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LinkedIn Official LogoMan findet viele, englischsprachige Artikel, wie man im B2B Bereich Leads über LinkedIn generiert. Hierfür gibt es praktische bis hin zu amüsanten Artikeln. Im deutschsprachigen Raum sind diese noch eher selten, daher habe ich mir ein paar Gedanken gemacht.

10 Wege, Business Leads mit LinkedIn zu generieren

Das Hauptargumente, sich bei LinkedIn zu engagieren sind Karriere und Geschäft. Zum Spaß gibt es andere Netzwerke (wie ich finde). Daher ein paar Grundlagen, um auf sich aufmerksam zu machen und LinkedIn effektiv einzusetzen.

1. Suchen Sie Ihre Kontakte

Klingt einfach, machen aber nicht viele: Das wertvollste, dass Sie haben, ist Ihr Netzwerk. Bauen Sie es auf. Damit meine ich nicht, einfach “kalt” zu kontakten, sondern Menschen aus Ihrem echten Netzwerk einzuladen. Hierzu bietet LinkedIn viele Helferlein, vom Alumni bis hin zu den Unternehmensprofilen alter Arbeitgeber. Es ist auch nichts anrüchiges, in den Kontakten bestehender Kontakte zu schauen. Allerdings ist ein gemeinsamer Kontakt kein Grund der Kontaktaufnahme, aber es finden sich immer wieder Perlen aus vergangenen Tagen. Für Hartgesottene: Exportieren Sie Ihr Xing Netzwerk und schauen, wer bei LinkedIn ist.

2. Pflegen Sie Ihr Netzwerk

Pflegen Sie Ihr Netzwerk, gratulieren Sie zur neuen Stelle und erkundigen Sie sich, was gute, alte Kollegen so machen. verteilen Sie Empfehlungen und Endorsements: So erhalten Sie selber welche und werden dadurch besser gefunden.

3. Pflegen Sie Ihr Profil

Klingt zwar trivial, aber nicht jeder tut es: Pflegen Sie Ihr Profil. Während sich bei Fach- und Führungskräften nicht immer etwas tut, so ist die Darstellung gerade für Freiberufler oder Existenzgründer essentiell. Besonders über Projekte können Sie Ihr Netzwerk auf dem Laufenden halten.

4. Erstellen Sie ein multlinguales Profil

Gar nicht viel Mühe macht die Erstellung eines multilingualen Profils. Auch wenn Sie gar nicht die Intention haben, im Ausland zu arbeiten: Sie werden besser gefunden und können zentrale Begriffe besser verwenden, ohne als Buzzwortspammer unangenehm aufzufallen.

5. Erstellen Sie ein Unternehmensprofil

Spätestens seit dem Umbau der Unternehmensprofile gilt: Als Unternehmer oder auch Selbstständiger ist die Erstellung eines Unternehmensprofiles ein Muss. Sie können hier viele Varianten nutzen: Erstellen Sie Produkte, machen Sie Ihr Unternehmensprofil mehrsprachig und sammeln Sie (wichtig!) Empfehlungen dafür ein. Sie sind Coach oder Unternehmensberater? Machen Sie ein Produkt über Ihre Kernkompetenz. Mit optischer Aufwertung wie Visualisierungen oder Banner können Sie auf sich aufmerksam machen. Vorteil gegenüber dem deutschen Xing: Ein Unternehmensprofil kostet, auch wenn Sie Videos nutzen, kein Geld. Gerade für Existenzgründer, Selbstständige und Freiberufler zu empfehlen!

6. Status Updates – Bleiben Sie im Orbit

Hin- und wieder sollten Sie sich, egal ob mit dem eigenen oder mit einem Unternehmensprofil, zu Wort melden. Teilen Sie interessante Artikel oder weisen Sie auf Neuigkeiten hin. Dabei sollten Sie auf eine permanente Eigenbeweihräucherung verzichten: Solche sind in sozialen Netzwerken eher schädlich. Machen Sie Ihr Profil zu einem Leuchtturm Ihrer Kernkompetenz.

7. Nutzen Sie Gruppen

Gruppen sind ein wichtiges Instrument: Nutzen Sie diese. Treten Sie ruhig mehreren Gruppen bei und lassen sich Zusammenfassungen schicken: Damit brauchen Sie nicht immer dabei zu sein. Teilen Sie interessante Artikel und erstellen Sie Polls: Damit können Sie Aufmerksamkeit generieren.

8. Nutzen Sie Endorsements und Empfehlungen

Mittlerweile sind über eine Milliarde Endorsements über LinkedIn verteilt worden. Nutzen Sie diese: Auch wenn man über die Sinnhaftigkeit streiten kann (keiner wird jemanden wegen ein paar Endorsements einstellen), so wirken diese positiv auf die Suche und Sie werden besser gefunden. Umgekehrt: Verteilen Sie auch ungefragt welche! Akquiriren Sie Empfehlungen für sich und Ihr Produkt. Hierbei sind Empfehlungen avon Kunden am wertvollsten.

9. Nutzen Sie LinkedInAds

Ein guter Trick, für günstig Geld Aufmerksamkeit zu erlangen, sind die LinkedInAds (früher: DirectAds): Diese sind die günstigste Form, “Werbung” zu schalten. Sie können dabei Ihre Zielgruppe so genau schalten, dass Sie mit einem Tagesbudget von 10 $ auskommen. Die deutschsprachigen LinkedInAds werden im Moment noch relativ wenig genutzt, also nutzen Sie die Chance als Early Adaptor.

10. Bleiben Sie am Ball

Es ist kaum sinnvoll, sich auf LinkedIn zu stürzen und wochenlang darin für Stunden am Tag zu surfen. Der Aufbau des Netzwerkes braucht seine Zeit. Machen Sie sich einen Plan: Jeden Montag ein Update, einmal im Monat nach neuen Kontakten suchen. Nutzen Sie die Mailagenten: Wenn jemand Ihren Beitrag kommentiert, sollten Sie schon zeitnah reagieren. Es besteht aber kein Grund, immer online zu sein. Nutzen Sie Ihre Zeit effektiv!

Weniger ist mehr

Wenn Sie LinkedIn nutzen, gibt es verschiedene Wege, Aufmerksamkeit zu erzeugen. Seien Sie kreativ. So können Sie bei den Skills auch ein oder zwei kreative Einträge verwenden (Sesambrötchentester oder McDonalds Mitarbeiter des Monats April 1994) um auf sich aufmerksam zu machen. Erzählen Sie nicht dauernd, wie toll Sie sind…. auf die Idee müssen die Leute alleine kommen.

Extro

Wer Ihnen erzählt, wie man automatisch Leads ohne Arbeit generiert, will wahrscheinlich nur sein eigenes Buch verkaufen: Business Leads kommen nicht automatisch angeflogen. Akquise ist Arbeit, egal wo. Mit etwas Ausdauer und Geschick aber kein Ding der Unmöglichkeit. Seien Sie regelmäßig dabei und übertreiben Sie es nicht. Wichtiger ist es, sein Zeit geschickt einzusetzen.

Das Wichtigste ist aber: Nutzen Sie Ihr Netzwerk! Dieses ist das wertvollste, dass sie haben!

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß

About these ads

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LinkedIn Official LogoVor ein paar Tagen hatte ich Stellenanzeigen bei Xing und LinkedIn in Deutschland angeschaut. Die Zahlen, die sich dort ergaben, waren verwunderlich. So waren bei LinkedIn mehr Stellenanzeigen geschaltet, als beim deutschen Pendanten Xing. Ein guter Hinweis ergab, dass bei LinkedIn extrem viele Praktika ausgeschrieben sind (was auch stimmt, wo ich Logo Xingspäter noch darauf zurückkomme). Ansonsten waren die Argumentationen eher auf Fachebene, da konkretes Material schlichtweg nicht vorhanden ist. Wenn Sie ein Auto kaufen, wählen Sie die Motorisierung, mit der 70 % der Käufer zufrieden sind, oder achten Sie eher auf die KW Angabe? Konkrete Zahlen könnten helfen.

Vorgehensweise

Die Idee war recht einfach: Die Gesamtzahlen aus Deutschland sind ja bekannt und können von jedem schnell recherchiert werden:

Stellenanzeigen Xing und LinkedIn 160 GesamtDie Frage, die da nun lautet: Wie kann man das näher untersuchen. Die erste Idee war, sich die Großkonzerne anzuschauen. Dieses hätte aber dazu geführt, dass sich ein Ungleichgewicht zu Gunsten von LinkedIn entwickelt hätte, da Xing hier bereits seit Jahren eher nebenher läuft. Also musste die Grundlage erweitert werden: Angeschaut habe ich mir alle 160 Konzerne und Unternehmungen aus DAX, MDAX, SDAX und TecDax.

Anzahl untersuchter Stellenanzeigen

Damit entfallen von 19.447 Anzeigen bei LinkedIn und Xing 4.362 auf die genannten 160 Konzerne. Ich habe mir jede bei LinkedIn und Xing einzeln angeschaut und Stellenanzeigen, aufgeschlüsselt nach Praktika und Stellenanzeige notiert.

Diese repräsentieren ungefähr 1/4 aller Anzeigen, die sowohl auf LinkedIn, als auch bei Xing geschaltet sind. Die Analyse war aus mehreren Gründen anstrengend und zeitintensiv: Ich hatte schon ein Viertel der Xing Angebote untersucht, bis ich feststellte, dass diese nicht immer mit Xing livedem Unternehmensprofil verknüpft waren. Hier durfte ich wieder von vorne anfangen. Des weiteren sind die Ergebnisse von Xing nicht immer zuverlässig. So wird der Hinweis “x Treffer” bei Xing nach einem geheimen Randomisierungsverfahren ermittelt. Was blieb übrig, als die Stellenanzeigen manuell durchzuforsten.

Die Zahlen

Wie ich im Intro bereits erwähnte: Die Anzahl der Praktika bei LinkedIn ist hoch. Von den 4.362 Anzeigen auf LinkedIn und Xing entfallen:

Stellenanzeigen Xing und LinkedIn 160Eine andere Zahl finde ich da insgesamt spannender: Insgesamt 351 Stellenanzeigen bei Xing stehen 1150 bei LinkedIn gegenüber (Grundlage, wie erwähnt, alle 160 Unternehmungen).

Weiter kann man sehen:

Von 160 Unternehmen nutzenHier hat Xing ie Nase vorn: Während 32 Unternehmungen nur Xing verwenden, nutzen 28 nur LinkedIn.

Von 160 Unternehmungen sind 78, die weder Xing noch LinkedIn nutzen. Hier ist also noch viel Potenzial für beide Anbieter.

Extro

Ich hoffe, dass ich jetzt etwas mehr Klarheit in die Zahlen gebracht habe. Ich muss wirklich zugeben, die Praktika sind bei LinkedIn recht hoch. Den Vogel schoss die Robert Bosch GmbH ab mit insgesamt 1.285 (!) Praktika, die in meiner Auswertung noch niemals enthalten sind. Robert Bosch ist in keinen der vier Indizes enthalten. Es mag sein, dass Xing beliebt ist, Frage ist, ob dieses auch in Umsatz mündet.
Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß


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LinkedIn Official LogoDie Kenntnisse und Fähigkeiten gibt es bei LinkedIn schon länger. Seit September diesen Jahres können diese Fähigkeiten auch von Kontakten “bestätigt” werden (wenn auch nur über die englischsprachige Oberfläche von LinkedIn). Dieses sind die sogenannten Endorsements (“Bestätigung”). Ist das sinnvoll? Ein paar Gedanken hierzu.

Wie funktionieren Endorsements

Um Endorsements zu erhalten, müssen Sie als erstes Kenntnisse und Fähigkeiten auf Ihrem Profil hinterlegen:

Skills hinzufügen
wenn Sie das noch nicht getan haben, sollten Sie diese hinterlegen. Achten Sie darauf, dass die wichtigsten vorne stehen, da Ihre Kontakte dazu neigen werden, die Ersten zu bestätigen. Auch sollten Sie einige vergeben, bnicht nur zwei oder drei. Wenn Sie diese haben, können Ihre Kontakte diese mit dem + Zeichen “bestätigen (Allerdings im Moment nur über die englischsprachige Oberfläche). Das sieht dann so aus:

Endorsements erhaltenAllerdings, wenn Sie selber Endorsements erteilen, sollten Sie diese in einer einzigen Hau Ruck Aktion durchführen: Da diese unter den Updates erscheinen, wird Ihr Netzweerk darüber informiert. Das sieht dann so aus:

Endorsements in der TimelineUnd wenn Sie 100 oder 200 zu Beginn vergeben, dann ahnen Sie, was das für die Timeline Ihres Netzwerkes bedeuten kann.

Warum Endorsements sinnvoll sind

Immer wieder tauchen Diskussionen zur Nützlichkeit dieser Funktion auf. Gerade aktuell bei Baloise Jobs von Michèle Richner. Und der Sinn, das möglichst viele Menschen einen Kenntnissstand bestätigen, erschließt sich im ersten Anlauf auch nicht in hohen Maßen: So sind viele Endorsements eher ein Zeichen für ein großes Netzwerk, nicht für tatsächliche Kenntnisse. Zu Recht bemerkt Michèle Richner an:  “jedoch wird sich kein Recruiter allein darauf verlassen.” Drei weitere Aspekte sind zusätzlich bemerkenswert.

Einfach

Wie Stacey Zapar in Ihrem Blog richtig bemerkt: Die Endorsements sind einfach zu vergeben und einfach zu interpretieren. Ich messe den Freitextempfehlungen einen größeren Wert zu, aber man benötigt Zeit, um diese zu lesen.

Schneller gefunden werden

Die Suche nach den Skills selber ist einfach – und daher für Recruiter verlockend. So kann die Suche nach Projektmanagment ermüdend sein – kombiniert man aber zwei oder drei Skills miteinander, so kann man schnell zu einer interessanten Liste gelangen. Hier kann man aber nur dabei sein, wenn man diese gepflegt hat.

Besseres Ranking

Die Skills gehen hierbei auch in die Suche mit ein. Man verbessert also das Ranking, wo man gelistet wird. Für Angestellte nett, für Freiberufler ein Muß. Diese sollten auf gar keinen Fall darauf verzichten.

Extro

Mittlerweile wurden über 550 Millionen Endorsements (!) auf LinkedIn verzeichnet. Durch die schiere masse kann man sich dem Trend schlecht entziehen (ähnlich wie Klout). Und wen die positiven Argumente nicht überzeugen, so in den Worten von Michèle Richner: “Schaden tun diese Empfehlungen sicherlich nicht”.

Immer aktuell bleiben: G+


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Tweet über LinkedInHeute stolperte ich über einen Tweet über LinkedIn. Ausschlaggebend war ein Post von t3n. In dem Tweet viel mir auf, dass LinkedIn zwar einen guten Ruf als internationales Karrierenetzwerk besitzt, jedoch bei Freiberuflern und Selbstständigen ein eher verkümmertes Dasein fristet. Mit der Möglichkeit, kostenfreie Unternehmensprofile zu erstellen ist LinkedIn jedoch ist gerade für diese Zielgruppe hochinteressant. Mit einer Stunde Arbeit kann man sich ein wertvolles Marketinginstrument kreieren. Hier in fünf Schritten, wie diese Zielgruppe zu einer besseren Reichweite gelangt.

1. Vanity Namen pflegen

Nutzen Sie unbedingt die Möglichkeit, die LinkedIn bietet, eine vernünftige, eigene URL für sein LinkedIn Profil anzulegen. Dieses wirkt im Außenauftritt wesentlich eleganter und wirkt für Ihren Namen als SEO Maßnahme:

LinkedIn Profil bearbeiten

2. Skills pflegen

Unter dem Profil unbedingt

  • Zusammenfassung
  • Profil Slogan
  • Skills

pflegen. Gerade der Slogan wirkt in der Suche Wunder und sollte wesentliche Begriffe der Tätigkeit enthalten.

3. Unternehmensprofil anlegen

Was viele nicht wissen: Ein Unternehmensprofil kann und soll auch ein Freiberufler oder Selbständiger anlegen. Dieses brauch gar nicht so umfangreich sein und ist in Minuten erstellt. Wenn man sich auch nur minimal mit Eigenmarketing beschäftigt, sollte man diese Option dringend nützen. Detailliert habe ich das schon woanders beschrieben.

Unternehmen hinzufügen

4. Produkte hinzufügen

Fügen Sie dem Unternehmensprofil unbedingt ein paar Produkte hinzu. Ein oder zwei genügen, zu viele wären kontraproduktiv. Wenn Sie Werbetexter sind, zum Beispiel ein Produkt “Texte für alle Lebenslagen” und ein zweites “Neugestaltung alter Texte”. Eine detailiertere Beschreibung findet sich hier.

Unternehmensprofil: Produkte hinzufügen

5. Empfehlen lassen

Jetzt kommt das nahezu wichtigste: Netzwerk ausbauen, Kunden einfangen und vor allem: Empfehlen lassen. Sie können davon ausgehen, dass, wenn Sie nur ein paar Empfehlungen von Kunden für das Produkt haben, mehrere tausend mal im Jahr (!) gefunden werden, und das ohne Einsatz von Geld. Fragen Sie bei guten Stammkunden, die auch bei LinkedIn sind, doch mal höflich nach. Wenn Sie in der Vergangenheit gute Arbeit geleistet haben, werden die meisten dem auch nachkommen.

Wenn Sie nicht wissen, wer alles bereits bei LinkedIn ist, gibt es auch technische Mittel, mal nachzuschauen. Sie können mit einer selbstgebauten CSV Datei schnell 1.000 Kontakte überprüfen (Wenn es nicht anders geht, auch einfach mal die Xing Kontakte exportieren und nachschauen, wer alles auf LinkedIn sich so herumtreibt. Eine Anleitung dazu hier).

Extro

Diese fünf Schritte sind natürlich nicht alles. Freiberufler, die vor allem über ihr Netzwerk arbeiten, brauchen ein Unternehmensprofil nicht so dringend. Aber gerade Kleinunternehmer, Selbstständige und Freelancer finden Hilfsmittel, leicht gefunden zu werden. Bei einem Geldeinsatz von 0 € ist der Nutzen unendlich – zumindest mathematisch…

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Heute fand ich mal wieder einen klassischen Artikel über Social Media. Wie immer zu finden die Liste an typischen Buzz Wörtern (“Nutzen Sie Super Skills“) und das Globalargument “Der Workflow muss ein Stück weit an das Internet angepasst werden.” Helfen solche pauschalen Hinweise weiter?

Social Media ist ein Werkzeug, nicht mehr und nicht weniger

Social Media kann Vieles. Hervorzuheben wären die Unterstützung für

  • HR –> Identifikation von neuen Mitarbeitern, Bindung von Alten und ehemaligen
  • Kundenkommunikation –> Interaktion mit Abnehmern, Dialog
  • Klassische Werbung –> Positionierung der Produkte oder Dienstleistung
  • Nutzung des Netzwerkes –> Erweiterung von Dialog und “Vertrieb” auf mehr Mitarbeiter

Wenn Sie diese Auflistung lesen, so wird etwas auffallen: Die Kernkompetenz eines Unternehmens ist fast nie erwähnt. BMW wird kein besseres Getriebe entwickeln, weil Mitarbeiter bei LinkedIn (oder Facebook oder Xing oder was weiß ich denn) sind. Und Unternehmensprozesse sehen anders aus, wenn man nicht gerade in einer 50 Mann Bude arbeitet. Es gibt sicherlich Ansätze, wo neue Prozesse dank Social Media aufgesetzt werden sollten, aber das sind in einem normalen Unternehmen vielleicht ein oder zwei Prozent der wirklichen Prozesse.

Das Geschäftsmodell haben Sie in der Hand

Eine bittere Wahrheit: Wenn Sie bis jetzt ein funktionierendes Geschäftsmodell hatten, dann wird die Unternehmung auch funktionieren. Mit Social Media bekommen Sie viele, wertvolle Werkzeuge an die Hand, einiges besser oder schneller zu erledigen. Solche Werkzeuge kommen und gehen, Telefon ist aus einem Geschäftsalltag nicht mehr hinwegzudenken, das gute Faxgerät hingegen schon. Wenn Sie kein funktionierendes Geschäftsmodell haben, wird Social Media auch nicht helfen können.

Wann wird die Beratung erwachsen?

So lange man Workshops findet mit dem Titel “Kontakte Dich reich”, wird die Evolution ausbleiben. Vordenker sind erfolgreiche Unternehmer. Wenn mir jemand mein Geschäft erklären will, der in seiner Vitae ein halbes dutzend Strukturvertriebe auflistet, dann habe ich da keinen Bedarf.

Hier sind die USA etwas weiter: Hier kommen die erfolgreichsten Berater zum Beispiel aus der MD Ebene von Dell oder aus dem Stab von Hillary Clinton.

Und wenn Sie Social Media bis heute nicht genutzt haben, fangen Sie ruhig an. Das Feld nur Praktikanten zu überlassen ist auch nicht der richtige Weg: Immerhin geht es um Ihre professionelle Außendarstellung und damit um Ihre Reputation. Aber Wunder werden Sie nicht erhalten!

Immer aktuell bleiben: G+

Gestern bekam ich mal wieder eine Mail: Ich konnte mein Glück gar nicht fassen, da bietet mir doch ein Kontakt 10 % auf seine Dienstleistungen an, einfach so, aus vollkommen altruistischen Motiven…..

Sehr geehrter Herr Koß,

wie geht es Ihnen? Ich hoffe doch gut.

Wir sind über XING miteinander verbunden und ich schätze das Networking mit Ihnen über XING sehr. Mit Interesse verfolge ich Ihre Statusmeldungen sowie auch Profiländerungen. Ich dachte mir, dass meine XING-Kontakte von den xxx dienstleistungen meines Unternehmens profitieren sollten.

// 10% Nachlass im April
Deshalb schenke ich meinen XING-Kontakten 10% Nachlass auf alle ….

Na Klasse. Erste Tat. Kontakt gelöscht. Er selber ist Social Media Experte und Top Keynote…. das zum Thema Experte.

Spam Hunters
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Zwar gibt es mittlerweile für alle möglichen Bereiche Normen und Vorschläge, jetzt aktuell sogar eine für Social Media, aber wie genau man nun sein LinkedIn Profil ausfüllt, kann man nirgends nachschlagen. Ein Patentrezept kann man nicht geben – es ist abhängig davon, wie man LinkedIn nutzen möchte.

Who is LinkedIn

Daher würde ich drei Typen vorschlagen, um daher eine Unterscheidung zu bilden.

Die Differenzierung

Für das weitere Vorgehen habe ich mir drei Cluster vorgestellt, wobei die Tipps für den ersten auch für den zweiten gelten und so weiter:
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Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich im Web 2.0 zu engagieren. Für ein Unternehmen bieten sich die Präsenzen auf verschiedenen Plattformen an, allen voran die Firmenseiten und Unternehmensprofile auf LinkedIn und Google+ oder eine Fanpage auf Facebook.

Wie eine erstellt wird, habe ich für LinkedIn und Google+ erklärt, für Facebook gibt es andere, zu empfehlende Literatur.

Wenn man noch keine Unternehmenspräsenzen besitzt, sollte man von vorne anfangen:

Die Strategie

Am Anfang sollte man sich eine Strategie überlegen. Das klingt nach hochtrabenden Folien von Unternehmensberatern, gemeint sind schlicht weg die Fragen

  • Was will ich erreichen?
  • Wen will ich erreichen?
  • Wie will ich die Zielgruppe erreichen?

Dieses sollte mit dem bisherigen Firmenprofil korrespondieren: Wer keine Strategie hat, dem wird Social Media nicht helfen können. Wer aber eine Strategie der Firmenentwicklung besitzt, sollte den Einsatz der bisherigen anpassen (und nicht umgekehrt).

Die Mittel

Es gibt verschiedene Präsenzen. Wer noch keine hat oder pflegt, sollte sich (so fern es mit seinen Zielgruppen harmoniert) an die Marktführer halten:

Facebook

Facebook ist in Bereich der sozialen Netzwerke sicherlich der Marktführer. Gerade im B2C Bereich Ist Facebook erste Wahl. Wer seine Marke weiter präsent zeigen möchte, hat hier die größte Reichweite.

Aber es ist analog der Bild Zeitung: Reichweite ist nicht alles. Für komplexe Unternehmensinformationen oder Produkterklärungen ist Facebook nicht so gut. Selbst wenn Unternehmenslenker oder Fachkräfte sich auf Facebook befinden, heißt das nicht, dass sie an dieser Stelle bereit sind, sich mit komplexen Sachverhalten auseinanderzusetzen.

Die Masse auf Facebook birgt die größten Chancen in der Reichweite, aber auch Risiken und Arbeit. Der aktuelle “Mini”-Shitstorm der Ing DiBa zeigt, dass eine permanente Betreuung (im Sinne 24/7) notwendig ist.

Auch muss man sich damit auseinandersetzen, ob Aktivitäten (im Sinne des Diskurses mit “Nutzern”) mir einen Mehrwert stiften. Habe ich eine Konsumermarke, dann am ehsten ja. Mal karikierend: Verkaufe ich Atomkraftwerke, wird der Diskurs wahrscheinlich mir wenig bringen.

Auf Grund der Komplexität, die in der Reichweite liegen, sollte bei Implementierung einer Fanpage am ehesten externe Hilfe genutzt werden. Chancen und Risiken liegen wie immer dicht beieinander.

Google+

Noch relativ frisch ist Google mit seinem Netz um Google+.  Zwar ist in der Bruttoreichweite Google+ noch nicht so weit, jedoch bietet Google+ einen ganz anderen Nutzen: Die Integration bei Google selber, also die Suche.

google-plus-logo-buttonUm seine Reichweite also insgesamt zu erhöhen, läuft Google+ alle anderen sozialen Netzwerken den Rang ab. Mittlerweile gibt es auch schon etliche Literatur und Blogs, wie man SEO mit Google+ betreibt. Ein schöner Artikel, der hierzu Grundlagen bietet, stammt von Falk Hedemann von t3n. Auf jeden Fall sollte man sich zu Beginn an Gedanken machen, ob ein Unternehmensprofil bei Google+ nicht den originären Internetauftritt unterstützen könnte.

Dadurch, dass man in seinem Newsstream die Kommentare deaktiviert, kann man bei mangelnden Ressourcen auch die Aktivitäten in Grenzen halten. Wie man eine Präsenz erst mal erstellt, habe ich hier erklärt.

LinkedIn

Um komplexe Produkte darzustellen oder auch sein Unternehmen im Rahmen des Employer Branding darzustellen, ist LinkedIn mit weltweit über 149 Millionen Mitgliedern noch eine Beachtung wert.

Besondere Beachtung sollte die “Empfehlung” erhalten. Hier handelt es sich nicht um ein einfaches like, sondern Personen schreiben eine Empfehlung. Diese wird dann individuell eingeblendet, wenn ein Kontakt (oder Kontakt zweiten Grades) ein Produkt empfohlen hat. Ein schönes Beispiel ist bei Volkswagen Indien zu sehen.

Der eigentliche Nutzen ist in der Hilfe bei der Suche nach Ansprechpartnern: Man bekommt je Unternehmen sein Kontakte zu sehen und die Kontakte zweiten Grades.

Ein schönes Goodie ist die Möglichkeit, seine Unternehmenspräsenz zu monitoren. Nach dem Grundgedanken von Norton / Kaplan, dass, was Du nicht messen auch nicht lenken kannst, wird hier direkt einiges mitgeliefert:

Unternehmensprofil Analysen

Unternehmensprofil Analysen

Muss es nur eines sein?

Man muss sich gerade zu Beginn nicht zu einer Lösung entscheiden. Kosten entstehen bei allen drei nicht direkt bei den Anbietern, sondern durch die Pflege und die dadurch gebundene Humanressourcen.

Man kann die Profile einheitlich bilden, man kann aber auch Aufgaben focussiert arbeiten: Facebook, um die Massen zu erreichen, LinkedIn für das Employer Branding und Google+ zur Unterstützung der eigenen Auftritte oder auch perfekt zur Penetration eines eigenen Blogs.

Ich habe nur die wichtigsten Möglichkeiten aufgezählt. Erwähnung sollte Twitter gehören, was ich nicht gesondert aufgeführt habe, da man über spezielle Kanäle verschiedene Personenkreise erreichen kann.

Synopse Unternehmensprofile

Synopse Unternehmensprofile

Wenn noch keine Erfahrungen vorhanden sind, würde ich zu Google+ und LinkedIn raten, Facebook erst, wenn Erfahrungen gesammelt worden sind.


Gerade habe ich vorgestern über das Thema Aktivität und Interaktion mit Nutzern unter “Social Media – Ist Aktivität alles?” gebloggt.

Die IngDiBa hat nun einen aktuellen Werbespot im Fernsehen, wie immer mit Dirk Nowitzki. In diesem Spot betritt er eine Metzgerei, die augenscheinlich die seiner Kindheit sein soll (Obwohl sie in Berlin, statt in Würzburg steht) und bekommt (der Stein des Anstoßes der vegetarischen Community) eine Scheibe Wurst, kommentiert von Dirk Nowitzki selber mit “damit Du groß und stark wirst”:

An sich eine Werbung im klassischen Sinne: Ein Bild der Kindheit der Zielgruppe soll Sympathien wecken und alles wirkt hygienisch sauber und rein.

Nun versuchten einige, hier einen Shitstorm zu entfachen und es entbrannte hitzige Diskussionen über Fleichkonsum. Diese hatten teilweise geschmacklose Vergleiche, oftmals waren es aber nur Postings wie dieser:Ing DiBa Shitstorm

Nun wurde ich unter anderem von Romy Mlinzk darüber aufgeklärt, dass es sich noch um keinen Shitstorm handelt, sondern um ein Sturm im Wasserglas. Von der Dimension gebe ich Romy auch recht, der weitere Verlauf ist allerdings spannend.
Einige Blogger nahmen sich des Themas an. Eine besonders sympathische Analyse hatte ich zu diesem Thema von Frank Patzig gelesen. Er attestiert der Ing DiBa einen eigentlich guten Umgang mit der Thematik. So wurde schnell ein Reiter eingeblendet, der auf die aktuelle Diskussion hinwies:
Ing Diba Hausordnung
Der Hinweis von Frank Patzig war sinnvoll, keine neuen Diskussionen mehr zuzulassen. Dieses tat die Ing DiBa aber nicht und was folgte, muss ein Schmunzeln hervorrufen. Es mehrten sich die Sypathiebekundungen. Neben sinnentleerten “Ich brauch jetzt ein Schnitzel” – Postings waren viele zu sehen wie folgender:
IngDiBa Like
Und davon gab es einige. Mittlerweile griff erst Horizont das Thema auf und auch der Stern.
Die Fanzahlen sind seitdem in die Höhe geschnellt. Mittlerweile kommt die Ing DiBa auf 3.100. Vorgestern waren es noch knapp über 2.000. Und da man ohne Fan zu werden direkt kommentieren kann, könnte man davon ausgehen, dass es sich um solidarische Fans zum größten Teil sind, Leute, die auch bleiben könnten.
Eine der besten Reaktionen der Ing DiBa in diesem Zusammenhang: Mitten in der Diskussion wiesen sie auf ihre aktuellen Stellenangebote hin….
Ing DiBa Stellenanzeigen
Diese Gelassenheit ist wirklich sehenswert.
Ich bleibe bei meiner Meinung: Ein gesunder Shitstorm hat noch keiner Unternehmung geschadet….. und der Nowitzki Spot hat die besten Chancen, im Januar zur Creation des Monats gewählt zu werden.


Immer wieder gibt es Pishing Wellen. Diesmal hat es (wie bereits jede andere, große Plattform wie Facebook) LinkedIn erwischt. Dieses berichtet auch Markus Sekulla bei Krawattenträger, der sich auch direkt mit LinkedIn in Verbindung gesetzt hat. Daraufhin hat sich W & V auch der Thematik angenommen (@ W & V: Schaut Euch mal Eure Links an). Zeus berichtet hier davon.

Was ist Pishing?

Zu dem Begriff Pishing gibt es etliche Definitionen. LinkedIn erklärt es selber hier. Pishing ist ein Kunstwort aus “Password Fishing” und dient dazu, fremde Accounts zu kapern. Waren in der Vergangenheit oftmals Kreditinstitute das Ziel von Pishing Attacken, wechselte die Strategie der Pisher erst zu Onlineversendern, wie Ebay und darauf folgten viele soziale Netzwerke. Von Facebook kennt man dieses schon länger, für LinkedIn ist das neuer.

Was wollen die Pisher mit den Daten?

Das betriebswirtschaftliche Interesse erschließt sich beim Account Daten von Kreditkarten oder Bankkonten noch relativ schnell. Bei Angriffen auf soziale Netzwerke ist man noch etwas am Grübeln, was die Kriminellen damit wollen.

Das Geschäftsmodell fußt hierbei in den meisten Fällen auf zwei Ideen:

  1. Verkauf von Empfehlungen, Kontaktdaten, Mailadressen et cetera. Hier werden die Accountdaten entweder abgefischt oder die entsprechenden Daten heruntergeladen zum Verkauf. Auch werden zum Beispiel “Empfehlungen” verkauft.
  2. Die andere Variante, die Account Daten zu verwenden, ist wesentlich aufwendiger und nutzt social engineering: Hierbei wird von dem gehackten Account die Kontakte angeschrieben und um Hilfe (für was auch immer gebettelt). Hierbei gehen die Pisher mittlerweile sogar direkt in die Kommunikation mit den Kontakten, in deren Verlauf um dringende Hilfe gebeten wird.

Wie erkenne ich Pishing Mails?

Die Tipps sind nicht nur allein für LinkedIn gültig. Es empfiehlt sich, mehrere Mailadressen vorzuhalten. Kommt eine Mail nun auf eine falsche Adresse an, ist Obacht angebracht.

Eine Sache, die man nicht oft genug wiederholen kann: Wählen Sie als Passwort etwas, was man sich zwar leicht merken kann, aber nicht der Name des Hundes ist! Zum Beispiel: Bilden Sie einen Satz und nehmen nur die Anfangsbuchstaben (Ich habe meinen Führerschein mit 18 gemacht = IhmFm18g).

Und: Ändern Sie dieses Passwort: 41 % aller Nutzer ändern nie ihre Passwörter!

Wie erkenne ich LinkedIn Pishing Mails?

Eine der Merkmale: Achten Sie auf den Namen. “Daren Fair” ist gerade in Verwendung. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Pisher hier Anpassung vornehmen werden.

Nutzen Sie LinkedIn auf Englisch? Dann stellen Sie die Spracheinstellung unten rechts auf deutsch. Die Mails von LinkedIn kommen nach der Spracheinstellung, die Pisher verwenden aber meistens englisch, so dass die Mails auffallen.

Achten Sie auf das (C) in der Mail: Die Psiher verwnden oft eine nicht aktuelle Jahreszahlm, bei 2010 oder älter ist auch Vorsicht geboten.

Ich bin gerade hereingefallen!

…auch kein Drama. Aber ändern Sie sofort (!) das Passwort. Danach forwarden sie die Mail an safety@linkedin.com.

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