About these ads

Facebook und Karriere – Careerloft geht an den Start

Parallel zu den eigentlichen Karriere- und Businessportalen schaue ich ja regelmäßig auch, wie es auf Facebook zu diesen Themen zugeht. Habe ich letztes Jahr noch gefragt, wann Facebook zu einer Karriereplattform wird, so zeigen gerade die aktuellen BranchOutzahlen, dass sich hier einiges tut.

Logo CareerloftJetzt hat sich ein deutscher Konzern in dem Markt für “High Potentials” in Stellung gebracht: Bertelsmann startet Carrerloft. Zwar hat Careerloft einen Facebookauftritt, dieser dient aber (genauso wie bei BranchOut) zur Generierung von Interessenten. Dieser wurde letzte Woche gelaunched.

Das Konzept

Die Idee ist eigentlich nicht unsympathisch. Vielversprechende Kandidaten ziehen in ein Loft in Berlin ein. Unternehmen (die auch Kunden von Careerloft sind) “bewerben” sich bei den Kandidaten. Was aufhorchen lässt, ist, dass bereits zum Start Unternehmungen wie Audi, Ernst & Young, Metro Group, Merck oder Commerzbank dabei sind (ob das nun dem Konzept oder den prominenten Gründungsunternehmen geschuldet ist, sei dahingestellt).

Danach endet die Förderung aber nicht: Tutoren sollen ein Netzwerk von Spezialisten zusammenhalten und somit ein Netzwerk, wie wir es aus Amerika mit dem Alumnis kennen, aufbauen.

Ein Praktikum mit Zukunft?

Ich persönlich halte die Idee, genau wie Karrierebibel, für sympathisch. Auch gibt es kritische Stimmen, dir reflexartig das Konstrukt Praktikum für pauschal tadelnswert halten. Hierbei liegt für mich der Mehrwert nicht vorrangig in der Vermittlung: Gute Kandidaten und Absolventen haben auch heute keine Probleme, einen vernünftigen Job zu finden. Vielmehr finde ich den Netzwerkgedanken dahinter vielversprechend: Karrierenetzwerke gibt es außerhalb der konzerneigenen Aufbauprogramme weniger.

Damit sehe ich Careerloft eher als Ersatz für die abnehmende Mitarbeiterloyalität: Die Karriere, die 40 jahre lang beim gleichen Konzern statt findet, ist heute eher die Ausnahme, als der Regelfall. Und so können die Konzerne ihre High Potentials in der Umlaufbahn halten.

Eigentlich ist das Programm weniger eins gegen den Fachkräftemangel, als gegen abnehmende Mitarbeiterloyalität. Der Fachkräftemangel ist bei uns noch nicht angekommen: Zumindest wir können uns nicht über qualifizierte Bewerbungen beklagen, auch wenn das kein empirischer Maßstab ist.

About these ads

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 424 Followern an

%d Bloggern gefällt das: