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Mythen um LinkedIn (2): Ich bezahl doch nicht 10 $ für eine Nachricht

Ein weit verbreiteter Irrtum zur Preisgestaltung bei LinkedIn ist der Kostenfaktor für Nachrichten. Dieser Irrtum manifestiert sich schnell, wenn man sich bei LinkedIn frisch anmeldet, einen Bekannten, Kunden, Kollegen oder ähnliches sieht und erst mal eine Nachricht versenden möchte. Dann erscheint folgendes Bild:

Premium InMail Aufforderung

Konditioniert vom Mitbewerb denkt man sich beim Anblick dieser Meldung: „Die wollen 10 $ für eine Nachricht oder einen Business Account für mindestens 29 $ im Monat?“ Schnell assoziiert man Obelix mit seiner Meinung über Römer.

Allerdings: Kostet eine Nachricht generell 10 $? Eigentlich nicht. Hierzu muss man sich das Nachrichtensystem von LinkedIn anschauen, dass über mehr Iterationen verfügt als simple „persönliche Nachricht“:

Nachrichten

Als erste Funktion kommt die normale Nachricht. Als nächste Stufe kommt das OpenLink Netzwerk und erst dann kommt zur Kaltakquise die InMail.

1. Nachrichten

Die normalen Nachrichten kann man, auch als Basismitglied, an verschiedene Personen oder Personengruppen senden. Dieses sind

  • Kontakte
  • Gruppenkollegen
  • Moderatoren (Verwalter) von Gruppen
  • Personen, die eine Frage gestellt haben oder die mir geantwortet haben

Allerdings kann man  bei „Nichtkontakten“ nicht über dessen Profile gehen (Dann erscheint wieder das InMail Zeichen), sondern man muss zum Beispiel über die Gruppenmitgliedersuche gehen:

Gruppenmitglieder anschreiben

Genauso lassen sich Moderatoren (und Verwalter) von Gruppen immer über die Gruppenstartseite erreichen (was auch Sinn macht):

Moderator anschreiben

Es ist also nicht immer schnell zu finden, aber es geht generell. Dieser Komplexität verdankt man aber auch das Fehlen von Irgendwelchen Generatoren, die schnell mal 500 Einladungen generieren können. Zumindest sind mir bei LinkedIn keine bekannt.

2. OpenLink

Bei LinkedIn gibt es zusätzlich das OpenLink Netzwerk. Dieses erkennt man an einen runden Badge auf dem Profil:

Ausschau nach Open Link

Dieses setzte generell auf das InMail System auf: Ein Premiummitglied kann entscheiden, ob es von jedem umsonst angeschrieben werden darf. Wenn man dieses in seinen Einstellungen so definiert, kann also immer, von jedem angeschrieben werden.

Diese Einstellung findet man häufiger und wird als Badge auch in den Suchergebnissen angezeigt.

3. InMail

Erst jetzt kommt die InMail. Diese kostet tatsächlich 10 $ das Stück. Allerdings sollte man denn Preis eher als Strafgebühr verstehen, jemanden kalt anzuschreiben.

Und tatsächlich: Einem Recruiter, der zwei oder drei geeignete Kandidaten für eine Stelle gefunden hat, werden die Gebühren nicht stören. Allerdings für Spam sind die Gebühren schlichtweg zu teuer.

Fazit

Man kann also nicht pauschalieren, dass eine Nachricht 10 $ kostet, sondern man muss bei einer Kaltnachricht erst mal alle anderen Wege ausschöpfen.

Die tatsächliche Kommunikation findet zu einem Großteil im Netzwerk statt, und hier kann man, auch als Basismitglied kostenlos schreiben.

Und wenn man sich die 10 $ sparen möchte… schauen Sie doch auf dem Profil des Anzuschreibenden, ob er Mitglied in einer Gruppe ist. So kann man mache InMail sparen.

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2 Kommentare
  1. Ich nutze in der Regel Vorstellungen. Damit kann man kostenlos nicht nur Kontakte zweiten, sondern auch dritten Grades erreichen. Und meist noch besser als per InMail, da man über einem der Empfängerin bekannten Person vorgestellt wird. Mein Netzwerk dritten Grades (http://www.linkedin.com/network) beinhaltet 10,4 Mio Mitglieder. Da ist idR die passende Person dabei, da die für mich relevanten Personen meist einen meiner Kontakte oder einen derer Kontakte kennen.

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