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Recruiting 2.0: Mitarbeiter per Social Media suchen (Xing)

intro

Nachdem ich in den letzten Wochen die Mitarbeitersuche via LinkedIn und BranchOut (Facebook) vorgestellt habe, fehlt für den deutschsprachigen Raum noch Xing, da es in Deutschland und Österreich das quantitativ verbreiteste Netzwerk im Businessumfeld ist.

Das geht jetzt erst überhaupt, da jetzt auch Basismitglieder, wie ich es bin, erst jetzt Jobangebote einstellen können. Hier war bis dato eine PayWall, die nun gefallen ist.

Erste Schritte

Am 03.02.2011 kam für mich die angenehme Nachricht: Ich darf auch als Basismitglied eine Jobanzeige aufgeben. Eine interessante Bereicherung, allemal einen Versuch wert. Die erste Überraschung folgte nach der Überlegung, auch mal bei Xing eine Anzeige aufzugeben:

Xing Angebot AGB

Xing Angebot AGB

Also was nun: Darf ich oder nicht? Nach Text der AGB kann die Anzeige per sofort gelöscht werden. Ich habe es trotzdem getan und ein paar Tage später waren die AGB auch entsprechend angepasst. Hier lag wohl nur ein zeitliches Gap vor.

Das Einstellen

Das Einstellen selber ging relativ zügig von statten. Schade ist, dass es keinen Editor gibt. Stattdessen muss man html „selber bauen“:

Formatierung Xing

Formatierung Xing

Somit muss man mittels Copy & Paste aus zum Beispiel Word heraus den Text überarbeiten, um ihn etwas formschön zu gestalten. Bereits enthaltene Formatierungen gehen verloren.

Ganz wichtig: WWW Adressen müssen hierbei im Format „Linktext“:http://www.link.de angegeben werden. Berücksichtigt man nicht das „http“ wird der Link nicht richtig aufgelöst.

Zusätzlich wird auch der Ort angegeben, den der Nutzer direkt aufrufen kann:

Standort Xing Profil Jobs Arbeitgeber

Standort Xing Profil Jobs Arbeitgeber

Allerdings scheint Berlin nicht katalogisiert worden. Das Gesamtergebnis wirkt dann so:

Anzeige Xing

Anzeige Xing

Nach Eingabe des eigentlichen Textes kommen wir zum angenehmen Teil, die Erfassung der Werte für die Rechnung.

Xing Konto einrichten

Xing Konto einrichten

Hierbei werden die Daten wie auch bei LinkedIn und BranchOut mittels SSL Verschlüsselung übertragen. Man bekommt eine, sogar digital unterzeichnete Rechnung. Dass ist auch nötig, da die Preise über die berühmte 150 € kommen.

In meinem Fall habe ich die Variante gewählt mit Pauschalpreis und Logo für 470,05 €.

Angenehm: Für kleinere Budgets kann man auch per Klicks bezahlen (0,80 € per Klick) und einer monatlichen Obergrenze. So kann man für einen kleineren Betrag inserieren, allerdings ohne Logo.

Die Laufzeit

Jetzt ist die Stellenanzeige online. Der Unterschied zu einem Social Network zu Online Stellenbörse ist die Möglichkeit, die Anzeige viral zu verbreiten.

Hierzu gibt es die Möglichkeit, zu twittern oder als Empfehlung im Status mitzuteilen. Das wirkt dann so:

Xing Angebot im Netzwerk

Xing Angebot im Netzwerk

Mittlerweile hat sich ja der Status geändert, so dass der Screenshot nicht mehr aktuell ist. Als statistische Funktionalität steht lediglich eine Aufzählung der Klicks zur Verfügung:

Xing Statistik

Xing Statistik

Diese steht über die Jobverwaltung zur Verfügung….

Xing Jobverwaltung

Xing Jobverwaltung

…wenn diese halt zur Verfügung steht.

Für Bewerber steht ein Button zur Verfügung „Jetzt Bewerben“. Dieser hat die Funktionalität eines „mailto“ inne.

Unabhängig davon wird die Anzeige bei entsprechenden Personen und in ähnlichen Gruppen geschaltet.

Xing Angebot Job

Xing Angebot Job

Zusätzlich bekommt man passende Profile präsentiert. Diese kann man allerdings nicht anschreiben, genau wie bei LinkedIn muss dieses unabhängig von der Jobanzeige honoriert werden.

Die Abrechnung erfolgt am Monatsende. In der Zwischenzeit bekommt man Mails über den Verlauf, zum einen auf die in der Jobverwaltung angegebene Mailadresse, aber auch über den normalen Account, den man bei Xing hinterlegt hat.

Fazit

Der Preis erscheint zu anderen Social Networks recht hoch. Vergleicht man die Preise jedoch zum einen mit Monster (1.178,10 für 30 Tage) oder der F.A.Z. (2.995 €), so sond die 470,05 € gut vertretbar. Insgesamt fällt auf:

Positiv

  • Günstige Alternative wird angeboten
  • Vergleichsweise gute Penetration in D und A
  • Digital unterschriebene Rechnung
  • Automatisches Posten in thematisch angelehnten Gruppen

Negativ

  • relativ hoher Preis
  • optimierungsbedürftige Stabilität
  • kaum statistischen Kennzahlen (nur Aufruf)
  • kein vernünftiger Editor

Mittlerweile kostet die Anzeige bereits 100 € weniger und gerade im Spannungsfeld zu Branchout könnte ich mir vorstellen, dass die Preise in Zukunft weiter an den Markt angepasst werden.

Eine Vergleich zu anderen Sozialen Netzwerken in Deutschland findet sich hier.

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6 Kommentare
  1. Hallo Stephan ~ hab Dank für Deinen Artikel, dessen neutraler Teil mir sehr gut gefällt. Auch finde ich es klasse, dass Du Vergleiche zu anderen Plattformen aufzeigst.

    Was mir allerdings fehlt, ist die Tatsache, dass SocialRecruiting mit klassischer Arbeitnehmerwerbung nicht verglichen werden kann. Das Gros der angestellten Social Media UserInnen ist bestenfalls ‚latent‘ arbeitssuchend und Anzeigenschaltungen flankieren den Recruitingprozess mehr, als dass Sie die Topklientel zum Arbeitsplatzwechsel anregen.

    Wie ist Deine Erfahrung auf LinkedIN mit der Anzeigenschaltung?

    mxA
    der MiSha

    • LinkedInsider sagte:

      Hallo,

      danke für den Kommentar. Der Vergleich kommt noch, wie schon geschrieben, es handelt sich um echte Anzeigen, die wir (i.S. ITP) geschaltet haben, zeitgleich bei LinkedIn, BranchOut und Xing.

      Deinen Hinweis auf die „schlechte“ Vergleichbarkeit stimme ich zu. Allerdings werden die Web 2.0 Techniken oftmals genauso verwendet, und dann kann man wieder Vergleiche ziehen. Allerdings, gerade bei BranchOut its es mit der dumpfen Schaltung nicht getan (betrifft aber LinkedIn und Xing analog).

      Der letzte Artikel wird sicherlich der spannendste, den ob nun ein Editor da ist oder die Gruppenanbindung komfortabel gestaltet ist letztendlich egal, was zählt ist einzig und allein der Response.

      Da dieser Bereich sehr sensibel ist, kenne ich keinen vergleichbaren Test, daher wird es spannend (in wie fern meine Erfahrungen dann Allgemeingültigkeit haben, sei dahingestellt).

      lG
      Stephan

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