Businessnetzwerke: Von LinkedIn vs. Xing und der Langeweile
Intro
Xing versucht seine Nische zu finden. Wurde zeitweise auf den Markt der Freiberufler focussiert, wie durch die Freelancer Projektbörse oder den Ersatzblogspace für Xing Trainer, Xing Themen. Jetzt ist eine Recruitinglösung angekündigt, anderthalb Jahre nach BranchOut und fünf Jahre nach LinkedIn ist eine professionelle Lösung auch notwendig.
Langeweile ist machbar
So schreibe ich immer wieder, dass LinkedIn langweilig ist. Und das ist auch Sinn der Sache und gut so. Die Leute, die permanent nach Aufmerksamkeit suchen und sich des Vernetzens wegen vernetzen (wozu überhaupt, wenn nicht das 1.000 Webinar zur Powerakquise zu bewerben), haben aber ein Problem mit dem System “LinkedIn”. Hier ist das Vernetzen von bekannten Personen im Vordergrund. Anders als bei Xing werden Kontaktjäger nicht gelobt, sondern die Darstellungsgrenze ist auf 500 Kontakte gekappt. Da nach mehrfachen Abweisen von Kontaktanfragen diese Klientel nur noch mit bekannter Mailadresse andere Teilnehmer kontakten darf, sieht man diese anderweitig um
Vernetzung betteln. Diese Klientel wurde auch von Volker Remy aufgegriffen, der sich zunehmens von den Vernetzungswütigen bedrängt fühlt. In die gleiche Kerbe schlägt auch Christian Faller, der sich gleichzeitig über die Netzwerker auslässt.
Hier hat Xing durch seine Unterstützung der massiven Vernetzungsstrategie sich selber ein Bein gestellt. Ein zweites Facebook, Google+, (Bitte aktuelles privates Netzwerk nach Belieben eintragen) braucht keiner, und so wurde sogar von den ersten Börsianern erkannt, dass ein Kernnutzen völlig verwaschen ist. Ein etwas lieblos gezogener Vergleich findet sich hier und ist eher als Reaktion auf die Tatsachen, als eine Analyse zu verstehen. Der direkte Vergleich der Börsennotierungen:
(Eigene Darstellung nach historischen Daten von Xing, LinkedIn und Dollarkurs von yahoo Finanzen)
wer sich übrigens wundert, dass LinkedIn noch unter 100 € liegt, ich habe den LinkedIn Kurs auf den jeweiligen Euro / Dollar Tageskurs umgerechnet.
Extro
Thomas Vollmöller wird es schwer haben. Zwar hat Stefan Groß-Selbeck sein Versprechen eingelöst, auf den deutschsprachigen Markt zu focussieren (Mittlerweile sind wir bei über 90% der Seitenaufrufe kommen aus dem deutschsprachigen Raum). Gleichzeitig ist Xing ein Portfolio vieler versprengter technischer Maßnahmen. Eine Abkehr vom Premiummodell ist nicht denkbar: Zu sehr ist die Hamburger AG auf die Umsatzerlöse angewiesen. Aber mit etwas Langeweile könnte man den Kernmarkt noch stabilisieren.Immer aktuell bleiben: G+

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