Privatsphäre mit LinkedIn schützen
Immer wieder werden soziale Netzwerke unter dem Blickwinkel der Privatspäre betrachtet. Hierbei erst mal ein Blick auf die Begrifflichkeiten: Gerne werden die Begriffe Datenschutz und Privatsphäre durcheinandergebracht, daher, angelehnt an Wikipedia:
- Datenschutz: Hier wird der Umgang der persönlichen Daten durch Unternehmen (aber auch Behörden) definiert.
- Privatsphäre: Bezeichnet den nicht-öffentlichen Raum, in dem ein Mensch sein Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnimmt.
Beim Datenschutz kann man eigentlich nichts tun, außer einen Dienst zu verweigern, wo man vermutet, dass der Datenschutz nicht gewährleistet ist.
Bei dem Umgang mit der Privatsphäre widerum kann man bei den amerikanischen Vertretern viel mehr einstellen, als man es von deutschen Pendanten gewohnt ist. Allerdings muss man einige Minuten Zeit hierzu verbringen. Der folgende Artikel ist ein Update des Artikels, den ich 2010 zu diesem Thema erstellt habe.
Getrennt habe ich drei Bereiche:
- Was mochte ich preisgeben?
- Wo möchte ich es preisgeben?
- Wie möchte ich erreichbar sein?
Was mochte ich preisgeben?
Das ist eigentlich der Bereich, wo ich am wenigsten zu beitragen kann. Was wichtig ist: Konsistenz! Wenn Sie zum Beispiel einen Arbeitgeber in der Historie nicht preisgeben möchten, so gestalten Sie ihr Profil so, dass der Bruch nicht auffällt.
Übertreiben Sie nicht und wenn Fakten angegeben werden, so müssen diese auch plausibilisiert werden können. Wenn Sie zum Beispiel angeben, dass Sie Führungskraft von über 200 Personen waren, so sollte das Unternehmen, in dem Sie die Position angeben auch über 200 Mitarbeiter haben.
Wo möchte ich es preisgeben?
Hier unterscheide ich zwischen “LinkedIn-Innenverhältnis” und “Außenverhältnis. Das Außenverhältnis ist, ob und vor allem was ich nach Google veröffentliche:
Zum Anfang steht die Entscheidung, ob man sein Profil nach Google öffnen möchte. Hier würde ich empfehlen, es zu tun: Wenn man sich im Internet bewegt, so wird man von Yasni oder 123people gescant. Mit LinkedIn kann man steuern, dass die eigene Page erscheint, und nicht irgendwelche Kommentare von irgendwann.
Im Folgenden wird definiert, was öffentlich sichtbar ist. Hier ist unter Umständen weniger mehr und die Gruppen sollte man, nach Erfahrungen, die Anfang 2010 gemacht worden sind, deaktivieren.
Im Innenverhältnis kann man verschiedene Dinge administrieren:
Das Photo
Man kann unterscheiden, ob sein Profilphoto nur
- den Kontakten
- dem Netzwerk (also alle bis Kontakt dritten Grades)
- Allen
sichtbar sein soll. gerade beim weiblichen Geschlecht ist diese Differenzierung beliebt:
Die Aktivitäten
Ich selber habe das deaktiviert – ich finde es unspannend, ob ich nun einen Unternehmen neu folge oder ein neues Profilphoto hochgeladen habe und denke mir, es geht einigen so. Dieses muss aber jeder für sich selbst entscheiden:
Genauso lässt dich definieren, wer den Aktivitätenstram sehen soll:
Sichtbarkeit von Kontakten
Was viele für wichtig halten, ist der Zugriff auf die eigene Kontaktliste. Hier kann man unterscheiden zwischen “nur ich” und “Kontakte”. Darüber hinaus geht es eh nicht:
Wessen Profil habe ich besucht?
Als letztes sollte man unterscheiden, wie ich erscheine, wenn ich ein fremdes Profil besuche:
Wie möchte ich erreichbar sein?
Als letztes sollte man sich Gedanken machen, wie man erreichbar sein möchte. Hierbei meine ich nicht, was man für Nachrichten man von LinkedIn erhält (das habe ich in einem anderen Artikel ausführlich beschrieben), sondern von Dritten.
Generell: Wie bin ich erreichbar?
Es gibt drei Arten, erreichbar zu sein. Dabei ist die erste die “öffentlichste”, die letzte am konservativsten:
Wer darf mich in sein Netzwerk einladen?
Zusätzlich kann ich mich einigeln, in dem ich definiere, wer mir eine Einladung senden darf. Wer von Kontaktjägern und Erfolgs- und Glückscoaches genervt ist, kann hier definieren, dass nur diejenigen zum Netzwerk einladen können, die meine Mailadresse kennen (und diese bei der Kontaktanfrage eingeben muss). Auch kann ich (die konservativste Art) eine Liste hinterlegen, die mich einladen dürfen. Aber zu Kontaktanfragen habe ich einen ausführlicehren Artikel geschrieben.
Gruppeneinladungen?
Als einer der wichtigsten Punkte: Beim deutschen Konkurrenten kann man sich kaum gegen Gruppeneinladungen wehren. Dieses wird, dank automatisierter Tools, gern zum spammen genutzt.
Bei LinkedIn kann man Gruppeneinladungen generell deaktivieren:
Nach meinen Erfahrungen in Deutschland ein sinnvolles Feature.










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