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LinkedIn vs. Xing – Mitgliedersuchen im Vergleich


Ein Businessnetzwerk dient anderen Interessen als ein Netzwerk zum Spaß und Freizeit. Auch werden hier Personen anders gesucht und eher kalt angesprochen. Von daher ist für ein Businessnetzwerk die Mitgliedersuche eines der wichtigsten Funktionalitäten.

Bei Google+ und facebook (aber auch Stayfriends et cetera) reicht ein primitives Suchfeld, wo ich nach Namen suchen kann. Kontakte werden entweder nur virtuell abgebildet oder ergeben sich aus dem sozialen Kontext. Dazu benötigt es keine filigranen Suchmöglichkeiten.

Beim Businessnetzwerk suche ich nicht nach Namen, sondern nach Funktionen oder Fähigkeiten. So ist der Name zu Beginn der Suche egal, sondern ich suche eher (beispielsweise) nach Entwicklern mit Javakenntnissen, die im Einzugsgebiet von Frankfurt wohnen.

In Deutschland kommen hierbei zwei Netzwerke in Frage: Xing und LinkedIn (BranchOut und Facebook lass ich mal außen vor). Im folgenden habe ich verglichen,

  • Welche Suchfunktionen zur Verfügung stehen
  • mit welchem Account

Hierbei habe ich mich auf die „normalen“ Premiumaccounts beschränkt.

LinkedIn

Ich habe die Accounts mal grafisch gegenübergestellt (auf die Grafik klicken, um die Zuordnung zur Synopse sehen zu können):

Suchen LinkedIn

Die meisten Suchfilter stehen Basismitgliedern bereits zur Verfügung. Besonderes Augenmerk sollte man auf die „Sortieren nach“ Funktion legen: So kann man die Ergebnismenge beeinflussen (und im Bestenfall verfünffachen). Man kann die Ergebnisse je nachdem für welchen Zweck sortieren lassen. Suche ich einen Freiberufler, sollte ich nach Anzahl Empfehlungen sortieren lassen. Möchte ich mich vorstellen lassen, so ist nach Kontaktgrad zu empfehlen.

Zwei weitere Highlights sind zum einen: GeoTargeting. Hier kann ich nicht nur nach Hamburg suchen, sondern auch im Umkreis von n km. Auch die Unternehmensgröße ist gerade für Vertriebler von Interesse (allerdings ist das ein Premiumfeature): Hier interessieren ja gerade Unternehmen ab einer bestimmten Größe.

Xing

Auch hier eine Grafik:

Suchen Xing

Da hier die Funktionen weniger sind, kann man die Ordnungszahlen besser lesen. Man erkennt, dass als Basismitglied die gleiche Suche zur Verfügung steht, wie bei Google. Eine sinnvolle Suche ist erst als Premiummitglied möglich.

Highlights sind für mich die Suchfelder „Ich suche“, wo ich konkret nach Ansprechpartnern suchen kann und „Ich biete“.

Synopse

Alle die Suchfunktionen habe ich durchnummeriert und aufgelistet. In einer Übersicht sieht das ganz dann so aus:

Mitgliedersuchen bei Xing und LinkedIn im Vergleich

Hier bin ich nach Komfort vorgegangen: Bei einigen Suchen ist LinkedIn im Vorteil, da es Mehrfachauswahlen zulässt. Andererseits muss man bei LinkedIn eine Postleitzahl verwenden, eine direkte Suche nach Ort ist nicht möglich. Dieses wurde jeweils berücksichtigt.

Wenn man die Summe gegenüberstellt, ergibt sich folgendes Ergebnis:

Synopse Suchfunktionen Xing vs. LinkedIn

Man stößt bei Xing schnell als Basis an die (neudeutsch) „PayWall“ (So sind hier Ergebnisse auch nach Namen anonymisiert und im Gegensatz zu LinkedIn „nicht anklickbar“):

Namenssuche bei Xing anonymisiert

Ich konnte mir den Hinweis nicht verkneifen, da Groß-Selbeck im Interview behauptete:

„Das Geschäftsmodell des Wettbewerbers baut stattdessen darauf auf, den Zugang zu den Nutzerprofilen zu verkaufen, die sonst nicht einsehbar sind.“

Ich sehe nicht, was Xing hier anderes macht. Bei LinkedIn gibt es diese anonymisierten Ergebnisse auch:

Suche LinkedIn Anonym

aber zum einen liegt dieses an der Privatssphäre des Betroffenden, zum anderen kann ich mir das Profil trotzdem anschauen (was bei Xing nicht geht).

Wenn man nicht monatlich einen Obolus entrichten möchte, so ist man auf LinkedIn angewiesen. Wenn man Freiberufler allerdings sucht, sollte man die monatliche Gebühr den Hamburgern entrichten, hier ist die Auswahl einfach größer.

Für alle anderen (insbesondere HR und Personalern) ist eher LinkedIn zu empfehlen, oder halt beides.

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7 Kommentare
  1. Hallo Stefan,

    Dein Vergleich (gerade in Bezug auf die abschliessende Empfehlung LinkedIn als Personaler zu nutzen) hinkt leider etwas. Denn den Recruitern steht bei XING ein eigener Account mit einer Vielzahl von Such- und Sortierkriterien zur Verfügung.

    Und ein spezieller Sales-Account ist bereits in der Betaphase für die Mitglieder der Gruppe „Vertrieb und Verkauf“ auf XING verfügbar. Dieser bietet ebenfalls einiges mehr an Suchfunktionalitäten.

    Viele Grüße
    Joachim

    • LinkedInsider sagte:

      Hallo, Joachim,

      danke für den Hinweis. Ich hatte das ja explizit ausgenommen, da ein Recruiteraccount ja auch bei LinkedIn existiert. Hier kann ich zum Beispiel abfragen, wer aus meinem Team schon wann bei wem angerufen hat (collaborative Funktionen). Alle verschiedenen Accountfunktionen in eine Matrix zu packen, hätte wahrscheinlich den Rahmen gesprengt. Highlight von Xing für mich ist das Feld „ich suche“, dass einen grandiosen Mehrwert bietet.

      liebe Grüße
      Stephan

  2. Danke Stefan für die tolle Gegenüberstellung. Wie Du schon richtig darstellst sind die kostenlosen Suche Optionen bei LinkedIn sehr umfangreich. Mit einer Premium Mitgliedschaft kann man natürlich bei XING auch viel sehen ;-).

  3. Die Suche ist eine Kernfunktion von LinkedIn–im vergangenen Jahr wurden über 2 Milliarden Suchen auf LinkedIn getätigt. Da manche Mitglieder auf deutsch und andere auf englisch suchen, würde ich Jedem empfehlen, sein/ihr Profil zweisprachig anzulegen. Und bei der Suche sollte man auch die OR Suche nutzen, um Profile zu finden die entweder nur englisch oder nur deutsch angelegt sind (z.B. Ingenieur OR engineer OR developer), denn sonst verpaßt man eventuell relevante Personen.

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