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Logo SoClGestern hat Microsoft seinen sozialen Netzwerk So.Cl eine neue Optik verpasst. Statt in Facebook blau erstrahlt es nun in einem grün-blauen Türkis. Damit wurde das erst vor einem Jahr veröffentlichte soziale Netzwerk überarbeitet. Inhaltlich hat sich auch einiges getan. Auf jeden Fall ist die Optik stärker auf die Visualisierung ausgelegt, zwei große Stränge des Feedes versorgen den Nutzer mit Neuigkeiten und Bildern. Mit einem neuen Outfit will So.Cl stärker wachsen. Zumindest Gestern war dort der Teufel los, vielleicht werden die einen oder anderen Nutzer dort auch hängen bleiben und sich verstärkt engagieren. Im Mittelpunkt ist aber nach wie vor die Suche, nicht persönliche Profile oder Fanseiten.

So sieht es aus

Ein erster Blick zeigt, dass die Optik nun etwas frischer und moderner wirkt. Ob das grün wirklich jedem gefällt, sei dahingestellt, aber es bietet die Möglichkeit für So.Cl zur Abgrenzung:

SoCl nach Relaunch

SoCl nach Relaunch

Eine der Details, die zwar nicht unbedingt sofort ins Auge fallen, dem Nutzer einen guten Mehrwert verschaffen, sind die “Interests”. Wenn man ein Bild taggt, so wird dieses Tag automatisch seinen Interessen zugeordnet, weiteren kann man manuell folgen. So kann man zu einem Thema schnell einen Stream finden. Das Suchen nach Material ist zum Beispiel im Vergleich zu Pinterest und Google+ damit effektiver und schneller.

SoCl interests

SoCl interests

Mit den Interessen wurde die Suche in So.Cl weiter fokussiert.

Extro

Ob So.Cl einen massiven Ansturm an Nutzern erreicht, bleibt abzuwarten. Einen Ähnlichen Anstieg wie bei Google+ kann ich mir nicht vorstellen. Auf der anderen Seite ist So.Cl von Microsoft: Die betreuenden Fuselabs stehen (zumindest in der Außendarstellung) nicht unter einem ähnlichen Erfolgsdruck wie ein StartUp. Schon heute lässt sich So.Cl hervorragend nutzen, um seinen Blog (oder Unternehmensseite) bei bing zu pushen. Das mag befremdlich wirken, aber bing ist nicht so überoptimiert wie Google. Und das bedeutet, man hat gute Chancen, gegen etablierte Seiten wie Amazon oder Zalando, die mit Millionenbeträgen Ihre Seiten optimieren, zu bestehen.

Eines hat So.Cl auf jeden Fall mit Pinterest gemein: Ein Engagement dort macht einfach Spaß.

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Nachdem ich mich gestern um den hochgradig spannenden Komplex der Rechnungslegung bei LinkedIn auseinandergesetzt habe, heute mal wieder zu einem anderen Thema: Die Suchmaschinen. Hierbei war ein Artikel bei mir der Auslöser. Als einer der wenigen, deutschen So.Clialisten war ich hochgradig neugierig.

So sieht es aus

Wie bereits Jan Fiersching auf Futurebiz beschrieb, kann man es auch selber ausprobieren. Ein Link hierzu ist noch nicht online, aber durch die Direkteingabe von http://www.bing.com/friendsphotos/ kann man dorthin gelangen. Bei bing muss man nicht angemeldet sein, jedoch verlangt bing die Authentifizierung gegen Facebook. Danach sieht es wie folgt aus:

Bing Facebook Photosuche

Man kann im Suchfeld seine Kontakte durchsuchen, Bilder anschauen und direkt interagieren (Likes oder Kommentare hinterlassen). Wenn man sich die Photos direkt anschaut, so kann man eine Ähnlichkeit zu Google+ feststellen:

Bing Facebook Photodetails

Das Suchfeld oben hat im Moment nur die rudimentäre Funktion, seine Kontakte auszuwählen. Eine direkte Suche, wie bereit Kai Thrun feststellt, geht im Moment noch nicht.

Die Privatsphäreneinstellungen sollen gewahrt bleiben.

Goliath gegen …… Goliath?

Microsoft vs googleGoogle ist überall gegenwärtig, so dass Microsoft wie ein kleiner Ableger wirkt. Wenn man sich die Konzerne und die Zahlen für 2011 anschaut, weiß, was Microsoft für Kapazitäten hat. Hinzu kommt, dass Microsoft die dreifache Kapazität von Mitarbeitern vorweisen kann. Genau wie beim Launch von So.Cl ist alles darauf angelegt, langfristig im Suchmaschinenmarkt besser Fuß zu bekommen. Vielleicht handelt es sich auch um eine Quid-Pro-Quo, da Google mit Android verstärkt in der Kernkompetenz von Microsoft eingreift, den Markt für OS.

Strategie könnte funktionieren

Microsoft Bing GoogleFacebook lässt Google nach wie vor außen vor. Eigentlich schade, denn Facebook will alles vorgeben, eine funktionierende und vor allem transparente Suche lässt der Social Media Riese vermissen. Und so claimt Microsoft eine für Google ärgerliche BlackBox des Internets, die Welt von Facebook. Zwar kommt der Traffic, der von bing stammt, noch lange nicht mit dem von Google mit, aber am Beispiel meines Blogs (auch wenn das empirisch irrelevant ist) kann man einen langsamen, aber stetigen Anstieg von bing feststellen. Ein Grund dürfte der Einfluss von So.Cl sein, Logo SoCldass wahrscheinlich ähnlich auf bing wirkt wie Google+ auf Google. Gerade für Hobbyblogger ist eine Präsenz dort nicht verkehrt (SEO für Arme, sozusagen). Mit der neuerlichen Anbindung von Facebook, wenn auch rudimentär, könnte Belebung in den von Google dominierten Markt für Suchmaschinen kommen. Zusätzlich ist bing auch eine Kooperation mit dem hierzulande eher unbekannten Quora eingegangen. Für den Endanwender kann das nur von Nutzen sein, eine Monopolstellung eines Unternehmens, egal in welchen Markt, ist niemals nützlich.

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Logo SoClSeit letzter Woche ist das “soziale Netzwerk” So.Cl nicht nur per invite, sondern generell erreichbar. Allerdings benötigt man nach wie vor einen Facebook oder alternativ einen Windows Live Account. Diese Tatsache verwundert viele. Einige Erläuterungen hierzu von Martin Weigert, der allerdings auf die Alternative mittels Windows Live ID nicht näher eingeht. Ich selber halte So.Cl nicht für ein eigenständiges, soziales Netzwerk: Dafür fehlen zu viele essentielle Komponenten, wie Profil, Gruppen (okay, gibt es bei Google+ auch nicht mehr) und andere Bestandteile, die ein soziales Netzwerk erst dazu machen. Ich halte Microsofts So.Cl eher für eine soziale Erweiterung der hauseigenen Suchmaschine bing.

Die zentrale Frage ist eigentlich (die auch auf netzwertig gestellt wird): Was mache ich nun damit?

Beispiele

SoCl Beispiel 1Um zu demonstrieren, was man mit So.Cl anstellen kann, ein paar Beispiele: Hier eine Suche zum Thema “schüttelnder Hund”. Hiermit hatte ich dokumentiert, wie ich heute morgen aussah, als mit unserem Hund Gordon ins Haus zurückgekommen bin. Solche Arrangements kann man relativ schnell erstellen und damit seine Suche dokumentieren. Allerdings ist der Grundgedanke von So.Cl nicht, seine Befindlichkeiten in Grafiken zu schütten, aber ich finde diese Form der Visualisierung einfach nett.

SoCl Beispiel 2Ein anderes Beispiel ist, wenn man themenbezogene Arrangements erstellt. Hier kann man zum Beispiel nach dem Thema “Liebe” suchen (bei mir, wen wundert es, um die Angabe “schwarzweiß” ergänzt) und hieraus verschiedene Motive zu einem Composit zusammenfügen. Dieses gelingt nach einer entsprechenden Suche relativ schnell. Wenn man ein nettes Ergebnis zusammengestellt hat, so wird das auch schnell von Personen aus dem öffentlichen Feed, wo das auftaucht (wenn man will) “geliked” wird.

Wie erstellt man solche Kollagen?

Um einen spielerischen Grundnutzen darzustellen habe ich mal aufgeführt, wie man zu solchen Kollagen kommt:

Kollagen unter SoCl erstellenAls erstes (1) sollte man sich entscheiden, ob die kommende Suche öffentlich oder privat sein soll. Dieses kann man auf dem Feld neben der (1) anklicken.

Danach gibt man in das Suchfeld (2) von So.Cl den gesuchten Begriff ein. Von der Vorschlagsliste nicht irritieren lassen, wenn man auf “search” klickt, so wird der eigene Begriff gesucht.

Mit (3) der Ausführung der Suche kommt das Ergebnis. Wenn man nur auf Bildersuche ist, so kann man das links via images (4) eingrenzen.

Danach kommt eine Endlosliste von Bildern. Mit einem Mausklick kann man die Bilder in das Ergebnis oben übernehmen (5). Zum Schluss kann man oben auch einen Kommentar hinzufügen (6). Ist man mit dem erzielten Ergebnis zufrieden, so wird die Suche mit “done” (7) abgeschlossen.

Soll das alles sein?

HDR CloudsAuch wenn solche Ergebnisse nett sind (links ein Experiment mit “Clouds”), so denke ich nicht, dass das der zentrale Mehrwert von So.Cl ist. Viel mehr kann man die Suchen taggen und später über Bedarf wiederfinden. Vor allem aber wird die Suche hier zu einem kollaborativen Erlebnis, daher man tauscht sich mit fremden Menschen (erstaunlich viele Chinesen und Inder) über die Suche aus, ohne gleich sich zu verbandeln. Man erzielt damit gemeinsame Erlebnisse und tauscht sich nur über die Partikularinteressen aus.

Ganz nebenbei hat das scheinbar auch Einfluss auf die Suchmaschine bing. Das mag im ersten Moment uninteressant erscheinen. Allerdings muss man sich vor Augen halten, welchen Aufwand man betreiben muss, um bei Google auf die erste Seite zu gelangen. Für Hobbyblogger ein nettes Goodie nebenbei, dass man zumindest bei bing zügig nach oben gespült werden kann.

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