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LinkedIn Official LogoAm Karfreitag veröffentlichte LinkedIn in seinem Blog den nächsten Meilenstein: Die 300 Millionen Mitgliedermarke wurde überschritten. Während die amerikanischen Medien hierüber trotz der Ostertage viel darüber berichteten, war es hierzulande eher still. Damit gehört LinkedIn zu den größten Netzwerken weltweit. Nur Facebook mit seinen mittlerweile weit über eine Milliarde Nutzer, Twitter, Google+, WhatsApp (so fern man dieses als soziales Netzwerk zählt) und Weibo sind noch größer. In Deutschland ist XING (noch) größer, der Abstand schrumpft aber immer schneller.

Ein paar Zahlen

Dadurch, dass LinkedIn im Ursprung ein amerikanisches, soziales Netzwerk war, ist das Business Netzwerk dort auch immer noch am stärksten vertreten. Nach Kontinenten sieht die Verteilung so aus:

LinkedIn weltweit 2In Europa ist, durch die Nähe zum amerikanischen Wirtschaftsraum, LinkedIn am stärksten in Großbritannien vertreten. Gerade wurden die 15 Millionen Mitglieder dort überschritten, was auch medial gefeiert wurde. Zum Vergleich, der deutsche Pendant kommt auf 14 Millionen Mitgliedern – weltweit. Auch in Frankreich, Spanien und Italien hat LinkedIn bereits beachtliche Größen erreicht. Die wichtigsten Märkte in Europa im Überblick:

LinkedIn europaweit 2Dabei setzt LinkedIn verstärkt auf die mobile Strategie: Mittlerweile kommen 50% des weltweiten Traffics von LinkedIn über mobile Endgeräte. Die größten Märkte, nach dem amerikanischen, sind Indien (27.045.427 Mitglieder) und Brasilien (18.001.069 Mitglieder). In Deutschland sind die wichtigsten Regionen der Kölner Raum mit 351.524 Mitgliedern (wobei LinkedIn Düsseldorf zu Köln zählt, was so manchen Düsseldorfer wurmt), Frankfurt mit aktuell 313.063 Mitgliedern und München mit 302.425 Mitgliedern. In Österreich zieht LinkedIn gerade an und wird bald die halbe Million erreicht haben. In der Schweiz ist LinkedIn schon seit 2010 stärker als XING und hat durch teilweise drastische Preiserhöhungen den Markt dort unsanft behandelt. Unter dem Begriff XINGfail finden sich etliche Beiträge zu dem Thema.

Extro

Gerade die Unternehmensprofile werden im deutschen Markt im interessanter. Aber auch so: Das Wachstum von LinkedIn bezieht sich mittlerweile nicht mehr auf den amerikanischen Raum, sondern erstreckt sich immer mehr auf Europa: Mit fast 73 Millionen Mitgliedern ist für LinkedIn Europa der zweitgrößte Kontinentalmarkt.

Disclaimer: Die Zahlen, die ich publiziere, wurden mit Hilfe von LinkedIn Tools generiert und stellen keine offiziellen Zahlen von LinkedIn dar.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

 

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Hin und wieder versuche ich, Vergleich zu ziehen. Dieses mal habe ich mir die Follower mal genauer angeschaut. Wie unterscheiden sich die Plattformen in der Reichweite? Wie bereits öfters versucht, habe ich die DAX Konzerne genommen. Diese haben eine insgesamt hohe Reichweite (unabhängig von den sozialen Netzen) und sind meistens auch hinreichend vertreten. Man meint, Facebook wäre allein auf weiter Flur, aber stimmt diese Intuition? Angeschaut habe ich mir Facebook, Google+, LinkedIn, Twitter und XING.

Logo soziale Netzwerke Facebook GooglePlus LinkedIn Twitter und XING

Vergleich Vorgehensweise

Einige werden jetzt berechtigte Kritik aufweisen. tatsächlich hinkt der Vergleich, so dass man die Ergebnisse nur als Indikator sehen darf und nicht als empirische pure Wahrheit. Mehrere Faktoren stechen dabei ins Auge:

  • Bei manchen Plattformen können die Konzerne mehrere Profile, teilweise zweckgebunden, führen, auf anderen nur eins.
  • Reichweite ist nicht gleich Reichweite (Stichwort Relevanz)
  • Bei manchen gibt es Fangates und Follower wurden damit erkauft
  • Bei Google+ kann man die Anzeige der Follower ausschalten. Zwei Unternehmen haben das getan und gehen damit nicht in die Statistik mit ein. Eines der beiden Unternehmen ist BMW, und bei knapp 200 Millionen Seitenaufrufen ist die Nichtberücksichtigung eine Verzerrung.

Nur um ein paar Punkte selbstkritisch aufzuzählen. Daher sind die Zahlen nur indikativ, nicht absolut.

Die Zahlen

Betrachtet wurden alle DAX Konzerne. Schaut man auf die nominale Anzahl, so haben alle 30 DAX Konzerne folgende Anzahl an Followern:

Anzahl Follower DAX bei sozialen Netzwerken nominal

Die Verteilung verwundert nicht: Facebook ganz weit vorne, an zweiter Position LinkedIn, gefolgt von Twitter und danach Google+. Xing gibt es auch noch, ist aber mit 280.000 Followern für alle 30 DAX Konzerne mit einer ähnlichen Reichweite wie StayFriends ausgestattet.

Schaut man sich die Unternehmen mit den meisten Follower an, so wird das Rennen ausschließlich zwischen Facebook und LinkedIn ausgetragen. Von den 30 Konzernen haben jeweils 15 die meisten Follower auf Facebook und LinkedIn.

Meisten Follower DAX bei sozialen Netzwerken nominal

Um die Ergebnisse etwas zu relativieren, habe ich die Anzahl Follower gescored: Ein Punktesystem. Für das soziale Netzwerk mit den meisten Followern gab es 4 Punkte, das Zweitbeste 3, das Drittbeste 2 und das Viertbeste Netzwerk noch einen Punkt. Dieses für alle 30 Konzerne ergibt summiert:

Scorepunkte Follower DAX bei sozialen NetzwerkenErstaunlich ist hierbei, dass XING noch deutlich vor Google+ liegt.

Extro

Wie bereits einleitend geschrieben: Nicht die endgültige Wahrheit, aber für den einen oder anderen ein paar Grafiken mit Indikatorwirkung.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

 

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LinkedIn Official LogoLinkedIn bietet eine Karrierebörse mit den dazugehörigen Stellenanzeigen. Letzte Woche habe ich die Details der Stellensuche näher ausgeführt. Aber die Stellenanzeigen bieten sowohl für Einstellende, als auch für die Suchende noch nette Features, die man bei anderen Anbietern weniger kennt. Neben der Möglichkeit, sich direkt über LinkedIn zu bewerben, ist hier die Analyse der Bewerbungen zu nennen: Als zahlenverliebte Entwickler gibt es das Feature, dass ab zehn Bewerbern hierzu Statistiken ausgegeben werden.

Stellenangebote

Die Stellenangebote haben alle ein einheitliches Design.

Stellenangebote 1

 

Unter dem Kopf ist zum Beispiel ein Link, der die Unternehmensinformationen, wie man sie aus dem Unternehmensprofil kennt, anzeigt. Darunter finden Sie einen Benchmark, der auf Grundlage Ihres Profils eine Aussage über die Übereinstimmungen zur Anzeige gibt und wie sie im Vergleich zu den anderen Bewerbern abschneiden. Unter dem Menüpunkt “Erhalten Sie mehr Einblicke” kommt die anonymisierte Analyse der bisherigen Bewerber:

Stellenangebote bei LinkedIn

Hier können Sie erkennen,

  • Wann die Bewerbungen eingegangen sind
  • Die Karrierestufen der Bewerber
  • Die Top Kenntnisse und den
  • Ausbildungsstand

der Bewerber auf diese Position.

Was sagen diese noch aus?

Diese Angaben können für alle Beteiligten nützlich sein, sowohl für die Stellenanbieter, als auch die Stellensuchenden.

Für Bewerber…

Die Bewerber können hier sich selber abschätzen. Zum einen können sie erkennen, wie beliebt eine Position ist und wie viele Bewerber mit welchen Qualifikationen sich bereits beworben haben. Dieses ermöglicht eine wesentlich bessere Selbsteinschätzung als man nur mit dem Bauch. Zum anderen kann es auch als Erinnerung dienen, sein Profil zu optimieren.

…und Stellenanbieter

Diese Funktionen haben aber meines Erachtens den besseren Nutzen für Stellenanbieter. Zwar bietet LinkedIn schon länger Statistiken für Stellenanzeigen an, hier kann man aber Unterschiede direkt ableiten.

Ein A/B Test wird dadurch ganz einfach: Dieselbe Stellenanzeige, nur um Nuancen verändert, kann Erkenntnisse darüber bringen, ob der Zeitpunkt des Postens Unterschiede bei den Ergebnissen bringt oder verschiedene Formulierungen.

Extro

LinkedIn hat viele statistische Funktionen. Oft muss man nur wissen, wo man suchen muss.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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Logo AlexaIch beschäftige mich ja nicht nur mit LinkedIn, sondern auch regelmäßig mit Social Media im Allgemeinen. Hier greife ich auch immer wieder gern auf das Tool Alexa zurück.

Alexa gehört zum Haus Amazon. Zielsetzung ist es, ein Internetranking aufzubauen. Damit hat es eine vergleichbare Zielgruppe wie zum Beispiel ComScore. Dabei wird Alexa häufig auf Grund der Erhebung kritisiert. Allerdings findet es immer wieder Verwendung, daher sollte man es durchaus beachten.

So sieht es aus

Wenn man Alexa erstmalig besucht, so wird man aufgefordert, dass neue Design mal auszuprobieren:

Neues Alexa 1Folgt man dieser Aufforderung, so erhält man ein wesentlich hübscheres Design. An Stelle einer Optimierung für den Netscape Navigator ist die Optik wesentlich hübscher und aufgeräumter:

Neues Alexa 2An den Details scheint sich allerdings weniger geändert zu haben. Nach wie vor wird ein globales Ranking für die 20.000.000 am meisten besuchten Websites dargeboten, unterschieden nach Global und Länderstatistiken. Einzelne Websites können näher untersucht werden, wobei Detaildaten “nur” für die Top 100.000 existieren.

Neues Alexa 3(Für eine detailliertere Ansicht auf die Anhang Seite bitte gehen). Nach wie vor stehen Auswertungen für die einzelnen Websites global und nach Topländern, und für die Top 100.000 Seiten weitergehende demografischen Daten zur Verfügung. So wie ich das erkennen kann, hat sich da wenig geändert. Daher gehe ich davon aus, dass es sich nur um einen (dringend notwendiges) Facelift handelt.

Extro

Wie schon gesagt: Das Gelbe vom Ei ist Alexa auch nicht. Aber es ist eine kostenfreie Alternative, und zum Herleiten von Tendenzen durchaus geeignet. Seit Wegfall des Google DoubleClick AdPlanner (was ich nach wie vor bedaure) ein durchaus nützliches Instrument.

Auf Grund der normativen Kraft des Faktischen (“Es wird genutzt, also muss ich dem auch Beachtung schenken“) gibt es auch etliche Artikel zum Boosting des Alexa Ranking. Der Klassiker ist, selbst die Toolbar zu installieren, auch wenn aus Sicherheitsgründen dieses nicht dringend zu empfehlen ist. Alexa wurde schon mehrfach für tot erklärt, aber es lebt irgendwie weiter. Und ich werde es wohl (mit den üblichen Disclaimern) auch weiter nutzen.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

Update

Der Bug ist behoben

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Im Moment scheint LinkedIn mit der deutschsprachigen Oberfläche ein Problem mit der Anzeige von Stellenanzeigen zu haben: Wenn man auf “Stellenmarkt” geht und entweder sich Jobs suchen lässt oder auch die vorgeschlagenen Jobs sich anzeigen lassen möchte, so kommt man auf die Startseite. Auch die direkte Anzeige mittels der “jobID” (So heißt im LinkedIn Jargon die Nummer der Stellenanzeige) führt auf direkten Wege zur Startseite von LinkedIn. Ich konnte dieses Verhalten von LinkedIn sowohl auf dem Internet Explorer 11, einem aktuellem Firefox und auf Safari reproduzieren.

Workaround

Wer trotzdem dringend auf den Stellenmarkt schauen möchte, der sollte einfach auf die englische Oberfläche von LinkedIn wechseln:

Sprache ändern LinkedInWas ich ausprobiert habe, waren englisch, spanisch und niederländisch. Mit den drei Sprachen gab es keine Probleme bei der Anzeige der Stellen (und verzeiht bitte, dass ich keine Muße fand, noch mehr auszuprobieren).

Wenn man sich mit der Sprache nicht so sicher ist, die Navigation ist meines Erachtens immer identisch: Ihr findet den Stellenmarkt in allen Sprachen (zumindest die, die ich beherrsche, wenn es auf Koreanisch anders ist, so steinigt mich bitte nicht) an derselben Stelle, wie mit der deutschsprachigen Oberfläche:

Jobs in verschiedenen SprachenMan kann damit also weiterhin durch die Stellenanzeigen navigieren. Wenn man eine weitere Sprache beherrscht, klappt das einwandfrei. Nicht komfortabel (Ich bevorzuge auch die deutschsprachige Oberfläche), aber funktional. Die vorgeschlagenen Stellenanzeigen funktionieren auch in der anderen Sprache einwandfrei, man muss sich dort nicht auf Stellenanzeigen in London oder Barcelona einstellen.

Extro

Ich hoffe, dass der Bug schnell behoben ist. Schon mal vorab: Ich dokumentiere ja die absoluten Stellenanzeigen (ohne Praktika) im DACH Raum und vergleiche diese mit dem deutschen Anbieter XING. Da sieht es aktuell so aus:

Stellenanzeigen Summe ohne Praktika 19032014Interessant ist, dass es zwischen den Feiertagen bei XING steil bergauf und bei LinkedIn bergab ging. Ansonsten ist die Entwicklung schön synchron. Allerdings kommen beide noch nicht gegen die klassischen Stellenbörsen wie Stepstone oder Monsters an, wie Eva Zils regelmäßig berichtet. Aber zu dem Vergleich in naher Zukunft etwas mehr.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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Letzen sah ich eine Ankündigung seitens LinkedIn, die für alle interessant sein sollte, die ein aktives Unternehmensprofil bei dem amerikanischen Businessnetzwerk pflegen:

LinkedIn Produkte entfernenDie Ankündigung betraf die “Produkte und Serviceleistungen“, die LinkedIn als eigenständige Karte auf den Unternehmensprofil anbietet. Verlinkt ist die englische Hilfe, wo der Schritt erläutert ist. Einen deutschsprachiger Hilfetext

At LinkedIn, we aim to provide a simple and efficient experience for our members. To do this, we’re continuously evaluating how our current products and features are used, and seeking new ways to focus our resources on building the best products. This sometimes results in the retirement of certain features. So on April 14th, the Products & Services tab will be removed from all LinkedIn Company Pages.

Was ist zu tun?

Am 14. April wird eine vorhandene Produktkarte auf einem Unternehmensprofil entfernt. Haben Sie die Produktkarte im Einsatz? Dazu müssen Sie auf Ihr Unternehmensprofil gehen und schauen, was auf dem Reiter “Produkte und Serviceleistungen” steht:

Produktkarte auf Unternehmensprofil,  woNicht wundern, den Reiter gibt es immer. Entscheidend ist, ob auch in der Vergangenheit Produkte angelegt worden sind. Ob Sie was tun müssen?;

Ablauf entfernen Produktkarte
Wenn Sie a) ein Unternehmensprofil haben und b) auch Produkte angelegt haben, stellt sich die Frage, ob der Text zu sichern sei. Dieses ist wahrscheinlich seltener der Fall. Wenn jedoch Empfehlungen ausgesprochen wurden, sollten Sie über Screenshots diese sichern: Vielleicht wollen Sie zum Beispiel die Fokusseiten für ihr Produkt ersatzweise nutzen. Dann könnten diese Personen bei den ersten Empfehlungen hilfreich sein. Allerdings ist es anstrengend, erneut um Empfehlungen zu bitten (was für den Empfehlenden, als auch den Empfohlenen gilt).

Extro

Ich finde das Abschalten der Produktseite äußerst bedauernswert. Zwar bieten die Fokusseiten einen Ersatz, aber gerade Freiberufler und kleine Unternehmer, die nur ein Produkt oder eine Serviceleistung haben, ist der Betrieb einer eigenen Fokusseite eventuell zu aufwendig. Und richtig schade ist es für bereits akquirierte Empfehlungen.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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Im Moment hat es der Businessnetzwerkanbieter XING aus Hamburg schwer: Gleich an drei Stellen sind kommunikative Probleme in den Vordergrund gerückt. Sind diese Probleme isoliert noch gar nicht schlimm, so ist der zeitliche Zusammenfall mindestens unglücklich.

Die Shitstörmchen

An drei Fronten muss sich XING gerade gegen Ansturm der Kunden wehren: Preiserhöhung in der Schweiz, Änderung der AGB und das Thema der Umstellung der Gruppen.

XING und die Schweiz

In der Schweiz hat XING die Preise, teilweise massiv, erhöht. Je nachdem, wie lange ein User bereits Premiumkunde ist, kann die Preiserhöhung bis zu 60% ausmachen. Die Reaktionen von Kunden überraschen wenig:

Tweet Xing LinkedIn März 2014 CH
Der Communitymanager für die Alpen, Robert Beer, versucht auf Twitter und im Interview zu beschwichtigen: Das wäre die erste Preiserhöhung seit 10 Jahren. Dieser Fokus vergisst eine grundlegende Regel bei der Preisbildung: Nicht die Kosten determinieren einen Preis, sondern Angebot und Nachfrage. Und hier tritt XING nach wie vor sehr selbstbewusst auf. Die Zahlen unterstützen das Selbstbewusstsein jedoch nicht: Der amerikanische Pendant LinkedIn hat in der Schweiz nicht nur mehr als doppelt so viele Mitglieder, sondern wird auch, laut Alexa, ganz anders frequentiert:

XING LinkedIn Alexa Schweiz 2014

So ist LinkedIn die siebente, am meisten aufgerufenen Webseite in der Schweiz, XING rangiert auf Platz 30.

Durch die Berichterstattung wurden auch Schweizer Medien darauf aufmerksam und berichteten Ihrerseits von den Preisaufschlägen.

XING und die AGB

Eine am Montag, dem 17.03.2014 ausgesandte Mail kündigte Änderungen an den AGB an. Außer der PC Welt hatte kaum jemand davon Notiz genommen. Könnte man meinen. In der Mail ist jedoch ein Verweis auf den Blog von XING, der die AGB Änderungen erläutert. Ein Blick in den Blogeintrag ernüchtert:

Account löschen XING
Ob das nun konstruiert ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Die Masse an “Lösch mich” Kommentaren ist schon beachtlich.

XING und die Gruppen

An der dritten Baustelle sind die Gruppen. Diese werden sukzessiv auf ein neues Design umgestellt. Dieses führt auch zu Beschwerden, vor allem in dem XING eigenem Forum.

Ich sehe die Änderungen (auch wenn mein Forum stark gelitten hat) eher konstruktiv. Die Kritik ist jedoch anhaltend und einige beschwören auch schon das Ende der Gruppen herauf.

Extro

Auch in Deutschland holt LinkedIn massiv auf: Bald dürften fünf Millionen Mitglieder in der DACH Region angemeldet sein. Das ist zwar für europäische Verhältnisse immer noch wenig.

Die drei “Einzelshitstörmchen” kommen also äußerst ungelegen.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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Die Tage habe ich mir das Buch “Mythos Fachkräftemangel” von Martin Gaedt zu Gemüte geführt. Ich bin ja selber kein Personaler (eher das Gegenteil), so dass ich die Einblicke sehr spannend fand. Meine Eindrücke…

Das Buch…

WILEY VCH WEINHEIM GERMANYSelber hat 240 Seiten und ist im Wiley Verlag erschienen. In verschiedenen Kapiteln werden die “Problemzonen” des Arbeitsmarktes beschrieben: Teilnehmer sind hier die Fachkräfte an sich, die Unternehmen und natürlich die Agentur. Der Agentur ist (als größter Einzelteilnehmer auf dem Arbeitsmarkt) besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Bei dem Buch wird die Hälfte des Buches der Beschreibung des Status Quo unseres Arbeitsmarktes gewidmet. Die andere Hälfte beleuchtet Möglichkeiten, wie man dem Mangel entgegentreten könnte.

Dabei wird immer wieder auf das Phänomen des menschlichen Miteinanders eingegangen: Bei Arbeitskräften handelt es sich zuerst mal um Menschen, die auch als solche behandelt werden wollen. Anschaulich beschreibt Martin Gaedt selber Masterstudenten akquiriert: Dabei kommt eigentlich vorrangig gesunder Menschenverstand und Zeit zum Tragen: Damit lassen sich auch heute hervorragende Ergebnisse erzielen. Was er tut, nennt sich neudeutsch “Sourcing”: Er sucht aktiv nach Teilnehmern und macht sich die Mühe, deren Profile zu studieren.

…lesenswert

Das Buch fällt durch seine teilweise extreme Einstellung auf. Trotzdem: Durch die Extrema werden Verantwortliche auf die Missstände hingewiesen und mögliche, realistische Lösungsstrategien karikiert.

Für alle Personalverantwortlichen aus meiner Sicht eine gute Anleitung zur Selbstreflexion. Wer die heutigen Prozesse, gerade bei Konzernen oder Unternehmensberatungen, gesehen hat, weiß, dass es im Bereich der “Menschlichkeit” noch Potential gibt. Aufmerksam bin ich auf das Buch über einen Artikel in der Huffington Post geworden. Mit meiner Empfehlung scheine ich auch nicht allein zu sein: Auch Lars Hahn, Helge Weinberg, Ina Ferber, Svenja Hofert oder Jochen Mai in der Karrierebibel sind derselben Meinung. Ein Buch was stark polarisiert, was aber auf Grund der jetzigen Situation auch notwendig ist. Für alle, die die Aufmachung etwas zu reißerisch wirkt, möchte ich zum Schluss noch mal Ina Ferber zitieren:

ICH BIN WIDER WILLEN BEGEISTERT: BUCHEMPFEHLUNG „MYTHOS FACHKRÄFTEMANGEL“


Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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Einstellungen LinkedInLetzens fiel mir ein Tweet von Maik Klotz (@Klotzbrocken) auf:
Damit stellt Maik auf humoristische Weise eine der Probleme von LinkedIn dar: Zwar bietet LinkedIn ein großes Potpourri an Funktionen, aber auf der anderen Seite sind die Einstellungen, die man vornehmen kann zum einen äußerst mannigfaltig, zum anderen verstreut über die gesamte Seite. Die Folge ist, dass, wenn man neu ist, teilweise gar nicht weiß, wo man schrauben muss. Ich hatte das Thema schon mehrfach thematisiert, aber ein Einstieg kann vielen schnell helfen.

Vorbereitung

Als erstes sollte man sich bewusst machen, wie viel Zeit man für einzelne soziale Netzwerke aufbringen möchte. Umso weniger Zeit man zur Verfügung hat oder stellen möchte, umso restriktiver sollten die Einstellungen sein. Ein Überfluss an Informationen, die man nicht erhalten möchte kann schnell dazu führen, dass man sich “bespammt” fühlt.

Einstellungen

Die wichtigsten allgemeinen Einstellungen finden sich im Bereich “Datenschutz und Einstellungen

Einstellungen Konsole Start
Hier finden sich die allermeisten Einstellungen, die man benötigt, um etwas mehr Ruhe im Mailfach zu haben:

Einstellungen LinkedIn AllgemeinÜber den Unterreiter (1) Kommunikation kommt man zu den wichtigsten Stellschrauben. Hier kann man folgendes einstellen:

(2): Der wichtigste Teil der Einstellungen. Hier können einzeln angegeben, was und in welcher Frequenz man Mails von LinkedIn erhält:

Einstellungen LinkedIn Mails
Hierbei immer auf das Stiftsymbol klicken, damit man die Einstellungen editieren kann.

(3): Hier kann man Einstellen, ob man Mails bekommt, wenn jemand eine Nachricht sendet. Wer täglich in LinkedIn hereinschaut, kann das meines Erachtens deaktivieren: Das “Motorola” Bubble oben signalisiert dasselbe.

(4): Hier definiert man, wann man Nachrichten erhält bei Einladungen und welche Arten man bei Kontaktanfragen wünscht:

LinkedIn Vorstellung

(5): Die nächste Einstellung ist gerade für Führungskräfte im Bereich des Senior Managements nicht uninteressant: Hier kann man einstellen, wer in sein Netzwerk einladen darf:

LinkedIn Vorstellung

Wer genervt ist von den typischen “Ich will Sie in mein berufliches Netzwerk einladen” Mails von Menschen, die sich dann Glückscoach oder Nahkampfschamane nennen, sollte hier restriktiver einstellen. Auch Personen mit Budget werden schnell überschüttet.

Tipp: Einfach erst mal lassen und bei Bedarf restriktiver einstellen.

(6): Marktstudien und InMails von LinkedIn Partnern: Einfach abstellen

Timelinehygiene

Was noch hilft: Beobachten Sie Ihre “Timeline“, also die Startseite mit den chronologischen Nachrichten. Einfache Regel: Wer nervt fliegt raus. Allerdings muss man nicht gleich den Kontakt aufheben oder die Person gar blocken: Sie können die eine Person ausblenden. Dazu in der oberen rechten Ecke der Nachricht der Person mit der Maus wandern, dann kommt der Schriftzug “ausblenden”. Sie können über die Einstellungen die Personen auch jederzeit wieder einblenden.

Timeline Person ausblenden

Extro

Ich neige weiterhin dazu Maik Klotz rechtzugeben. Intuitiv sind die Einstellungen bei LinkedIn nicht immer. Aber sich einmal richtig darüber Gedanken zu machen, ist ein lohnendes Investment: Was nutz eine gute Software, wenn man die Schalter nicht richtig nutzt.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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LinkedIn Official LogoLinkedIn tut einiges, um seine Mitglieder vor Spam zu bewahren und damit die Mitglieder sich quasi einigeln können. Vieles ist dabei durchaus sinnvoll. Dass die Amerikaner aber manchmal zu sehr auf die mathematischen Grundlagen vertrauen, hat die Problematik der SWAM Automation gezeigt: Wenn jemand aus einer Gruppe fliegt, so muss er in allen anderen moderiert werden.

Aktuell werden scheinbar verstärkt LinkedIn Mitglieder temporär generell gesperrt:

Mein LinkedIn Konto wurde eingeschränkt – was nun?

Scheinbar ist bei LinkedIn das Scoringsystem zur Bewertung der Mitglieder überarbeitet worden. Es tauchen vermehrt Kunden auf, die folgende Meldung beim Versuch, sich bei LinkedIn einzuloggen, auf ihrem Bildschirm vorfinden “Ihr LinkedIn Konto wurde vorübergehend eingeschränkt”

Ihr LinkedIn Konto wurde vorübergehend eingeschränktOder, wer die englischsprachige Oberfläche benutzt: “Your LinkedIn Account has been temporarily restricted“. Wer sein Konto dringend braucht, ist auf Hilfe angewiesen. Im englischsprachigen Raum findet sich hier einiges, hier weniger, da ist man auf die Originalhilfe von LinkedIn angewiesen.

LinkedIn Konto Einschränkung selbst aufheben

Die Krux an der Sache ist, dass man von dort aus den LinkedIn Kundendienst erreicht, dieses jedoch mit Zeit verbunden ist. Was so direkt nicht sichtbar ist, man kann in einigen Fällen, vor allem, wenn das zum ersten mal Auftritt, selber bereinigen.

Dazu muss man die LinkedIn Seite finden, wo man erneut bestätigt, in Zukunft nichts “Falsches” zu tun. Diese Seite findet Ihr hier.

Ihr Konto wurde eingeschränkt, da eine große Anzahl der von Ihnen in Ihr Netzwerk eingeladenen LinkedIn Mitglieder angegeben haben, dass sie Sie nicht kennen. Die Nutzung von LinkedIn unterliegt unserer Nutzervereinbarung gegen die Sie verstoßen haben. Ein Beispiel des Verstoßes wäre die Missachtung von Abschnitt 11, LinkedIn Verhaltensregeln.

Kundendienst kontaktieren

Wenn das nicht funktioniert, dann hilft nur den Kundendienst anzuschreiben…. und zu warten. In der Regel dauert es ein paar Tage, bis sich das Sicherheitsteam direkt mit Ihnen in Verbindung setzt. Wie man das beschleunigt, kann ich leider auch nicht sagen.

Etwas unschön: man soll den Ticketverlauf in der Hilfe verfolgen können – kann aber genau darauf nicht mehr zugreifen.

Warum wurde mein LinkedIn Konto eingeschränkt?

Es gibt mehrere Gründe, die zu einer Einschränkung führen konnten. Dieses sind zum Beispiel:

  1. Zu viele Profile besucht
  2. Mindestens drei Leute haben auf eine Einladung mit “Kenne ich nicht” reagiert
  3. Unprofessionelles Foto (Keine Person)
  4. Namensfeld missbraucht (Zum Beispiel: “Stephan LAD MICH EIN 1.500 KONTAKTE Koß”)
  5. Zu oft gemeldet (bei zum Beispiel Gruppendiskussionen).
  6. Wenn Sie direkt als Spam gemeldet werden (Wobei ich meine, dass nur eine Spam Meldung nicht ausreicht)

Wenn Nummer drei oder vier in Frage kommen, sollten Sie sofort versuchen, die Situation zu bereinigen.

Die neue “Blocken” Funktion wird sicherlich auch darein spielen.

Extro

Auf der einen Seite, gut zu wissen, dass hier was unternommen wird. Auf der anderen Seite: Wer betroffen ist, mag das auch nicht als Trost empfinden. Auch “zu aktive” Konten sollen betroffen sein. Allerdings ist das nur ein Gerücht aus dem angelsächsischen Bereich.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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