Xing vs. LinkedIn in Deutschland 2012 – die DAX Konzerne im Vergleich
intro
Die Vergleiche der DAX Konzerne bieten sich ja an, um den Markt der Businessanbieter unter den Sozialen Netzen zu verfolgen. Allerdings hatte ich das Vorhaben erst mal bei Seite getan. Hintergrund: Ich habe die Anzahl der Mitarbeiter aus den Unternehmensprofilen generiert. Es stellte sich aber heraus, dass Xing dort keine stabilen Zahlen veröffentlicht. Das mag jetzt sehr gehässig klingen, kann man aber an folgenden Screenshots nachvollziehen:
Gut, dass ich Screenshots gemacht habe. Im Zeitablauf hatte Siemens
- Oktober 2010 –> 21.133 Mitarbeiter
- Oktober 2011 –> 15.563 Mitarbeiter
- Februar 2012 –> 8.237 Mitarbeiter
- August 2012 –> 24.837 Mitarbeiter
die auf Xing ein Profil hatten.
Gehen wir einfach davon aus, dass Xing ein Jahr lang kaputte Zahlen hatte (oder es haben sich erst 11.000 abgemeldet und dann wieder 15.000 angemeldet). Daher wollte ich den Moment nutzen, nachdem Xing seine Unternehmensprofile renoviert hat, um die DAX Konzerne nach Mitarbeitern und Followern zu vergleichen.
Mitarbeiter
Die Mitarbeiterzahlen von Xing und LinkedIn sehen wie folgt aus:
Die Entwicklung zwischen Oktober 2010 und August 2012 sieht in Summe wie folgt aus:
Die Grafik zeigt, dass 131.883 Mitarbeiter von DAX Konzernen ein Profil bei Xing und 347.258 bei LinkedIn im August 2012 hatten.
Das Standardargument ist nun, dass das die ganzen ausländischen Dependanzen der Konzerne wäre. Teilweise stimmt das sicherlich. Bei LinkedIn kann man über die Unternehmensprofile auch anzeigen lassen, auf welche Länder die Mitarbeiter verteilt sind. Dabei ergeben sich unterschiedliche Ansichten. Hier die vier Extrema:
Hier sieht man zum einen deutsche Post und deutsche Telekom: Hier hat Xing deutlich die Nase vorn. Im Vergleich dazu Adidas und SAP: Bei diesen Konzernen gibt es sogar mehr Mitarbeiter in Deutschland, die bei LinkedIn ein Profil haben, als Xing weltweit.
Für Recruiter daher interessant: Wenn ich Mitarbeiter bei dt. Telekom oder Post suche, ist Xing die erste Wahl, bei Industrie-, Pharma-, Chemie- oder Automationsthemen jedoch LinkedIn.
Unternehmensprofil im Marketingeinsatz
Was immer noch nicht überall angekommen ist: Bei Themen, die nicht consumerlastig sind, hat LinkedIn sogar die Nase vor Facebook oder Twitter. Xing hat bei den Follower deutlich nachgebessert. So war ein Unternehmensprofil im Oktober 2010 bei DAX Konzernen noch recht unbekannt. Mittlerweile hat Xing die Mitarbeiter der Konzerne zu Followern verwandelt und so die Zahl deutlich erhöhen können. Der Gesamtvergleich sieht so aus:
In Summe dargestellt ergibt sich folgendes Bild:
Der Anstieg bei Xing ist dem Zuordnen der Mitarbeiter zu verdanken. Was das bedeutet, habe ich mal in folgender Grafik verdeutlicht:
Die dunkleren Bereiche unten sind von den Followern die MA. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das:
- LinkedIn hat 517.056 Follower von DAX Unternehmen, die keine MA sind
- Xing hat 32.409 Follower von DAX Unternehmen, die keine MA sind.
Besonders interessant: Siemens hat (mit über 170.000 Follower) auf LinkedIn mehr Follower als auf Xing alle DAX Unternehmen zusammen an Followern (164.292) besitzen.
Extro
Der Markt ist noch nicht einheitlich. Wie oben geschrieben, Mitarbeiter der Post sollten Recruiter auf Xing suchen. Andere Konzerne (Siemens, SAP und Merck vorweg) sind deutlich stärker auf LinkedIn vertreten. Wenn die Unternehmensprofile bei Xing jetzt ein bisschen stabil bleiben, würde ich den Vergleich später wieder vornehmen, da gerade die Zeitreihen interessant zu verfolgen sind. Euer Unsere Seite auf Google+







Hallo,
Die Zahlen und Aufstellungen sind wirklich sehr interessant. Wie werden die Mitarbeiterzahlen auf Xing denn ermittelt? Gibt es hier nicht oft mehrere Unternehmensprofile, das diese automatisch generiert werden? Häufig geben auch viele Leute an bei einem Unternehmen angestellt zu sein, obwohl das nicht stimmt…nagut, das gleiche könnte man natürlich bei LinkedIn anmerken. Mir fällt nur bei Xing immer wieder auf, dass die Unternehmen in den verschiedensten Namensvariationen gelistet sind…
Danke für die Infos und adieu!
Andrea
Danke für das Lob…. ja, dass ist bei Xing ein Problem (das ich auch schon öfters angesprochen habe, dass dort keine “Normalisierung” stattfindet). Daher dürfte die Ergebnisse zu Ungunsten von Xing sein, da ein paar Prozent nicht in der Lage sind, ihren Unternehmensnamen zu schreiben ;-(
lG
Stephan
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