Advertisements

Social Media im Unternehmen – Werkzeug oder Hype?

Intro

Heute fand ich mal wieder einen klassischen Artikel über Social Media. Wie immer zu finden die Liste an typischen Buzz Wörtern („Nutzen Sie Super Skills„) und das Globalargument „Der Workflow muss ein Stück weit an das Internet angepasst werden.“ Helfen solche pauschalen Hinweise weiter?

Social Media ist ein Werkzeug, nicht mehr und nicht weniger

Social Media kann Vieles. Hervorzuheben wären die Unterstützung für

  • HR –> Identifikation von neuen Mitarbeitern, Bindung von Alten und ehemaligen
  • Kundenkommunikation –> Interaktion mit Abnehmern, Dialog
  • Klassische Werbung –> Positionierung der Produkte oder Dienstleistung
  • Nutzung des Netzwerkes –> Erweiterung von Dialog und „Vertrieb“ auf mehr Mitarbeiter

Wenn Sie diese Auflistung lesen, so wird etwas auffallen: Die Kernkompetenz eines Unternehmens ist fast nie erwähnt. BMW wird kein besseres Getriebe entwickeln, weil Mitarbeiter bei LinkedIn (oder Facebook oder Xing oder was weiß ich denn) sind. Und Unternehmensprozesse sehen anders aus, wenn man nicht gerade in einer 50 Mann Bude arbeitet. Es gibt sicherlich Ansätze, wo neue Prozesse dank Social Media aufgesetzt werden sollten, aber das sind in einem normalen Unternehmen vielleicht ein oder zwei Prozent der wirklichen Prozesse.

Das Geschäftsmodell haben Sie in der Hand

Eine bittere Wahrheit: Wenn Sie bis jetzt ein funktionierendes Geschäftsmodell hatten, dann wird die Unternehmung auch funktionieren. Mit Social Media bekommen Sie viele, wertvolle Werkzeuge an die Hand, einiges besser oder schneller zu erledigen. Solche Werkzeuge kommen und gehen, Telefon ist aus einem Geschäftsalltag nicht mehr hinwegzudenken, das gute Faxgerät hingegen schon. Wenn Sie kein funktionierendes Geschäftsmodell haben, wird Social Media auch nicht helfen können.

Wann wird die Beratung erwachsen?

So lange man Workshops findet mit dem Titel „Kontakte Dich reich“, wird die Evolution ausbleiben. Vordenker sind erfolgreiche Unternehmer. Wenn mir jemand mein Geschäft erklären will, der in seiner Vitae ein halbes dutzend Strukturvertriebe auflistet, dann habe ich da keinen Bedarf.

Hier sind die USA etwas weiter: Hier kommen die erfolgreichsten Berater zum Beispiel aus der MD Ebene von Dell oder aus dem Stab von Hillary Clinton.

Und wenn Sie Social Media bis heute nicht genutzt haben, fangen Sie ruhig an. Das Feld nur Praktikanten zu überlassen ist auch nicht der richtige Weg: Immerhin geht es um Ihre professionelle Außendarstellung und damit um Ihre Reputation. Aber Wunder werden Sie nicht erhalten!

Immer aktuell bleiben: G+

Advertisements
5 Kommentare
  1. Karin Lakhoune sagte:

    „Social“ Media ist Werkzeug und Hype und sollte in der Tat nicht nur genutzt werden, um auch dabei zu sein. Leider werden die Möglichkeiten viel zu selten adressatenadäquat und wirklich informativ eingesetzt. Und – „Daumen-hoch-Kommentare“ sagen eher nichts aus, würgen einen Austausch eher ab. Ein paar gut überlegte Worte sind da sicherlich der bessere Beitrag und regen vielleicht einen Meinungsaustausch an.

    • Schmitti sagte:

      Da muss ich leider widersprechen. Denn genau darum geht es, um das ‚Dabei sein‘. Wie sonst wäre es zu erklären, dass vom globalen Konzern bis runter zur 3-Mann-Klitsche alle ihren Facebookauftritt haben? Dabei soll die Zielgruppe angesprochen werden und das sind bei Facebook erst mal alle. Lassen wir mal kurz außer acht, dass der Facebook-Hype gerade aufgrund zunehmend negativer Wahrnehmung zu kippen droht.
      Dann stellt FB für ca. 800 Mio Nutzer eine virtuelle Umgebung dar, in der ein Unternehmen vertreten sein MUSS um von einem großen Teil der Nutzer wahrgenommen zu werden. Ich glauben von Erasmus von Rotterdamm stammt die Hypothese, dass die Dinge erst dadurch Realität erlangen, dass wir sie wahrnehmen. So gesehen wäre das ‚Dabei sein‘ im im sozial-medialen Bereich eine Grundvoraussetzung zur Existenssicherung.

      • Karin Lakhoune sagte:

        Also wenn ich in dem genannten Netzwerk wäre würde ich ganz sicher nicht alle ansprechen wollen. Darum ging es gerade; wen kann ich wo in adäquater Weise ansprechen, da gibt es ja nicht nur diese eine Möglichkeit, um die alleine es mir auch gar nicht ging. Hinterfragt werden sollte vielmehr die Art und Weise des Umgangs mit Social Media – sowohl von den Zielgruppen, die ist nicht FB, sondern davon gibt es viele, auch anderswo. Wie schon gesagt wurde – SMM ist ein Tool unter anderen, sollte dort eingesetzt werden, wo es Sinn macht und am besten noch verantwortungsvoll.

  2. Hmmm, wir (also meine Firma) hat keinen Facebookauftritt und werden das wohl auch nicht so schnell installieren. Es kommt darauf an, was man wie erreichen will. Recruiting über Facebook? In den Anfängen. Verkauf? Findet kaum statt. Vor fünf Jahren „mussten“ alle auf 2nd Life sein und heute?

    Facebook ist EIN Kanal, nicht mehr und nicht weniger. Mir ging es im Blog aber auch darum, dass eine Unternehmung ihre Kernkompetenz und Kernmarkt im Auge behalten sollte. Die beste Kommunikation nützt nix, wenn das Produkt schlecht ist (BMW mal ausgenommen).

    lG
    Stephan

  3. Schmitti sagte:

    Über Deinen Letzten Satz könnte man streiten. Als 2000 der Film „Charlie’s Angels“ rauskam, wusste selbst Columbia Pictures, dass sie wohl 92 Mio in den Sand gesetzt hatten. Aber statt aus dem Fenster zu springen, startete die Marketingabteilung eine weltweite Großoffensive und machte aus einem grottenschlechten Film einen globalen Blockbuster. Die Leute saufen miesen Kapselkaffee weil G.Clooney es tut, kaufen Apple-Telefone, bei denen sich der Akku nicht wechseln lässt und putzen sich die Zähne mit spezieller Paste für elektrische Zahnbürsten. Die Leute kaufen fast jeden Mist, wenn das Marketing stimmt.

    Was das andere angeht; Eure Firma wäre bei FB sicher auch falsch plaziert. In dem Kontext mag ‚Social Media‘ auch der falsche Terminus sein. Der Begriff weist ja darauf hin, dass es vorrangig um die soziale Interaktion geht. Entsprechend firmierte z.B. Xing als Karrierenetzwerk, sofern ich das richtig im Kopf habe. Aber unterm Strich hast Du recht und ich korrigiere mich: Bei FB ist NICHT jeder in der Zielgruppe.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: