Was kostet LinkedIn – Eine Übersicht

Update: Der Artikel ist aus 2011, ein aktualisierter hier!

 

Intro

Bei LinkedIn kann man generell zwischen einem „Freemium“ Modell wählen, wo schon etliche Funktionen enthält und sog. Premiummodellen. Zusätzlich gibt es verschiedene Premium Modelle, die schnell viel Geld kosten. Jedoch – werden diese immer benötigt? Der folgende Artikel soll hierrüber Auskunft geben. Der Preis von LinkedIn….

Freemium oder Premium?

Das Freemium Modell enthält schon etliche Funktionalitäten. Diese beinhaltet unter anderen

  • Eine funktionierende Suche (allerdings nicht mit so vielen Ergebnissen)
  • Nachrichten an
    • Kontakte
    • Moderatoren
    • Job einstellende
    • Gruppenkollegen
  • Export von Kontakten / VCF Export
  • Ansicht der Besucher des Profils

Hier kann man mit zwei Irrtümern aufräumen:

Irrtum eins: Eine Nachricht kostet 10 $. Dieses stimmt so halb. Es handelt sich um sogenannte InMails. Dieses sind „Kaltnachrichten“, also Leute, die ich nicht kenne. Also: Nachrichten kosten in den meisten Fällen gar nichts, außer, wenn ich jemand kalt anschreibe.

Irrtum Zwei: ich kann nicht sehen, wer mein Profil besucht hat. Das liegt aber nicht am Bezahlmodell, sondern, wie der Besuchende sich in den Einstellungen definiert hat. Hier kann jeder selber definieren, wie und in welchem Umfang der Besuch des Profiles sichtbar ist.

Als Faustregel kann man sich merken: Wer mindestens eine halbe bis eine Stunde am Tag mit LinkedIn verbringt, sollte über ein Premium Modell nachdenken. Für alle anderen reicht erst mal der Freemium Account.

Um sich das betriebswirtschaftlich zu erklären, helfen die Zahlen aus dem IPO:

Nettoumsatz nach Einkommensart

Nettoumsatz nach Einkommensart

So ist das Einkommen ungefähr gleichverteilt nach Recruitinglösungen, Marketing- und Werbeeinnahmen und Premiummitgliedschaften, wobei von den drei Standbeinen von LinkedIn die Einnahmen von Premiummitgliedschaften an dritter Stelle stehen.

Welche Vorteile hat ein Premiumaccount?

So nur als Stichpunkte

  • Es sind mehrere „InMails“ enthalten- also kostenpflichtige Mails an „Unbekannte“
  • Mehr Suchergebnisse
  • Zusätzliche Suchfilter (Firmengröße, Job Level)
  • Zusätzliche Auswertungen bei der Seite, wer mein Profil betrachtet hat

Welche Premiummitgliedschaften?

Generell gibt es drei verschiedene Möglichkeiten:

Accounts LinkedIn

Accounts LinkedIn

Diese fragmentieren sich noch in verschiedene Unterkategorien. Sie unterscheiden sich vorrangig darin,

  • Wie viele „InMails“ man versenden darf per Monat
  • Wie viele Suchergebnisse angezeigt werden
  • Wie viele Suchagenten per Woche / Tag ausgeführt werden können

Daraus ergibt sich, dass man die Premiummodelle je nachdem einsetzen kann, was man für einen Bedarf an kalten Ansprachen hat. Eine Übersicht der vorhandenen Businessmodelle:

Accounts LinkedIn Vergleich

Accounts LinkedIn Vergleich

Wobei ich den aktuellen Dollarkurs von 1,4236 zu Grunde gelegt habe. Hinzu habe ich nicht gesondert aufgeführt, dass es noch einen erheblichen Rabatt gibt (ca. 20%), wenn man ein Jahresabo wählt.

Nicht erschrecken lassen sollte man sich vom „Talent Pro“ für immerhin 499,95 $ im Monat. Hierbei handelt es sich nicht um eine „Recruitermitgliedschaft“ im herkömmlichen Sinne, sondern es handelt sich um eine collaborative Lösung für eine ganze Recruitingunternehmung.

Ein genereller Vorteil ist bei den Premiummodellen, dass man besser sieht, wer sein Profil besucht hat (Besser: Das „Wie“)

Wer hat mein Profil angeschaut Gesamt

Wer hat mein Profil angeschaut Gesamt

Die Gesamtstatistik unter (1) ist auch den Freemiumkunden ersichtlich, die genaueren Analysen gibt es nur beim Premiumaccount. Eine genaue Beschreibung findet sich hier.

Fazit

Gerade wenn man bei LinkedIn neu ist, sollte man auf einen Premiumaccount verzichten. Wichtiger ist, dass Netzwerk auszubauen. Hier ergeben sich verschieden Möglichkeiten, des kontaktens und des (in Deutschland eher unüblichen) vorstellen lassen.

Erst wenn man sich mehrere Monate mit LinkedIn beschäftigt hat, sollte man über eine Premiummitgliedschaft nachdenken.

Das wichtigtse lässt sich auch so erreichen.

Autor: Stephan Koß

10 Kommentare
  1. Reiner sagte:

    Hi Folks, hier eine Frage zu den Kosten. Angenommen ich wähle eine Freemium Mitgliedschaft, dann ist das (an-)schreiben untereinander kostenlos. Aber als neues Mitglied hätte ich zunächst keine Kontakte. Ist nun jede Kontaktanfrage, sprich der Aufbau meines Netzwerks, kostenpflichtig? Vielen Dank für Euren support. BG Reiner

    • LinkedInsider sagte:

      Nein, natürlich nicht (wäre auch irgendwie Blödsinn). Man kann auch Gruppenmitgliedern kostenlos anschreiben (aber nur über die Gruppensuche).
      lG
      Stephan

  2. Jake sagte:

    Die normale Premiummitgliedschaft ist aber ziemlich heftig teuer. Gibt es denn nichts vergleichbares zum XING Modell?

    • LinkedInsider sagte:

      Das meisste kann man aber mit der Basismitgliedschaft abdecken. In vielen Fällen ist ein Bezahlaccount gar nicht notwendig. Da hatte ich einiges zu geschrieben. lG Stephan

  3. Dennis sagte:

    Hallo, sehr interessanter Blog, danke!!

    Ich weiß das ist in Blogs eher unüblich, aber Quellenangaben zu den Daten wären super!!!😉

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