Über diese Anzeigen

Archiv

Schlagwort-Archive: Privatsphäre

Intro

Eigentlich müsste man sein LinkedIn Profil überarbeiten. Wenn, hätte, aber….. wer nicht gerade auf Jobsuche ist, verdrängt solche pflegenden Tätigkeiten gerne. Umso größer das Netzwerk ist, desto unwichtiger wird es, immer sofort gefunden zu werden. Wer auf der Höhe Zeit sein möchte, kann jedoch mit ein paar Handgriffen an seinen Profil schrauben.

1. Ist Dein Profil öffentlich?

Manche wollen ihr Profil nicht öffentlich haben. Den meisten ist aber gar nicht bewusst, dass man das Ein- und Ausschalten kann und wo. Der Link ist hier.

Öffentliches Profil bei LinkedIn

 

Wollen Sie öffentlich auffindbar sein? Und wenn ja, womit? Das können Sie unter den Einstellungen auf der rechten Seite einstellen.

2. Welchen Link benutze ich?

Oft baut LinkedIn etwas kryptische Links /xxx/pub/thomas.meier/b2cdd etc. Diesen Link können Sie anpassen, so dass es auf Visitenkarten (die alten Kartonteile sind das) oder Email Feeder besser aussehen. So können Sie Ihren Namen nehmen oder auch Ihre Berufsbezeichnung. Das Anpassen der URL finden Sie auf der gleichen Seite wie 1) etwas weiter unten.

3. Der erste Eindruck: Profil Slogan anpassen

Direkt unter den Namen prangt der Profil Slogan. Dieser wird von LinkedIn generiert (“Wirtschaftsprüfer in Hannover”), kann und sollte aber angepasst werden. Seien Sie dabei aber nicht zu kreativ: Lustige Sprüche sind zwar nett, aber wer sucht danach? Der Profil Slogan hat eine große Wirkung auf die Suchmaschine von LinkedIn. Verwenden Sie also Schlüsselwörter! Gehen Sie über “Profil bearbeiten“. Unter dem Namen finden Sie den Slogan und über das Bleistiftsymbol können Sie den Slogan bearbeiten.

Profil Slogan auf LinkedIn bearbeiten

 

4. Zwei Stufen Authentifizierung aktivieren?

LinkedIn bietet die Möglichkeit der Zwei Stufen Authentifizierung: Das bedeutet, immer wenn Sie sich von einen neuen oder anderen Rechner sich anmelden, wird per SMS ein Code gesendet, um den Rechner zur Nutzung mit Ihrem Account zu legitimieren. Wer nur ein oder zwei Rechner für seinen LinkedIn Account nutzt, kann so sicherstellen, dass sein Account selbst nach abfischen oder erraten des Passwortes missbräuchlich verwendet wird. Die Sicherheitseinstellungen finden Sie hier.

5. Timeline im Griff?

Schauen Sie sich Ihre Timeline mal in Ruhe an: Information Overflow? Sie können die Timeline auch aufräumen. Umso seltener Sie bei LinkedIn hereinschauen, desto restriktiver sollten sie die Einstellungen halten: Nutzen Sie nur so viel, wie Sie auch lesen können. Wer nur alle ein oder zwei Wochen vorbeischaut, sollte sich auf Informationen der Kontakte beschränken.

Über diese Anzeigen


Intro

Heute wurde ich von Johannes Lenz auf einen Google+ Beitrag von André Vatter aufmerksam gemacht: Es war ein Beitrag über eine Plattform, SellHack genannt. Dieses ist eine Browserextension für den Google Chromebrowser, der

So funktioniert es

Über die Seite SellHack kann man die Browserextension herunterladen. Vor der Benutzung ist eine Registration notwendig:

SellHack 1Danach ist die Extension im Google Chromebrowser aktiv: Das bedeutet, ein Profil hat jeweils einen neuen Button mit der Aufschrift “Hack In”

SellHack neuer ButtonWenn man den Button nutzt, so erscheint nach kurzer Zeit entweder eine Mailadresse, oder ein Text:

SellHack Ergebnis

Sicherheitslücke? Eher kaum!

Im ersten Moment dachte ich, so etwas wäre eine schwere Sicherheitslücke. Und tatsächlich kommen bei Personen von Siemens und anderen Konzernen durchaus valide Ergebnisse.

Selber als “Hack” tituliert, schreiben die Betreiber selber:

The data we process is all publicly available. We just do the heavy lifting and complicated computing to save you time. We aren’t doing anything malicious to the LinkedIn website. We think browser extensions are the best way to personalize an individuals web experience. We love LinkedIn and are trying to make it better for the community.

Das Tool scheint eher auf Brute Force zu setzen, also der industrialisierten Form von Versuch und Irrtum. Bei meiner Frau funktioniert es nicht:

SellHack und KarenSchaut man sich nun die API an, so fällt einem folgendes auf:

SellHack APIDabei ist das “ß” in meinem Namen hilfreich: Jeder, der deutschen Sprache mächtigen, Person, ist  sofort klar, dass die Mailadresse statt dem scharfen S ein Doppel S enthalten würde. Dieses scheinen die Macher von SelfHack noch nicht zu wissen.

Wenn man das Tool mehrfach ausprobiert, kommen einen eher Assoziationen mit Yasni oder 123People in den Sinn. Das würde auch mit dem Hilfetext, den SellHack anbietet, passen.

Extro

Die Nutzung dieses Tools passt schon mal nicht zur Nutzervereinbarung mit LinkedIn:

Auf LinkedIn basierende, abgeleitete Arbeiten oder andere, den Diensten zugrunde liegende Technologien, oder den Inhalt anderer Nutzer als Ganzes oder teilweise anzupassen, zu verändern oder zu erschaffen, es sei denn, dies ist nach dem Entwicklerprogramm von LinkedIn zulässig

Davon abgesehen kann das Tool einem Recherchen ersparen, die mit Google, Yasni oder 123People auch möglich sind. Ganz praktisch, aber auf keinen Fall ein “Hack”. Wer es installiert, sollte sich im Klaren sein, dass dieses nicht mit der Erlaubnis von LinkedIn geschieht. Auch die Anmeldung finde ich nicht sehr vertrauenerweckend. Ich rate von der Nutzung daher ab.

Intro

Einstellungen LinkedInLetzens fiel mir ein Tweet von Maik Klotz (@Klotzbrocken) auf:
Damit stellt Maik auf humoristische Weise eine der Probleme von LinkedIn dar: Zwar bietet LinkedIn ein großes Potpourri an Funktionen, aber auf der anderen Seite sind die Einstellungen, die man vornehmen kann zum einen äußerst mannigfaltig, zum anderen verstreut über die gesamte Seite. Die Folge ist, dass, wenn man neu ist, teilweise gar nicht weiß, wo man schrauben muss. Ich hatte das Thema schon mehrfach thematisiert, aber ein Einstieg kann vielen schnell helfen.

Vorbereitung

Als erstes sollte man sich bewusst machen, wie viel Zeit man für einzelne soziale Netzwerke aufbringen möchte. Umso weniger Zeit man zur Verfügung hat oder stellen möchte, umso restriktiver sollten die Einstellungen sein. Ein Überfluss an Informationen, die man nicht erhalten möchte kann schnell dazu führen, dass man sich “bespammt” fühlt.

Einstellungen

Die wichtigsten allgemeinen Einstellungen finden sich im Bereich “Datenschutz und Einstellungen

Einstellungen Konsole Start
Hier finden sich die allermeisten Einstellungen, die man benötigt, um etwas mehr Ruhe im Mailfach zu haben:

Einstellungen LinkedIn AllgemeinÜber den Unterreiter (1) Kommunikation kommt man zu den wichtigsten Stellschrauben. Hier kann man folgendes einstellen:

(2): Der wichtigste Teil der Einstellungen. Hier können einzeln angegeben, was und in welcher Frequenz man Mails von LinkedIn erhält:

Einstellungen LinkedIn Mails
Hierbei immer auf das Stiftsymbol klicken, damit man die Einstellungen editieren kann.

(3): Hier kann man Einstellen, ob man Mails bekommt, wenn jemand eine Nachricht sendet. Wer täglich in LinkedIn hereinschaut, kann das meines Erachtens deaktivieren: Das “Motorola” Bubble oben signalisiert dasselbe.

(4): Hier definiert man, wann man Nachrichten erhält bei Einladungen und welche Arten man bei Kontaktanfragen wünscht:

LinkedIn Vorstellung

(5): Die nächste Einstellung ist gerade für Führungskräfte im Bereich des Senior Managements nicht uninteressant: Hier kann man einstellen, wer in sein Netzwerk einladen darf:

LinkedIn Vorstellung

Wer genervt ist von den typischen “Ich will Sie in mein berufliches Netzwerk einladen” Mails von Menschen, die sich dann Glückscoach oder Nahkampfschamane nennen, sollte hier restriktiver einstellen. Auch Personen mit Budget werden schnell überschüttet.

Tipp: Einfach erst mal lassen und bei Bedarf restriktiver einstellen.

(6): Marktstudien und InMails von LinkedIn Partnern: Einfach abstellen

Timelinehygiene

Was noch hilft: Beobachten Sie Ihre “Timeline“, also die Startseite mit den chronologischen Nachrichten. Einfache Regel: Wer nervt fliegt raus. Allerdings muss man nicht gleich den Kontakt aufheben oder die Person gar blocken: Sie können die eine Person ausblenden. Dazu in der oberen rechten Ecke der Nachricht der Person mit der Maus wandern, dann kommt der Schriftzug “ausblenden”. Sie können über die Einstellungen die Personen auch jederzeit wieder einblenden.

Timeline Person ausblenden

Extro

Ich neige weiterhin dazu Maik Klotz rechtzugeben. Intuitiv sind die Einstellungen bei LinkedIn nicht immer. Aber sich einmal richtig darüber Gedanken zu machen, ist ein lohnendes Investment: Was nutz eine gute Software, wenn man die Schalter nicht richtig nutzt.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;


intro

LinkedIn Official LogoGerade wer neu bei LinkedIn ist, wird erschlagen von der Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten. Dabei möchten viele gar nicht sich detailliert mit der Vielzahl von Möglichkeiten auseinandersetzen, sondern suchen ein paar bestimmte Einstellungen. Ich habe mal die wichtigsten zusammengetragen.

Die Einstellungen

Generell finden sich die Einstellungen oben rechts, wenn man bei LinkedIn angemeldet ist:

LinkedIn Einstellungen StartDanach kommen Sie in die Schaltzentrale von LinkedIn

Übersicht

LinkedIn Einstellungen ÜbersichtHier finden Sie die Sektionen:

  1. Ändern der Mailadresse
  2. Einstellungen zum Profil
  3. Einstellungen der Rechnungs- und Kreditkartendaten
  4. Einstellungen zu Mails
  5. Einstellungen zu meinen Gruppen, Unternehmen und Anwendungen
  6. Generelle Einstellungen zum Konto (auch wie man es bei LinkedIn schließt)

Wie ändere ich meine Mailadresse bei LinkedIn?

Eine Frage ist immer wieder, wie man eine Mailadresse bei LinkedIn ändert, löscht oder hinzufügt. Über die generellen Einstellungen kann man hier Mailadresse ändern / löschen verwenden:

LinkedIn Einstellungen Mailadressen

Hier können Sie eine neue Adresse einfügen. Nach Bestätigung müssen Sie die neue Adresse als primäre Adresse definieren. Danach können Sie die alte Mailadresse löschen.

Wer darf meine Kontakte sehen?

Nicht jeder möchte, dass die Kontakte einsehbar sind. Hierzu gibt es im Bereich “Profil” die Einstellung: Wählen Sie, wer Ihre Kontakte sehen darf. Hier können Sie entscheiden, ob ihre Kontakte nur von Ihnen selber oder auch von Ihren Kontakten gesehen werden können.

Wer darf mich kontaktieren?

Bei LinkedIn gibt es die Möglichkeit zu unterscheiden, wer einen kontaktieren darf.

  1. Jeder
  2. Nur Personen, die Ihre Mailadresse kennen ODER dessen Adresse Sie im Adressbuch hinterlegt haben
  3. Nur Personen, dessen Adresse Sie im Adressbuch hinterlegt haben

LinkedIn Einstellungen ErreichbarkeitDie restriktiveren Einträge empfehlen sich gerade für Führungskräfte, die sich nicht mit jedem vernetzen wollen.

Möchte ich bei Google gefunden werden?

Nicht jeder möchte auch über Google gefunden werden. Hierzu kann man die öffentliche Sichtbarkeit abschalten. Hierzu gibt es die Einstellung: Ihr öffentliches Profil bearbeiten.

LinkedIn Einstellungen öffentliche Sichtbarkeit

Hierbei können Sie nicht nur digital entscheiden, ob Sie sichtbar sind, oder nicht, sondern auch differenzieren, was öffentlich sein soll. Die Einstellungen sind:

  1. Generelle Einstellung: Einsehbar über Google ja/nein
  2. Welche Bereiche sind öffentlich einsehbar (Wenn 1.=ja)
  3. Welchen Linke möchte ich für mein Profil haben (Vanity URL)

extro

Man kann noch hundert andere Sachen einstellen. Alle zu beschreiben, macht meines Erachtens keinen Sinn. Daher hatte ich mal die wichtigsten aufgeschrieben.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß

Heute ein Beitrag zu Facebook, dem größten Social Network für den privaten Bereich.

Facebooks Wachstum ist ungebrochen, seit gestern gibt es für ausgewählte Mitglieder auch eine neue Benutzeroberfläche.

Philipp Kemper (Twitter: @wattnditte) ist manchen bereits als LinkedInsider bekannt. Er hat sich Facebook etwas genauer angeschaut und den folgenden Artikel verfasst.

Schönes neues Facebook

Zur digitalen Morgentoilette meldete ich mich heute morgen bei Facebook an. Und was sehe ich da? Alles schön, alles neu: Eine überarbeitete Navigation – praktisch. Eine neue Spieleseite: übersichtlich. Eine klare Unterscheidung zwischen Nachrichten von Menschen und Spam von Spielen: endlich.

Neue Facebook Homepage

Um im Web 2.0 nicht hinten runterzufallen nehme ich mir ein paar Minuten, um die Änderungen und den digitalen Tag mit einem gehaltvollen Status-Update zu kommentieren. Kurz darauf erreicht mich eine Flut von neidvollen Kommentaren. In diesem Moment wird mir klar, dass ich Facebook-VIP bin. Ich gehöre zu den privilegierten 20%, die das neue Design zuerst zu sehen bekommen. Keiner meiner Freunde hat das neue Design. Status-Neider stellen eilig ihr Profil auf Englisch um aber auch das bringt nichts. Gnädig poste ich einen Screenshot. Auf der folgenden Kommentarwelle surfe ich in den digitalen Sonnenaufgang der Netzwerkelite.

Aus Hannover wird Paris

Stephan hatte kürzlich über Facebooks Niederlassungspläne in Deutschland berichtet. Anlass genug, mal einen genaueren Blick auf Facebook, den Big Mac unter den Social Networks zu werfen. Auf der Burda-Digitalkonferenz verkündete Facebook-Gründer Zuckerberg Anfang 2009 stolze Zahlen: innerhalb eines Jahr ist Facebook in Deutschland von 500.000 auf 2 Millionen Mitglieder gewachsen. Quasi so, als ob aus Hannover zur Größe von Paris heranwächst. Das Wachstum verläuft auch nicht gradlinig, ganz im Gegenteil, es beschleunigt sich zunehmend.

Anm. des Autors, 12.2.2010: 2009 wuchs Facebook von 2 Millionen auf 7.5 Millonen Mitglieder – aus Paris wird London.

Bald jede(r) Zweite

Auch weltweit hat Facebook die Nase ganz weit vorn. Sheryl Sandberg gab auf dem World Economic Forum in Davos bekannt, dass Facebook nun auf unvorstellbare 400 Millionen Mitglieder angewachsen sei. Von denen melden sich täglich 175 Millionen an. Mitte 2010 sei der nächste Meilenstein erreicht: Dann werden sich innerhalb eines Monats 500 Millionen Nutzer bei Facebook anmelden. Das ist immerhin jeder zweite internetbefähigte Erdenbürger. Das sind eindrucksvolle Zahlen.

Social Networks – das neue “Internet”?

Facebooks Reichweite ist extrem. Selbst Internetgigant Google gerät da zunehmend unter Druck: Zum Jahreswechsel wurde bekannt, dass Facebook erstmalig mehr Besucher als Google verzeichnen konnte. Das schlägt sich auch deutlich in den Online-Anzeigen Budgets wieder, der Anteil der Social Networks hat sich in einem Jahr verdoppelt. In Australien ist es bereits eine Tatsache: Social Networks haben den Suchmaschinen den Rang abgelaufen. Kann man da eigentlich noch von einem Internet sprechen? Wohl eher ein Konglomerat von Intranets, zu denen ich mich jeweils beim Betreiber anmelden muss.

Warum Facebook?

Es stellt sich die Frage, was Facebook zu diesem Wachstum verhilft. Aus Benutzersicht: Facebook macht dem Ottonormalsurfer den digitalen Alltag leichter. Email, Chat, Diskussionsforen.Veröffentlichen von News, Fotos, Videos. Spiele. Gruppenkalender und Adressbuch. Facebook macht das alles einfach. Kein Handbuch, kein Support-Hotline. Das meiste erklärt sich selbst, der Rest wird von anderen erklärt. Was braucht man mehr? Nichts. Naja, vielleicht noch ein “Facbook für Business”, um Berufliches und Privates zu trennen. In Deutschland vielleicht auch zwei.

PAI: Abschaffung der Privatsphäre

Bei aller Benutzbarkeit hat es Facebook seinen Nutzern nicht leicht gemacht. Mehrfache Änderungen des Newsfeeds auf der Homepage verärgerten viele, der Ärger verflog aber schnell. Erstaunlicher: Die Änderung der Datenschutzbestimmungen ging im gemeinschaftlichen Sozial-Taumel unter. Erstaunlich, da sie zur Abschaffung der Privatsphäre auf Facebook führte. Klar, die Einstellungsseite für Privatsphäre ist jetzt viel übersichtlicher. Liegt daran, dass es weniger Einstellungsmöglichkeiten gibt. Wo ist die Einstellung hin, dass Applikationen nicht mehr auf meine Daten zugreifen können? Die gibt es nicht mehr. Stattdessen gibt es neuerdings PAI: “publicly available information”. Zu Deutsch: Öffentlich verfügbare Information. Profilbild, Status, Freundesliste, Fanpages, Email-Adresse usw. gehören nicht mehr den Nutzern, sondern sind für alle da. Abschaffung der Privatsphäre? Laut Gründer Zuckerberg ist Privatsphäre eine “alte Konvention” und somit nicht mehr zeitgemäß. Ähnlich äußerte sich ja bereits Google CEO Eric Schmidt: “Wenn Sie etwas tun, was niemand wissen soll, dann sollten Sie es vielleicht nicht tun”.

Das digitale Kurzzeitgedächtnis

20% der Nutzer sehen das neues Facebook, das sind 80 Millionen User. Da verfliegt jegliche Elite-Stimmung schnell. Doch was verschafft mir die Ehre? Nach welchen Kritierien wird ausgewählt? Reiner Zufall? Dank der allgegenwärtigen Informationsüberflutung werden meine Sorgen bald weggewaschen sein. Genau so wie es damals, nach der Einführung von Google Earth und Google Street-View. Die fortschreitende Abschaffung der Privatsphäre in den sozialen Netzwerken bedarf einer aufmerksamen Beobachtung.

Zur Zerstreuung eventueller Sorgen nun abschließend noch ein paar Leckerbissen für die anderen 320 Millionen, die das neue Design noch nicht kennen. Vielen Dank an dieser Stelle an Folke Renken für die Erstellung des Screencast.


Update: Dieser Artikel ist schon zwei Jahre alt, aber noch aktuell. Ein Update findet sich hier!

Wer sich in sozialen Netzwerken bewegt, sollte sich über die Auffindbarkeit in Suchmaschinen Gedanken machen. Die Privatsphäre ist jedoch „Einstellungssache“, man sollte sich hierzu allerdings ein paar Gedanken machen. Die zentralen Fragen habe ich als Screenshot beigefügt einschließlich der Pfade, wo ich die Einstellungen vornehmen kann. Generell bietet hier LinkedIn viele Einstellungen. Um nicht lange zu suchen, habe ich die Wichtigsten zusammengefasst.

Wie öffentlich möchte ich sein?

Es  gibt viele Parameter, die man beeinflussen kann. Zentrale Frage ist hierbei:  Möchte ich mein Profil Richtung Suchmaschinen öffnen, und wenn ja, was möchte ich preisgeben (Ganze Vitae oder nur die Position)?  Generell ist es zu empfehlen, die Ansicht der Gruppen im öffentlichen Profil zu deaktivieren, da ansonsten ein einzigartiker Fingerabdruck des Users generiert werden könnte ( s. Spiegel Bericht)

Im Folgenden stellt sich die Frage, wie öffentlich ich selber auf LinkedIn sein möchte. Hierzu kann ich einstellen:

  • Wer kann meine Kontakte ansehen
  • Wie möchte ich gefunden werden
  • Wer kann meinen Status sehen

Hinzu kommen Details: Wer darf mein Photo sehen?  Möchte ich mein Symbol als Premium angezeigt bekommen?

Wie erreicht man mich?

Auch hier gibt es einige Gedanken. Wie möchte ich erreichbar sein? Hier kann man sich quasi einigeln. Wer kann mich wie kontaktieren, ist die zentrale Frage. Hier kann man von verschiedenen Optionen Gebrauch machen:

  • Jeder kann mich kontaktieren (Der entsprechende muss trotzdem angeben, woher er mich kennt. Kaltkontakten geht nicht)
  • Nur Personen, die meine Mailadresse kennen
  • Nur Personen, die meine Mailadresse kennen und ich diese im Adressbuch hinterlegt habe
  • Nur über Vorstellungen
  • Gar nicht

Eingriff in die Privatsphäre? Die Kontaktpfade

Die Kontaktpfade sind bei LinkedIn nur bei Kontakten ersten Grades sichtbar.

LinkedIn Kontaktweg

LinkedIn Kontaktweg

Danach werden diese anonymisiert. Eine Darstellung darüber hinaus (Kontakte fünften oder sechsten Grades) werden gar nicht visualisiert.

Zur Erläuterung im Folgenden ein paar Beispiele, wie die Visualisierung der Kontaktpfade bei LinkedIn gelöst ist. In dem Beispiel stehe ich, und ich kenne Ralf. Ralf kennt Jürgen, dieser kennt widerum Thomas und dieser als letzte Instanz für mein Beispiel Sandra.

Wenn ich also Ralf kenne und Ralf kennt Jürgen, so kann man dieses Erkennen:

Ich → Ralf → Jürgen

Kennt Jürgen jedoch Thomas, so wird der Pfad nicht offengelegt:

Ich → Ralf → Kontakte von Ralf → Thomas

Kennt Thomas noch Sandra, so werden diese Kontaktbäume nicht mehr dargestellt. Was bei jemand mit 250 Kontakten relativ egal ist, stellt für jemanden mit nur 10 oder 20 Kontakten eine große Sicherheit dar.

Meine Bewegungsdaten – Privatsphäre in Gruppen und Beiträgen

Ein weiterer Punkt stellt meine Aktivität dar. Hier sind die Gruppen im Verhältnis gut abgeschottet. Die Gruppen sind generell nie für Suchmaschinen geöffnet. Auch kann man in Foren nur lesen, in denen man Mitglied ist. Eine generelle Abfrage für Artikel in allen Gruppen wird nicht angeboten. Damit entfällt auch die Diskussion, ob jemand mit Namen angesprochen werden möchte oder nicht: Tun sie es einfach, nach Regeln der Höflichkeit, Google erfährt es hier nicht.

Ein schönes Detail zum Schutz der Privatsphäre stellt die Anzeige der Erfassung eines Beitrages dar. Man ist von vielen phpBB basierten (oder ähnlich nachgeschraubten) Forensoftware gewohnt, dass der genaue Zeitpunkt des

Kommentar in einem Forum

Kommentar im Forum

Verfassens eines Artikels dokumentiert wird. Dieses wird bei LinkedIn verzerrt dargestellt (Vor einer Minute, vor einer Stunde, vor 2 Tagen…) und gibt damit eine Genauigkeit wieder, die man benötigt und ausreichend ist. Eine exakte Angabe nach Uhrzeit ist nach einer Woche eh ohne Belang und keiner kann mehr nachvollziehen, um welche Uhrzeit was geschrieben worden ist.

Es gibt immer wieder Situationen, wo man mit einem Forum nicht mehr in Bezug gebracht werden möchte. Hier nehmen Sie doch Kontakt zum Moderator auf, dieser kann auf einen Knopfdruck automatisiert alle Beiträge von Ihnen entfernen. Diese Hilfestellung, die der Moderator hat, wird sicherlich nützlich sein, Ihrer Bitte zu entsprechen.

Übrigens: Ein Moderator kann Sie nicht zu irgendeinem Event einladen, auf Grund der Tatsache, dass Sie Mitglied der Gruppe sind.

Eine Ausnahme stellen die Fragen und Antworten dar: Diese werden für Google anonymisiert  indexiert. Wenn Sie eine Frage stellen oder beantworten, schreiben Sie (wenn Sie nicht gefunden werden wollen) nicht Ihren Namen dazu.

Resümee

Insgesamt sind die Einstellungen sehr restriktiv

LinkedIn Privatssphaere Überblick

LinkedIn Privatsphaere Überblick

(zum Beispiel sind die Kontakte nur diesen ersichtlich und nicht offen). Nehmen Sie sich doch etwas Zeit für den Bogen, drucken diesen aus und gucken Sie, ob Sie mit Ihren Einstellungen zufrieden sind.

Da der Screenshot nicht zwingend gut lesbar ist, zusätzlich als PDF Dokument:

LinkedIn Privatssphäre Scheckliste

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 239 Followern an