Advertisements

Welchen Kontakt nehme ich auf LinkedIn an?


Mittlerweile ist auf LinkedIn ein ganz besonderer Tross auch in Deutschland angekommen: Die „Kontaktjäger“,  „Kontaktspammer“ oder „Kontaktsammler“. Zumindest habe ich das Gefühl, dass ich selber seit ein paar Monaten verstärkt Anfragen von dieser Gattung Nutzer erhalte.

Was ist ein Kontaktspammer

Eine eindeutige Definition habe ich nicht gefunden, zumindest hat es der Begriff noch nicht in die Wikipedia geschafft. Für mich sind diese Nutzer diejenigen, die wild Kontakte sammeln. Mehrere Tausend sind hier keine Seltenheit und manche treffen sich auch in eigenen Gruppen, die nur diesen Zweck dienen.

Was motiviert Kontaktjäger?

Diese Klientel kann man nach meiner Meinung in drei Gruppen einteilen:

  1. Der Narzistische
  2. Der Poweruser
  3. Der Geschäftsmann

Die erste Gruppe ist am sympathischsten. Diese wollen einfach viele Kontakte der Kontakte wegen…. „ich x – tausend!“. Wahrscheinlich ist das dann die Vorstufe zum Porsche, ist ein Account in einem sozialen Netzwerk erheblich günstiger.

Die zweite Gruppe ist schon aufdringlicher. Im Bestenfall wollen diese nur per Statusmeldung sich in Erinnerung rufen. Aufdringlichere Zeitgenossen nutzen die Basis der Kontaktdaten, um mit unbestellten Newslettern zu nerven. Ob dieses legal ist, möchte ich nicht beurteilen, empfehlenswert ist es aus meiner Sicht nicht, und da scheine ich auch nicht allein zu sein.

Die dritte Kategorie ist sicherlich in der Minderheit, bringt aber dieses Klientel in den Verruf: Diese handeln mit Adressdaten oder bieten auch Ihre Verteiler ganz offen im Internet gegen Gebühr an.

Xing als Firewall

LinkedIn selber versucht, dieses Treiben in Grenzen zu halten. So kann man auf den Profilen nur 500+ sehen, und auch das Kontakten wird mit ein paar Mausklicken so erschwert, dass es kaum maschinelle Lösungen gibt.

Anders sieht es beim deutschen Pendanten aus Hamburg aus: Nicht nur, dass im Moment die Nutzerzahlen noch höher sind, auch gibt es am Markt Lösungen zum maschinellen Kontaksammeln. Das bekannteste Tool, das aus Suchanfragen Kontaktanfragen automatisiert erstellt und verwaltet, ist seit mehr als anderthalb Jahren am Markt. Xing selber scheint das zumindest zu tolerieren.

Somit sind die „Kontaktjäger“ aus beiden Gründen eher auf Xing als auf LinkedIn aktiv – scheinbar bis jetzt.

Was tun?

Eine eindeutige Grenze kann man nicht ziehen. Wenn aber jemand nur mit der Begründung, man sei „befreundet“ auf LinkedIn eine Kontaktanfrage stellt, sollte man sich überlegen, ob man diesen annimmt. Im Regelfall öffnet man ja damit auch seine Kontaktdaten.

Einen Überblick über das Kontaktmanagement hatte ich bereits letztes Jahr hier gegeben.

Die wichtigsten Quintessenz als Schaubild:

Kontaktannahme

Wenn jemand einen ohne Begründung kontaktet, sollte man sich nicht scheuen, diesen abzulehnen. Kennt man diesen nicht, ist der Button „Ich kenne XY nicht“ durchaus empfehlenswert. Der Mechanismus ist relativ einfach: Wenn jemand mehrfach „Ich kennen XY nicht“ erhalten hat, so sinkt sein Score so weit, dass dieser irgendwann nur noch per Eingabe der Mailadresse kontakten darf.

Advertisements
8 Kommentare

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: