstruktur.

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