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Grundlagen

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LinkedIn Official LogoIn Deutschland stehen, im  Gegensatz zu anderen Ländern, bei Businessnetzwerken Xing und LinkedIn zur Verfügung. Es spricht generell nichts dagegen, als Unternehmen bei beiden zum Beispiel ein Unternehmensprofil zu pflegen, zumindest in der jeweiligen, kostenfreien Logo XingBasisvariante. Wenn ich, zum Beispiel als Recruiter, jemanden, suche, gibt es Unterschiede zwischen den Zielgruppen? Die Funktionen oder auch der Preis ist letztlich egal, wichtig ist, die entsprechenden Personen zu finden. Daher habe ich mal ein paar Parameter gegenübergestellt: Branche, Alter und Unternehmensgrößen der Personen, die auf den Plattformen vertreten sind.

Die Zahlen

Bei den untersuchten Zahlen habe ich versucht, eine einheitliche Darstellung zu finden. Bei den Branchen war mir das nicht möglich, da die Zahlen nicht 1:1 vergleichbar sind. Insgesamt sind die Zahlen direkt von LinkedIn (aus dem LinkedIn Ads Tool) oder aus den Xing Mediadaten.

Welche Branche findet man wo?

Zuerst eine Übersicht aller Branchen, wie sie prozentual bei LinkedIn vertreten sind. Die Zahlen sind für Deutschland, Schweiz und Österreich:

LinkedIn Branchen DACH

(Zum Vergrößern darauf Klicken)

Wem das zu viele Daten auf einmal sind, so hier die jeweils größten fünf Branchen in Deutschland, Österreich und der Schweiz:

Top 5 DACH Branchen LinkedIn

Im Vergleich dazu sind die Branchen bei Xing wie folgt vertreten (keine Differenzierung nach Ländern):

XING Branchen

Welche Unternehmen sind wie vertreten?

Von Interesse ist auch, welche Unternehmensgrößen durch die Mitarbeiter wie vertreten sind. Bei den Großkonzernen ist die Verteilung schon länger bekannt, aber wie sieht es insgesamt aus? Hier kann man die Zahlen gut gegenüberstellen:

Verteilung Xing LinkedIn Unternehmensgröße

(Zum Vergrößern darauf klicken)

Wer also Freiberuflern und kleinen Unternehmern was verkaufen möchte, ist bei Xing gut aufgehoben, Budgets und Projekte bei großen Unternehmen kann man eher bei LinkedIn finden.

Wie alt sind die Mitglieder

Bei LinkedIn scheinen prozentual mehr jüngere Mitglieder zu finden sein, als bei Xing. Hintergrund könnte die Anzahl der Praktika sein, die ausgeschrieben sind. Hier sind für Deutschland bei Xing aktuell (Also: Mai 2013) 1.669 zu verzeichnen, bei LinkedIn 5.459. Der direkte Vergleich sieht wie folgt aus:

Verteilung Xing LinkedIn Alter

(Zum Vergrößern darauf klicken)

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Die Gegenüberstellungen bieten keine großen Überraschungen, eher die Bestätigung von Vermutungen. Ich hoffe, sie helfen einigen.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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LinkedIn Official LogoLinkedIn ist bestrebt, seine Seite, trotz businessbezug, nicht zu langweilig werden zu lassen. Trotzdem wird LinkedIn von manchen als seelenlos beschrieben, wie letztens Jürgen Vielmeier. Dazu bietet (leider nur) die englischsprachige Oberfläche mit Signals und für alle LinkedIn Today interessante Alternativen der Informationsbeschaffung. LinkedIn Today wurde nun gerade aktualisiert.

Was ist LinkedIn Today

LinkedIn NewsBei LinkedIn Today kann man sich einen kleinen Nachrichtenkanal zusammenbauen. Hierzu hat man zwei Metriken zur Verfügung: Entweder kann man “Personen” folgen (zum Beispiel Persönlichkeiten). Da dieses noch sehr amerikanisch fokussiert ist, ist die zweite Variable interessanter: Man kann verschiedenen Themen folgen. Diese werden auch in der Timeline angezeigt. Daher sollte man sich auch überlegen, was und wen man folgt: Nimmt man sich alle Influenzer und Themen für seine Nachrichten, so wird die Timeline überfüllt und so können wichtige Updates aus dem Kontaktbereich untergehen.

So sieht es aus

LinkedIn Today InfluencerInsgesamt hat man 323 “Influenzer” zur Auswahl, dem man folgen kann. Hinzu kommen 20 Themenbereiche, die meisten mit Businessbezug, die man zum Folgen wählen kann. Aus den Angaben, die man macht, werden die Neuigkeiten passend herausgesucht, die man selber in seiner Timeline angezeigt bekommt. Wenn man auf eine, der Artikel klickt, kommt man auf einen blogähnlichen Bereich, wo auch über den Artikel diskutiert werden kann und soll. Bei den Nachrichten aus dem Themenbereichen wiederum wird man auf externe Seiten geleitet.

Extro

Ich bin persönlich mehr ein Fan von Signals, dass, wie bereits erwähnt, in der Form nur auf der englischsprachigen Oberfläche zur Verfügung steht. Es mag aber auch daran liegen, dass die “Influenzer” nicht aus meinem Sprachraum stammen. Einen Professor Kruse zum Beispiel würde ich sofort folgen. Hier fehlt die Lokalisierung, viele von den Influenzern kenne ich nicht mal beim Namen.

Ich hätte allerdings gern einen “Regler” alá Google+, der die Frequenz der Nachrichten in der Timeline steuert. Ansonsten eine schöne Möglichkeit, dass die Timeline etwas interessanter gestaltet werden kann.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß

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LinkedIn Official LogoDas Unternehmensprofile (oder auch Firmenprofile) bei LinkedIn existieren, ist kein großes Geheimnis. Auch die Preisgestaltung ist recht übersichtlich: Wenn man keine konzernähnliche Karriereseite bucht, ist das Unternehmensprofil kostenfrei. Was weniger bekannt ist, dass man seine Services und / oder Produkte nur einer bestimmten Zielgruppe anzeigen lassen kann.

Warum targeten?

Stellen Sie sich vor: Ein Spiegelanzeige einer Unternehmung mit ganz vielen Produkten und sehr viel Text. Würden Sie alles durchlesen, um festzustellen, ob eines passen würde? Wahrscheinlich nicht, Sie würden weiterblättern.

Targeting bietet nun die Möglichkeit, ein Produkt anzuzeigen, was den Leser auch anspricht. Hier bieten sich viele Möglichkeiten

  • Branchenspezifische Beschreibungen
  • Mitbewerbern etwas anderes anzeigen als Kunden
  • Geographische Besonderheiten einbetten

Targeting bei LinkedIn Unternehmensprofilen

So kann man die Chancen, dass ein Kunde sich den Text oder das Produkt anschaut, erheblich erhöhen.

So wird es gemacht!

Wie ein Unternehmensprofil erstellt wird, habe ich an anderer Stelle bereits beschrieben. Das ist natürlich eine Voraussetzung. Weiterhin müssen Sie ein “allgemeines Produkt” bereits anzeigen, was immer vorhanden ist. Das Targeting funktioniert nur zusätzlich.

Die Funktion des Targeting ist nicht einfach zu finden. Unter “Neues Produkt anlegen” ist es nämlich nicht. Man muss auf die Produktseite und hier “Bearbeiten”:

LinkedIn Unternehmensprofil targeten

Danach muss man eine “Zielgruppe” erstellen:

LinkedIn Unternehmensprofil targeten 2

Geben Sie der Zielgruppe einen Namen, am besten einen Sprechenden. Hier können Sie auch Ihre Zielgruppe einstellen:

LinkedIn Unternehmensprofil targeten 3

Unter (1) können Sie den Namen eingeben, die Reiter (2) sind für die verschiedenen Parameter

  • Unternehmensgröße
  • Tätigkeitsbereich
  • Branche
  • Karrierestufe
  • Ort

Unter dem Namen finden Sie dann die von Ihnen definierte Zielgruppe.

LinkedIn Unternehmensprofil targeten 4

So können Sie die Seite für Produkte anders designen für die Zielgruppe, als die generelle Produktseite.

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Das Targeten bietet die Möglichkeit, Kunden gezielt anzusprechen. Gerade Unternehmen und Freiberufler  mit einem stark gestreuten Produktportfolio können so genau auf das aufmerksam machen, was von Interesse ist. Angenehmer Nebeneffekt: Da alle Produkte für sie Suche indexiert werden, kann man so die Anzahl der relevanten Suchwörter dezent erhöhen, ohne dass der Leser davon erschlagen wird.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß


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Tweet Xing ImportGestern las ich einen Tweet: Da wurde bemängelt, dass man sein Profil nicht aus Xing importieren könne. Was die meisten nicht wissen: Das geht durchaus. Zwar ist es kein automatischer Import auf Knopfdruck, wie es bei BranchOut aus LinkedIn ging, kann aber doch etwas Arbeit ersparen. Wie man die Kontakte importiert, hatte ich ja bereits ausführlich beschrieben.

Profil automatisch erstellen lassen

Bei LinkedIn gibt es ein Funktion, aus der heraus das Profil erstellt werden kann. Dieses findet man unter “Profil bearbeiten” und dann versteckt am Button “Bearbeiten”:

Lebenslauf bei LinkedIn importierenHier kann man seinen Lebenslauf hochladen.

Lebenslauf bei LinkedIn HochladenEs funktioniert mit RTF, DOC, DOCX und PDF (wahrscheinlich sogar mehr, habe ich aber nicht ausprobiert).

Die besten Ergebnisse erzielt man mit einer englischsprachigen, tabellarischen CV, aber auch deutsch wird größtenteils zuverlässig erkannt.

Nachdem hochladen lässt LinkedIn den eingelesenen Text kontrollieren:

Import Kontrolle LinkedIn

Aber was tun, wenn man keine Vorlage hat? Mit einem Xing Profil geht es auch!

Xing Profil als automatische Vorlage

Die Schnittstelle von LinkedIn ist sehr gutmütig und nimmt vieles entgegen, so zum Beispiel einen Xing Profil Ausdruck.

Easy Way

Der einfachste Weg ist, sein Profil als PDF zu drucken. Da Xing selber kein PDF unterstützt, sondern direkt zur Druckausgabe schreitet, benötigt man einen “PDF Drucker”. Beim Mac ist das einfach, da in der Druckausgabe bereits “Als PDF speichern” enthalten ist. Windows User finden bei heise.de etliche, kostenfreie Lösungen.

Einstellungen Xing zum Profildruck

Das so erzeugte PDF lässt sich in vielen, aber leider nicht allen Fällen, bei LinkedIn hochladen (Siehe 1)

 

Auf Englisch

In Manchen Fällen hilft es auch, seine Xing Systemsprache auf Englisch zu stellen. Mein Profil hat LinkedIn auf Deutsch nicht genommen, auf Englisch jedoch schon.

Einstellungen Xing englisch als Systemsprache

Aber denken Sie daran: Wenn Sie einmal auf Xing die Systemsprache auf Englisch angepasst haben, fügen die Hamburger auch automatisch Englisch als Sprachkenntnisse hinzu. Wenn Sie dieses PDF nun hochladen, sollte es funktionieren.

Wenn auch das hapert (eigentlich haben alle ausprobierten Profile mit englisch bereits funktioniert), gibt es noch eine letzte Lösung, die auf jeden Fall klappt:

 

Die Brechstangenmethodik

Öffnen Sie den Ausdruck Ihres Xing Profils:

Xing PDF copy & PasteKopieren Sie die Bereiche Ihrer Vitae, Referenzen, Auszeichnungen, Ausbildungen und Qualifikationen (Das sind die Bereiche, die LinkedIn zuverlässig erkennt). Kopieren Sie diese und speichern das in ein leeres Word Dokument. Spätestens dieses können Sie bei LinkedIn hochladen.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß


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LinkedIn Official LogoHeute erhielt ich eine Mail von einem jungen LinkedIn Mitglied, der seine Timeline etwas nervend empfand. Grund waren die amerikanischen Persönlichkeiten, die in seiner Timeline waren. Es gibt aber auch andere Zeitgenossen, die einen, gelinde gesagt, nerven. Also wie gehe ich damit um?

Was soll ich tun, wenn Beiträge nerven

Vorab: Kümmern Sie sich um die Hygiene Ihrer Timeline. Ansonsten kommen Sie später nicht mehr dagegen an. Hierbei sollten Sie sich Gedanken machen, wie die Timeline generell aussehen soll und was enthalten sein muss. Machen Sie sich auch Gedanken, wie oft Sie bei LinkedIn vorbeischauen.

Wenn jetzt jemand nervt, kann es fünf Szenarien geben: Den ersten Ansatz werden wohl die meisten wählen…. einfach nicht beachten. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten:

Wem folgen - Ablauf LinkedIn
Wenn nun jemand nervt (also: dauerhaft), sollten Sie reagieren. Folgende Möglichkeiten gibt es:

  1. Es handelt sich um einen Kontakt: Die brachiale Lösung: Kontakt entfernen
  2. Oft wollen Sie den Kontakt gar nicht entfernen: Hier hilft ausblenden
  3. Manchmal sind auch Gruppenkollegen dabei. Wie kann ich diese entfolgen?
  4. Die letzte Möglichkeit: Man kann auch Persönlichkeiten folgen. Dieses schlägt LinkedIn auch vor. Diese können natürlich auch entfolgt werden.

Umgang mit Kontakten

Bei Kontakten können Sie die Timeline auf zwei Arten bereinigen: Entweder Kontakt lösen und entfernen oder die entsprechende Person aus den Updates ausblenden (ignorieren).

Wie entferne ich einen Kontakt

Das entfernen eines Kontaktes ist bei LinkedIn etwas tricky: Gehen Sie oben über die Menüleiste zu “Kontakte”. Dann sehen Sie rechts oben klein einen Button “Kontakte entfernen”. Hierüber können Sie Kontakte löschen.

Kontakt bei LinkedIn entfernen

Wie ignoriere ich einen Kontakt

Wenn es nicht so brachial sein soll, so können Sie auch einen bestimmten Kontakt aus der Timeline ausblenden:

Updates von Kontakten ausblenden

Oben rechts von dem Beitrag findet sich ein “Ausblenden”. Hier können Sie einen Kontakt aus Ihrer Timeline entfernen.

Unter den Updates findet sich eine Liste. Hier ist ein Menüeintrag “Ausgeblendet (n)”, wo Sie sich einen Überblick verschaffen können, wen Sie ausgeblendet haben.

Ausgeblendete Kontakte

Umgang mit Nicht-Kontakten

Bei Nicht-Kontakten könnten die Personen aus dem asynchronen Folgen entstammen. Dieses sind entweder (exemplarisch) Personen aus Gruppen, oder Persönlichkeiten, denen Sie gefolgt sind.

Wie entfolge ich jemanden aus den Gruppen

Wenn Sie immer wieder Updates von Personen haben, die zum Beispiel in einer Gruppe sind, aber nicht Ihr Kontakt, so kann es sein, dass Sie diesen folgen. Dieses passiert bei LinkedIn manchmal schnell, ohne dass man es merkt. Wenn dem so ist, können Sie diese Person auch schnell entfolgen. Hierzu gehen Sie auf eine Gruppendiskussion mit der Person:

Nicht mehr folgen

Der Satz unter dem Profilbild “Nicht mehr folgen” dient zum Entfolgen der Person

Wie entfolge ich einer Persönlichkeit

LinkedIn bietet auch die Möglichkeit, Persönlichkeiten direkt zu folgen. Wollen Sie dieses nicht mehr, so schauen Sie auf den Link bei Kontakten: “Folgen”

Menü Persönlichkeiten entfolgen

Hier sehen Sie, wem Sie folgen. Der kleine, graue Link darunter dient zum entfolgen. Gemeinerweise lautet er “Folgen” und man verknüpft damit nicht die Funktionalität des Entfolgens.

Persönlichkeiten entfolgen

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß


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LinkedIn Official LogoMittlerweile sind die Apps von LinkedIn nahezu zwei Jahre alt. So wurde es Zeit, die Apps zu modernisieren. Das Ergebnis kann man ab heute für iPhone und für Android Geräte herunterladen. Für Microsoft Phones gab es auch ein Major Update (Windows Blog), Obwohl sowohl Techcrunch, der LinkedIn Blog, als auch Mashable dieses verschweigen.

Die neuen Apps

Mit den neuen Apps geht LinkedIn bereits den gleichen Weg, wie die Amerikaner aus Palo Alto bereits letztes Jahr mit der iPad Version beschritten hatten: Simplifizierung. Während die graphische Oberfläche immer komplexer wird und mit dem Funktionsumfang sogar Experten hin- und wieder in Erstaunen versetzt, sollen die mobilen Applikationen hier den Nutzer durch eine einfachere Version zur Nutzung animieren.

Wer einen Überblick haben möchte, dem sei das Promotionsvideo von LinkedIn empfohlen, dass auf YouTube zur Verfügung steht:

Mit der neuen Version wurde die graphische Darstellung aufgepeppt und dem “LinkedIn Today” Look angepasst. Diese ist bekannt seit Anfang 2011, wobei sie sich erst im englischsprachigen Raum durchsetzte. Mit den Mobilen Versionen setzt sich diese Personalisierung von der klassischen Timeline hin zu den “Headlines” auch im deutschsprachigen Raum durch.

Extro

Nach Aussaugen von Techcrunch erfolgen mittlerweile 27% aller Zugriffe auf LinkedIn mittels mobilen Endgeräten. Somit besteht ein Marktdruck, hier vernünftige Apps bereit zu stellen. Die neue LinkedIn App läuft laut Benutzeraussagen sehr flüssig. Der Erfolg der mobilen Endversionen bereitet LinkedIn (wie auch schon Facebook) Kummer: Die Nutzer blieben bis jetzt von Werbung verschont.

Diese Überarbeitungen haben also einen weiteren Grund, der im Blog von LinkedIn nicht dezidiert aufgeführt ist: Mit den neuen Apps wird auch LinkedIn in die Lage versetzt, Werbung auf mobilen Endgeräten zu schalten. Ein Umstand, den vielleicht nicht alle Nutzer auch gut finden. Wenn man die 27% mobiler Nutzer anschaut und das mit der Tatsache vergleicht, dass die Basisversion eigentlich schon recht gut nutzbar ist, wird man diesen Schritt ökonomisch nachvollziehen können. Ein Weg, den auch bereits Facebook mit seinem Facebook Home geht.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß

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LinkedIn Official LogoEigentlich mag ich solche Überschriften nicht: Die persönliche Karriere ist von vielen Faktoren abhängig, aber vor allem von sich selber, seiner persönlichen Leistung und seinem individuellem Umfeld. Trotzdem können Hilfsmittel wie LinkedIn heute helfen, auf die richtige Position im richtigen Moment zu finden. Und wer nicht überzeugt ist: Schaden wird ein gepflegtes Profil auch nicht.

Was sollte ich beachten

Zwei Faktoren können Ihnen helfen, besser gefunden zu werden. Zum einen ein gepflegtes Profil und das eigene Netzwerk. Umso jünger Sie sind, desto mehr sollten Sie auf ein gepflegtes Profil achten.

Das Netzwerk entscheidet

Das wichtigste ist, sein Netzwerk aufzubauen und zu pflegen. Viele Chancen können sich aus alten Kontakten ergeben: Wie viele Personen aus Ihrer Karriere haben Sie heute nicht mehr im Überblick? Und hier ergeben sich ungeahnte Möglichkeiten: Mit Hilfe von sozialen Netzwerken können Sie den Kontakt zu interessanten alten Kollegen aufrecht erhalten.

Das Profil

Auch ein gepflegtes Profil ist sinnvoll, gerade wenn Sie jünger sind und noch nicht über ein breit aufgestelltes Netzwerk verfügen. Achten Sie auf Empfehlungen und Endorsements, diese helfen, dass Sie in der Suche besser gefunden werden. Die Basics sind ganz wichtig: Nutzen Sie ein ansprechendes Profilbild und füllen Sie Ihr Profil ganz aus. Kleine Details können helfen, wie zum Beispiel der Slogan: Dieser geht überproportional in die Suche ein und sollte gut überdacht werden. Genauso die Skills: Auf den ersten Blick wirken die Endorsements gar nicht so sinnvoll. Allerdings wirken diese auf die Suche und sollten entsprechend gepflegt werden.

Die Checkliste

Das   Netzwerk
Habe ich alte Kollegen gesucht?
Habe ich in die Kontaktliste von Kontakten geschaut?
Gibt es in den Gruppen interessante Kontakte?
Habe ich bei den Unternehmensprofilen alter Arbeitgeber geschaut?
Habe ich nach Kontakten aus anderen Netzwerken geschaut?
Bin ich bei Gruppen aktiv?
Das Profil
Habe ich ein ansprechendes Photo?
Habe ich einen vernünftigen Vanity URL für mein Profil?
Ist mein Profil vollständig?
Habe ich einen guten Profil Slogan?
Habe ich definiert, was öffentlich ist?
Habe ich definiert, wie ich erreichbar bin?
Habe ich ein Profil auf einer anderen Sprache?
Habe ich Ehrenämter angegeben?
Kann ich Empfehlungen akquirieren?
Habe ich Skills ausgefüllt?
Habe ich bei anderen Endorsements  vergeben?

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;


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Karrieretag_Soest_FH_SWF LogoHatte ich vor ein paar Tagen von der Sinnhaftigkeit von Offline Events geschrieben, habe ich heute eine Karrieremesse der FH Südwestfalen in Soest besuchen dürfen. Der Karrieretag an sich versteht sich als Marktplatz, wo sich Angebot und Nachfrage des Arbeitsmarktes aufeinandertreffen.

Karrieretag Soest

Bernd Schlömer Piratenpartei DeutschlandDer Karrieretag in Soest soll die Marktteilnehmer des Arbeitsmarktes zusammenbringen. Um das interessanter zu gestalten (ich wage mal zu behaupten, dass Soest nicht das Epizentrum des HR ist), haben sich die Veranstalter rund um Professor Spörer einiges einfallen lassen: Neben den klassischen Bedingungen (Parkplätze, Ausstellungsfläche etc.), wurde Ehrengäste eingeladen und mit einer Podiumsdiskussion gestartet. Neben ein paar Lokalpolitikern war einer der Diskutanten Bernd Schlömer von der Piratenpartei in Deutschland. Mit einem solchen Rahmen lässt sich gut werben und tatsächlich war der Audimax in Soest gut gefüllt. nach der Auftaktveranstaltung begann die Veranstaltung im klassischen Sinne.

Offline- und Onlinewelt verknüpfen

Auch Bernd Schlömer bestätigte: Auch in einer digitalen Welt mit sozialen Netzwerken ist die tatsächliche, echte Kommunikation ein Gut, dass vermittelt werden muss. Hierbei kann man die sozialen Netze gut für seine Sache einspannen: Ein eigener Twitter Account Soest karrieretag PRunterstütze den Karrieretag, gerade auf LinkedIn wurde für die Sache geworben: Findet man hier gut Recruiter und andere Zielgruppen. Hierbei wurde nicht nur stumpf gepostet, sondern mit eigenen Aktionen (wie mit einem QR Code) Neugierde erzeugt und Interesse bei potenziellen Teilnehmern geweckt. Hierbei fand ich die Aussage von Professor Spörer interessant:

Meine Studenten erreiche ich immer weniger über Facebook, eher über Tumblr

Eine Aussage, die sich mit anderen Berichten deckt. Dass die User auf Facebook immer älter werden, ging zwar aktuell wieder durch die Netze, ist aber schon eher seit 2010 bekannt.

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Das Zusammenbringen von jungen Menschen und Unternehmen in Form eines Karrieretages ist nicht neu. Durch die Nutzung von modernen Medien kann man den Einsatz in das 21. Jahrhundert gut transformieren. Unter den Talaren, der Muff von 1.000 Jahren, gilt nicht zwingend.

Der Focus im Recruiting sollte nach wie vor der Mensch sein. Neue Trends, wie das Mobile Recruiting verschlafen die deutschen Unternehmen gerade, aber, man muss auch nicht alles mitmachen.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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Ich möchte nicht für alle sprechen, aber meine persönliche Erfahrung mit sozialen Netzwerken: Diese haben Grenzen. Ich habe noch nie einen Auftrag erhalten oder einen Freiberufler eingestellt auf Grund seines (ausschließlichen) Auftretens in sozialen Netzen oder in Gruppen / Foren. Kleine Gruppentreffen können hier die Kluft zwischen sozialen Netzen und der Realität überbrücken.

wie organisiert man so ein Event

Kulisse für unser aktuelles Event war zum dritten Mal Wien. Neben Schönbrunn liegt das Brandauers, dass immer wieder als Ort dienen muss. So ein Event ist sinnvoll, um Mitgliedern aus den Foren ein Gesicht zu geben.

Schönbrunn WienMan braucht gar nicht so viel Talent, um solche Events zu veranstalten.

Wen lade ich ein

Die grundlegende Frage ist: Wen lade ich ein? Hier sollte man nicht pauschal alles, was erreichbar ist, mit Einladungen zuzuspammen. Dieses bringt nach meiner Erfahrung nichts. Suchen Sie sich gezielt ein Thema und dazu die passenden Leute. Eine Gruppe ist hierbei die beste Grundlage. Auch ein Blick in die noch jungen Google+ Communities kann sinnvoll sein.

Google+, Xing oder LinkedIn?

Die Plattform ist letztendlich egal. Ich nutze alle drei parallel, wobei das oft auch sinnvoll ist: Die Überschneidungen der Netzwerke ist gar nicht so groß.

Mit “Gebühr”?

Von einem muss man ausgehen: Wenn man die Events kostenfrei organisiert, kann man davon ausgehen, dass maximal ein Drittel der zugesagten Personen kommen. Am Anfang hat das mich geärgert, mittlerweile ist das eine planbare Größe und damit kalkulierbar.

Man kann auch mit Gebühren oder Eintritt arbeiten. Allerdings empfinde ich das als “billig”. Lokale lassen sich oft auf die kostenfreie Bereitstellung ein, man muss halt etwas suchen. Mir ist das auf jeden Fall in Hamburg, Berlin, Wien und Hannover immer gelungen.

Logos und mehr

Nutzen Sie Ihre Marke, nicht die von den sozialen Netzwerken. Das hat zwei Gründe: Zum einen sollten Sie ja auf sich aufmerksam machen, zum anderen verbieten diese explizit die Verwendung Ihrer Marke (was ich aber auch nachvollziehen kann).

extro

Ich mag solche Termine: Lernt man doch die Menschen hinter den Foren kennen. Dieses hilft oft, die Menschen besser kennenzulernen. Ich schätze solche Möglichkeiten auf jeden Fall. Und wenn sie selber keine veranstalten wollen: Wenn es sich einrichten können, gehen Sie doch einfach mal hin!

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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LinkedIn Official LogoDie Wahrnehmung über die Nutzung sozialer Netzwerke im Businesskontext ist unterschiedlich. So wird Facebook nur zu einem kleinen Anteil für Busisnesszwecke genutzt (B2C Marketing zähle ich mal nicht dazu), der Riesenmarktanteil im Bereich der sozialen Netzwerke führt aber dazu, dass es Logo Xingsoch mehr oder weniger auf den ersten Platz ist. Heute wollte ich mal mir die Verhältniszahlen für Europa näher anschauen: Wer nutzt am ehsten Businessnetzwerke? Hierzu fünfzehn europäische Länder im Vergleich: Wer ist im Verhältnis am meisten in Businessnetzwerken vertreten. Ein Vergleich.

der tweet

Ausgangslage war ein Tweet von Thomas Maniura, der über Twitter verlautbarte, dass die Schweiz weltweit Top in der Nutzung von Xing und LinkedIn wäre. Die Schweiz selber nutzt LinkedIn ungefähr Faktor zwei zu Xing.

TOP SchweizerDas wollte ich genauer wissen. (Update: Wie Herr Maniura betont, handelt es sich um ein Zitat von Robert Beer).

die zahlen

Ich habe mir die Mitgliederzahlen in Europa von LinkedIn angeschaut. Die nackten Zahlen an Nutzern sehen so aus:

Die Zahlen Business Netzwerke in EuropaBei Österreich, Schweiz und Deutschland habe ich die Xing Zahlen hinzugefügt. Da sich Xing auf den deutschsprachigen Raum konzentriert, braucht man (nachdem ausländische Töchter ad acta gelegt worden sind) nicht mehr anschauen. Was bedeuten diese Zahlen aber insgesamt:

Prozentuale Nutzung LinkedIn in Europa Frühjahr 2013Hier der prozentuale Anteil der Nutzer von LinkedIn im Verhältnis der Bevölkerung des Landes (Quelle der Bevölkerung hier). Nimmt man führ den DACH Raum Xing hinzu, ergibt sich folgendes Bild:

Prozentuale Nutzung Xing und LinkedIn in Europa Frühjahr 2013Tatsächlich verschiebt sich die Schweiz. Aber die TOP Nutzer sind Niederlande, Dänemark und England. Gerade die Nutzung in Dänemark finde ich erstaunlich: So sind über ein Fünftel der Bevölerung Mitglied bei LinkedIn. Die zahlen fand ich im ersten Moment unplausibel und habe sie noch mal gecheckt, aber sie stimmten.

Was für ein Potential die Businessnetzwerke noch haben, kann man erkennen, wenn man die Nutzer der Businessnetzwerke mit Facebooknutzern ins Verhältnis setzt:

Prozentuale Nutzung Businessnetzwerken im Vergleich zu Facebook

extro

Für Businessnetzwerke ist noch viel Spielraum, wie der damalige Xing Chef Groß-Selbeck bemerkte, noch Spielraum. Und auch die Vergleichszahlen mit anderen europäischen Ländern gibt diesem Recht. Da LinkedIn in 2013 scheinbar bereits schneller wächst in Deutschland als Xing, lässt aber meines Erachtens auf eine Konsolidierung im europäischen Raum schließen.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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