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Facebook LogoDas ein Facebook Phone kommen soll, ist schon lange im Gespräch. Nun wurde zu einem Event geladen und es wurde Facebook Home präsentiert. Hierbei handelt es sich nicht um eine eigene Entwicklung, sondern um ein “verbogenes” Android, dass Power Usern es ermöglichen soll, besser mit ihrem Netzwerk zu agieren. Ist die Strategie sinnvoll?

Was technisch falsch erscheint…..

Cover Feed Facebook Home

(c) Facebook 2013

Im Zentrum der Facebook Entwicklung ist der Cover Feed. Mit diesem wird die Interaktion mit seinem Facebook Netzwerk verbessert, Facebook ist zentraler Bestandteil des Handys. Dieser wandelt ein Android Handy in ein “Facebook” Handy. Es handelt sich also nicht um eine eigene, technische Entwicklung eines Betriebssystems, sondern ein bestehendes wird modifiziert (oder besser: Customized, um es englisch auszudrücken). Hierbei begibt sich Facebook in gewisse Risiken: Auch wenn man dem ersten Anschein Google durch die Nutzung seines Quellcodes ein Schnippchen geschlagen wird, so begibt man sich in eine starke Abhängigkeit: Man ist dem Suchmaschinenhersteller in gewisser Weise ausgeliefert, da man seine Weiterentwicklungen am Android System benötigen wird. Sich in Abhängigkeiten zu begeben, ist immer mit Risiken verbunden. So kann Google einzelne Bestandteile seines Betriebssystems so modifizieren, dass eine Nutzung durch Facebook Home nicht möglich wäre.

…kann trotzdem richtig sein

MA Facebook Google Microsoft Ende 2012Warum macht Facebook nicht sein eigenes Android? Die Antwort ergibt sich aus den Ressourcen, die Facebook zur Verfügung stehen. Vergleicht man die Mitarbeiter von Facebook mit Google und Microsoft, so sieht man, dass Facebook, trotz des gigantischen Marktwertes von 60 Milliarden Dollar eher ein mittelständisches Unternehmen ist. Android hat mittlerweile so viele Codezeile, wie Windows NT: Ein Betriebssystem mit wesentlich weniger Funktionen würden die Anwender wohl kaum akzeptieren. Von daher erscheint es sinnvoll, “nur” auf ein bestehendes aufzusetzen. Hinzu kommt: Wer ist die Zielgruppe? Hier kommen eher Power User in Frage, vor allem im Bereich der jungen Generation (deren Verdrängung schon seit 2007 beobachtet werden will)

Extro

Eine Bewertung von der Sinnhaftigkeit von Facebook Home liegt mir fern: Dafür gibt es bessere Möglichkeiten. Dass sich Facebook nicht in den Hardwaremarkt direkt begibt, sondern Kooperationen sucht und auf bestehende Integrationen setzt, erscheint betriebswirtschaftlich sinnvoll.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

About these ads

….und keiner merkt es

Facebook LogoOkay, die Schlagzeile ist etwas hoch gegriffen. Trotz der Schwierigkeiten im Kontext der Messung von Zahlen beobachte ich ja verschiedene Dienste. Neben professionellen Diensten wie SocialBench oder Socialbakers gibt es auch noch den Dienst Alexa. Ich weiß, dieser ist in Punkto Genauigkeit nicht google-plus-logo-buttondie erste Wahl (wahrscheinlich auch nicht die Zweite), aber man bekommt Vergleichswerte über einen Zeitraum. Und der Dienst steht halt jedem zur Verfügung. Bei dem gestrigen Artikel über Domian, ist mir etwas aufgefallen, dass ich von allein gar nicht gemerkt hätte: Ich wollte ja nur zeigen, in wie weit Facebook Anteil am weltweiten Traffic hat und stellte fest, dass nach Pageviews Facebook Google überholt hat.

Die Zahlen

Während viele den Traffic von Pinterest verfolgen, habe ich mir aktuelle die Pageviews von Facebook und Google genauer angeschaut. Dabei ergaben sich im Dreimonatsvergleich folgende Werte:

Traffic Google FacebookAllerdings hat Google noch einen Trumpf im Ärmel: Das 2006 erworbene YouTube. Schaut man sich die Zahlen mit YouTube an, so ist das Verhältnis ein anderes:

Traffic Google Facebook YoutubeWas dabei interessant ist: Der Anteil von Google+ ist nach wie vor gering, auch wenn nach eigenen Bekunden über 500 Millionen Personen bei Google+ sein sollen. Ich selber bin ja seit Anfang an bei Google+ dabei, aber die hohen Nutzerzahl spiegeln nicht meine eigene Wahrnehmung wieder, die Alexa Zahlen da eher. Lustiges Detail am Rande: Im Zeitvergleich scheinen Facebook und Google Nutzung exakt antizyklisch zu sein:

Facebook Google Antizyklisch

So eine exakte Symmetrie lässt eher auf Messfehler, als auf Zufall hindeuten.

Strategie zählt

Bei Google+ habe ich eigentlich auf den Penetrationseffekt getippt. Das Wachstum von facebook scheint seit dem Börsengang eher dezenter zu verlaufen. Google und Facebook scheinen mittlerweile auf Augenhöhe zu sein. Was jetzt zählt, ist die Strategie: Facebook versucht mit dem Social Graph in die Kernkompetenz von Google einzudringen und durch die Social Jobs im Gebiet von LinkedIn zu wildern. Gleichzeitig wird die Monetarisierung mit dem Edgerank vorangetrieben. Google versucht es eher durch Penetration über die Handies:  Android kommt mittlerweile auf einen Marktanteil von 67% und bringt Google damit in die Haushalte. Facebooks Handypläne wiederum machen kaum noch von sich reden.

Extro

Ich muss selber sagen: Ich bin erstaunt. Hintergrund ist, dass selbst 1 Milliarde facebook Nutzer im Vergleich zu Google (also ohne Plus!) wenig erscheinen. Ich denke, der Titanenkampf wird auf Ausdauer und Innovation hinauslaufen. Ideen, wer das Rennen gewinnen mag, habe ich keine. Ihr?

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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Facebook LogoGestern und heute geisterte es durch das Internet: Domian, ein Moderator bei Einslife / WDR kritisiert die katholische Kirche und dessen Vertreter und bei Facebook werden diese kritischen Stimmen “zensiert”. Als Moderator von verschiedenen Gruppen wurde ich auch schon öfters mit dem Begriff Zensur konfrontiert… ein kritischer Blick auf die Begrifflichkeiten ist angebracht. Vorab: ich mag Domian, haben seine Nighttalksendungen auf Einslife so manche Fahrt zur Fakultät versüßt, wenn ich sonntags von Hameln in die Pfalz fuhr.

Was ist Zensur

Mit der Sache an sich haben sich etliche beschäftigt, von t3n über Kerstin Hoffmann als PR Doktor, Heise, Cicero oder bis hin zu Einzelnen, wie Antje Schrupp in Ihrem Blog. Dabei kommt meiner Meinung gerade der Artikel vom PR Doktor ziemlich nahe. Ich möchte mich nicht zu sehr in das juristische ausschweifen, wer die Begrifflichkeiten sucht ist bei Dr. Carsten Ulbricht Artikel gut aufgehoben. Nur so viel: Zensur ist ein Begriff, dass stattliche Kontrollen greifen und die freie Meinungsäußerung, gerade der Medien, einschränken. So ist zum Beispiel der Eingriff durch die GEMA in das Geschäftsmodell von YouTube keine Zensur.

Man sollte den Begriff nicht auch verwässern: Man hat Alternativen und sollte diese auch nutzen. Wenn man einen Provider nicht mag (oder meint, dieser würde einen zu stark einschränken), so sollte man die Konsequenzen ziehen. Im Fall Domian hat dieser die Infrastruktur von Facebook für seine Reichweite genutzt und ein beachtliche Fangemeinde aufgebaut. Die Konsequenz der Nutzung ist aber auch, dass er mit Facebook als Betreiber leben muss.

Löschen von Postings ist nicht schön und hinterfragenswert. Hier hat Facebook (erstaunlicherweise) auf die Kritik reagiert:

Wir möchten, dass Facebook ein Ort ist, wo Menschen offen diskutieren können, ihre Fragen und ihre Meinung äußern können, während die Rechte und Gefühle anderer respektiert werden. Einige Kommentare und Inhalte können für jemanden störend sein – Kritik an einer bestimmten Kultur, Land, Religion, Lebensstil oder politische Ideologie, zum Beispiel. Das allein ist kein Grund, um die Diskussion zu entfernen. Wir glauben fest daran, dass Facebook-Nutzer die Möglichkeit haben, ihre Meinung zu äußern, und dass wir in der Regel diese Inhalte, Gruppen oder Seiten, die sich gegen Länder, Religionen, politischen Organisationen oder Ideen richten, nicht entfernen.

Entschuldige bitte, https://www.facebook.com/Domian.Juergen!!!

Facebook ist nicht das Internet

Kommen wir zum anderen Punkt: Facebook ist nicht das Internet. Hier kann man abschichten:

Traffic WorldWide FacebookDie Größenklassen sind dabei durchaus proportional. So hat Facebook schon einen großen Anteil am Traffic im WWW (und hat sogar in diesem Jahr erstmals Google überholt), aber das ist nicht alles. Vergleicht man Facebook mit anderen sozialen Netzwerken, so sieht es wie folgt aus:

Anteil Traffic facebook, Twitter, Pinterest, LinkedIn

Die Prozentwerte entsprechen der Nutzung am weltweiten Traffic im World Wide Web. Facebook ist schon groß – aber nicht so dominant, wie man glauben mag. Wie man sieht, hat Facebook 7% des weltweilten WWW Traffics. Toyota hat zum Beispiel 12 % aller verkauften PKW in der Welt hergestellt: Hier würde niemand eine derartig große Vormachtstellung darstellen, wie es immer bei Facebook suggeriert wird.

Extro

Facebbok ist nicht das Internet. Wer mit der Dienstleistung nicht zufrieden ist, sollte sich Alternativen suchen. Das ist nicht böse gemeint: Domian ist kein Privatnutzer, sondern eine Marke, die auf Facebook vertrieben wird (man entschuldige die Doppeldeutigkeit). Wenn er selber sagt, er würde demnächst mehr bloggen, so halte ich das für eine gute Idee.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß

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Logo socialbenchHeute war ich zu Besuch in Düsseldorf. Die Agentur Kantar Media lud dazu nach Düsseldorf zu Kaffee und Slides ein. Die Vortragenden waren zum einen Susanne Dall, direkt von der Agentur, und Nico Pliquett, Gründer von Nico SocialBenchSocialBench. Mit SocialBench soll man Analysen über “Social Media” vornehmen können. De facto ist es im Moment nahezu “nur” Facebook und ein bisschen Twitter. SocialBench nimmt in letzter Zeit Fahrt auf, auch mit der Unterstützung von Sven Wiesner. Interessant fand ich vor allem die Benchmarks, die in diesem Zusammenhang von Socialbench mit angeboten werden. Nach Socialbakers ein weiterer Anbieter in diesem Feld.

Socialbench

Ich mag ja Zahlen. Jedoch hat man Mühe, Vergleichsmaterial zu bekommen. Für LinkedIn versuche ich ja immer, alle möglichen Quellen anzuzapfen. SocialBench fungiert hier quasi als Dienstleister und Aggregator: Von X Unternehmen (Besser: Fanseiten) werden die Insights vorgehalten (und auch historisiert). So kann man zum einen seine eigene Seite messen, aber, was ich viel spannender finde, seine Seite in Relation zu Mitbewerbern setzen. Hat man seine eigene Seite durchaus auf dem Schirm, so sind Vergleichszahlen rar: Ohne Hilfsmittel ist man da auf die grobe Zahl “Fans” etc. angewiesen. Und Fans allein bringen noch keinen Mehrwert, es ist eher eine zwingende Nebenbedingung. Das Vergleichen und der Zugriff auf dessen Daten bringt einen hohen Mehrwert. Wer hat schon a) Zeit b) Lust und c) die Möglichkeiten, zig tausende von Likes und Shares der Mitbewerber auszuwerten.

Foto schlägt Video

SocialBench Fotos vor VideoEine Sache hat sich auch in den gezeigten Praxisfällen bewahrheitet: Fotos werden am meisten geteilt und geliked, Videos wesentlich weniger und Links gehen auch nicht so gut.

Nützliche Helferlein

Neben der einfachen Handhabung, die von Nico Piquett betont wurde, fand ich praktische Helferlein mit am sinnvollsten: Klare Vorstellungen über die Tageszeiten von Likes und Shares sowie daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen, wann man als Unternehmen was postet, können sinnvolle Unterstützung darstellen.

Personifizierte Auswertungen

Einen Bereich, den ich etwas skeptisch betrachte, ist die personenbezogenen Auswertungen. Mit aggregierten Daten habe ich prinzipiell kein Problem. Wenn aber die Personen gezeigt werden, die am meisten Kommentare geschrieben haben und auch gleich mit aufgezeigt wird, auf welchen Fanpages diese Person noch aktiv ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass das rechtskonform ist. Der Ball liegt meines Erachtens aber bei Facebook: Mir war gar nicht bewusst, dass die Insights API so detailliert personenbezogene Daten zur Verfügung stellt. (Grund genug, die letzten drei Unternehmensseite, die ich in meinem Portfolio habe zu entliken.)

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Schönes Detail am Rande: Bei deren API Auswertungen gab es einen Zusammenbruch … an dem Tag, an dem auch Instagramm einen vermeintlichen Einbruch hatte. Die Zahlen sind halt nur so gut wie die zuliefernden Unternehmen.

Mein persönliches Fazit: Gutes Tool, gerade im B2C Bereich sind solche Unterstützungen notwendig, da Vergleichszahlen, wenn überhaupt, nur mit massiv Ressourcen ermittelt werden können. Für den B2B Bereich finde ich es weniger nützlich, da die Qualität bis hin zum einzelnen Kontakt wichtiger ist als die Quantität.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß

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socialbakers logoIm Rahmen der Social Media Weeks lud der Statistikanbieter Socialbakers zu einen Event in Hamburg. Also habe ich mir etwas Zeit genommen und mir die Veranstaltung angeschaut. Da ich selber gerne aus dem Umfeld Zählen, Messen, Wiegen komme, finde ich die Entwicklungen hier spannend. Im Social Media Umfeld setzt langsam eine Professionalisierung ein: Die getätigten Einsätze an Kapital und menschlichen Ressourcen müssen sich an normalen Maßstäben wie Umsatz und Gewinn messen.

Die Veranstaltung

Jab Rezab in HamburgDen Auftakt machte Jan Rezab, der Gründer der tschechischen Zahlenschmiede. Jan zeigte auf, was ein Drittanbieter mit den öffentlichen Zahlenmaterial, dass von Facebook und anderen sozialen Netzwerken zur Verfügung gestellt wird. Das Geschäftsmodell an sich interessant, allerdings steht es auf tönernen Füßen. Was hindert die sozialen Netzwerke daran, nicht selber Statistiken aus ihren eigenen Material zu erstellen? Trotzdem interessant, was alles gemessen und erhoben wird. So kann man ermitteln, wann der beste Zeitpunkt für einen Post ist und wie sich das Gesamtumfeld entwickelt. Speaker SocialBakersDanach folgten drei Vorträge von SocialBakers Nutzern. Allerdings waren die Vorträge auf einem hohen Abstraktionslevel. Da fast ausschließlich Experten aus dem Social Media Umfeld anwesend waren, hätten hier gern mehr Details publiziert werden dürfen. Am spannendsten fand ich den Vortrag der Dame von bonprix, da diese sich nicht scheute, mal konkrete Umsatzzahlen darzustellen. Dafür von mir große Anerkennung. Die Zahlen machten eins deutlich: Social Media mag die Zukunft sein, es ist nicht die Facebook Sat1 Pro7Gegenwart. Zur allgemeinen Aufheiterung kam auch ein Vortrag von der Pro7Sat1 Media AG. Hier wurde auch deutlich gemacht, wo das Niveau langsam hindriftet. Na ja, wem es gefällt.

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Eins wird deutlich: Social Media wird erwachsen. Tools wie von Socialbakers werden imemr wichtiger werden: So ist das Messen der eigenen Aktivitäten ein Muss für jeden Social Media Verantwortlichen. Aber auch das Messen des Umfeldes wird immer wichtiger: So können Korrelationen zum Kontext der Marke hergestellt werden. So hat der Erfolg oder Misserfolg eines Posts viele Parameter (Mitbewerber, Uhrzeit, etc.) und diese kann man mit Hilfe solcher Tools besser auseinander dividieren.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß


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Heute bin ich an einem Tag über zwei Artikel gestoßen. Der eine Artikel beschreibt die aktuellen Mitgliederzahlen als Bullshit, der andere untersucht einen Einbruch der Instagram Zahlen im Dezember.

Zu den aktuellen Zahlen

Instagram und der Nutzereinbruch

Ein Artikel auf t3n machte heute die Runde: Im Dezember sind die Nutzerzahlen auf Instagram erst dramatisch eingebrochen und konnten sich nicht mehr erholen. Eine Statistik von AppStats zeigte dieses deutlich. Ich selber vertraue Alexa: Auch wenn Alexa die Page und nicht die App misst, so unterstelle ich mal, dass Nutzer global und nicht nur auf einem Medium davonlaufen. Die Gegenüberstellung sieht dann so aus:

InstagramHier kommen zwei Probleme zusammen:

  1. Instagram wird über mehrere Kanäle (Facebook, Page & Mobile) genutzt. Man kann diese Zahlen schlecht aggregieren.
  2. AppStats ist ein Drittanbieter. Genau wie Alexa, Zoomsphere oder Google kann man den Wahrheitsgehalt nur vermuten.

LinkedIn und die Nutzerzahlen

Anders sieht es bei dem Artikel von Liz Gannes aus. Diese kritisiert die unterschiedlichen Metriken. Die einen messen Unique Visitors (Google, Alexa), der nächste aktive Nutzer (facebook), die anderen wieder angemeldete Nutzer (LinkedIn, Xing). Sie vertritt die (durchaus korrekte) Meinung, dass man hier Äpfel mit Birnen vergleicht.

Die Messung der angemeldeten Nutzer bei den Businessnetzwerken hat aber durchaus ihre Existenzberechtigung: So ist man in einem Businessnetzwerk nicht nur zum Spaß, sondern will sich beruflich austauschen. Und dieses geht halt nicht immer täglich, eine gewisse Langeweile ist also systemimmanent.

Das die Unternehmen unterschiedlich messen, hat wirtschaftliche Gründe: Während ein Nutzer auf Xing oder LinkedIn seinen Wert durch ein qualitativ hochwertiges Profil hat (da diese durch Recruiter und so gefunden werden), ist diese bei Facebook egal. Hier interessiert nur Traffic, da nur dieser Umsatz generiert.

Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Daher stehen wir vor der Problematik: Was nun?

Eigene Statistiken vs. Drittanbieter

Die Anbieter der sozialen Netzwerke bieten oft eigene Zahlen an. Voran Facebook und LinkedIn, die mit ihren AdPlannern Zugriff auf hauseigene Statistiken gewähren. Auch andere Mittel (wie Anzahl der Follower und Mitarbeiter auf Unternehmensprofilen) bieten sich an. Wenn alles nichts hilft (und keine aktuellen Pressemitteilungen vorliegen), kann man auch bei manchen Drittanbietern schauen. ich persönlich mag Alexa. Nicht nur zu einem großen Teil kostenfrei, auch scheinen die Zahlen sehr gut zu passen (zumindest nach meinem eigenen Blog zu urteilen: Hier habe ich Abweichungen in Höhe von 5 – 10%, was ich für erstaunlich gut halte).

Aber auch die Drittanbieter haben hin- und wieder Macken:

Facebook ZahlenSo zeigt Zoomsphere zum Beispiel Schwankungen bei Facebook, die am Tag mal 50 Millionen Nutzer darstellen. Noch schlimmer SocialBakers: Diese zeigen teilweise Statistiken aus 2010 an (!). Ich hatte mal nachgefragt, wie das kommt und tatsächlich kam eine Antwort: “Oups, gar nicht gesehen” …. geändert wurden die falschen Zahlen aber nicht.

Aber auch die die Zahlen der sozialen Netzwerke an sich hapern hin- und wieder. Drei Beispiele:

  1. DBSAGSo findet man immer wieder Unternehmensprofile bei Xing, denen man nicht folgen kann, aber Follower haben. Wahrscheinlich wurden die Mitarbeiter automatisch zu Followern gemacht, ergibt aber kaum Sinn, wenn ein Profil nicht gepflegt wird. Bei denen, wo ich dass das letzte mal geblogt habe, wurde das nun korrigiert, es gibt aber immer noch welche, aktuell zum Beispiel Deutsche Börse Systems AG
  2. SiemensEin anderes Beispiel, auch aus den Bereich Unternehmensprofile bei Xing: Im Zeitablauf hatte die Firma Siemens: Diese hatten Ende 2010 über 21.00 0 Mitarbeiter, ein Jahr später 15.000, im Februar nur noch 8.000 um dann im August wieder den Wert aus 2010 anzunehmen. Diese Schwankungen werfen doch ein paar Fragen bezüglich der Messungen und der Metrik auf.
  3. Beispiel aus LinkedIn: Hier wird der AdPlanenr (gerade bei Millionenereignissen) öfter mal “zurückgesetzt”. So war die 100 Millionen Marke gerade zum Zeitpunkt von Fukushima erreicht. Da dieser zeitpunkt ungünstig war, zeigte der AdPlanner über Wochen die gleichen, alten Werte an.

Um das Ganze noch etwas zu verkomplizieren, kommunizieren manche Unternehmen die Neuanmeldungen (Xing), während andere den Nettozuwachs (LinkedIn) zu veröffentlichen.

Die Krux mit den medialen Wegen

Eine weitere Schwierigkeit besteht in den medialen Wegen: Sind die einen als Apps über Facebook aufrufbar, so arbeiten die anderen über die Page und bieten eigen iPhone / Android Apps an zur mobilen Nutzung. Es gibt aber kaum bis gar keine Anbieter die dieses aggregieren und so kann man diese Zahlen schlecht bis gar nicht vergleichen oder vermischen. So kann man die Facebook App Identified mit Silp vergleichen, aber nicht mit BranchOut, da diese über Facebook nur noch die Authorisierung machen. Und wie vergleicht man die Nutzung einer Facebook App mit den Zugriffen auf LinkedIn oder Xing?

Was fehlt: Der Standard

Im Moment buhlen Anbieter mit Zahlen. Gerade bei Neuaufsteigern ist eine schlechte Vergleichbarkeit sogar gewünscht, diese nutzt nur den Anbieter im oberen Segment. Als erstes müsste definiert werden, was ein Nutzer ist: Einer mit angemeldeten Profil oder jemand, der die Seite aufruft. Während der Meter in Paris in Platin liegt, kocht im Social Media Umfeld jeder sein eigenes Süppchen. Auch fehlt eine Überleitung: Ist ein Nutzer einer App gleichbedeutend mit einem Seitenaufruf über das Internet? Hier muss sich erts noch ein Standard etablieren. Nach Austausch des DoubleClick AdPlanners durch das GDN wird so eine  Standardisierung wohl auch nicht von Google kommen.

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Ich selber zeige trotz aller Für und Wieder gern Zahlen auf und vergleiche diese, auch wenn es schwer fällt. Hin- und wieder braucht man trotz aller Unzulänglichkeiten ein paar Beispiele. Und auch wenn man Zahlen nicht immer trauen kann, so bieten sie zumindest Trendangaben und können für Vergleiche herangezogen werden. Eine gesunde Portion Skepsis sollte aber immer dabei sein.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß

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Ist es wirklich schon ein Jahr her, dass ich meinen sehr subjektiven Rückblick auf das Jahr 2011 erstellte? Ich endete mit den Worten, dass es 2012 auch spannend werden würde, und das wurde es auch.

was passierte

Linkedin über 200 MillionenDurch meinen Blog kümmere ich viel um das amerikanische Netzwerk LinkedIn. Dieses hat zum Jahresende über 200 Millionen Mitglieder. Was passierte noch im selben Kontext? Schauen wir nch mal zurück, was im Jahr 2012 so alles passierte. Vieles davon ist wahrscheinlich noch bekannt.

Januar

Im Januar war der im Nachhinein niedliche Shitstorm der IngDiBa. Dieser war in so fern erstaunlich, dass er sich in einen Anti Shitstorm wandelte. Was man auch hier wieder sehen konnte: Ein gesunder Shitstorm hat noch keinem Unternehmen geschadet.

Logo PinterestIm Januar stiegen auch die Einladungen für Pinterest stark an. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Online Foto Pinnwand Dienst nahezu unbekannt, hatte seitdem aber einen enormen Anstieg verzeichnet.

Mittlerweile hat sich der Dienst etabliert und rangiert bei Alexa auf Platz 36 und auch in Deutschland immerhin noch auf Platz 75 der meistbesuchtesten Webseiten der Welt.

Februar

Der Februar startete mit der Veröffentlichung des Prospektes für den anstehenden Börsengang von Facebook. Zu diesem Zeitpunkt war die Welt noch rosa und die begleitenden Banken waren von einem Börsenwert von 100 Milliarden Dollar überzeugt – ein Wert, den ich irgendwie nicht nachvollziehen konnte. In der Schweiz konnte sich LinkedIn deutlich von Xing absetzen.

Ein eher lustiges Highlight war ein misslungener Tweet und seine Geschichte der EVAG.

März

Im März war dann der BranchOut Boom. Kurzfristig war der amerikanische Karriereappanbieter in aller Munde und die Zugriffszahlen explodierten.

Gleichzeitig widmete ich mich auch wieder dem Thema, wann die Beratung um Social Media erwachsen wird. Mein etwas älterer Artikel hierzu stellte sich im Branchenschmunzler des Jahres 2012 in der DIN SPEC 91253 unter Beweis. Zur allgemeinen Erheiterung nach wie vor gut geeignet.

April

Im April hat Google+ seine Optik stark überarbeitet. Der Boom von BranchOut ging weiter und veranlasste mich dazu, mal etwas Aufklärungsarbeit zu leisten, dass es sich hierbei nicht nur um eine App handelt. Ansonsten war der April eher von Detailverbesserungen geprägt, wie die iPad Version von LinkedIn.

Mai

Im Mai verlaibt sich LinkedIn den Präsentationsspezialisten Slidesshares ein. Ich versuchte über Sinn und Nutzen der Anwendungen zu schreiben, die sich mittlerweile erledigt haben. Die Api gibt es aber noch. Xing gab bekannt, einen neuen CEO zu bekommen, Herrn Vollmöller.

Juni

Der Juni 2012 begann äußerst turbulent: Gehackte Passwörter, Schufa & facebook und mehr ließen kurzfristig an der Sinnhaftigkeit an Social Media zweifeln. Noch mehr Wochen wie die erste Juniwoche hätte mein Blog nicht überstanden. Aber auch solche turbulente Zeiten gehen herum.

Eine sinnvolle Erweiterung war von LinkedIn die Möglichkeit, nun Unternehmensnachrichten zu targeten.

Juli

Im Juli, traditionell Sommerloch, ging LinkedIn mit einer neuen Optik an den Start. Vorher hatte ich noch eine Liste für Herrn Vollmöller erstellt, was Xing so alles zu tun hat.

August

Silp Logo

Im August kam dann der nächste Recruitinganbieter: SILP. Erstaunlich war dabei, dass selbst der bis dahin abgeklungende Boom von Branchout noch getoppt wurde und in unter 2 Wochen eine Million Nutzer aktiviert werden konnten. In einem Kommentar zu Facebook setzte ich mich damit auseinander, ob ein Unternehmen gut oder böse sein kann. Ein Klassiker war die nunmehr dritte Auflage des Vergleiches von Xing- und LinkedIn Profilen bei DAX Unternehmen.

September

Der September war eher ein langweiliger Monat: Neue iPad Version bei LinkedIn, bing integriert Facebook Bilder. Der Monat wäre völlig unspektakulär geworden, wenn sich nicht Bettina Wulff mit Google angelegt hätte. Allerdings spielte wohl das “zufällig” zu diesem Termin erscheinende Buch da mit herein.

Oktober

Am spannendsten am Oktober war die Emanzipation von BranchOut. Wer bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht glauben wollte, dass es sich hierbei nicht nur um eine App handelt, wurde jetzt davon überzeugt.

November

Wieder zurück zu LinkedIn. Mit mittlerweile über 3 Millionen Mitgliedern in der DACH Region zeigt LinkedIn, dass es nicht nur Konzerne kann. Ansonsten wurde es im November interessanter, dass @ Zeichen wurde als Marke geschützt. Ein interessanter Schritt war, dass Facebook nun eine Jobbörse startete, wenn auch etwas buggy und nur von Drittanbietern mit Jobangeboten gespeist. Die Anzahl der Jobpostings ist seitdem von 1,7 auf 1,9 Millionen gestiegen, allerdings denkt Facebook nach wie vor, dass Germany in Pennsylvania liegt….

Dezember

Der spannendste Monat war nahezu der Dezember. Er begann mit dem Relaunch von So.Cl. Nahezu zeitgleich habe ich noch mal verglichen, wo Personen am ehsten deutschen Konzernen folgen, Facebook, LinkedIn oder Xing. Das größte Echo im Social Media Dschungel erzeugte die Veröffentlichung von Google+ Communities.

was wird?

Wer Prognosen im Social Media Umfeld macht, muss über ein gesundes Selbstbewusstsein verfügen. Ich bleibe bei der Aussage wie 2011 – es wird spannend bleiben. Noch scheint sich nichts zu verfestigen und alles bleibt in Bewegung. Allerdings eine gute Grundlage, darüber zu bloggen …. was auch Unternehmungen zusehends machen sollten….

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google-plus-logo-buttonLetzte Woche war es soweit: Google+, das (noch) mit dem Ruf einer Geisterstadt kämpft, hat endlich seine Gruppen herausgebracht. Bei Google+ nennen sich diese “Google+ Communities”. Am ersten Tag wurde jeder, der sich mehr oder weniger aktiv mit Google+ beschäftigt, mit Gruppen (bzw. Community) Einladungen regelrecht geflutet. Wie sieht das Konzept aus?

Anlegen – einfach wie nie!

Wenn man bei Google+ eine Gruppe anlegen möchte, so findet sich auf der Seite Communities ein Button “Erstellen”. Die prominente Platzierung lädt gerade dazu ein, nicht nur in Gruppen zu stöbern, sondern eine eigene anzulegen:

Google+ Gruppe anlegenGoogle+ Gruppe anlegenWenn man sich an den Button heranwagt, so muss man sich einen Namen ausdenken, entscheiden, ob die Gruppe öffentlich oder geschlossen sein soll und ist danach…fertig!

Google+ Community erstellen

Google+ Community erstellen

Als Gründer von ein paar Gruppen habe ich noch nicht gesehen, dass es so anwenderfreundlich gestaltet werden kann. Man kann dann ein Logo hochladen, entscheiden, ob man Mitglieder zulassen will oder ob die Mitglieder automatisch in die Gruppe gelassen werden. Einen Beschreibungstext ist auch sinnvoll, damit die Gruppe über die Suche gefunden werden kann.

Viele Funktionen, die man aus Gruppen kennt, gibt es auch beim Start der Google+ Communities. Auch Gruppenevents kann man anlegen und ein Feature ist von besonderem Interesse: Man kann in der Gruppe HangOuts durchführen, also Videokonferenzen über das Google+ Netzwerk. Ansonsten wurde das Styling dem normalen Google+ Auftritt angepasst

Gute Chancen?

Die Gruppen haben ein paar Reize. Bei Google+ lief bis jetzt das gesamte Netzwerkleben in der Timeline statt. Gute Suchmöglichkeiten (von denen andere soziale Netzwerke träumen), die Unterstützung von Hashtags und Mentioning machten eine Sachdiskussion nicht nur mit bekannten Personen möglich.

Den Gruppen (oder Communities) gebe ich gute Chancen: Zum einen ist die Einfachheit gut gelöst. Zum anderen bietet Google+ viele Möglichkeiten über  öffentliche Nachrichten Personen, insbesondere Meinungsführer zu seinem Terrain, auf sich aufmerksam zu machen. Hier bietet Google+ viel Potenzial.

Die Gruppen sind nun eine Woche alt. Wer behauptet, Google+ wäre zu nerdlastig, dem sei gesagt: Die bis jetzt größte Gruppe, die ich nach einer Woche gesehen habe mit 14.000 Mitgliedern (wie schon gesagt, nach einer Woche!), ist eine Gruppe zu Star Wars……

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Letztes Jahr hatte ich einen Artikel geschrieben, wo ich bereits die Anzahl der Follower der größten dreißig deutschen Unternehmen verglichen hatte. Der Artikel ist über ein Jahr alt und sollte mal überarbeitet werden

Neue Zahlen, warum?

Letztes Jahr hatte ich die Follower von Facebook, LinkedIn, Xing und Twitter der größten 30 deutschen Konzerne vergleichen wollen. Während der Recherche musste ich feststellen, dass zum damaligen Zeitpunkt Twitter und Xing eher Exoten sind und die Musik sich bei den beiden amerikanischen, blauen Riesen spielte. Seitdem hat sich einiges getan:

  • Facebook hat auf der einen Seite begonnen, Fakes im großen Stil aufzuräumen….
  • …und auf der anderen Seite massiven Zulauf
  • Xing hat den Unternehmensprofilen die Mitarbeiter als Follower zwangszugespielt
  • LinkedIn im Bereich der Konzerne ein großes Wachstum

Also alles Argumente, die dazu führten, die Bestandsaufnahme von damals neu zu bewerten. ich war 2011 überrascht, dass Facebook sich gar nicht so dominant zeigte, wie man vom Bauchgefühl erwartet hätte. 2011 stand es 10:20:0 (Facebook / LinkedIn / Xing). Wie sieht es heute aus:

Dax 30 Follower 2012 Best Of

Dax 30 Follower 2012 Best Of

Durch das zuspielen der Mitarbeiterprofile bei Xing konnten die Hamburger etwas Boden gut machen. Aktuell haben

  • 10 der 30 größten deutschen Unternehmen die meisten Follower bei Facebook
  • 16 der 30 größten deutschen Unternehmen die meisten Follower bei LinkedIn
  • 4 der 30 größten deutschen Unternehmen die meisten Follower bei Xing

Wer sich für die Gesamtzahlen interessiert, diese sehen, 2011 zu 2012 gegenübergestellt wie folgt aus:

Dax 30 Follower 2012

Dax 30 Follower 2012

Facebook ist in der Gesamtstatistik mit 22 Millionen Follower beachtlicher Gesamtsieger in der Summe aller Follower. Diese Follower beziehen sich zu 91% aus Followern von BMW und Adidas, die Ihre Facebook Auftritte zur Markenverbreitung massiv nutzen. Auch Lufthansa mit über einer Million Followern ist gut dabei, dann kommt VW mit “nur noch” 480.747 Followern. Danach ist LinkedIn häufiger vorn. Bei Facebook verteilen sich prozentual an allen Followern der größten 30 deutschen Unternehmen wie folgt:

Dax 30 Follower 2012 Facebook

Dax 30 Follower 2012 Facebook

Extro

Der Eindruck von damals hat sich bei der erneuten Bewertung bestätigt. Zwar konnte Xing etwas aufholen, da um die 80% aller Follower bei Xing die Mitarbeiter sind, scheint das Thema nach wie auf kein allgemeines Interesse zu stoßen.

Facebook dominiert die Gesamtsumme aller Follower, aber nur auf Grund von drei Konzernen: Adidas, BMW und Lufthansa. Bei allen anderen Konzernen ist es ein Kopf an Kopf Rennen zwischen Facebook und LinkedIn. LinkedIn hat mit seiner Streuung die meisten Konzerne hinter sich vereint, die die mesiten Follower dort haben.

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Social App LaunchBis jetzt hatte sich Facebook (erstaunlicherweise) aus dem Recruitingmarkt herausgehalten. Aber die Gelder aus dem Börsengang müssen sinnvoll investiert werden. Also lag es wohl für Facebook nahe, sich auch diesen lukrativen Markt mit zu erschließen. Bis jetzt hatte Facebook dieses Geschäft Fremdanbietern wie BranchOut, Monsters (via BeKnown) oder Silp überlassen. Jetzt hat Facebook “Social Jobs” gestartet, wie unter anderem TechCrunch berichtete.

Und wie sieht`s aus?

Social Jobs bei FacebookMan kann sich die App jetzt bereits anschauen (Dank an Johannes übrigens, dass er mich aufmerksam gemacht hat). Man kann über die App selber keine Postings schalten. Die 1,7 Millionen Anzeigen kommen von den Kooperationspartnern. Diese sind sehr US lastig, interessant allerdings: Monsters ist dabei. Diese versuchen, nachdem BeKnown sich mit seinen Zugriffszahlen eher mit der Reichweite meines Blogs, als mit seinen Mitbewerbern, zu messen scheint, einen anderen Ansatz, gefunden zu haben, um einen Einstieg in das Facebook HR zu finden. Wenn man allerdings als Deutscher einen Job finden möchte, braucht man Social Apps Germanynoch nicht auf die Unterstützung der App zu hoffen. Zumindest sind Hannover und Hameln nicht auffindbar, und Germany wird dem 2.375 zählenden West Wheatfield in der Nähe von Pittsburgh zugeschlagen. Wenn man allgemein eine Suche startet, werden die Jobbörsen der fünf Kooperationspartner kontaktiert. Dem folgt eine tabellarische, kurze Auflistung der gefundenen Jobs, sortiert in die Reiter des jeweiligen Partners. Die Qualität davon ist genau so, wie Monster Weiterleitungman es von Facebook bei einem launch erwartet: Miserabel. Neben der fehlenden Internationalisierung dauern Anfragen sehr lange und die Weiterleitung zum jeweiligen Anbieter des Jobs scheint einem Randomisierungsverfahren zu unterliegen.

Extro

Noch kann man von keinem großem Wurf sprechen, aber es ist ein Anfang für Facebook, sich in diesem Markt zu etablieren. Dass Facebook erst etwas auf dem Markt schmeisst und dann fertig programmiert, scheint deren eigenes Verständnis von Agilität zu sein. Aber es kommt Spannung in den Markt, dass Facebook diesen Kuchen ausschließlichen Dritten überlässt, war nicht zu erwarten.

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