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Schlagwort-Archive: Synopse

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xing logoDie Unternehmensprofile haben bei Business Netzwerken eine wichtige Bedeutung für die Unternehmenskommunikation, gerade im Bereich im Employer Branding. Während LinkedIn, Facebook und Twitter hier Millionen von Followern allein für die DAX Konzerne anziehen, sind die Unternehmensprofile bei XING vergleichsweise unbekannt. Nun versucht XING, diese Unternehmensprofile weiter als Cash Cow auszubauen und verärgert Nutzer durch eine enorme Preissteigerung.

Die Ankündigung

Folgende Mail erhielten Betreiber der bisherigen Standard- und Plus Unternehmensprofilbetreiber:

Lieber Herr ,

Sie haben bestimmt schon davon gehört: Das neue Employer Branding Profil von XING & kununu ist da – und damit viele neue Features und Möglichkeiten, noch mehr potenzielle Kandidaten für Ihr Unternehmen zu begeistern.

Wichtig: Die Entwicklung der XING Unternehmensprofile „Standard“ und „Plus“ wird eingestellt. Ihr bestehender Vertrag dazu verlängert sich ab Dezember deshalb nicht mehr automatisch. Aufgrund der anstehenden Vertragsveränderung werden wir Sie seitens XING oder kununu rechtzeitig mit einem individuellen Upgrade-Angebot kontaktieren. Unsere Empfehlung: Steigen Sie jetzt auf das neue Employer Branding Profil um und sichern Sie sich alle Vorteile!

Der Nutzen von Kununu ist ja überschaubar. Trotzdem scheint XING viel auf diese Karte setzen zu wollen. Die Mail liest sich ansonsten, dass es gar keine, kostenfreie (oder günstige) Variante mehr existiert. Tatsächlich wird es noch ein kostenfreies Profil mit rudimentären Funktionen geben, wie XING auf Twitter bestätigte:

Tweet XING

Und tatsächlich, wenn man auf der Seite lange scrollt, kommt der Hinweis. Mit der kostenfreien Alternative kann man immerhin noch Logo einbinden und Status Updates schreiben. Allerdings ist mehr nicht möglich, mehr einzubinden, und dazu muss dass Employer Branding Profil genutzt werden. Dieses kommt dann, zum Beispiel bei einem Freiberufler auf 395 € netto im Monat, ohne dass er einen weiteren Mehrwert hätte.

Extro

Wenn der XING CEO Thomas Vollmöller gerade nach dem Shitstorm aus der Schweiz davon sprach, besser zu kommunizieren, so ist das aktuell wieder nicht geglückt. Tatsächlich soll Kununu als Mehrwert angepriesen werden, ohne dass eine Vielzahl von Nutzern dieses wünschen oder gar brauchen. Für kleinere Betriebe und Firmen macht ein Engagement bei den Kosten fast gar keinen Sinn mehr. Hier muss quasi ein Produkt des Mitbewerbs genutzt werden.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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Im Moment hat es der Businessnetzwerkanbieter XING aus Hamburg schwer: Gleich an drei Stellen sind kommunikative Probleme in den Vordergrund gerückt. Sind diese Probleme isoliert noch gar nicht schlimm, so ist der zeitliche Zusammenfall mindestens unglücklich.

Die Shitstörmchen

An drei Fronten muss sich XING gerade gegen Ansturm der Kunden wehren: Preiserhöhung in der Schweiz, Änderung der AGB und das Thema der Umstellung der Gruppen.

XING und die Schweiz

In der Schweiz hat XING die Preise, teilweise massiv, erhöht. Je nachdem, wie lange ein User bereits Premiumkunde ist, kann die Preiserhöhung bis zu 60% ausmachen. Die Reaktionen von Kunden überraschen wenig:

Tweet Xing LinkedIn März 2014 CH
Der Communitymanager für die Alpen, Robert Beer, versucht auf Twitter und im Interview zu beschwichtigen: Das wäre die erste Preiserhöhung seit 10 Jahren. Dieser Fokus vergisst eine grundlegende Regel bei der Preisbildung: Nicht die Kosten determinieren einen Preis, sondern Angebot und Nachfrage. Und hier tritt XING nach wie vor sehr selbstbewusst auf. Die Zahlen unterstützen das Selbstbewusstsein jedoch nicht: Der amerikanische Pendant LinkedIn hat in der Schweiz nicht nur mehr als doppelt so viele Mitglieder, sondern wird auch, laut Alexa, ganz anders frequentiert:

XING LinkedIn Alexa Schweiz 2014

So ist LinkedIn die siebente, am meisten aufgerufenen Webseite in der Schweiz, XING rangiert auf Platz 30.

Durch die Berichterstattung wurden auch Schweizer Medien darauf aufmerksam und berichteten Ihrerseits von den Preisaufschlägen.

XING und die AGB

Eine am Montag, dem 17.03.2014 ausgesandte Mail kündigte Änderungen an den AGB an. Außer der PC Welt hatte kaum jemand davon Notiz genommen. Könnte man meinen. In der Mail ist jedoch ein Verweis auf den Blog von XING, der die AGB Änderungen erläutert. Ein Blick in den Blogeintrag ernüchtert:

Account löschen XING
Ob das nun konstruiert ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Die Masse an “Lösch mich” Kommentaren ist schon beachtlich.

XING und die Gruppen

An der dritten Baustelle sind die Gruppen. Diese werden sukzessiv auf ein neues Design umgestellt. Dieses führt auch zu Beschwerden, vor allem in dem XING eigenem Forum.

Ich sehe die Änderungen (auch wenn mein Forum stark gelitten hat) eher konstruktiv. Die Kritik ist jedoch anhaltend und einige beschwören auch schon das Ende der Gruppen herauf.

Extro

Auch in Deutschland holt LinkedIn massiv auf: Bald dürften fünf Millionen Mitglieder in der DACH Region angemeldet sein. Das ist zwar für europäische Verhältnisse immer noch wenig.

Die drei “Einzelshitstörmchen” kommen also äußerst ungelegen.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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Nico Lumma zum Trotz: Ich schreibe ja viel über LinkedIn. Die Artikel, die am meisten zitiert werden, sind die, wo ich LinkedIn und XING vergleiche. Hier muss es dementsprechend Bedarf bestehen. Während ich bei LinkedIn relativ zügig Zahlenmaterial erstellen kann, so bin ich bei dem deutschen Pendanten XING auf die Publikation von Geschäftsberichten und Quartalszahlen angewiesen, da es keine statistische Unterstützung gibt. Jetzt gab es die 2013 Zahlen, also ein Blick hinein.

Zahlen: XING und LinkedIn 2014

Ich vergleiche die Zahlen, bezogen auf Businessnetzwerke auf das deutschsprachige Gebiet. Vorweg ein paar LinkedIn Zahlen, danach die Zahlen verglichen, die ich auch vergleichen kann

LinkedIn Zahlen

Wie sieht es in Europa aus? Und woher stammen die Mitglieder? Ein Übersicht über die Kontinente:

Angemeldete Benutzer bei LinkedIn nach Kontinenten 2014Wie man sieht: Nordamerika mit 111 Millionen angemeldeten Benutzern der größte Bereich, schon gefolgt mit Europa und 70 Millionen angemeldeten Benutzer. In Europa verteilt es sich wie folgt:

Anzahl Mitglieder LinkedIn in Europa 2014Ganz vorne dabei: Großbritannien (was alleine mehr Mitglieder bei LinkedIn als XING weltweit hat). Die deutsche Region wächst langsam: Bis 2009 gab es LinkedIn nicht auf deutsch.

Entwicklung der angemeldeten Nutzer bei LinkedIn DACH 2011 bis 2014Interessant hierbei die Österreicher: Waren diese lange Zeit eine XING Bastion, holen diese gerade fulminant auf (Allein 2014 um +10%, und wir haben Februar).

Vergleichszahlen

Wie sieht es zwischen  XING und LinkedIn aus? Weltweit ein eher langweiliger Vergleich:

XING und LinkedIn weltweitWobei bald die 300 Millionen Grenze weltweit erreicht sein sollte. Wie haben sich XING und LinkedIn entwickelt in der DACH Region?

Entwicklung XING und LinkedIn 2011 - 2014 DACH

Die beiden Linien scheinen sich nur langsam zu nähern. Wenn man aber den prozentualen Bezug herstellt so wirkt die Sache etwas anders:

Businessnetzwerke im Vergleich XING und LinkedIn DACH 2011 und 2013
So hatte LinkedIn 2011 noch eine Größe von 40% der Anzahl bei XING vertretenen, so ist dieser Benchmark 2013 auf 67% angestiegen. Die nächsten Quartale werden dabei entscheidend werden, LinkedIn ist in der DACH Region allein 2014 um 6% Mitglieder netto gestiegen.

XING hingegen publiziert immer nur selbstbewusst “Neumitglieder“, ohne zu saldieren. Wenn man das Nettowachstum mit LinkedIn vergleicht, sieht es wie folgt aus:

Nettowachstum LinkedIn und XING in den letzte 6  Quartalen DACH 2014

So ist XING im Spätsommer 2012 das letzte mal schneller gewachsen als LinkedIn. Gerade mit der Schweiz (mit 1,2 Mio. Mitgliedern) und Österreich (mit 460.000 Mitgliedern) scheint LinkedIn den deutschsprachigen Raum von Süden her aufzurollen.

Extro

Thomas Vollmöller persönlich sieht rosigen Zeiten entgegen. Kein Wunder bei über eine Million € Vergütung ist gesundes Selbstbewusstsein Pflichtprogramm. Im Moment scheinen die Gruppen, ein Standbein der XING AG, und deren Umbau die Hamburger zu schmerzen.

(Obligatorischer Hinweis: Die meisten Zahlen sind nicht von LinkedIn offiziell, sondern aus deren Tool entnommen).

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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LinkedIn Official LogoZum Jahresstart wünsche ich natürlich allen Lesern alles Gute und Liebe. Und mein erster Beitrag dieses Jahr beinhaltet wieder viele Zahlen. Auch wenn bei Nico Lumma Vergleich auf dem ersten Platz der Artikel sich befindet, die uninteressant sind, will ich den Jahreswechsel nutzen, um die aktuellen Entwicklungen bei LinkedIn in Grafiken zu gießen.

LinkedIn 2014 in …

Ich habe mehrere Grafiken: Die Entwicklung von LinkedIn im deutschsprachigen Gebiet, insgesamt DACH und getrennt nach Österreich, Schweiz und Deutschland (zu Schweiz hat ja Sam gerade was geschrieben). Auch wurde ich gerade von Christian Buggisch zitiert, der LinkedIn nicht isoliert betrachtet, sondern im gesamten Social Media Kontext betrachtet. Alle Zahlen sind auf den LinkedIn Seiten erhoben und stellen keine offiziellen Zahlen dar!

DACH

Vielleicht am interessantesten: Wie sieht es im DACH Raum insgesamt aus. In 2013 hatte im Spätsommer die vier Millionen erreicht, die fünf stehen wohl im März an.

Entwicklung LinkedIn Mitglieder DACH 2014

Im folgenden die drei Einzugsgebiete (Österreich, Schweiz und Deutschland) getrennt als einzelne Charts:

Deutschland

Entwicklung LinkedIn Mitglieder Deutschland 2014

Schweiz

Entwicklung LinkedIn Mitglieder Schweiz 2014

Österreich

Entwicklung LinkedIn Mitglieder Österreich 2014

Wachstum

Nun noch die prozentualen Steigerungen der Mitgliederzahlen im Ein- und Zweijahresrückblick. Galten noch am ehesten die Österreicher als Entwicklungsland im Bereich Social Media im Allgemeinen, wie bei LinkedIn im Besonderen, holen diese gerade prozentual mächtig auf.

Entwicklung Mitglieder im DACH 2011 bis 2013

Fast alle drei Länder kommen im Zweijahresrückblick auf eine Verdoppelung der LinkedIn Mitgliederzahlen. Das Wachstum war in den zwei Jahren in der Schweiz am geringsten. Dieser Umstand verwundert nicht, da die Schweizer bereits jetzt eine wesentlich höhere Marktakzeptanz von LinkedIn haben, als zum Beispiel Deutschland oder Österreich.

Im Einjahresrückblick haben allerdings die Österreicher die Nase vorn:

Entwicklung Mitglieder im DACH 2012 bis 2013

Es fiel bereits bei den Zeitbetrachtungen auf, dass die Kurven nach oben führen, also ein gesteigertes Wachstum vorliegt.

Extro

Ein Vergleich zu XING werde ich nachreichen, da die Hamburger traditionell Zahlen erst mit Verzögerung publizieren. Ich gebe Nico Lumma nur zum Teil Recht: Auch wenn die nackten Zahlen isoliert kaum weiterhelfen, so bieten sie doch die Möglichkeit der groben Orientierung. Das jedes Unternehmen nach seinen Bedürfnissen individuell nach ihrer Zielsetzung ihr Engagement überdenken sollte, oder besser muss, steht auf einen anderen Blatt.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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Heute hat die XING AG die Daten für das erste Halbjahr 2013 vorgelegt. Da die Daten von LinkedIn bereits letzte Woche publiziert worden sind, ist es mal wieder Zeit, die Zahlen miteinander zu vergleichen.

Die Zahlen

Unter den Umständen ist es schwierig, sich zu präsentieren. Immerhin konnte die XING AG den Schwund der Premiummitglieder, der im ersten Quartal entstand, zu stoppen. Schön umschrieben hatte die Sachlage Nils auf Twitter:

Schwer sich in der Stammkneipe souverän zu geben, wenn der Nachbar am Tresen aussieht wie Bruce Willis.

Die Kennzahlen

Zuerst ein paar dröge Zahlen zu Umsatz, Gewinn und EBITDTA. Allen drei Grafiken ist gemein, dass ich

  • den aktuellen Dollarkurs zur Umrechnung genommen habe
  • die Ordinaten in Millionen Euro ausgewiesen habe
  • die beiden Quartale farblich unterschieden habe

Xing und LinkedIn Umsatz 1 HJ 2013Xing und LinkedIn Gewinn 1 HJ 2013Xing und LinkedIn EBITDTA 1 HJ 2013

Mitglieder

Interessanter für die meisten ist die Mitgliederentwicklung. Absolut sieht das zum Halbjahresultimo wie folgt aus:

Mitglieder Xing und LinkedIn weltweit und DACHHierbei hat sich das Wachstum in der DACH Region von LinkedIn beschleunigt, während Xing nur noch langsam wächst (wobei die Linearität in der Grafik dem Fehlen von monatsgenauen Zahlen bei der XING AG geschuldet ist):

NeuMitglieder XING und LINKEDIN erstes Halbjahr 2013 DACHDas Mitgliederwachstum im DACH Bereich liegt bei LinkedIn in den besten Monaten beim Doppelten der deutschen XING AG.

Aktienkurs

Was viele interessiert (mich als Aktienfundamentalisten weniger) ist der daraus resultierende Aktienkurs. Hier ein Vergleich ab dem Going Public von LinkedIn:

Aktienkurse Xing und LinkedIn(Eigene Darstellung auf Grundlage der Zahlen aus Yahoo!, Umrechnungskurs des Dollar auf heutiger Basis)

Ausblick

Interessant wird es, wie XING den zunehmenden Druck seitens LinkedIn abfedern möchte. Eine der größten Baustellen dürften die Stellenanzeigen sein, die bei XING weiter abnehmen (aktualisierte Grafik der Stellenanzeigen im DACH Bereich von meinem Blogbeitrag):

Entwicklung Stellenanzeigen ohne Praktika 1 HJ 2013 DACH Xing vs LinkedIn aktualisiert

Eine andere Entwicklung sind die XING Projekte: Hier trifft XING meines Erachtens genau auf die Zielgruppe und bietet, im Vergleich zu LinkedIn, einen echten Mehrwert. Die XING Projekte sind seit dem ersten Juli kostenpflichtig. Die Entwicklung seitdem ging bergab, bis am 17. Juli massiv “Vouchers” verbreitet wurden. Wenn sich die Masse bei 500 eingestellten Projekten einpendelt, könnte hier ein gutes Standbein entstehen:

Xing Projekte Entwicklung Juli

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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LinkedIn Official LogoIn Deutschland stehen, im  Gegensatz zu anderen Ländern, bei Businessnetzwerken Xing und LinkedIn zur Verfügung. Es spricht generell nichts dagegen, als Unternehmen bei beiden zum Beispiel ein Unternehmensprofil zu pflegen, zumindest in der jeweiligen, kostenfreien Logo XingBasisvariante. Wenn ich, zum Beispiel als Recruiter, jemanden, suche, gibt es Unterschiede zwischen den Zielgruppen? Die Funktionen oder auch der Preis ist letztlich egal, wichtig ist, die entsprechenden Personen zu finden. Daher habe ich mal ein paar Parameter gegenübergestellt: Branche, Alter und Unternehmensgrößen der Personen, die auf den Plattformen vertreten sind.

Die Zahlen

Bei den untersuchten Zahlen habe ich versucht, eine einheitliche Darstellung zu finden. Bei den Branchen war mir das nicht möglich, da die Zahlen nicht 1:1 vergleichbar sind. Insgesamt sind die Zahlen direkt von LinkedIn (aus dem LinkedIn Ads Tool) oder aus den Xing Mediadaten.

Welche Branche findet man wo?

Zuerst eine Übersicht aller Branchen, wie sie prozentual bei LinkedIn vertreten sind. Die Zahlen sind für Deutschland, Schweiz und Österreich:

LinkedIn Branchen DACH

(Zum Vergrößern darauf Klicken)

Wem das zu viele Daten auf einmal sind, so hier die jeweils größten fünf Branchen in Deutschland, Österreich und der Schweiz:

Top 5 DACH Branchen LinkedIn

Im Vergleich dazu sind die Branchen bei Xing wie folgt vertreten (keine Differenzierung nach Ländern):

XING Branchen

Welche Unternehmen sind wie vertreten?

Von Interesse ist auch, welche Unternehmensgrößen durch die Mitarbeiter wie vertreten sind. Bei den Großkonzernen ist die Verteilung schon länger bekannt, aber wie sieht es insgesamt aus? Hier kann man die Zahlen gut gegenüberstellen:

Verteilung Xing LinkedIn Unternehmensgröße

(Zum Vergrößern darauf klicken)

Wer also Freiberuflern und kleinen Unternehmern was verkaufen möchte, ist bei Xing gut aufgehoben, Budgets und Projekte bei großen Unternehmen kann man eher bei LinkedIn finden.

Wie alt sind die Mitglieder

Bei LinkedIn scheinen prozentual mehr jüngere Mitglieder zu finden sein, als bei Xing. Hintergrund könnte die Anzahl der Praktika sein, die ausgeschrieben sind. Hier sind für Deutschland bei Xing aktuell (Also: Mai 2013) 1.669 zu verzeichnen, bei LinkedIn 5.459. Der direkte Vergleich sieht wie folgt aus:

Verteilung Xing LinkedIn Alter

(Zum Vergrößern darauf klicken)

extro

Die Gegenüberstellungen bieten keine großen Überraschungen, eher die Bestätigung von Vermutungen. Ich hoffe, sie helfen einigen.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

….und keiner merkt es

Facebook LogoOkay, die Schlagzeile ist etwas hoch gegriffen. Trotz der Schwierigkeiten im Kontext der Messung von Zahlen beobachte ich ja verschiedene Dienste. Neben professionellen Diensten wie SocialBench oder Socialbakers gibt es auch noch den Dienst Alexa. Ich weiß, dieser ist in Punkto Genauigkeit nicht google-plus-logo-buttondie erste Wahl (wahrscheinlich auch nicht die Zweite), aber man bekommt Vergleichswerte über einen Zeitraum. Und der Dienst steht halt jedem zur Verfügung. Bei dem gestrigen Artikel über Domian, ist mir etwas aufgefallen, dass ich von allein gar nicht gemerkt hätte: Ich wollte ja nur zeigen, in wie weit Facebook Anteil am weltweiten Traffic hat und stellte fest, dass nach Pageviews Facebook Google überholt hat.

Die Zahlen

Während viele den Traffic von Pinterest verfolgen, habe ich mir aktuelle die Pageviews von Facebook und Google genauer angeschaut. Dabei ergaben sich im Dreimonatsvergleich folgende Werte:

Traffic Google FacebookAllerdings hat Google noch einen Trumpf im Ärmel: Das 2006 erworbene YouTube. Schaut man sich die Zahlen mit YouTube an, so ist das Verhältnis ein anderes:

Traffic Google Facebook YoutubeWas dabei interessant ist: Der Anteil von Google+ ist nach wie vor gering, auch wenn nach eigenen Bekunden über 500 Millionen Personen bei Google+ sein sollen. Ich selber bin ja seit Anfang an bei Google+ dabei, aber die hohen Nutzerzahl spiegeln nicht meine eigene Wahrnehmung wieder, die Alexa Zahlen da eher. Lustiges Detail am Rande: Im Zeitvergleich scheinen Facebook und Google Nutzung exakt antizyklisch zu sein:

Facebook Google Antizyklisch

So eine exakte Symmetrie lässt eher auf Messfehler, als auf Zufall hindeuten.

Strategie zählt

Bei Google+ habe ich eigentlich auf den Penetrationseffekt getippt. Das Wachstum von facebook scheint seit dem Börsengang eher dezenter zu verlaufen. Google und Facebook scheinen mittlerweile auf Augenhöhe zu sein. Was jetzt zählt, ist die Strategie: Facebook versucht mit dem Social Graph in die Kernkompetenz von Google einzudringen und durch die Social Jobs im Gebiet von LinkedIn zu wildern. Gleichzeitig wird die Monetarisierung mit dem Edgerank vorangetrieben. Google versucht es eher durch Penetration über die Handies:  Android kommt mittlerweile auf einen Marktanteil von 67% und bringt Google damit in die Haushalte. Facebooks Handypläne wiederum machen kaum noch von sich reden.

Extro

Ich muss selber sagen: Ich bin erstaunt. Hintergrund ist, dass selbst 1 Milliarde facebook Nutzer im Vergleich zu Google (also ohne Plus!) wenig erscheinen. Ich denke, der Titanenkampf wird auf Ausdauer und Innovation hinauslaufen. Ideen, wer das Rennen gewinnen mag, habe ich keine. Ihr?

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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LinkedIn Official LogoIn Deutschland kommt man bei Businessnetzwerken nicht um zwei herum: Das amerikanische LinkedIn und der deutsche Pendant Xing. Während 2006 das damalige OpenBC gegen die VZ antrat (daher damals auch der Begriff BusinessVZ) war die Lage noch einfach: Mit 5 € im Monat ein Hauch Exklusivität war in Ordnung. Heute ist die Logo XingLandschaft differenzierter: Nicht nur LinkedIn, auch bei Twitter, Facebook und Google+ ist man häufig vertreten, hartgesottene Social Media Fans unterhalten zusätzlich noch Konten bei Klout, Pinterest, So.Cl, BranchOut und noch bei diversen Werkzeuganbietern wie Alexa, Zoomsphere oder auch AppData. Da kann man nicht für jeden Account Geld ausgeben.

Grundsätzliches

Zu allererst. Der Artikel soll etwas Aufklärung bieten: Oft sehen von Premiummitgliedschaften konditionierte Personen den Premiumpreis bei LinkedIn, der mit 24.95 € im Monat sehr teuer erscheint. Aber braucht jeder einen Premiumaccount?

Im Mittelpunkt jedoch sollte immer die Zielgruppe stehen. Wen erreiche ich bei meinem Netzwerk. Hier hat LinkedIn seine Stärken bei Internationalen Zusammenhängen und bei Konzernen, Xing wiederrum eher bei regionalen Anbietern und vor allem bei Freiberuflern (soweit man das vereinfachen kann). Funktional ist LinkedIn Xing um zwei bis drei Jahre voraus.

Zurück zu den Basisvarianten: Sowohl Xing, als auch LinkedIn bieten eine kostenfreie Basismitgliedschaft an. Während bei Xing die Paywall recht niedrig ist, steht dem auch ein geringerer, monatlicher Beitrag gegenüber. Bei LinkedIn ist die Premiummitgliedschaft erheblich teurer, dafür kann man auch mit Jobanzeigen oder Unternehmensprofilen sehr gut arbeiten, ohne eine Premiummitgliedschaft zu haben.

Der Vergleich

Eigentlich sollte sich jeder ein Bild machen anhand der Kriterien, die er benötigt. Ich habe mal einige Eigenschaften gegenübergestellt:

Xing LinkedIn Freemium Vergleich

Extro

Wann man einen Premiumaccount benötigt, muss jeder für sich selber entscheiden. Bei Xing sind die Kosten nicht so hoch, dafür braucht man ihn relativ zügig: Eine funktionale Suche wird in der Basismitgliedschaft nicht angeboten. Auch kann es passieren, dass man in der Freelancer Projektbörse eine Stelle ausschreibt. Wenn jemand nun auf “interessiert” klickt, darf man den Interessenten ohne Premium nicht zurückschreiben. Bei LinkedIn kann man sich mit Interessenten auf irgendwas (ob nun Stelle oder Frage zum Unternehmensprofil) immer austauschen, ohne einen Premiumaccount zu besitzen. Dieser ist eher was für Recruiter oder Personen, die wirklich intensiv mit LinkedIn arbeiten.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß


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Ich verfolge auf Xing gerade wieder eine Diskussion bezüglich der Thematik, wer einen eine Kontaktanfrage stellen darf. Xing ist da herrlich digital: Darf / Darf nicht. Das Problem bei “Darf nicht“: Man muss die Person vorher blocken. Allerdings weiß man nicht, wer einen kontakten wird, so dass das nur bei “Stalkern” von Nutzen ist. Was dabei herauskommt, hat der PR Doktor Kerstin Hoffmann in einem Blogartikel gut beschrieben. Die Diskussion in der Xing Gruppe zeigt, dass es bezüglich LinkedIn noch Aufklärungsbedarf gibt.

Wer darf einen kontakten?

Um es kurz grafisch darzustellen, während es bei Xing sehr digital ist, bietet LinkedIn wesentlich mehr Einstellungen für die Privatsphäre. So kann man nach seinen Bedarf (was im wesentlichen seine Hierarchieebene bedeutet) einstellen, von was für einen Personenkreis man kontaktet werden darf. Aber auch Leute, die eher passiv in so einem Netzwerk sind, ist es angeraten, an seinen Privatsphäreneinstellungen zu drehen:

Wer darf mich kontakten Xing vs. LinkedIn

Die Auswirkungen sind dann auf dem Profil desjenigen zu beobachten, dem man eine Kontaktanfrage senden möchte:

Wirkungsweise Kontaktanfrage LinkedInDie erste Stufe ist der Normalfall: Hier kann man (begründet) eine Kontaktanfrage stellen. Hierbei ist die Philosophie von LinkedIn, dass hier das normale (echte) Netzwerk abgebildet wird und man den Probanden schon kennt. Wenn nicht, sollte eine Vorstellung gewählt werden. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass viele die Boxen “kenne ich nicht” mit “Freund/in” verwechseln….

Wenn man “zu viele” Kontaktanfragen bekommt, so kann man das über die Privatsphäreneinstellungen ändern:

Wer darf Einladungen senden, Administration

Wenn man die zweite Option wählt, so wird die Mailadresse bei einer Anfrage abgefragt. Ist die Mailadresse bei der entsprechenden Position hinterlegt, wird die Kontaktanfrage zugestellt.

Bei der dritten Option kann man mit einer Positivliste arbeiten: Man kann über verschiedene Wege das Adressbuch bei LinkedIn befüllen. Diese wirkt dann wie eine Positivliste: Nur Personen von dieser Liste können Kontaktanfragen stellen.

Der vierte Punkt ist nicht explizit aufgeführt in der Administration: Wenn man die Adressliste leer hat und in der Administration sich für diese (leere) Liste entscheidet, bleibt nur noch eine Kontaktanfrage über einen Avis, also eine Vorstellung eines Kontaktes.

Was man selber nicht beeinflussen kann: Wenn jemand mehrfach als Spam abgewiesen wurde, kann er auch nur noch mit Mailadresse eine Kontaktanfrage stellen, unabhängig, was man selber eingestellt hat.

Extro

Die Masse der Anfragen bei Xing zeigen, dass ein mehrstufiges Konzept gar nicht schlecht ist. Wie so eins aussehen könnte, kann man oben nachlesen. Ich würde es begrüßen.
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Nachdem ich mich gestern um den hochgradig spannenden Komplex der Rechnungslegung bei LinkedIn auseinandergesetzt habe, heute mal wieder zu einem anderen Thema: Die Suchmaschinen. Hierbei war ein Artikel bei mir der Auslöser. Als einer der wenigen, deutschen So.Clialisten war ich hochgradig neugierig.

So sieht es aus

Wie bereits Jan Fiersching auf Futurebiz beschrieb, kann man es auch selber ausprobieren. Ein Link hierzu ist noch nicht online, aber durch die Direkteingabe von http://www.bing.com/friendsphotos/ kann man dorthin gelangen. Bei bing muss man nicht angemeldet sein, jedoch verlangt bing die Authentifizierung gegen Facebook. Danach sieht es wie folgt aus:

Bing Facebook Photosuche

Man kann im Suchfeld seine Kontakte durchsuchen, Bilder anschauen und direkt interagieren (Likes oder Kommentare hinterlassen). Wenn man sich die Photos direkt anschaut, so kann man eine Ähnlichkeit zu Google+ feststellen:

Bing Facebook Photodetails

Das Suchfeld oben hat im Moment nur die rudimentäre Funktion, seine Kontakte auszuwählen. Eine direkte Suche, wie bereit Kai Thrun feststellt, geht im Moment noch nicht.

Die Privatsphäreneinstellungen sollen gewahrt bleiben.

Goliath gegen …… Goliath?

Microsoft vs googleGoogle ist überall gegenwärtig, so dass Microsoft wie ein kleiner Ableger wirkt. Wenn man sich die Konzerne und die Zahlen für 2011 anschaut, weiß, was Microsoft für Kapazitäten hat. Hinzu kommt, dass Microsoft die dreifache Kapazität von Mitarbeitern vorweisen kann. Genau wie beim Launch von So.Cl ist alles darauf angelegt, langfristig im Suchmaschinenmarkt besser Fuß zu bekommen. Vielleicht handelt es sich auch um eine Quid-Pro-Quo, da Google mit Android verstärkt in der Kernkompetenz von Microsoft eingreift, den Markt für OS.

Strategie könnte funktionieren

Microsoft Bing GoogleFacebook lässt Google nach wie vor außen vor. Eigentlich schade, denn Facebook will alles vorgeben, eine funktionierende und vor allem transparente Suche lässt der Social Media Riese vermissen. Und so claimt Microsoft eine für Google ärgerliche BlackBox des Internets, die Welt von Facebook. Zwar kommt der Traffic, der von bing stammt, noch lange nicht mit dem von Google mit, aber am Beispiel meines Blogs (auch wenn das empirisch irrelevant ist) kann man einen langsamen, aber stetigen Anstieg von bing feststellen. Ein Grund dürfte der Einfluss von So.Cl sein, Logo SoCldass wahrscheinlich ähnlich auf bing wirkt wie Google+ auf Google. Gerade für Hobbyblogger ist eine Präsenz dort nicht verkehrt (SEO für Arme, sozusagen). Mit der neuerlichen Anbindung von Facebook, wenn auch rudimentär, könnte Belebung in den von Google dominierten Markt für Suchmaschinen kommen. Zusätzlich ist bing auch eine Kooperation mit dem hierzulande eher unbekannten Quora eingegangen. Für den Endanwender kann das nur von Nutzen sein, eine Monopolstellung eines Unternehmens, egal in welchen Markt, ist niemals nützlich.

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