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Intro

Hin und wieder versuche ich, Vergleich zu ziehen. Dieses mal habe ich mir die Follower mal genauer angeschaut. Wie unterscheiden sich die Plattformen in der Reichweite? Wie bereits öfters versucht, habe ich die DAX Konzerne genommen. Diese haben eine insgesamt hohe Reichweite (unabhängig von den sozialen Netzen) und sind meistens auch hinreichend vertreten. Man meint, Facebook wäre allein auf weiter Flur, aber stimmt diese Intuition? Angeschaut habe ich mir Facebook, Google+, LinkedIn, Twitter und XING.

Logo soziale Netzwerke Facebook GooglePlus LinkedIn Twitter und XING

Vergleich Vorgehensweise

Einige werden jetzt berechtigte Kritik aufweisen. tatsächlich hinkt der Vergleich, so dass man die Ergebnisse nur als Indikator sehen darf und nicht als empirische pure Wahrheit. Mehrere Faktoren stechen dabei ins Auge:

  • Bei manchen Plattformen können die Konzerne mehrere Profile, teilweise zweckgebunden, führen, auf anderen nur eins.
  • Reichweite ist nicht gleich Reichweite (Stichwort Relevanz)
  • Bei manchen gibt es Fangates und Follower wurden damit erkauft
  • Bei Google+ kann man die Anzeige der Follower ausschalten. Zwei Unternehmen haben das getan und gehen damit nicht in die Statistik mit ein. Eines der beiden Unternehmen ist BMW, und bei knapp 200 Millionen Seitenaufrufen ist die Nichtberücksichtigung eine Verzerrung.

Nur um ein paar Punkte selbstkritisch aufzuzählen. Daher sind die Zahlen nur indikativ, nicht absolut.

Die Zahlen

Betrachtet wurden alle DAX Konzerne. Schaut man auf die nominale Anzahl, so haben alle 30 DAX Konzerne folgende Anzahl an Followern:

Anzahl Follower DAX bei sozialen Netzwerken nominal

Die Verteilung verwundert nicht: Facebook ganz weit vorne, an zweiter Position LinkedIn, gefolgt von Twitter und danach Google+. Xing gibt es auch noch, ist aber mit 280.000 Followern für alle 30 DAX Konzerne mit einer ähnlichen Reichweite wie StayFriends ausgestattet.

Schaut man sich die Unternehmen mit den meisten Follower an, so wird das Rennen ausschließlich zwischen Facebook und LinkedIn ausgetragen. Von den 30 Konzernen haben jeweils 15 die meisten Follower auf Facebook und LinkedIn.

Meisten Follower DAX bei sozialen Netzwerken nominal

Um die Ergebnisse etwas zu relativieren, habe ich die Anzahl Follower gescored: Ein Punktesystem. Für das soziale Netzwerk mit den meisten Followern gab es 4 Punkte, das Zweitbeste 3, das Drittbeste 2 und das Viertbeste Netzwerk noch einen Punkt. Dieses für alle 30 Konzerne ergibt summiert:

Scorepunkte Follower DAX bei sozialen NetzwerkenErstaunlich ist hierbei, dass XING noch deutlich vor Google+ liegt.

Extro

Wie bereits einleitend geschrieben: Nicht die endgültige Wahrheit, aber für den einen oder anderen ein paar Grafiken mit Indikatorwirkung.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

 

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LinkedIn Official LogoLinkedIn bietet eine Karrierebörse mit den dazugehörigen Stellenanzeigen. Letzte Woche habe ich die Details der Stellensuche näher ausgeführt. Aber die Stellenanzeigen bieten sowohl für Einstellende, als auch für die Suchende noch nette Features, die man bei anderen Anbietern weniger kennt. Neben der Möglichkeit, sich direkt über LinkedIn zu bewerben, ist hier die Analyse der Bewerbungen zu nennen: Als zahlenverliebte Entwickler gibt es das Feature, dass ab zehn Bewerbern hierzu Statistiken ausgegeben werden.

Stellenangebote

Die Stellenangebote haben alle ein einheitliches Design.

Stellenangebote 1

 

Unter dem Kopf ist zum Beispiel ein Link, der die Unternehmensinformationen, wie man sie aus dem Unternehmensprofil kennt, anzeigt. Darunter finden Sie einen Benchmark, der auf Grundlage Ihres Profils eine Aussage über die Übereinstimmungen zur Anzeige gibt und wie sie im Vergleich zu den anderen Bewerbern abschneiden. Unter dem Menüpunkt “Erhalten Sie mehr Einblicke” kommt die anonymisierte Analyse der bisherigen Bewerber:

Stellenangebote bei LinkedIn

Hier können Sie erkennen,

  • Wann die Bewerbungen eingegangen sind
  • Die Karrierestufen der Bewerber
  • Die Top Kenntnisse und den
  • Ausbildungsstand

der Bewerber auf diese Position.

Was sagen diese noch aus?

Diese Angaben können für alle Beteiligten nützlich sein, sowohl für die Stellenanbieter, als auch die Stellensuchenden.

Für Bewerber…

Die Bewerber können hier sich selber abschätzen. Zum einen können sie erkennen, wie beliebt eine Position ist und wie viele Bewerber mit welchen Qualifikationen sich bereits beworben haben. Dieses ermöglicht eine wesentlich bessere Selbsteinschätzung als man nur mit dem Bauch. Zum anderen kann es auch als Erinnerung dienen, sein Profil zu optimieren.

…und Stellenanbieter

Diese Funktionen haben aber meines Erachtens den besseren Nutzen für Stellenanbieter. Zwar bietet LinkedIn schon länger Statistiken für Stellenanzeigen an, hier kann man aber Unterschiede direkt ableiten.

Ein A/B Test wird dadurch ganz einfach: Dieselbe Stellenanzeige, nur um Nuancen verändert, kann Erkenntnisse darüber bringen, ob der Zeitpunkt des Postens Unterschiede bei den Ergebnissen bringt oder verschiedene Formulierungen.

Extro

LinkedIn hat viele statistische Funktionen. Oft muss man nur wissen, wo man suchen muss.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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Logo AlexaIch beschäftige mich ja nicht nur mit LinkedIn, sondern auch regelmäßig mit Social Media im Allgemeinen. Hier greife ich auch immer wieder gern auf das Tool Alexa zurück.

Alexa gehört zum Haus Amazon. Zielsetzung ist es, ein Internetranking aufzubauen. Damit hat es eine vergleichbare Zielgruppe wie zum Beispiel ComScore. Dabei wird Alexa häufig auf Grund der Erhebung kritisiert. Allerdings findet es immer wieder Verwendung, daher sollte man es durchaus beachten.

So sieht es aus

Wenn man Alexa erstmalig besucht, so wird man aufgefordert, dass neue Design mal auszuprobieren:

Neues Alexa 1Folgt man dieser Aufforderung, so erhält man ein wesentlich hübscheres Design. An Stelle einer Optimierung für den Netscape Navigator ist die Optik wesentlich hübscher und aufgeräumter:

Neues Alexa 2An den Details scheint sich allerdings weniger geändert zu haben. Nach wie vor wird ein globales Ranking für die 20.000.000 am meisten besuchten Websites dargeboten, unterschieden nach Global und Länderstatistiken. Einzelne Websites können näher untersucht werden, wobei Detaildaten “nur” für die Top 100.000 existieren.

Neues Alexa 3(Für eine detailliertere Ansicht auf die Anhang Seite bitte gehen). Nach wie vor stehen Auswertungen für die einzelnen Websites global und nach Topländern, und für die Top 100.000 Seiten weitergehende demografischen Daten zur Verfügung. So wie ich das erkennen kann, hat sich da wenig geändert. Daher gehe ich davon aus, dass es sich nur um einen (dringend notwendiges) Facelift handelt.

Extro

Wie schon gesagt: Das Gelbe vom Ei ist Alexa auch nicht. Aber es ist eine kostenfreie Alternative, und zum Herleiten von Tendenzen durchaus geeignet. Seit Wegfall des Google DoubleClick AdPlanner (was ich nach wie vor bedaure) ein durchaus nützliches Instrument.

Auf Grund der normativen Kraft des Faktischen (“Es wird genutzt, also muss ich dem auch Beachtung schenken“) gibt es auch etliche Artikel zum Boosting des Alexa Ranking. Der Klassiker ist, selbst die Toolbar zu installieren, auch wenn aus Sicherheitsgründen dieses nicht dringend zu empfehlen ist. Alexa wurde schon mehrfach für tot erklärt, aber es lebt irgendwie weiter. Und ich werde es wohl (mit den üblichen Disclaimern) auch weiter nutzen.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

Update

Der Bug ist behoben

Intro

Im Moment scheint LinkedIn mit der deutschsprachigen Oberfläche ein Problem mit der Anzeige von Stellenanzeigen zu haben: Wenn man auf “Stellenmarkt” geht und entweder sich Jobs suchen lässt oder auch die vorgeschlagenen Jobs sich anzeigen lassen möchte, so kommt man auf die Startseite. Auch die direkte Anzeige mittels der “jobID” (So heißt im LinkedIn Jargon die Nummer der Stellenanzeige) führt auf direkten Wege zur Startseite von LinkedIn. Ich konnte dieses Verhalten von LinkedIn sowohl auf dem Internet Explorer 11, einem aktuellem Firefox und auf Safari reproduzieren.

Workaround

Wer trotzdem dringend auf den Stellenmarkt schauen möchte, der sollte einfach auf die englische Oberfläche von LinkedIn wechseln:

Sprache ändern LinkedInWas ich ausprobiert habe, waren englisch, spanisch und niederländisch. Mit den drei Sprachen gab es keine Probleme bei der Anzeige der Stellen (und verzeiht bitte, dass ich keine Muße fand, noch mehr auszuprobieren).

Wenn man sich mit der Sprache nicht so sicher ist, die Navigation ist meines Erachtens immer identisch: Ihr findet den Stellenmarkt in allen Sprachen (zumindest die, die ich beherrsche, wenn es auf Koreanisch anders ist, so steinigt mich bitte nicht) an derselben Stelle, wie mit der deutschsprachigen Oberfläche:

Jobs in verschiedenen SprachenMan kann damit also weiterhin durch die Stellenanzeigen navigieren. Wenn man eine weitere Sprache beherrscht, klappt das einwandfrei. Nicht komfortabel (Ich bevorzuge auch die deutschsprachige Oberfläche), aber funktional. Die vorgeschlagenen Stellenanzeigen funktionieren auch in der anderen Sprache einwandfrei, man muss sich dort nicht auf Stellenanzeigen in London oder Barcelona einstellen.

Extro

Ich hoffe, dass der Bug schnell behoben ist. Schon mal vorab: Ich dokumentiere ja die absoluten Stellenanzeigen (ohne Praktika) im DACH Raum und vergleiche diese mit dem deutschen Anbieter XING. Da sieht es aktuell so aus:

Stellenanzeigen Summe ohne Praktika 19032014Interessant ist, dass es zwischen den Feiertagen bei XING steil bergauf und bei LinkedIn bergab ging. Ansonsten ist die Entwicklung schön synchron. Allerdings kommen beide noch nicht gegen die klassischen Stellenbörsen wie Stepstone oder Monsters an, wie Eva Zils regelmäßig berichtet. Aber zu dem Vergleich in naher Zukunft etwas mehr.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

Intro

Im Moment hat es der Businessnetzwerkanbieter XING aus Hamburg schwer: Gleich an drei Stellen sind kommunikative Probleme in den Vordergrund gerückt. Sind diese Probleme isoliert noch gar nicht schlimm, so ist der zeitliche Zusammenfall mindestens unglücklich.

Die Shitstörmchen

An drei Fronten muss sich XING gerade gegen Ansturm der Kunden wehren: Preiserhöhung in der Schweiz, Änderung der AGB und das Thema der Umstellung der Gruppen.

XING und die Schweiz

In der Schweiz hat XING die Preise, teilweise massiv, erhöht. Je nachdem, wie lange ein User bereits Premiumkunde ist, kann die Preiserhöhung bis zu 60% ausmachen. Die Reaktionen von Kunden überraschen wenig:

Tweet Xing LinkedIn März 2014 CH
Der Communitymanager für die Alpen, Robert Beer, versucht auf Twitter und im Interview zu beschwichtigen: Das wäre die erste Preiserhöhung seit 10 Jahren. Dieser Fokus vergisst eine grundlegende Regel bei der Preisbildung: Nicht die Kosten determinieren einen Preis, sondern Angebot und Nachfrage. Und hier tritt XING nach wie vor sehr selbstbewusst auf. Die Zahlen unterstützen das Selbstbewusstsein jedoch nicht: Der amerikanische Pendant LinkedIn hat in der Schweiz nicht nur mehr als doppelt so viele Mitglieder, sondern wird auch, laut Alexa, ganz anders frequentiert:

XING LinkedIn Alexa Schweiz 2014

So ist LinkedIn die siebente, am meisten aufgerufenen Webseite in der Schweiz, XING rangiert auf Platz 30.

Durch die Berichterstattung wurden auch Schweizer Medien darauf aufmerksam und berichteten Ihrerseits von den Preisaufschlägen.

XING und die AGB

Eine am Montag, dem 17.03.2014 ausgesandte Mail kündigte Änderungen an den AGB an. Außer der PC Welt hatte kaum jemand davon Notiz genommen. Könnte man meinen. In der Mail ist jedoch ein Verweis auf den Blog von XING, der die AGB Änderungen erläutert. Ein Blick in den Blogeintrag ernüchtert:

Account löschen XING
Ob das nun konstruiert ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Die Masse an “Lösch mich” Kommentaren ist schon beachtlich.

XING und die Gruppen

An der dritten Baustelle sind die Gruppen. Diese werden sukzessiv auf ein neues Design umgestellt. Dieses führt auch zu Beschwerden, vor allem in dem XING eigenem Forum.

Ich sehe die Änderungen (auch wenn mein Forum stark gelitten hat) eher konstruktiv. Die Kritik ist jedoch anhaltend und einige beschwören auch schon das Ende der Gruppen herauf.

Extro

Auch in Deutschland holt LinkedIn massiv auf: Bald dürften fünf Millionen Mitglieder in der DACH Region angemeldet sein. Das ist zwar für europäische Verhältnisse immer noch wenig.

Die drei “Einzelshitstörmchen” kommen also äußerst ungelegen.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

Intro

LinkedIn Official LogoLinkedIn tut einiges, um seine Mitglieder vor Spam zu bewahren und damit die Mitglieder sich quasi einigeln können. Vieles ist dabei durchaus sinnvoll. Dass die Amerikaner aber manchmal zu sehr auf die mathematischen Grundlagen vertrauen, hat die Problematik der SWAM Automation gezeigt: Wenn jemand aus einer Gruppe fliegt, so muss er in allen anderen moderiert werden.

Aktuell werden scheinbar verstärkt LinkedIn Mitglieder temporär generell gesperrt:

Mein LinkedIn Konto wurde eingeschränkt – was nun?

Scheinbar ist bei LinkedIn das Scoringsystem zur Bewertung der Mitglieder überarbeitet worden. Es tauchen vermehrt Kunden auf, die folgende Meldung beim Versuch, sich bei LinkedIn einzuloggen, auf ihrem Bildschirm vorfinden “Ihr LinkedIn Konto wurde vorübergehend eingeschränkt”

Ihr LinkedIn Konto wurde vorübergehend eingeschränktOder, wer die englischsprachige Oberfläche benutzt: “Your LinkedIn Account has been temporarily restricted“. Wer sein Konto dringend braucht, ist auf Hilfe angewiesen. Im englischsprachigen Raum findet sich hier einiges, hier weniger, da ist man auf die Originalhilfe von LinkedIn angewiesen.

LinkedIn Konto Einschränkung selbst aufheben

Die Krux an der Sache ist, dass man von dort aus den LinkedIn Kundendienst erreicht, dieses jedoch mit Zeit verbunden ist. Was so direkt nicht sichtbar ist, man kann in einigen Fällen, vor allem, wenn das zum ersten mal Auftritt, selber bereinigen.

Dazu muss man die LinkedIn Seite finden, wo man erneut bestätigt, in Zukunft nichts “Falsches” zu tun. Diese Seite findet Ihr hier.

Ihr Konto wurde eingeschränkt, da eine große Anzahl der von Ihnen in Ihr Netzwerk eingeladenen LinkedIn Mitglieder angegeben haben, dass sie Sie nicht kennen. Die Nutzung von LinkedIn unterliegt unserer Nutzervereinbarung gegen die Sie verstoßen haben. Ein Beispiel des Verstoßes wäre die Missachtung von Abschnitt 11, LinkedIn Verhaltensregeln.

Kundendienst kontaktieren

Wenn das nicht funktioniert, dann hilft nur den Kundendienst anzuschreiben…. und zu warten. In der Regel dauert es ein paar Tage, bis sich das Sicherheitsteam direkt mit Ihnen in Verbindung setzt. Wie man das beschleunigt, kann ich leider auch nicht sagen.

Etwas unschön: man soll den Ticketverlauf in der Hilfe verfolgen können – kann aber genau darauf nicht mehr zugreifen.

Warum wurde mein LinkedIn Konto eingeschränkt?

Es gibt mehrere Gründe, die zu einer Einschränkung führen konnten. Dieses sind zum Beispiel:

  1. Zu viele Profile besucht
  2. Mindestens drei Leute haben auf eine Einladung mit “Kenne ich nicht” reagiert
  3. Unprofessionelles Foto (Keine Person)
  4. Namensfeld missbraucht (Zum Beispiel: “Stephan LAD MICH EIN 1.500 KONTAKTE Koß”)
  5. Zu oft gemeldet (bei zum Beispiel Gruppendiskussionen).
  6. Wenn Sie direkt als Spam gemeldet werden (Wobei ich meine, dass nur eine Spam Meldung nicht ausreicht)

Wenn Nummer drei oder vier in Frage kommen, sollten Sie sofort versuchen, die Situation zu bereinigen.

Die neue “Blocken” Funktion wird sicherlich auch darein spielen.

Extro

Auf der einen Seite, gut zu wissen, dass hier was unternommen wird. Auf der anderen Seite: Wer betroffen ist, mag das auch nicht als Trost empfinden. Auch “zu aktive” Konten sollen betroffen sein. Allerdings ist das nur ein Gerücht aus dem angelsächsischen Bereich.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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Nico Lumma zum Trotz: Ich schreibe ja viel über LinkedIn. Die Artikel, die am meisten zitiert werden, sind die, wo ich LinkedIn und XING vergleiche. Hier muss es dementsprechend Bedarf bestehen. Während ich bei LinkedIn relativ zügig Zahlenmaterial erstellen kann, so bin ich bei dem deutschen Pendanten XING auf die Publikation von Geschäftsberichten und Quartalszahlen angewiesen, da es keine statistische Unterstützung gibt. Jetzt gab es die 2013 Zahlen, also ein Blick hinein.

Zahlen: XING und LinkedIn 2014

Ich vergleiche die Zahlen, bezogen auf Businessnetzwerke auf das deutschsprachige Gebiet. Vorweg ein paar LinkedIn Zahlen, danach die Zahlen verglichen, die ich auch vergleichen kann

LinkedIn Zahlen

Wie sieht es in Europa aus? Und woher stammen die Mitglieder? Ein Übersicht über die Kontinente:

Angemeldete Benutzer bei LinkedIn nach Kontinenten 2014Wie man sieht: Nordamerika mit 111 Millionen angemeldeten Benutzern der größte Bereich, schon gefolgt mit Europa und 70 Millionen angemeldeten Benutzer. In Europa verteilt es sich wie folgt:

Anzahl Mitglieder LinkedIn in Europa 2014Ganz vorne dabei: Großbritannien (was alleine mehr Mitglieder bei LinkedIn als XING weltweit hat). Die deutsche Region wächst langsam: Bis 2009 gab es LinkedIn nicht auf deutsch.

Entwicklung der angemeldeten Nutzer bei LinkedIn DACH 2011 bis 2014Interessant hierbei die Österreicher: Waren diese lange Zeit eine XING Bastion, holen diese gerade fulminant auf (Allein 2014 um +10%, und wir haben Februar).

Vergleichszahlen

Wie sieht es zwischen  XING und LinkedIn aus? Weltweit ein eher langweiliger Vergleich:

XING und LinkedIn weltweitWobei bald die 300 Millionen Grenze weltweit erreicht sein sollte. Wie haben sich XING und LinkedIn entwickelt in der DACH Region?

Entwicklung XING und LinkedIn 2011 - 2014 DACH

Die beiden Linien scheinen sich nur langsam zu nähern. Wenn man aber den prozentualen Bezug herstellt so wirkt die Sache etwas anders:

Businessnetzwerke im Vergleich XING und LinkedIn DACH 2011 und 2013
So hatte LinkedIn 2011 noch eine Größe von 40% der Anzahl bei XING vertretenen, so ist dieser Benchmark 2013 auf 67% angestiegen. Die nächsten Quartale werden dabei entscheidend werden, LinkedIn ist in der DACH Region allein 2014 um 6% Mitglieder netto gestiegen.

XING hingegen publiziert immer nur selbstbewusst “Neumitglieder“, ohne zu saldieren. Wenn man das Nettowachstum mit LinkedIn vergleicht, sieht es wie folgt aus:

Nettowachstum LinkedIn und XING in den letzte 6  Quartalen DACH 2014

So ist XING im Spätsommer 2012 das letzte mal schneller gewachsen als LinkedIn. Gerade mit der Schweiz (mit 1,2 Mio. Mitgliedern) und Österreich (mit 460.000 Mitgliedern) scheint LinkedIn den deutschsprachigen Raum von Süden her aufzurollen.

Extro

Thomas Vollmöller persönlich sieht rosigen Zeiten entgegen. Kein Wunder bei über eine Million € Vergütung ist gesundes Selbstbewusstsein Pflichtprogramm. Im Moment scheinen die Gruppen, ein Standbein der XING AG, und deren Umbau die Hamburger zu schmerzen.

(Obligatorischer Hinweis: Die meisten Zahlen sind nicht von LinkedIn offiziell, sondern aus deren Tool entnommen).

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

Intro

Bei XING gibt es ein neues Layout. So weit, so nett. Tatsächlich gefällt mir das Layout sogar gut und multimediale passen in 2014 auch besser zu einem sozialen Netzwerk, auch wenn es geschäftlichen Charakter hat. Meine Gruppe Projektmanagement hatte 51.494 Mitglieder und war eine der größeren. Bis gestern. Da wurde meine Gruppe umgestellt auf das neue Layout. Seitdem ist die Hölle los.

Was war passiert

Mit der Umstellung auf das neue Layout wurde bei allen Mitgliedern die Benachrichtigungen für neue Beiträge vollständig aktiviert. Was für ein kleines Forum mehr Traffic bedeutet und sinnvoll sein kann, bedeutet XING Notificationsbei einem Forum mit über 50.000 Mitglieder mehrere Mails – pro Minute. Die Reaktionen waren dementsprechend. Aktive Mitglieder machten sich in meinem Forum Luft über die Spam Welle – und verschlimmerten die Problematik damit ironischerweise noch: Mit jedem “Stimmt, schaltet das ab, SOFORT” – Beitrag wurden ja auch alle Mitglieder darüber informiert, dass XYZ dem zustimmt. Und somit baute sich der Spam Traffic weiter auf. Eine Reaktion seitens XING war es, den Button prominenter darzustellen (heute morgen). Verstärkt wird die Problematik durch ein Folgeproblem: Reines Austreten aus der Gruppe führt nicht zum Abbestellen der Benachrichtigungen. Ich weiß nicht, ob es ein generelles Problem ist oder nur Zeitversatz.

Ein Tag, den kein Moderator braucht

Die Gruppe wurde um 14:39 umgestellt. Die Mail dazu kam zeitgleich mit der Umstellung. Seitdem bin ich mit Mails beschäftigt: Ich meine nicht die Massen wegzuräumen, sondern den verärgerten Mitgliedern, die mir schreiben, zu antworten. Auch im Forum ging es hoch her: Viele machten sich und Ihrem Frust im Forum Luft. Das hat schon Charakter eines kleinen Shitstorms.

Shitstorm

Das Problem wurde gegen 16:08 XING telefonisch gemeldet, eine Rückmeldung blieb leider aus.

Das einzige, was ich tun konnte (ich hatte zeitweilig überlegt, die Gruppe auf “Read Only” zu stellen, die Einstellungen dazu nicht gefunden) war, in die Gruppenbeschreibung etwas dazu zu sagen, so dass es eigentlich jeder sehen sollte:

Gruppe Projektmanagment

Extro

So, mittlerweile haben knapp 4.000 Personen das Forum verlassen. Wenn es in dem Tempo weitergeht, erledigt sich das Problem in einer Woche von allein – dann ist keiner mehr da. Schade, so finde ich das neue Design durchaus gelungen und könnte neuen Schwung in die Gruppen bringen. Hinweise zum Eindämmen der Mailflut findet Ihr hier.

UPDATE

Xing hat sich nun zu Wort gemeldet und auch das Problem abgestellt. Uff & Danke!

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;


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LinkedIn Official LogoHin und wieder gibt es ja Neuigkeiten um die Plattform LinkedIn. Heute gab es einen kleinen Blogpost von Ryan Roslansky, der eine Verbesserung der Veröffentlichungsfunktion verspricht: Posts können nun wie bei den Influenzern formatiert werden.

So sieht es aus

Die Nachricht an sich ist gar nicht so spektakulär, könnte man meinen: Man kann nun formatierte Posts erstellen. Während ähnliches ja seit Januar letzten Jahres von Quora bekannt ist, hat XING ein ähnliches Angebot mit den XING Themen gerade aus dem Programm genommen (was ich persönlich schade fand).

Im angelsächsischen Sprachraum wurde bis jetzt schon viel darüber berichtet, wie auf TechCrunch, von Mike Isaac auf Re/Code und natürlich auf Mashable und Marketingland. Die Oberfläche hierfür gibt es schon seit Ende 2012 für die Influenzer wie Richard Branson (Mit fast vier Millionen Followern der Star des LinkedIn Influenzerprogramms) oder Bill Gates.

Wie damals von den eingestellten XING Themen bekannt, bekommt man ein kleines Editierprogramm zum Erstellen von kleinen Blogartikeln von LinkedIn mit auf den Weg:

Neues Schreibtool LinkedIn
Obwohl im offiziellen Blog vom Start des Programmes am Mittwoch (also heute, 19.02.2014) gesprochen wurde, ist es nicht automatisch überall aktiv. Und man muss sich dazu anmelden, da es zur Zeit auf 25.000 User beschränkt wurde. Aus der Vergangenheit kennen wir ja, dass die nichtenglischen Oberflächen auch schon mal ein halbes Jahr auf eine neue Funktion warten müssen. In diesem Fall sehr schade. Die XING Themen fand ich ähnlich gut und Teil meines Traffics generiere ich mittlerweile über meine Quora Subblog (wo ich eigentlich nur eine Art Zweitverwertung meiner Grafiken mache).

Der Editor ähnelt dem aus dem Bereich der Unternehmensprofile (oder alternativ dem aus den Stellenanzeigen) und bietet die wichtigsten Möglichkeiten, um einen Blogpost etwas ansprechender zu gestalten als mit reinem Text.

Extro

Das Feature finde ich gut. Und wie LinkedIn selber schreibt: Gerade für Kleinunternehmer oder gar Freiberufler eine tolle Ergänzung, um interessante Inhalte nach vorne zu bringen. Jeder, der nicht über eine Markenbasis alá Daimer oder BMW verfügt, wird solch einen Kanal zu schätzen wissen. Mal sehen, wann die Funktionen generell zur Verfügung stehen, ich würde dann natürlich berichten.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

Intro

Eine langsam feste Kolumne ist bei mir der Vergleich von XING und LinkedIn anhand der Mitarbeiter der 30 größten Konzerne, der DAX Konzerne. Hier kann man auch den Fokus der Netzwerke schnell erkennen. Im Herbst letzten Jahres habe ich den entsprechenden Artikel in der Huffington Post publiziert. Leider werden die Bilder dort heruntergebrochen und man konnte dort weniger erkennen, daher wieder im althergebrachten Format hier auf meinem Blog.

Der Vergleich

Die Vorgehensweise ist den meisten Lesern bekannt: Ich ziehe von den 30 DAX Konzernen die Unternehmensprofile auf LinkedIn und XING zu Rate und vergleiche die Mitarbeiter und Followerzahlen. Für diejenigen, die es noch nicht kennen, die LinkedIn und XING Profile von SAP in einer Gegenüberstellung:

Herleitung der Zahlen XING und LinkedIn  2014

Mitarbeiterprofile bei LinkedIn und XING

Zuerst die Zahlen zu Mitarbeitern. Die Entwicklung hat etwas nachgelassen, aber wir haben ja auch Beginn 2014. Hier die Summenwerte: Alle Mitarbeiter aller 30 DAX Konzerne aggregiert und in der Entwicklung 2010 bis 2014:

Anzahl MA DAX Konzerne auf XING und LinkedIn Entwicklung 2010 bis 2014
In der Übersicht aller 30 Konzerne sieht es wie folgt aus:

Anzahl MA DAX Konzerne auf XING und LinkedIn im Vergleich 2014
Im Detail vielleicht nur für wenige interessant. Um einen besseren Überblick zu erhalten, die jeweiligen 5 Konzerne bei XING und LinkedIn mit den meisten Mitarbeitern auf der jeweiligen Plattform.

Meisten MA von DAX Konzernen auf XING und LinkedIn 2014

Follower bei LinkedIn und XING

Bei Followern ist der Unterschied noch erheblicher: Es gibt drei Konzerne, die auf LinkedIn mehr Follower haben, als alle 30 DAX Konzerne auf XING zusammen. Zuerst die Entwicklung:

Anzahl Follower DAX Konzerne auf XING und LinkedIn Entwicklung 2010 bis 2014Auch hier wieder die Übersicht aller Konzerne:

Anzahl Follower DAX Konzerne auf XING und LinkedIn im Vergleich 2014Und der Übersichtlichkeit die 5 Konzerne mit den jeweils meisten Followern auf XING und LinkedIn:

Meisten Follower von DAX Konzernen auf XING und LinkedIn 2014Interessant hierbei Siemens, die jetzt fast die halbe Million an Followern voll haben. Auf XING haben von den 30 DAX Konzernen nur 2 mehr Follower als auf LinkedIn: Deutsche Post und Deutsche Telekom.

Extro

Die Ergebnisse sind nicht überraschend, sondern spiegelt nur den Trend wieder, der sich schon 2010 abzeichnete. Interessant ist das Thema eher durch meine Penetranz, die den Zeitablauf deutlich macht. Bei Mitarbeitern der Konzerne driftet es langsam weiter, als Marketing- und Distributionskanal scheint LinkedIn erheblich zu wachsen: +600.000 Follower in unter vier Monaten ist schon ein deutliches Wachstum.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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