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Bettina Wulff, Googles Vorschlag Prostituierte und Social Media

intro

Gestern hatte ich einen Artikel über Bettina Wulff, die Suchmaschine Google und den aktuellen Streit über die Autocomplete Funktion geschrieben. Dort habe ich mich über den Streisand Effekt ausgelassen und was für eine Auswirkung so eine Vorgehensweise in den sozialen Medien hat.

Alles Zufall?

Im Nachgang zu meinem Artikel ärgere ich mich, dass ich (und natürlich die anderen Blogger etc.) dazu hingerissen habe, mich über diese Vorgehensweise auszulassen. Warum? Zwei Informationen hatte ich in meinen gestrigen Artikel nicht richtig gewürdigt:

  1. Das Buch: Bettina Wulf veröffentlicht gerade ein Buch. nach Angaben der Süddeutschen Zeitung wurde der Erscheinungstermin sogar vorgezogen.
  2. Die Agentur: Laut dem Focus hat Bettina Wulff aktuell eine eigene PR-Agentur gegründet.

Was kann man aus dem zusätzlichen Wissen entnehmen? Zum einen, dass die öffentliche Wahrnehmung zum Zeitpunkt, wo Bettina Wulff eine eigene Agentur gründet und ein Buch veröffentlicht auf einen Tiefspunkt ist. Die Gerüchte, dass Sie im Rotlichtmilieu tätig gewesen sein soll, sind aus dem letzten Jahr. Christian Wulff schied am 17.02.2012 aus seinem Amt aus. Warum also jetzt die Klage? Zufall scheint mir das nicht zu sein, zu offensichtlich liegen alle drei Ereignisse innerhalb dieses kurzen Zeitraumes. Und da Bettina Wulff selber im PR arbeitet, wird sie solche Blogs wie meinen nicht benötigen, sie wird bei ausreichenden Grundkenntnissen um die Funktionsweisen innerhalb der öffentlichen Wahrnehmung Bescheid wissen.

Instrumentalisierung von Social Media

Ich denke, es könnte sich hier um die Nutzung des Streisand Effektes handeln. Wenn man ein Buch schreibt und eine Agentur gründet, ist eine öffentliche Wahrnehmung wichtig. Wie diese ausfällt, ist im ersten Schritt sekundär. Also habe ich geholfen, Bettina Wulff zurückzuholen in die Wahrnehmung.

Google und Twitter

Bettina Wulff Top Tweets SonntagDas Google in der Lage ist, die Autocomplete Funktion manuell zu beeinflussen, scheint offensichtlich. So werden Begriffe wie „Torrents“ nicht mehr ergänzt, obwohl bestimmt nach wie vor beliebt. Während Google die Problematik demonstrativ aussitzt, scheint Twitter anders zu handeln: Obwohl im Sekundentakt Tweets zur Causa Bettina Wulff erscheinen, wird der Umstand seit heuten Mittag nicht mehr in den Trend Tweets. Das erscheint doch auch recht eigentümlich. Immer aktuell bleiben: G+

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6 Kommentare
  1. Natürlich haben die Mitarbeiter bei Google Einfluss auf das System. Google ist schließlich nicht Skynet. Dass Begriffe wie Torrent nicht mehr auftachen kann aber auch daran liegen, dass wir im Jahr 2012 leben und kein Mensch mehr danach sucht. Das hat nichts mit irgendeiner Beeinflussung zu tun – muss es zumindest nicht, vor allem wenn Begriffe wie serial oder crack nachwievor vorgeschlagen werden.

  2. Schmitti sagte:

    Nicht ärgern, gewisse Konzessionen muss man an die ständige Beschleunigung der unsere Wahrnehmung ausgesetzt ist schon machen. Genau so schnell, wie die Erkenntnis über die Instrumentalisierung des ‚Streisand-Effektes‘ eingesetzt hat, kocht auch die allgemeine Kritik an dem PR-Produkt Bette Wulff hoch. Selbst der ‚Bild‘ scheint aufzugehen, dass man sich mit der bedingungslosen Heiligsprechung von Santa Bettina ein Ei gelegt hat. Jedenfalls versuchen sie aktuell in der Online-Ausgabe schon mal, den Rückwärtsgang rein zu kriegen.
    Wie gut es um die PR-Fähigkeiten der Dame bestellt ist, mag noch zu diskutieren sein. Doch die selbst erschaffenen Konflikte bezüglich Logik und Glaubwürdigkeit hat die Öffentlichkeit diesmal beeindruckend schnell als solche erkannt. An erster Stelle zweifelsohne das Paradoxon, als Präsidentengattin hilflos eben jener Medienöffentlichkeit ausgeliefert zu sein, der sie sich jetzt in vollem Kalkül hingibt.

    Also stell einfach den universellen Satz hintenan, den schon andere große Geister vom Stapel gelassen haben: „Die Geschichte wird mich freisprechen!“

  3. Schmitti sagte:

    Noch eine Ergänzung: Das Thema Prostitution in Verbindung mit B.Wulff war tatsächlich nie ein öffentliches Thema. In der Jauch-Sendung, gegen die Frau W. u.A. klagt, wurde lediglich von ‚Gerüchten‘ gesprochen; auch war das Thema nach 3 Sätzen abgehakt. In der folgenden Zeit lieferte Google zu dem Thema meines Wissens so gut wie keine Treffer. Das hat sich erst jetzt mit der Ankündigung des Buches und der dafür geschalteten PR-wirksamen Klage geändert.

  4. Hallo, Schmitti, schön von Dir zu hören. Ich denke auch, hier geht es nicht um Ehre, sondern um Wahrnehmung, Öffentlichkeit und Marketing. Aber nach dem Interesse am Wochenende gilt eher „Geschichte: Wer war jetzt Bettina Wulff?“ lG Stephan

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