Archiv

Autor

Nachdem Xing bereits Italien geschlossen, ist nun Spanien und Türkei an der Reihe. Wie bereits gestern von Techcrunch publiziert, werden die entsprechenden Büros geschlossen. Damit wird immer klarer, dass sich Xing verstärkt auf Deutschland konzentriert. Was mit den Mitarbeitern passiert, ist noch unklar, besonders schade wäre es um Maria, die sich immer sehr herzlich um den spanischen Markt gekümmert hat. 

Mit der Akquisition von Amiando könnte jetzt aber ein sinnvoller Turnaround kommen, im Eventbereich (insbesondere mit Bezahlfunktion), könnte Xing Stärken ausbauen.

Heute wollte ich nur eine kleines, neues Feature für Moderatoren von LinkedIn erläutern. Ich selber finde es gerade für Leute, die nicht hauptamtlich Moderator sind, sehr interessant. Ian McCarthy hat diese Features auch in dem englischsprachigen Blog erläutert.

Seit letzter Woche ist es möglich, dass User eine Diskussion oder News, die ja im Rahmen des Gruppenrelaunches zusammengeführt sind, als “unangemessen melden”

Unangemessene Diskussion melden

Unangemessene Diskussion melden

Wählt ein User diese Option, so bekommt er hierüber eine Benachrichtigung:

Bestätigung

Bestätigung

Was passiert nun mit dieser Diskussion? Zum einen gibt es einen Hinweis an den Moderator. Dieser sieht bei der nächsten Aufruf der Gruppe bereits in der Gruppenliste, dass ein Vorfall sich zugetragen hat.

Meldung an den Moderator

Meldung an den Moderator

(Kleiner Hinweis an LinkedIn: 1 Beitrag ist singular, vielleicht lesen Nico oder Stefani mit….)

Jetzt kann der Moderator verschieden vorgehen: Im Verwaltungsbereich ist diese, von einem User gemeldete Diskussion “kopiert”. Hier hat der Mod verschiedene Möglichkeiten:

Moderatorensicht auf „unangemessen“ gekennzeichnete Diskussion

Moderatorensicht auf „unangemessen“ gekennzeichnete Diskussion

  1. Er kann das Flag wieder entfernen (wenn er meint, das ist schon okay so)
  2. Er kann die Diskussion direkt löschen
  3. Er kann auch den Postenden und ALLE seine Beiträge entfernen
  4. Er kann auch hieraus den Kontakt zum Meldenden aufnehmen (dieser ist dem Moderator namentlich ersichtlich, aber nicht öffentlich)

  

So weit, so nett. Ist jetzt bereits ein nettes Feature und vereinfacht das Melden (Viele, die sich Ärgern, scheuen eine persönliche Nachricht. Ein Flag hingegen ist schnell gesetzt).  

Der Clou (aus meiner Sicht) ist jedoch Folgender: Man kann als Moderator definieren, dass ein Artikel “gelöscht” wird, wenn n Mitglieder den Artikel gekennzeichnet haben.  

Standardmäßig ist dieses Flag bei 10, was aber aus meiner Sicht nur bei hinreichend großen Gruppen Sinn ergibt. Ich selber habe es bereits auf drei herunteradministriert:  

Wenn drei Leute unabhängig voneinander einen Artikel als Unangemessen kennzeichnen, so wird dieser gelöscht.  

[Gruppe --> Verwalten --> Gruppeneinstellungen bearbeiten]  

Administration

Administration

Jeder muss (und kann) entscheiden, ob er dieses in Anspruch nimmt. Ich selber tue es gerne (Wenn sich halt ein paar daran stören, dann ist eine Löschung wohl angebracht). Genauso sollten alle, die hierrüber nicht dem Gesetz der großen Zahl vertrauen, das standardmäßig eingestellte Häkchen entfernen.

Quintessenz: Den “Petzknopf” gibt es immer, ich als Moderator kann nur entscheiden, ob ein Automatismus damit gekoppelt ist:

  • Kein Häkchen in der Verwaltung: Der Mod muss alles selber löschen (oder anderweitig reagieren)
  • Häkchen: Nach der (voreingestellten) zehnten Meldung eines Beitrages wird der Artikel ohne zutuen des Moderator gelöscht. Die Anzahl “10″ kann ich als Moderator selber bestimmen. (Persönliche Ansicht des Moderators) Ich habe bereits drei gewählt, da die deutschsprachigen Gruppen ansonsten keine kritische Masse haben, um zehn zu erreichen.

Der folgende Blog beschäftigt sich viel mit Social Media und vor allem LinkedIn.  

Der Autor ist seit zehn Jahren Unternehmensberater und beschäftigt sich seit fünf Jahren mit Social Media. Wie im deutschsprachigen Raum begann alles mit einem openBC Account . Hier baute ich die größte Gruppe zum Thema “Projektmanagement” im europäischen Raum auf. Die Gruppe wird mittlerweile von Bernd Oestereich und Christian Weiss von der Firma oose mit moderiert. Das Forum wurde mit der Zeit sehr groß, und so freute ich mich, zwei “Evangelisten” aus diesem Thenbereich für die Sache zu gewinnen.  

Zwischen 2006 und 2008 habe ich mich sehr intensiv mit Xing beschäftigt. 2008 wurde, entgegen den Behauptungen des Gründers, Lars Hinrichs, Werbung geschaltet. Insbesondere auf Profilen fand ich das unschön.  

Werbung bei Xing in Deutschland

Werbung auf Xing

Nach zwei Jahren Werbung hat man sich daran gewöhnt, und wenn man die geschaltete Werbung sieht, kann man sich seinen Teil denken (S. Beispiel).  

Die Expansionsstrategie, die verfolgt wurde und wird zeigt den Turnaround: In den Foren wurde vermehrt Werbung für Stretchlimos geschaltet, Kontaktanfragen von Blondinen, die heute nacht mit mir pokern wollen, oder Einladungen zur Reinkarnationstherapie stellen das Ergebnis dar.  

Auch wenn man aktuelle Seminaranbieter anguckt, wird die Richtung deutlich: ehemalige Versicherungsvertreter werben damit “Kontakte Dich reich, wie Sie in einem Monat 500 – 1000 Kontakte generieren“. Somit ist man gezwungen, wenn man im höherwertigen B2B Bereich was erreichen möchte, sich nach Alternativen umzuschauen.  

Seit 2009, seitdem LinkedIn auf deutsch verfügbar ist, beschäftige ich mich verstärkt mit dem amerikanischen Business Portal. Das Konzept ist hier, abweichend von den deutschen Portalen Wer-Kennt-Wen, Lokalisten und Xing, ein anderes: Gerade das “Kaltkontakten” ist entweder gar nicht möglich oder muss durch eine InMail im Wert von 10 $ bezahlt werden. Diese Kernphilosophie führt dazu, dass man sich “Einigeln” kann und bietet einen Schutz vor den vorher beschriebenen Phänomenen. Klarer Nachteil gegenüber den drei genannten, deutschen Marktführern ist, dass das Bewerben von Consumerprodukten (der gesamte B2C Bereich) durch diese Hürden erschwert wird.  

Besonders bei Gruppen kann man viel im Moment erreichen, die größte deutschsprachige Gruppe ist die Gruppe “Projektmanagement“, die ich zum deutschen Relaunch am 04.02.2009 gegründet habe.  

Beschäftigt sich man intensiver mit LinkedIn, so wird klar, dass der Funktionsumfang sowohl ein anderer ist, als auch das preisgünstigere. So können viele Funktionen, obwohl man Basismitglied ist. Eine Übersicht kann man sich hier anschauen PDF zum Download. Aber ich will Xing nicht zu schlecht reden, ich sehe gute Chancen, dass sich die Plattform neben Wer-Kennt-Wen etabliert.

Ich vergleiche die Strategie immer mit dem Focus, der Antrat, um den Spiegel aus dem journalistischen Olymp zu werfen. Dieses gelang nicht….trotzdem fand der Focus seinen Markt. Den Vergleich habe ich schon öfters geäußert, interessanterweise hat sich jetzt gerade der Burda Verlag an Xing beteiligt. So würde ich Xing auch in Zukunft nicht missen wollen, immerhin sind meine beiden Friseusen auch da verteten.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Join 109 other followers