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Wer interessiert sich schon für Reichweite? Social Media im Marketing Einsatz


Heute habe ich wieder einen lustigen Blog gelesen. Und wieder wurde das Mantra der Reichweite vor sich hergetragen: In dem Selbstexperiment hat der Social Media Experte ein gleichlautendes Posting bei Google+ und Facebook gepostet. Danach wurden die Interaktionen und „Likes“ bzw. „Plussens“ gemessen. Held war Facebook, wo 256 % mehr Interaktion stattfand.

Solche Aussagen trifft man immer wieder und immer wieder wird die „Reichweite“ isoliert betrachtet.

Reichweite allein interessiert niemanden

Den gleichen Effekt kennt man noch aus den Printmedien aus den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrtausends. Auch hier war die Nettoreichweite die entscheidende Kennzahl.

Dieses waren die goldenen Zeiten der ADAC motorwelt, die damals mit den höchsten Reichweiten auch die höchsten Anzeigenpreise eintrieb.

Zum Leidwesen des ADAC stellten die Marketingexperten fest, dass Reichweite nicht zwingend Umsatz bedeutet. So ist eine einseitige Festlegung auf Reichweite die Entscheidung für die Schrotflinte des Marketing: Ungenau, mit Kollateralschäden behaftet und nicht zwingend sinnvoll.

Um auf die ADAC motorwelt zurückzukommen: Wenn Nettoreichweite alles bedeutet, warum inserieren Werkzeughersteller für den Maschinenbau da kaum?

Reichweite kann sinnstiftend sein

….zumindest wenn Sie VW oder auch Nike heißen. Für alle anderen bedeutet: Mit der Reichweite steigt auch der Spam, die Anfragen nach Diplomarbeiten und im schlimmsten Fall, wenn man nach Budget riecht, die Anfragen der Freiberufler. Wer viel Zeit hat kann sich mit dem Ganzen herumschlagen, die wenigsten werden das haben, umso gezielter sollte der Einsatz von Social Media sein.

Relevante Reichweite ist zielführend

Reichweite ist gut, aber schön ist es, wenn auch die Zielgruppe erreicht wird. Wer pauschal tweetet und sich über jedes Like und „+“ freut, sollte sich auch die Frage stellen, von wem das stammt.  Denn alles ausserhalb der Zielgruppe ist Spaß und Freude, aber kein Umsatz. Hinzu kommt dass zunehmende Cocooning: War Facebook für alles und jeden gut, so steigt die Anzahl der Menschen, die Privates und Dienstliches trennen. Dieses gilt umso mehr für Führungskräfte, die eher allergisch, als interessiert im privatem Kontext auf Businessanfragen reagieren. umgekehrt ist es bei Freiberuflern, die allerdings selten kaufen und eher sich selber vermarkten.

Gezielt Reichweite aufbauen

Umso weniger Zeit vorhanden ist, um so zielgerichteter sollte diese im Social Media eingesetzt werden. Mit guten Diskussionsbeiträgen kann man vielleicht nur bei einzelnen Personen auffallen. Diese jedoch sind aber mit hoher Wahrscheinlichkeit eher bereit, sich mit einem oder seinem Produkt auseinanderzusetzen, als wenn man zig tausend Likes von nahezu Unbekannten erhält.

Für Buzz kann man nichts kaufen

Schön ist, mit welchen Phrasen man konfrontiert werden. Da ist von Buzz die Rede oder Interaktionsraten.

Haben Sie schon mal versucht, beim Pennymarkt für Buzz einzukaufen? Schön zusammengefasst hat es Wolfgang Luenenbuerger-Reidenbach in seinem legendären Blog „Feuern Sie Ihren Social Media Berater„. Wenn jemand wieder sagt, dass man von der Interaktionsrate (wahlweise andere Buzzwörter eintragen) auf eine funktionierende Social Media Präsenz schließen kann, so sollte man sich das einfach in € umrechnen lassen.

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