Die IngDiBa hat nun einen aktuellen Werbespot im Fernsehen, wie immer mit Dirk Nowitzki. In diesem Spot betritt er eine Metzgerei, die augenscheinlich die seiner Kindheit sein soll (Obwohl sie in Berlin, statt in Würzburg steht) und bekommt (der Stein des Anstoßes der vegetarischen Community) eine Scheibe Wurst, kommentiert von Dirk Nowitzki selber mit “damit Du groß und stark wirst”:
An sich eine Werbung im klassischen Sinne: Ein Bild der Kindheit der Zielgruppe soll Sympathien wecken und alles wirkt hygienisch sauber und rein.
Nun versuchten einige, hier einen Shitstorm zu entfachen und es entbrannte hitzige Diskussionen über Fleichkonsum. Diese hatten teilweise geschmacklose Vergleiche, oftmals waren es aber nur Postings wie dieser:
Nun wurde ich unter anderem von Romy Mlinzk darüber aufgeklärt, dass es sich noch um keinen Shitstorm handelt, sondern um ein Sturm im Wasserglas. Von der Dimension gebe ich Romy auch recht, der weitere Verlauf ist allerdings spannend.
Einige Blogger nahmen sich des Themas an. Eine besonders sympathische Analyse hatte ich zu diesem Thema von Frank Patzig gelesen. Er attestiert der Ing DiBa einen eigentlich guten Umgang mit der Thematik. So wurde schnell ein Reiter eingeblendet, der auf die aktuelle Diskussion hinwies:
Der Hinweis von Frank Patzig war sinnvoll, keine neuen Diskussionen mehr zuzulassen. Dieses tat die Ing DiBa aber nicht und was folgte, muss ein Schmunzeln hervorrufen. Es mehrten sich die Sypathiebekundungen. Neben sinnentleerten “Ich brauch jetzt ein Schnitzel” – Postings waren viele zu sehen wie folgender:
Und davon gab es einige. Mittlerweile griff erst Horizont das Thema auf und auch der Stern.
Die Fanzahlen sind seitdem in die Höhe geschnellt. Mittlerweile kommt die Ing DiBa auf 3.100. Vorgestern waren es noch knapp über 2.000. Und da man ohne Fan zu werden direkt kommentieren kann, könnte man davon ausgehen, dass es sich um solidarische Fans zum größten Teil sind, Leute, die auch bleiben könnten.
Eine der besten Reaktionen der Ing DiBa in diesem Zusammenhang: Mitten in der Diskussion wiesen sie auf ihre aktuellen Stellenangebote hin….
Diese Gelassenheit ist wirklich sehenswert.
Ich bleibe bei meiner Meinung: Ein gesunder Shitstorm hat noch keiner Unternehmung geschadet….. und der Nowitzki Spot hat die besten Chancen, im Januar zur Creation des Monats gewählt zu werden.
4 Antworten to “Ein gesunder Shitstorm hat noch niemanden geschadet – zum IngDiBa Spot”
[...] in der Reichweite, aber auch Risiken und Arbeit. Der aktuelle „Mini“-Shitstorm der Ing DiBa zeigt, dass eine permanente Betreuung (im Sinne 24/7) notwendig [...]
Der Shitstorm/Sturm im Wasserglas war meiner Meinung nach für die ING-DiBa erfolgreich, weil der Werbespot sympathisch war (und wir über Dreißigjährigen das als Kind genau so erlebt haben: Wurstscheibe, “groß und stark”), weil die Veganer/Vegetarier teilweise sehr aggressiv aufgetreten sind und schon dadurch die Sympathien der Bank zufielen, weil die ING-DiBa möglicherweise zufriedene Kunden hat, weil die ING-DiBa durch ihr tolerantes Verhalten keinen Anlass gegeben hat, sich an ihr hochzureiben. Wäre sie restriktiver vorgegangen, hätte man gesagt “typisch Bank” und hätte ein Feindbild aufgebaut und einen richtigen Shitstorm/Mobbing entfachen können, der der Bank hätte schaden können.
[...] des Shitstorms (oder besser gesagt „Shitstörmchen“) der Ing-Diba in einem kleinen Artikel darüber ausgelassen, dass ein gesunder Shitstorm noch keiner Unternehmung geschadet [...]
[...] Medien (wie hier: Der Westen) wurde das schnell als Shitstorm verkauft. Jedoch wie vorher bei der Ing DiBa halte ich das ganze für keinen Shitstorm, eher um einen zynischen Sturm im Wasserglas- Es war eher [...]
Gern freue ich mich über eine Einladung zu einem Kaffee. Dieser Blog ist werbefrei (na ja, eigentlich ist er per se Werbung) und jedes Nomen mit Direktbankenwerbung zu verlinken....
...wem es also gefällt?
[...] in der Reichweite, aber auch Risiken und Arbeit. Der aktuelle „Mini“-Shitstorm der Ing DiBa zeigt, dass eine permanente Betreuung (im Sinne 24/7) notwendig [...]
Wo Unternehmensprofil erstellen LinkedIn, Facebook, Google+ ? « LinkedInsider Deutschland schrieb dies am Januar 15, 2012 um 7:36 pm |
Der Shitstorm/Sturm im Wasserglas war meiner Meinung nach für die ING-DiBa erfolgreich, weil der Werbespot sympathisch war (und wir über Dreißigjährigen das als Kind genau so erlebt haben: Wurstscheibe, “groß und stark”), weil die Veganer/Vegetarier teilweise sehr aggressiv aufgetreten sind und schon dadurch die Sympathien der Bank zufielen, weil die ING-DiBa möglicherweise zufriedene Kunden hat, weil die ING-DiBa durch ihr tolerantes Verhalten keinen Anlass gegeben hat, sich an ihr hochzureiben. Wäre sie restriktiver vorgegangen, hätte man gesagt “typisch Bank” und hätte ein Feindbild aufgebaut und einen richtigen Shitstorm/Mobbing entfachen können, der der Bank hätte schaden können.
[...] des Shitstorms (oder besser gesagt „Shitstörmchen“) der Ing-Diba in einem kleinen Artikel darüber ausgelassen, dass ein gesunder Shitstorm noch keiner Unternehmung geschadet [...]
Der kalkulierte Shitstorm – Ansgar Heveling im Dienste des Handelsblattes « LinkedInsider Deutschland schrieb dies am Januar 31, 2012 um 8:39 pm |
[...] Medien (wie hier: Der Westen) wurde das schnell als Shitstorm verkauft. Jedoch wie vorher bei der Ing DiBa halte ich das ganze für keinen Shitstorm, eher um einen zynischen Sturm im Wasserglas- Es war eher [...]
Nicht jede Panne ist ein Shitstorm – über #evag den Streisand Effekt « LinkedInsider Deutschland schrieb dies am Februar 15, 2012 um 10:05 pm |