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Ich habe mich letztens schon zum Leistungsschutzrecht geäußert. Für Blogger, wie mir, wird die Zukunft einige Irritationen mit sich bringen. Ich selber habe jetzt einen Disclaimer gelauncht, aber: Was bringt dieser?

Die Entscheidung

Nun ist es doch durch den Bundesrat. Aus Sicht eines Journalisten empfehle ich den Blogbeitrag von Stefan Niggemeier. Interessant hierbei, wer von der SPD, die ja “eigentlich” dagegen waren, in der Abstimmung durch Nichtabgabe glänzten. Zum einen meine Vertreterin, Gabriele Lönskrug-Meyer, die in einer Mail an mich offen zugab, mit der Materie nicht vertraut zu sein. Sie lies mir ein PDF zukommen, in der stand:

Die Einführung eines eigenen Leistungsschutzrechts in der von der Bundesregierung diskutierten Form ist dazu aber nicht erforderlich. Denn freier Informationsfluss und die Funktionsfähigkeit von Suchmaschinen, Blogs und sozialen Netzwerken ermöglichen erst das Auffinden von Informationen im Internet.

Neben meiner Provinzvertreterin waren es aber auch Sigmar Gabriel, Wolfgang Thierse, Andrea Nahles oder Heidemarie Wieczorek-Zeul, die sich durch die nicht Abgabe dezent aus der Affäre zogen. Wahrscheinlich war die Angst doch zu groß, im Wahljahr einen Malus bei der Bildzeitung zu erleiden.

Irritationen inklusive

Der Gesetzestext ist leider nicht sehr durchdacht und lädt zum Missbrauch durch auf Abmahnungen spezialisierte Anwälte ein:

„Der Hersteller eines Presseerzeugnisses (Presseverleger) hat das ausschließliche Recht, das Presseerzeugnis oder Teile hiervon zu gewerblichen Zwecken öffentlich zugänglich zu machen, es sei denn, es handelt sich um einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte.“

Eine gute Einschätzung findet sich (mal wieder) von Thomas Schwenke. Einige Fragen drängen sich mir dabei auf:

Soziale Netze

Nicht nur für Blogger interessant: Wer ist in Zukunft verantwortlich, wenn ein Artikel von einem Verlag, dass das Lesitungsschutzrecht in Anspruch genommen wird, in einem sozialen Netzwerk wie LinkedIn oder Facebook gepostet wird? Hat der Presseverleger Social Bookmarks, sollte die Sache eindeutig sein, da er selber zum Teilen auffordert. Bietet er diese aber nicht an, wie sieht es dann aus?

Rückwirkend?

Wie sieht es eigentlich aus: Gilt das Leistungsschutzrecht rückwirkend? Nach der jetzigen Gesetzeslage würde ich vermuten: Ja. Also muss man seinen Blog durchwühlen, ob man in der Vergangenheit die Bildzeitung angerissen hat? In diesem Zusammenhang mein Beileid für den Bildblog.

Ausländische Medien

Die (zum Glück gutmütig beigelegten) Abmahnungen von Werken des Lego Künstlers Nathan Sawaya zeigen: Vorsicht an der Bahnsteigkante! Es kann passieren, dass Medien wie Techcrunch oder Mashable (die ich gern zitiere) ihre Rechte veräußern. Ein ausländischer Verleger bietet keine Sicherheit.

Zeitliche Befristungen

Auch bin ich mir nicht sicher, in wie weit die jetzt (wie auch von mir) abgegebenen Disclaimer ihre Wirksamkeit entfalten, wenn diese irgendwann zurückgezogen werden? Auch Verlage sind betriebswirtschaftlich getrieben und vielleicht wird das Leistungsschutzrecht noch der Refinanzierungsrenner, an denen mehr teilhaben möchten?

Anwälte lassen die Grenzen ausloten

Eines der Hauptprobleme liegt an der Ausgestaltung des Gesetzestextes. So ist die Begrifflichkeit der “gewerblichen Nutzung” nicht deklariert. Im Zweifel wird alles “gewerblich” sein, was auch nur die Andeutung einer Eigenwerbung enthält oder GoogleAds etc. Im Zweifel wird abgemahnt werden, die Gerichte können dann im Nachgang klären, ob es zulässig war.

Der Erfolg des Geschäftsmodells Abmahnung beruht ja auf der Risikofreiheit für die juristische Zunft: Für fehler- bis mangelhafte Abmahnungen hat ein Anwalt nur seine Zeit vergeudet. Aus dieser Logik heraus wird es schnell zu einer Welle kommen: Zu sehr ist die Thematik in den Medien gewesen, als dass es nicht als Zugpferd zur Einkommenssicherung diverser juristischer Vertreter dienen könnte.

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;

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Heute wollte ich mich noch mal zum Thema Leistungsschutzrecht zu Wort melden. Dass mir dieser in der jetzigen Form mir und anderen ein Dorn im Auge ist, konnten vielleicht einige meiner Stammleser zur Kenntnis nehmen. Wer nicht: Ich halte das Leistungsschutzrecht in der jetzigen, verabschiedeten Form für mindestens verbesserungswürdig (um nicht härtere Worte zu verwenden). Das Leistungsschutzrecht kommt gerade Presseverlagen zu Gute, was ich mit meinem Blog LinkedInsiders bestimmt nicht bin. Auch ist der Blog nicht gewerblich, ganz im Gegenteil, der Blog refinanziert sich durch die Dankestweets, Teilen und anderen Social Web konformen Aufmerksamkeiten.

Disclaimer, in eigener Sache #LSRfrei

Daher ganz konkret: Hiermit danke ich Rivva oder virato als Aggregatoren und auch Google (denen ich bereits nahezu 100.000 Aufrufe allein zu verdanken habe), bing oder Yahoo.

Ich erlaube und bestehe darauf, dass meine Artikel verlinkt werden. Anrisstexte sind dabei völlig in Ordnung, die Übernahme meiner Grafiken als Thumbnail ebenso.

Was ich ungern sehe, ist, wenn Texte 1:1 übernommen werden oder meine Grafiken und Rückfrage und ohne Verweis verarbeitet werden (Dank Google Bildersuche ist mir aufgefallen, dass das scheinbar gern getan wird). Aber: Rückfrage kostet nichts und ich habe bis jetzt niemanden die Genehmigung verweigert. Je nachdem, wie gewerblich die Verwertung ist, bestehe ich auf eine Verlinkung.

Auch wenn ich kein Presseverlag bin: Für obige Beispiele (Anrisse, Zitate, Thumbnails werde ich keine Rechnungen schreiben, keinen Anwalt bemühen oder Abmahnungen herbeiführen lassen. Auch werde ich meine Rechte nicht weiterveräußern oder, wenn doch, nur unter der gleichen Zusicherung, wie ich sie hier erkläre.

Zu Ihrem Schutz: Speichern Sie diesen Ausdruck, wenn Sie meinen Blog verwenden, was noch ungeklärt ist: Wie geht die Rechtssprechung damit um, wenn jemand die Erklärung zurückzieht (Allerdings: Ich sehe nicht ein, warum ich davon abweichen sollte).

Dieser Disclaimer wird in Palo Alto keine Begeisterungsstürme auslösen (viel schlimmer, es wird dort wahrscheinlich keiner merken), es soll ein Zeichen sein, ein Signal, dass ich als Blogger die Inanspruchnahme eines undurchdachten Gesetzestextes ablehne. Auch wenn sich die Welt wenig für LinkedInsiders interessiert, wenn viele dem Beispiel folgen (s. Mediainfo, wo eine gute Übersicht sich befindet).

Stephan Koß/Google+
Autor: Stephan Koß;


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Logo Wikipedia

Logo Wikipedia – Quelle: http://www.wikipedia.de

Nachdem ich Wikipedia für mir völlig unbekannte Themen immer wieder gerne nutze, entschied ich mich dafür, einen fehlenden Artikel aus dem Bereich Social Media selber zu erstellen. Der Plan gedieh schon seit längerem, doch ich war zu faul, mich mit den Formalien auseinanderzusetzen. Dann fand ich die Zeit dazu, erstellte einen Account und sah mir das Tutorial auf Wikipedia an. Nach kurzer Zeit dachte ich mir, ich könnte es probieren: Immerhin sollen Artikel ja später von anderen editiert und dadurch die Qualität verbessert werden. Da ich selber beruflich mit Adressrisikomanagement zu tun habe und daher mit den Funktionsweisen von Crowdsourcing vertraut bin, gehe ich eigentlich mit Vertrauen an solche Projekte heran

Der Artikel

Der Artikel war von mir recherchiert, ein paar Grafiken wurden erstellt, um Dritten die Übersicht zu erleichtern und Quellen zusammengetragen. Insgesamt waren einige Stunden, ohne den Lern- und Anmeldeprozess mitgerechnet, invesiert. Um 19:26 war der Artikel fertig und online. Sechs Minuten später war der Löschantrag mit einem lapidaren “Unsinn” da, natürlich in der Wikipedia eigenen Sprache (warum auch facebook sagen, man könnte ja nicht zur Bohème gehören, da musste das obligatorische “Gesichtsbuch” her). Ich schrieb höflich zurück, erhielt aber keine Antwort (ein späterer Blick in die Protokolle zeigte, dass dieser Mensch ein halbes Dutzend neuer Artikel in Minuten mit den gleichen Worten zur Löschung gestellt hatte). Ein weiterer Administrator schrieb darauf hin, dass er nichts Existenzielles entdecken konnte (natürlich musste Bullshit-Bingo verlinkt sein) und das es so nicht stehen bleiben könnte.

Insgesamt folgen die Administratoren scheinbar im Satzbau dem Muster des SPB – Subjekt, Prädikat, Beleidigung. Eine weitere Nachfrage blieb unbeantwortet…. worauf ich nur unterwürfig um die Löschung bat, da konstruktive Auseinandersetzungen scheinbar nicht im Stile der Wikipedia ist.

Was ist Relevanz?

Eigentlich gibt es keine Irrelevanz. Allein dadurch, dass jemand es schreibt, ist ja die Relevanz als Teil des Weltwissen, was ja Wikipedia darstellen möchte, determiniert. Aber die Diskussion braucht man nicht führen. Ich kenne das Problem aus dem Umfeld des Adressrisikos: Hier werden anhand von Scores Ausfallwahrscheinlichkeiten ermittelt, wozu Banken verpflichtet sind. In der praktischen Anwendung ergibt sich immer wieder erneut das Problem, das einzelne Bankmitarbeiter dem Schwarm misstrauen und ihr Expertenwissen einfließen lassen. Das Ergebnis ist immer dasselbe: Im Nachgang betrachtet verschlechtern sich diese.

Und hier ist die Analogie zu Wikipedia: Wenn einzelne Individuen einschreiten wird das Ergebnis in Summe verschlechtert.

Community Management?

Erschrocken war ich über den ruppigen Umgangston. Ich bin aus meinen Foren einiges gewöhnt, aber solche administrativen Arbeiten sind nicht zuträglich. Kurz danach stolperte ich bei Heise auf einen Artikel, wo Wikipedia den Rücklauf von Autoren beklagte. Ein Blick in das Forum hierzu gab Aufschluss: Meine Erfahrungen scheinen der Standard zu sein. Unzählige Autoren berichteten genau dasselbe (Oh: Belege? hier oder hier oder hier oder hier oder hier oder hier oder hier……), wobei, ganz Heise untypisch, eine Menge sachlicher Beiträge genau von meinen Erfahrungen berichteten. Dabei stolperte ich über einen Eintrag von Jacob Jung, der in seinem Blog mir aus der Seele sprach.

Woher dieser unprofessionelle Umgangston dort stammt, kann ich so auch nicht erklären. Oft wird ja auf altruistische Ebenen abgezielt, so wie wir es auch bei den Autoren der Din Spec 91253 erlebt haben. Aber ein Ehrenamt sollte niemals unqualitative Arbeit entschuldigen. Ich bin seit 12 Jahren Prüfer bei der IHK und war über Jahre hinweg Vorstand eines Fördervereines. Auch hier hätte ich mich nie mit dem Verweis auf die ehrenamtliche Tätigkeit zu solchen Verhaltensmuster hinreißen lassen.

Wikipedia auf dem Weg zum Kulturerbe?

Im Moment ist ja eine Petition im Umlauf, dass Wikipedia als “Weltkulturerbe” geschützt werden solle. Allerdings halte ich das für fragwürdig. Ohne eine funktionierende  Moderation ist die Qualität zurzeit an der Parettoscheide angekommen. Eine reine Administration, wie sie aktuell vorgefunden wird, scheint auf jeden Fall nicht mehr zu genügen. Eigentlich schade. Über die Qualität möchte ich gar nicht weiter eingehen, die Wikipedia hat aber offensichtlich ein Problem in der öffentlichen Wahrnehmung. Oder in den Worten eines Gymnasiallehrers meiner Tochter: “Wenn ihr nichts anderes findet könnt ihr auch mal bei Wikipedia schauen.”

G+

Nachdem Xing bereits Italien geschlossen, ist nun Spanien und Türkei an der Reihe. Wie bereits gestern von Techcrunch publiziert, werden die entsprechenden Büros geschlossen. Damit wird immer klarer, dass sich Xing verstärkt auf Deutschland konzentriert. Was mit den Mitarbeitern passiert, ist noch unklar, besonders schade wäre es um Maria, die sich immer sehr herzlich um den spanischen Markt gekümmert hat. 

Mit der Akquisition von Amiando könnte jetzt aber ein sinnvoller Turnaround kommen, im Eventbereich (insbesondere mit Bezahlfunktion), könnte Xing Stärken ausbauen.

Heute wollte ich nur eine kleines, neues Feature für Moderatoren von LinkedIn erläutern. Ich selber finde es gerade für Leute, die nicht hauptamtlich Moderator sind, sehr interessant. Ian McCarthy hat diese Features auch in dem englischsprachigen Blog erläutert.

Seit letzter Woche ist es möglich, dass User eine Diskussion oder News, die ja im Rahmen des Gruppenrelaunches zusammengeführt sind, als “unangemessen melden”

Unangemessene Diskussion melden

Unangemessene Diskussion melden

Wählt ein User diese Option, so bekommt er hierüber eine Benachrichtigung:

Bestätigung

Bestätigung

Was passiert nun mit dieser Diskussion? Zum einen gibt es einen Hinweis an den Moderator. Dieser sieht bei der nächsten Aufruf der Gruppe bereits in der Gruppenliste, dass ein Vorfall sich zugetragen hat.

Meldung an den Moderator

Meldung an den Moderator

(Kleiner Hinweis an LinkedIn: 1 Beitrag ist singular, vielleicht lesen Nico oder Stefani mit….)

Jetzt kann der Moderator verschieden vorgehen: Im Verwaltungsbereich ist diese, von einem User gemeldete Diskussion “kopiert”. Hier hat der Mod verschiedene Möglichkeiten:

Moderatorensicht auf „unangemessen“ gekennzeichnete Diskussion

Moderatorensicht auf „unangemessen“ gekennzeichnete Diskussion

  1. Er kann das Flag wieder entfernen (wenn er meint, das ist schon okay so)
  2. Er kann die Diskussion direkt löschen
  3. Er kann auch den Postenden und ALLE seine Beiträge entfernen
  4. Er kann auch hieraus den Kontakt zum Meldenden aufnehmen (dieser ist dem Moderator namentlich ersichtlich, aber nicht öffentlich)

  

So weit, so nett. Ist jetzt bereits ein nettes Feature und vereinfacht das Melden (Viele, die sich Ärgern, scheuen eine persönliche Nachricht. Ein Flag hingegen ist schnell gesetzt).  

Der Clou (aus meiner Sicht) ist jedoch Folgender: Man kann als Moderator definieren, dass ein Artikel “gelöscht” wird, wenn n Mitglieder den Artikel gekennzeichnet haben.  

Standardmäßig ist dieses Flag bei 10, was aber aus meiner Sicht nur bei hinreichend großen Gruppen Sinn ergibt. Ich selber habe es bereits auf drei herunteradministriert:  

Wenn drei Leute unabhängig voneinander einen Artikel als Unangemessen kennzeichnen, so wird dieser gelöscht.  

[Gruppe --> Verwalten --> Gruppeneinstellungen bearbeiten]  

Administration

Administration

Jeder muss (und kann) entscheiden, ob er dieses in Anspruch nimmt. Ich selber tue es gerne (Wenn sich halt ein paar daran stören, dann ist eine Löschung wohl angebracht). Genauso sollten alle, die hierrüber nicht dem Gesetz der großen Zahl vertrauen, das standardmäßig eingestellte Häkchen entfernen.

Quintessenz: Den “Petzknopf” gibt es immer, ich als Moderator kann nur entscheiden, ob ein Automatismus damit gekoppelt ist:

  • Kein Häkchen in der Verwaltung: Der Mod muss alles selber löschen (oder anderweitig reagieren)
  • Häkchen: Nach der (voreingestellten) zehnten Meldung eines Beitrages wird der Artikel ohne zutuen des Moderator gelöscht. Die Anzahl “10″ kann ich als Moderator selber bestimmen. (Persönliche Ansicht des Moderators) Ich habe bereits drei gewählt, da die deutschsprachigen Gruppen ansonsten keine kritische Masse haben, um zehn zu erreichen.

Der folgende Blog beschäftigt sich viel mit Social Media und vor allem LinkedIn.  

Der Autor ist seit zehn Jahren Unternehmensberater und beschäftigt sich seit fünf Jahren mit Social Media. Wie im deutschsprachigen Raum begann alles mit einem openBC Account . Hier baute ich die größte Gruppe zum Thema “Projektmanagement” im europäischen Raum auf. Die Gruppe wird mittlerweile von Bernd Oestereich und Christian Weiss von der Firma oose mit moderiert. Das Forum wurde mit der Zeit sehr groß, und so freute ich mich, zwei “Evangelisten” aus diesem Thenbereich für die Sache zu gewinnen.  

Zwischen 2006 und 2008 habe ich mich sehr intensiv mit Xing beschäftigt. 2008 wurde, entgegen den Behauptungen des Gründers, Lars Hinrichs, Werbung geschaltet. Insbesondere auf Profilen fand ich das unschön.  

Werbung bei Xing in Deutschland

Werbung auf Xing

Nach zwei Jahren Werbung hat man sich daran gewöhnt, und wenn man die geschaltete Werbung sieht, kann man sich seinen Teil denken (S. Beispiel).  

Die Expansionsstrategie, die verfolgt wurde und wird zeigt den Turnaround: In den Foren wurde vermehrt Werbung für Stretchlimos geschaltet, Kontaktanfragen von Blondinen, die heute nacht mit mir pokern wollen, oder Einladungen zur Reinkarnationstherapie stellen das Ergebnis dar.  

Auch wenn man aktuelle Seminaranbieter anguckt, wird die Richtung deutlich: ehemalige Versicherungsvertreter werben damit “Kontakte Dich reich, wie Sie in einem Monat 500 – 1000 Kontakte generieren“. Somit ist man gezwungen, wenn man im höherwertigen B2B Bereich was erreichen möchte, sich nach Alternativen umzuschauen.  

Seit 2009, seitdem LinkedIn auf deutsch verfügbar ist, beschäftige ich mich verstärkt mit dem amerikanischen Business Portal. Das Konzept ist hier, abweichend von den deutschen Portalen Wer-Kennt-Wen, Lokalisten und Xing, ein anderes: Gerade das “Kaltkontakten” ist entweder gar nicht möglich oder muss durch eine InMail im Wert von 10 $ bezahlt werden. Diese Kernphilosophie führt dazu, dass man sich “Einigeln” kann und bietet einen Schutz vor den vorher beschriebenen Phänomenen. Klarer Nachteil gegenüber den drei genannten, deutschen Marktführern ist, dass das Bewerben von Consumerprodukten (der gesamte B2C Bereich) durch diese Hürden erschwert wird.  

Besonders bei Gruppen kann man viel im Moment erreichen, die größte deutschsprachige Gruppe ist die Gruppe “Projektmanagement“, die ich zum deutschen Relaunch am 04.02.2009 gegründet habe.  

Beschäftigt sich man intensiver mit LinkedIn, so wird klar, dass der Funktionsumfang sowohl ein anderer ist, als auch das preisgünstigere. So können viele Funktionen, obwohl man Basismitglied ist. Eine Übersicht kann man sich hier anschauen PDF zum Download. Aber ich will Xing nicht zu schlecht reden, ich sehe gute Chancen, dass sich die Plattform neben Wer-Kennt-Wen etabliert.

Ich vergleiche die Strategie immer mit dem Focus, der Antrat, um den Spiegel aus dem journalistischen Olymp zu werfen. Dieses gelang nicht….trotzdem fand der Focus seinen Markt. Den Vergleich habe ich schon öfters geäußert, interessanterweise hat sich jetzt gerade der Burda Verlag an Xing beteiligt. So würde ich Xing auch in Zukunft nicht missen wollen, immerhin sind meine beiden Friseusen auch da verteten.

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